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Alte Hoffnung Gottes

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Mittelsachsen, Landkreis / Freiberg, Revier / Großschirma / Kleinvoigtsberg / Alte Hoffnung Gottes

An­fahrts­be­sch­rei­bung

10km nördlich von Freiberg

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halden, Bergwerk (erloschen),

Geo­lo­gie

Erzgänge im Gneis und Glimmerschiefer

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine - erloschen

Letz­ter Be­such

07/2010

GPS-Ko­or­di­na­ten

Einigkeitschacht



Einigkeitschacht

WGS 84: 
Lat.: 51° N, 
Long: 13,30583333° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 0' 0" N,
   Long: 13° 18' 21" E
Gauß-Krüger: 
R: 4591769,
 H: 5652456
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Freiberger Land (nord)

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=548
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Verkürzte Pfadangabe

Alte Hoffnung Gottes, Kleinvoigtsberg, Großschirma, Freiberg, Mittelsachsen, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (11 Bilder gesamt)

Grube Alte Hoffnung Gottes
Aufrufe (Bild: 1437556817): 1242
Grube Alte Hoffnung Gottes

Steigerhaus Alte Hoffnung Gottes Fundgrube.

Copyright: K.H. Wiese
Beitrag: raritätenjäger 2015-07-22
Grube Alte Hoffnung Gottes
Aufrufe (Bild: 1437556738): 1230
Grube Alte Hoffnung Gottes

Giebelseite des Huthauses der Alte Hoffnung Gottes Fundgrube.

Copyright: K.H. Wiese
Beitrag: raritätenjäger 2015-07-22
Grube Alte Hoffnung Gottes
Aufrufe (Bild: 1437556720): 1195
Grube Alte Hoffnung Gottes

Baumbestandene Halde des Kunstschachtes der Grube Alte Hoffnung Gottes.

Copyright: K.H. Wiese
Beitrag: raritätenjäger 2015-07-22

Ausführliche Beschreibung

BILD:1155215259

Treibehaus

BILD:1211294197

Einigkeitschacht der
Alten Hoffnung Gottes

BILD:1155199264

Halde Einigkeitschacht

Die 1741 verliehene und ein Jahr später in eine Gewerkschaft umgewandelte Grube hat in ihrem fast 200jährigen Betrieb wenige, aber dafür relativ mächtige Gänge der edlen Quarzformation abgebaut und dabei eine Teufe von ca. 530 m erreicht. In den 150 Jahren bis etwa 1890 hat die Grube ca. 26.000 Taler Zubuße erfordert, aber über 3 Millionen Taler Ausbeute bei 16 Millionen Taler Erz abgeworfen. Sie zählt damit neben der Himmelfahrt Fdgr., Himmelsfürst Fdgr. und Beschert Glück zu den ertragreichsten Gruben im Freiberger Revier. Ihr gesamtes Silberausbringen wird mit 6% des gesamten Freiberger Revieres geschätzt.

Hauptschacht der A.H.G war der 531 m tiefe Einigkeit Kunst- und Treibeschacht. Ende des 18. Jahrhunderts ist ein Kunstgezeuge mit Feldgestänge nachgewiesen. Danach folgten Pferde wie später auch mit Fertigwerden der Aufschlagsrösche ein Wassergöpel. Das Treibehaus vom ehem. Wassergöpel ist heute noch erhalten und beherbergt noch die Reste des ehem. Fördergerüstes aus den 50er Jahren. An das Treibehaus schliesst sich unmittelbar die große Halde des Einigkeitschachtes an. Unterhalb des Hauptschachtes in Richtung Mulde befindet sich die Aufschlagsrösche mit Schlusstein, sowie Reste der Scheidebank und, als Wohnhaus genutzt, Poch und Stoßherdwäsche. 1879 wurde das Kehrrad durch eine 40 PS Dampffördermachine ersetzt, dafür wurden im und am ehem. Wassergöpelhaus Schornstein, Kesselhaus und Maschinenhaus ein- bzw. angebaut.Die Alte Hoffnung Gottes in Kleinvoigtsberg und die Gesegnete Bergmanns Hoffnung in Obergruna sind durch den Treue Sachsen Stollen und den Tiefen Alte Hoffnung Gottes Stolln auf verschiedenen Sohlen miteinander verbunden.

Die Grube stand ohne Unterbrechung bis 1929 im Abbau, danach, mit kleineren Unterbrechungen, bis ca. 1937. Nach dem Krieg wurden nochmals von 1955-1959 Sümpfungsarbeiten und Erkundungsarbeiten auf Pb und Zn Erze betrieben. Diese wurden aber wegen mangelner Erzvoräte wieder aufgegeben. Tiefste Strecke am Einigkeiter Schacht war bis 1959 die 16. Gezeugstrecke bei -207,17m und am Alexanderschacht die 15 Gezeugstrecke bei -242,13m unter der Ostsee.



Mineralien

Silberhaltiger Galenit und Zinkblende waren die Haupterze der Grube und wurden auf den Hauptgängen abgebaut. So z.B. dem

  • Peter Stehenden (mit Peter Fundschacht),
  • Christliche Hilfe Stehender (mit Casparschacht),
  • Frischglück Stehender,
  • Einigkeit Morgengang (mit Hauptschacht),
  • Neuschacht Stehender (mit Neuschacht) und
  • Burkhard Stehender (mit Burkhardschacht),
  • Unverhofft Glück Morgengang
  • Unverhofft Glück Spat
  • Gottes Segen Morgengang
  • Neuglück Stehender (mit Neuglücker Schacht)

Wobei der Peter Stehender und der Christliche Hilfe Stehender die mächtigsten und im Falle des Christliche Hilfe Stehenden den längsten Gang im Revier markierten.

