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Gletschersteinpyramide

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Leipzig / Stötteritz / Gletschersteinpyramide

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Die Gletschersteinpyramide befindet auf dem Gustav-Schwabe-Platz in Leipzig-Stötteritz. Anfahrt z. B. aus Richtung Prager Straße über die Ludolf-Colditz-Straße (Einbahnstraße). Entlang der Ludolf-Colditz-Straße auch Parkmöglichkeiten.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Aus Findlingen erbaute Pyramide.

Fund­s­tel­len­typ

Naturdenkmal

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Innerhalb einer Parkanlage frei zugänglich..

Letz­ter Be­such

Juni 2020.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Gletschersteinpyramide



Gletschersteinpyramide

WGS 84: 
Lat.: 51,3155286° N, 
Long: 12,41724637° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 18' 55,903" N,
   Long: 12° 25' 2,087" E
Gauß-Krüger: 
R: 4529195,
 H: 5686829
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=51918
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Verkürzte Pfadangabe

Gletschersteinpyramide, Stötteritz, Leipzig, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Gletschersteinpyramide in Leipzig Stötteritz, Seitenansicht
Aufrufe (Bild: 1593194725): 160
Gletschersteinpyramide in Leipzig Stötteritz, Seitenansicht

Gletschersteinpyramide in Leipzig Stötteritz, Seitenansicht, Aufnahme im Juni 2020.

Sammlung: Archiv Jörg N.
Copyright: nwsachse
Beitrag: nwsachse 2020-06-26
Gletschersteinpyramide in Leipzig-Stötteritz, historische Erläuterungstafel
Aufrufe (Bild: 1593194621): 151
Gletschersteinpyramide in Leipzig-Stötteritz, historische Erläuterungstafel

Gletschersteinpyramide in Leipzig Stötteritz, historische Erläuterungstafel, Aufnahme im Juni 2020.

Sammlung: Archiv Jörg N.
Copyright: nwsachse
Beitrag: nwsachse 2020-06-26
Gletschersteinpyramide in Leipzig-Stötteritz
Aufrufe (Bild: 1593194477): 130
Gletschersteinpyramide in Leipzig-Stötteritz

Gletschersteinpyramide in Leipzig Stötteritz, Ansicht aus Richtung Ludolf-Colditz-Straße, Aufnahme im Juni 2020.

Sammlung: Archiv Jörg N.
Copyright: nwsachse
Beitrag: nwsachse 2020-06-26

Ausführliche Beschreibung


Die Gletschersteinpyramide in Leipzig-Stötteritz

Die sog. Gletschersteinpyramide in Leipzig-Stötteritz wurde, wie die an ihrem Fuße befestigte gusseiserne Tafel sinngemäß aussagt, im Jahre 1903 aus durch die Eiszeit von Skandinavien bis in die Leipziger Gegend verfrachteten Steinen errichtet.
Solche, während der Eiszeit durch das Inlandeis transportierte, "Steine" werden heute als "Findlinge", "Geschiebe" oder "nordische Geschiebe" bezeichnet. Stifter des Denkmals war die "Allgemeine Deutsche Creditanstalt" mit ihrer Tochterfirma, der "Leipziger Immobilien Gesellschaft".
Bemerkenswert ist, dass hier nicht einer Person, sondern einem geologischen Ereignis, nämlich der Eiszeit ein Denkmal gesetzt wurde. 1903 war es erst 28 Jahre her, seit die Inlandeistheorie allgemeine Anerkennung fand.
Ihre Höhe beträgt 5,4 m, bei einer quadratischen Basisfläche von 5,4 x 5,4 m. Insgesamt sind in den Außenseiten ca. 700 nordische Geschiebe vermauert. Über den inneren Aufbau ist nichts bekannt.
Im Sommer des Jahres 2000 erfolgte eine gründliche Reinigung der verbauten Findlinge. Gleichzeitig wurden schadhafte Stellen der Verfugung ausgebessert, die Gedenktafel wurde entrostet und neu konserviert.
Der rötlich-bräunliche Gesamteindruck der Pyramide wiederspiegelt den hohen Anteil roter granitischer Gesteine, roter Porphyre und roter Sandsteine. Parallel zur Restaurierung erfolgte eine makroskopische Untersuchung der verbauten Geschiebe im Hinblick auf ihre Herkunft.
Der Geschiebebestand wird von Leitgeschieben aus Ostsmåland (Roter Småland-Granit), vom Åland-Archipel (Åland-Rapakiwi) und Norddalarna (Dala-Porphyr) dominiert. Westschwedische und norwegische Leitgeschiebe fehlen. Entsprechend kann eine überwiegende Herkunft aus Südost- und Mittelschweden abgeleitet werden.
Vergleiche mit dem Geschiebebestand der ersten Saalegrundmoräne zeigen eine weitgehende Übereinstimmung. Daraus kann auf den Transport der Findlinge aus dem Herkunftsgebiet während der Saaleeizeit, vor ca. 126000 bis 300000 Jahren, geschlossen werden.
Mit der Gletschersteinpyramide besitzt Leipzig-Stötteritz ein wohl einmaliges Denkmal. Es stehe weiterhin "unter dem Schutz edler Menschen".
Vom Völkerschlachtdenkmal aus ist die Gletschersteinpyramide mit einem Fußweg von ca. 500 m zu erreichen.

(Die Darstellung erfolgte nach der unten anggegebenen Literatur)


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Aktualität: 05. Jul 2020 - 15:42:18

Referenz- und Quellangaben, Literatur


Literatur:

R. Vinx, R. Sobott, E.Stern & K. Bente (2003): 100 Jahre Gletschersteinpyramide in Leipzig-Stötteritz: Ein Denkmal für die Eiszeit und deren nordische Geschiebe. Archiv für Geschiebekunde. Band 4, Heft 1, 1-14.


Bearbeiter:

nwsachse