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Espenhain

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Leipzig, Landkreis / Espenhain

An­fahrts­be­sch­rei­bung

über B95 Richtung Borna/Chemnitz Abfahrt Markkleeberg West oder Espenhain, über A38 Abfahrt Leipzig-Südost.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

ehemaliger Braunkohletagebau. Jetzt Bergbau-Technik-Park.

Geo­lo­gie

Braunkohle, tertiäre und pleistozäne Ablagerungen, hydrothermale Mineralausscheidungen

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Markkleeberger See ist vollständig geflutet, beim Störmthaler See bestehen allgemein keine Zugangsbeschränkungen

Letz­ter Be­such

10/2009

GPS-Ko­or­di­na­ten



Markkleeberger See

WGS 84: 
Lat.: 51,265265° N, 
Long: 12,408881° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 15' 54,954" N,
   Long: 12° 24' 31,972" E
Gauß-Krüger: 
R: 4528643,
 H: 5681234
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Störmthaler See

WGS 84: 
Lat.: 51,237798° N, 
Long: 12,446317° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 14' 16,073" N,
   Long: 12° 26' 46,741" E
Gauß-Krüger: 
R: 4531274,
 H: 5678193
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=12773
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Verkürzte Pfadangabe

Espenhain, Leipzig, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Markkleeberger See
Aufrufe (Bild: 1257763361): 2664
Markkleeberger See

Panorama des Markkleeberger Sees vom Nordwestufer aus. 10/2009.

Copyright: thdun5
Beitrag: thdun5 2009-11-09

Ausführliche Beschreibung

Der ehemalige Braunkohletagebau Espenhain liegt nördlich der Stadt Espenhain, nordöstlich von Böhlen/Rötha und westlich von Störmthal im Südraum von Leipzig. Von 1937 bis 1994 wurde hier Braunkohle abgebaut. Der Tagebau Espenhain gliedert sich in zwei Teile:

  • nordwestlicher Teil (Markkleeberger See)
  • südöstlicher Teil (Störmtaler See)

Markkleeberger See

Mit der Flutung dieses Teils des Tagebaues wurde im Jahr 1999 begonnen und war bereits 2006 abgeschlossen. Der Endwasserstand liegt auf einer Höhe von 112,5m ü.NN. Die für die Flutung benötigte Wassermenge betrug 61 Mio. m3. Der See besitzt eine Tiefe von bis zu 58 m und eine Gesamtasserfläche von ca. 2,5 km2. Damit ist der Markkleeberger See das tiefste Gewässer im sogenannten "Leipziger Neuseenland".


Störmthaler See

Von 2000 bis 2003 füllten sich die tiefsten Regionen bereits mit Grundwasser. Mit der kontollierten Flutung dieses Teils des Tagebaues von Sümpfungswasser aus den noch aktiven Tagebauen Vereinigtes Schleenhain und Profen wurde im Jahr 2003 begonnen und diese soll voraussichtlich im Jahre 2011 abgeschlossen sein. Der Endwasserstand soll auf einer Höhe von rund 117,0m ü.NN liegen. Die für die Flutung benötigte Wassermenge beträgt 158 Mio. m3. Der See wird dann eine Tiefe von bis zu 55 m und eine Gesamtasserfläche von ca. 7,3 km2 besitzen.

Beide Teilstücke sollen durch einen Kanal verbunden werden, welcher 2011 fertig gestellt sein soll. Um den Wasserpegelstand von rund 4 Meter überwinden zu können, wird eine Schleuse gebaut.


Orte, die dem Tagebau weichen mussten:

  • Geschwitz
  • Stöhna
  • Rüben
  • Großdeuben Ost
  • Zehmen
  • Sestewitz
  • Cröbern
  • Crostewitz
  • Markkleeberg-Göselsiedlung
  • Markkleeberg-Ost
  • Vorwerk Auenhain
  • Magdeborn
  • Gruna
  • Göltzschen
  • Rödgen

Entwicklung:

  • 1937: Aufschluss des Tagebaues
  • November 1939: Erste Kohlelieferung
  • November 1944: Inbetriebnahme der Abraumförderbrücke F45 Nr. 17
  • 23. Dezember 1993: Einstellung des Vorschnittbetriebes
  • 30. April 1994: Stillegung der AFB F 45 Nr. 17
  • bis 27. Juni 1996: Restauskohlung
  • 6. Mai 1997: Sprengung der Abraumförderbrücke

Kenngrößen:

  • Abraumbewegung:

    • 1706 Millionen Kubikmeter
  • Rohkohleförderung:

    • 565 Millionen Tonnen
  • Landinanspruchnahme:

