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Kieselschieferbrüche

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Sachsen / Mittelsachsen, Landkreis / Freiberg, Revier / Frankenberg / Langenstriegis / Wachtelberg / Kieselschieferbrüche

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbrüche, aufgelassen

Geo­lo­gie

Kieselschiefer.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Größtenteils militärisches Sperrgebiet!

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=10228
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Restlöcher - Langenstriegis
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Restlöcher - Langenstriegis

Langenstriegis, Frankenberg, Revier Freiberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland

Copyright: Conny3
Beitrag: Mineralroli 2009-03-05

Ausführliche Beschreibung

Am Wachtelberg bei Langenstriegis liegen noch heute einige Restlöcher der einstmals hier betriebenen Steinbrüche. Diese bauten auf Kieselschiefer und lieferten schon vor langer Zeit prächtige Stufen mit Wavellit. Eine besonders dunkle, fast schwarze Abart dieses Minerals wurde nach dem Fundort "Striegisan" benannt; die Bezeichnung ist heute überholt.

Neben Wavellit in meist gelber, grünlicher, selten tiefgrüner oder bläulicher, sehr selten fast schwarzer Tönung kam Variscit vor, recht selten kleine grüne Knöllchen von "Barrandit", einem Al-haltigen Strengit. Daneben noch unscheinbare Quarzkristalle.

Bescheidene Fundmöglichkeiten bestehen, doch ist zu beachten, dass die Brüche in militärischem Sperrgebiet liegen und darüber hinaus sehr verwachsen sind.


Fundstellenzustandsbeschreibung von 2005: Conny3

Wenn man in der Literatur den Fundort Langenstriegis bei Frankenberg bzw. Freiberg (liegt aber näher an Frankenberg) liest, denkt man als Lokalsammler wehmütig an längst nicht mehr erreichbare Funde von Wavellit. In der Literatur war auch kaum mal ein Hinweis darüber zu lesen. Lediglich in Museen konnte man die herrlichen Wavellite bewundern. Das mit der Geheimniskrämerei damals hatte auch seinen Grund. Der Fundort lag (leider auch heute noch) in einem militärischen Sperrgebiet. Deshalb sei darauf hingewiesen das jeder, der diesen Fundort nach meiner heutigen Beschreibung später aufsuchen möchte, dies hier auch mitgeteilt bekommt und ihn auf eigene Verantwortung ohne Hinweis auf meine Veröffentlichung hier besuchen sollte. Trotz dieser abschreckenden Hinweise auf Blindgänger, Betretungsverbote etc. wagte ich mich im Frühjahr 2005 randlich in dieses Gebiet. Die ehemaligen Brüche befinden sich zum Teil am Rand, aber auch im Innern eines kleineren Waldstückes auf der Höhe des Wachtelberges. Sie sind als solche eigentlich kaum noch zu erkennen. Lediglich muldenartige Vertiefungen mit kleinen Tümpeln bzw. Teichen verraten die ehemaligen Brüche. Nur wenige Kieselschieferlesesteine lassen sich im Bereich der stark verwachsenen Mulden noch auffinden. Lediglich an der äußersten Waldspitze nach Osten zu bemerkt man schon außerhalb des Waldes in einer Böschung ein wenig Anstehendes. Alte Lesesteinhaufen am Rand des Wäldchens könnten aber auch die gesuchten Phosphate enthalten. So durchstreifte ich das Gebiet, drehte einige Steine um und durchsuchte die Lesesteinhaufen am Rande, ohne zunächst einen Hinweis auf Wavellit u. a. zu finden. Lediglich Quarzgänge mit winzigen Quarzkristallen kamen häufiger vor.Vereinzelt traten innerhalb der Kieselschieferspalten auch schmale helle Achatlagen auf.

Der "letzte Stein", den ich nun im Bereich des am weitesten im Wald gelegenen "Bruches" umdrehte, brachte dann zu meiner Überraschung dann doch einen Wavellitfund. Man sollte also unbedingt davon ausgehen, dass dort nur absolutes Glück notwendig ist, einen kleinen Fund zu machen. Es finden sich auch keinerlei Schürfstellen von Sammlern. Das sollte man auch sein lassen angesichts der drohenden Gefahr von Blindgängern innerhalb des Sperrgebietes. Auch der Erfolg einer solchen Aktion wäre wohl sehr ungewiß.

(Leicht verändert nach Beitrag im Forum "Langenstriegis- ein vergessener Fundort ?")

Mineralien (Anzahl: 4)

Mineralbilder (9 Bilder gesamt)

Wavellit
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Wavellit

Fundort Langenstriegis, Freiberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland; Stufenbreite 6 cm

Sammlung: uwe
Copyright: uwe
Beitrag: uwe 2008-12-06
Wavellit
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Wavellit

Langenstriegis, Freiberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland, Stufenbreite 6 cm

Sammlung: uwe
Copyright: uwe
Beitrag: uwe 2008-12-06
Wavellit
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Wavellit

Aufgebrochene Sphärolithe mit mehrfacher Farbzonierung; Bildbreite: 3 cm; Fundort: Langenstriegis bei Frankenberg, Sachsen, Deutschland; (ex Sammlung: C. Schiffner)

Sammlung: Peter Haas
Copyright: Peter Haas
Beitrag: Mineralienatlas 2005-04-04

Gesteine (Anzahl: 2)

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Wavellit xx auf Kieselschiefer
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Wavellit xx auf Kieselschiefer

Langenstriegis bei Frankenberg, Steinbruch Obermühlbach, Größe: 100 x 60 x 50 mm,; große Rossetten 20 mm auf Kieselschiefer mit historischem Etikett

Sammlung: Pyromorphit
Copyright: Sammlung Uhlmann Zschopau
Beitrag: Pyromorphit 2015-07-26

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Leonhardt,D. (1992). Mineralsteckbrief: Wavellit. Fundgrube, Bd.4, S.165.

Quellenangaben

Einordnung