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Abraham-Schacht

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Mittelsachsen, Landkreis / Freiberg, Revier / Freiberg / Grube Himmelfahrt / Abraham-Schacht

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Schachtanlagen mit Halden (Sammeln untersagt)

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Letz­ter Be­such

05/2012

GPS-Ko­or­di­na­ten

Abraham-Schacht



Abraham-Schacht

WGS 84: 
Lat.: 50,91855° N, 
Long: 13,35976° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 55' 6,78" N,
   Long: 13° 21' 35,136" E
Gauß-Krüger: 
R: 4595722,
 H: 5643464
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1456
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Verkürzte Pfadangabe

Abraham-Schacht, Grube Himmelfahrt, Freiberg, Mittelsachsen, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (10 Bilder gesamt)

Treibehaus vom Abrahamschacht, Freiberg im Erzgebirge/Sachsen
Aufrufe (Bild: 1613594450): 157
Treibehaus vom Abrahamschacht, Freiberg im Erzgebirge/Sachsen

Treibehaus vom Abrahamschacht, Freiberg im Erzgebirge/Sachsen. Gescanntes Diapositiv, Aufnahme im März 1985.

Sammlung: Archiv Jörg N.
Copyright: nwsachse
Beitrag: nwsachse 2021-02-17
Bergschmiede und Treibehaus vom Abrahamschacht, Freiberg im Erzgebirge/Sachsen
Aufrufe (Bild: 1613594189): 147
Bergschmiede und Treibehaus vom Abrahamschacht, Freiberg im Erzgebirge/Sachsen

Bergschmiede (links) und Treibehaus (rechts) vom Abrahamschacht, Freiberg im Erzgebirge/Sachsen. Gescanntes Diapositiv, Aufnahme im März 1985.

Sammlung: Archiv Jörg N.
Copyright: nwsachse
Beitrag: nwsachse 2021-02-17
Abraham-Schacht-Halde  Freiberg
Aufrufe (Bild: 1351929919): 1342
Abraham-Schacht-Halde Freiberg

Teil der Halde des Abrahamschachtes,Himmelfahrter Revier in Freiberg

Copyright: Guido Klatt
Beitrag: Fluoritxx 2012-11-03

Ausführliche Beschreibung


Geschichte

Scheidejungen in der Abrahamer Scheidebank
Scheidejungen in der Abrahamer Scheidebank

Abrahamer Scheidebank um 1890

Archiv: Frank Ihle

Die Grube "Abraham" wurde erstmals 1542 in Ausbeute erwähnt. Diese Periode dauerte bis ca. 1600 und brachte etwas über 1 Tonne reinen Silbers aus. 1752 wurde sie mit der Grube "Himmelfahrt", welche nur ein Silberausbringen bis dato von 140 Kilo hatte, konsolidiert und ging in den Verbund "Himmelfahrt Fdgr." auf.
Im Jahr 1753 begann man mit den Täufarbeiten für den jetzigen Abrahamschacht. Ein Kunstrad wurde in ca. 45 m Teufe gehängt und mit einen Pumpgestänge bis Übertage verbunden. 1785 wurde ein Pferdegöpel ab 1811 ein Wassergöpel errichtet, vor 1785 wurden sämtliche Arbeiten im Schacht mit einen Handhaspel verrichtet.
1828 sollte das Jahr für die "Himmelfahrt Fdgr." werden für das sie später berühmt geworden ist. Auf der 4. Gezeugstrecke fuhr man den extrem Silbereichen "Neu Hoffnung Flachen" an, welcher etwas westl. vom heutigen Abrahamschacht aufgefunden wurde. Dieser Fund machte die Grube über Nacht zum Big Player im Revier. Weitere reiche Funde liessen nicht lange auf sich warten, so wurden die Schleppkreuze auf dem "Frisch Glück Stehenden" und "Erzengel Stehender" aufgefahren sowie die des "Schwarzer Hirsch Stehender mit dem "Seelig Trost Stehenden" und dem "Königsee Stehenden", "Karl Stehenden" und "Christoph Stehenden" gemutet und in Abbau genommen. Letztere Gänge befinden sich nun schon im Bereich der gesamten "Himmelfahrt Fdgr.".
Ab 1839 wurde das Wassergöpelhaus zuungunsten eines steinernen Treibehauses, so wie es heute noch steht, ersetzt. 1841-42 wurde eine Pferdeeisenbahn zum Erztransport in Betrieb genommen, den Pferdebahntunnel kann man heute noch am Haldenfuß erkennen.
Am 29. Februar 1880 ereignete sich das schwerste Grubenunglück im Sächsischen Erzbergbau. Im Abrahamschacht stürzte das Schachtgestänge der Fahrkunst mit einfahrenen Bergleuten 20 m tief in den Schacht. 11 Bergleute kamen bei diesem Unglück zu Tode. Als Konsequenz wurde alle im Revier eingesetzten Fahrkünste durch Seilfahrtanlagen nach und nach ersetzt. Ab 1878 bekam das steinerne Treibehaus auf den Dachstuhl ein Fördergerüst gesetzt was bis zum Abbruch 1969 ein Wahrzeichen des Freiberger Bergbaus war.