    • 3973 Hektar

Mineralien (Anzahl: 17)

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ZurücksetzenAlCCaFeHMgMnNaOPSSiZr
'Bernstein'i
Bernstein von Espenhain:
ist von hier äußerst selten. Die gefundenen Mengen sind bei Weitem nicht mit denen von anderen Braunkohletagebauen (z.B. Bitterfeld) zu vergleichen.
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
BM
Chalcedon (Var.: Quarz, Mogánit)i
Chalcedon von Espenhain:
ist von hier selten. Kommt als hellblaue Aggregate vor.
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
M
Gipsi
Gips von Espenhain:
tritt als farblose Kristalle auf Klüften und in den Braunkohlenquarziten auf.
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
M
Kaolinitr
Bartnik, Dr. rer. nat. (2005): Mineralogische Streifzüge durch Nordwestsachsen, Leipzig, S.101.
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
M
Markasiti
Markasit von Espenhain:
kommt teilweise als sehr feine Konkretionen in der Braunkohle vor. Ist an der Luft allgemein nicht sehr beständig und zufällt zu Schwfel und Schwefelwasserstoff (typischer fauliger Geruch).
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
M
Montmorillonitr
Bartnik, Dr. rer. nat. (2005): Mineralogische Streifzüge durch Nordwestsachsen, Leipzig, S.106.
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
M
Quarzi
Quarz von Espenhain:
teilweise treten Kristallrasen auf, die aus bis zu 3mm großen Kristallen bestehen. Meist auf massiveren Kohlestücken (von Stämmen), die dann auch teilweise zusammen mit gelbem Calcit vorkommen.
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
M
Zirkonr
Bartnik, Dr. rer. nat. (2005): Mineralogische Streifzüge durch Nordwestsachsen, Leipzig, S.119.
(Sachsen/Leipzig, Landkreis/Espenhain)
M
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Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 02. Mar 2021 - 12:06:47

Mineralbilder (1 Bilder gesamt)

Bernstein
Aufrufe (Bild: 1520764657): 1118
Bernstein

Klarer, rötlicher Bernstein von 8 cm Länge als seltener Fund aus dem Tagebau Espenhain bei Leipzig in Sachsen.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2018-03-11
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 5)

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Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
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Aktualität: 02. Mar 2021 - 12:06:47

Fossilien (Anzahl: 30)

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Legende

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Fossil (TL) -> Fossil-Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Fossil in der Region
 F -> Link zur allg. Fossilseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Fossil ? ->Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 02. Mar 2021 - 12:06:47

Fossilbilder (19 Bilder gesamt)

Parotodus benedeni
Aufrufe (Bild: 1201034777): 2751
Parotodus benedeni

Parotodus benedeni, Oligozän, Oberkieferlateralzahn ca.4 cm, Rupel, Böhlener Schichten, Tagebau Espenhain, Leipzig, Deutschland

Copyright: AZRAEL
Beitrag: bardenoki 2008-01-22
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Carcharocles angustidens (AGASSIZ, 1843)
Aufrufe (Bild: 1107809304): 1400
Carcharocles angustidens (AGASSIZ, 1843)

Fundort: Tagebau Espenhain bei Leipzig (Germany); Alter: Tertiär - Oligozän - Rupelton (30-33 Millionen Jahre); Höhe: 55mm

Copyright: mkannenberg
Beitrag: Mineralienatlas 2005-02-07
Mehr   FoF 
Carcharias acutissimus
Aufrufe (Bild: 1107809282): 1352
Carcharias acutissimus

Fundort: Tagebau Espenhain bei Leipzig (Germany); Alter: Tertiär - Oligozän - Rupelton (30-33 Millionen Jahre); Höhe: 20mm

Copyright: mkannenberg
Beitrag: Mineralienatlas 2005-02-07
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Aktualität: 02. Mar 2021 - 12:06:47

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Sebastian, U. & C. Schmidt (1992). Zu Wirbeltierfunden im Phosphoritknollenhorizont des Leipziger Oligozäns. Fundgube, 28.Jg., H.3, S.118-20.
  • Bartnik, D. (1992). Achate in NW-Sachsen - ihre Formen, Farben und Fundstellen. Lapis, Jg.17, Nr.10, S.30-35.
  • Berkner, A. (2004). Der Braunkohlebergbau im Südraum Leipzig. Bergbau in Sachsen, Bd.11. Bergbaumonographie. Freistaat Sachsen. Landesamt für Umwelt und Geologie, Oberbergamt. Freiberg.
  • Bartnik (2005): Mineralogische Streifzüge durch Nordwestsachsen, Leipzig, S.101,106,119.

Weblinks:

im Forum


Quellenangaben

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