Der Schacht

Der Schacht hat in seiner langen Periode sein Aussehn mehrfach verändert. War er in der Anfagszeit als Handhaspel errichtet, wurde sein Querschnitt und Teufe später mehrfach erweitert. Getäuft bis zur 15. Sohle was knapp 690 m Tiefe entspricht, war er einer der tiefsten Schächte im Revier.

Geologie

Die wichtigsten Gänge gehören der Freiberger kiesig-blendigen Bleierzformation (Stehende und Morgengänge) an. Untergeordnet aber fast ohne wirtschaftlichen Nutzen sind die Fluor-Barytischen Bleierzformation (Spat und Flache Gänge) sowie einige wenige Eisen-Baryt Gänge. Als Besonderheit dient der Gang "Neu-Hoffnung Flacher" der ein überprägter kb-Gang durch die Silberreiche "Edele Braunspatformation" darstellt. Besonders an den Gangkreuzen mit jenem oder Schleppkreuzen, Gangscharungen andere Gänge kam es zu reichen Silbererzanbrüchen. Sämtliche Gänge befinden sich im Freiberger Graugneis.

Erzgänge und Mineralien

Reichlich Argentit bzw. Akanthit vom "Neu Hoffnung Flachen", bis zu mehrere Kilo schwere Massen wurden geborgen. Ebenso Pyrargyrit und der im Revier seltene Proustit sind vorgekommen.


Mineralien (Anzahl: 24)

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Aktualität: 25. Feb 2021 - 15:40:55

Mineralbilder (20 Bilder gesamt)

Gips
Aufrufe (Bild: 1341142314): 1042
Gips

Gipskristalle bis zu 4 cm in einer Limonitdruse, Abrahamschacht, Himmelfahrt Fdgr., Freiberg, Sachsen, Deutschland, Größe:10 x 8 cm

Sammlung: Walpurgin
Copyright: Walpurgin
Beitrag: Walpurgin 2012-07-01
Mehr   MF 
Argentit
Aufrufe (Bild: 1081621461): 1608
Argentit

Kristallgröße: 6 mm; Stufengröße 1,5 cm; Fundort: Abrahamschacht, Freiberg/Sachsen, Deutschland

Copyright: geni
Beitrag: Mineralienatlas 2004-04-10
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Ankerit auf Fluorit
Aufrufe (Bild: 1317831398): 643
Ankerit auf Fluorit

Abrahamschacht, Himmelfahrt Fdgr., Freiberg, Sachsen, Deutschland, Größe: 6 x 6 cm

Sammlung: Walpurgin
Copyright: Walpurgin
Beitrag: Walpurgin 2011-10-05
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 1)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Wagenbreth, O. & Wächtler, E. (Hrsg.) (1986). Der Freiberger Bergbau. Technische Denkmale und Geschichte. VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie Leipzig. S.194-215.
  • Bergbau im Freiberger Land (Hrsg) TU Bergakademie Freiberg.
  • Michael Schaling (Text)

Einordnung