Desweiteren waren auf den Gangkreuzen Bi-Co-Ni-Erze vorhanden (edle Geschicke) und im geringen Maße fba-Gänge. Die Hauptgänge gehören der edlen Quarzformation (eq) an, welches nach neuesten Untersuchungen eine Mischung der kb (kiesig-blendigen mit Pyrit, Zinkblende, Bleiglanz und Quarz) und der eb (edle Braunspat mit Karbonaten, Bleiglanz, Freibergit, Silber und Antimonsulfiden) Formation ist.

Besondere Mineralien

  • Akanthit - Ist in ziemlichen großen Anbrüchen vom Peter Stehenden und Abraham Morgengang beschrieben. Besonders müssen hier die Pseudomorphosen von Argentit nach Galenit angesprochen werden, die auf dem Gangkreuz des Christliche Hilfe Stehenden mit dem Friedrich Spat gefunden wurden.
  • Pyrargyrit - Ist auf den edlen Geschicken der Gangkreuze sowie in den Gängen Peter Stehender und Christliche Hilfe Stehender, ebenfalls wie der Akanthit, in ziemlichen Massen vorgekommen. Teilweise sollen die Erze so reichhaltig gewesen sein, das die Pyrargyriterze sofort und ohne Klaubung in die Schmelze gewandert sind.
  • Sphalerit - In den Sammlungen eher spärlich vertreten war die Zinkblende das Haupterz in der A.H.G . Der Silbergehalt der Zinkblende war mit 1,25% extrem hoch und so auch als Erz absoluter Haupterzträger neben dem Galenit. Als Rarität müssen noch die grünen Sphalerite vom Beständigkeit Morgengang genannt werden die aber in kaum einer Sammlung belegt werden können.
  • Xanthokon - Dieses seltene Silbererz wurde einmal vom Gangkreuz Christliche Hilfe Stehenden mit dem Friedrich Spat in größeren Mengen angetroffen. Die Paragenesemineralien bestehen fast immer aus Proustit, Galenit, Akanthit, Baryt, Fluorit und Pyrit. Als Seltenheit dieses Anbruches wurde der Chlorargyrit beschrieben. Noch heute kann man, im Gegensatz zu den anderen Mineralien der A.H.G, halbwegs gute Stufen dieses Anbruches auf so mancher Börse erwerben.
  • Rhodochrosit - Die besten Rhodochrosite aus dem Freiberger Revier stammen zweifelsohne aus der A.H.G. Der Hauptfundort für alle guten Rhodochrosite war der Peter Stehende bzw. der Einigkeit Morgengang. Besonders sind die Pseudomorphosen nach Calcit zu nennen sowie den Strontianit, der als seltenes Paragenesemineral den Rhodochrosit begleitet.

Mineralien (Anzahl: 67)

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ZurücksetzenAgAlAsAuBBaBiCCaClCoCuFFeHKMgMnNNaNiOPbSSbSiSnSrZn
Barytr
Slg. thdun5
(Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Freiberg, Revier/Großschirma/Kleinvoigtsberg/Alte Hoffnung Gottes)
BM
Metastibniti
Kräftig rote, ´aufgeschmauchte´ Anflüge auf einer historischen Antimonitstufe.
(Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Freiberg, Revier/Großschirma/Kleinvoigtsberg/Alte Hoffnung Gottes)
r
Sammlung raritätenjäger.
(Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Freiberg, Revier/Großschirma/Kleinvoigtsberg/Alte Hoffnung Gottes)
M
Proustitr
Slg. thdun5
(Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Freiberg, Revier/Großschirma/Kleinvoigtsberg/Alte Hoffnung Gottes)
BM
Rhodochrositr
Sammlung Technische Universität Bergakademie Freiberg A.v. Humbolt-Bau Geowissenschaftliche Sammlungen, Lagerstätten Sammlung.
(Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Freiberg, Revier/Großschirma/Kleinvoigtsberg/Alte Hoffnung Gottes)
BM
'Serpentin'i
Auf historischen Stücken in grünlichgrauen Kugeln (sog. ´Metaxit´).
(Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Freiberg, Revier/Großschirma/Kleinvoigtsberg/Alte Hoffnung Gottes)
M
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Mineral -> micht anerkanntes Mineral
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Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 23. Jan 2021 - 20:28:03

Mineralbilder (38 Bilder gesamt)

Proustit
Aufrufe (Bild: 1199359712): 1090
Proustit

Bildbreite: 5 mm; Fundort: Alte Hoffnung Gottes, Kleinvoigtsberg, Erzgebirge, Sachsen

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2008-01-03
Mehr   MF 
Galenit auf Baryt
Aufrufe (Bild: 1325248224): 670
Galenit auf Baryt

Gangkreuz des Christliche Hilfe Stehenden mit dem Friedrich Spat auf dem Niveau des Alten Hoffnung Gottes Erbstolln, Alte Hoffnung Gottes, Kleinvoigtsberg, Freiberger Revier, Sachsen, Deutschland, ...

Sammlung: Walpurgin
Copyright: Walpurgin
Beitrag: Walpurgin 2011-12-30
Mehr   MF 
Proustit
Aufrufe (Bild: 1238795949): 687
Proustit

Bildbreite: 3 mm; Fundort: Alte Hoffnung Gottes, Kleinvoigtsberg, Erzgebirge, Sachsen

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2009-04-03
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 2)

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Aktualität: 25. Jan 2021 - 17:00:07

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Aktualität: 23. Jan 2021 - 20:28:02

Externe Datenbanken

min­dat.org

https://www.mindat.org/loc-8426.html

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Wagenbreth, O. & Wächtler, E. (Hrsg.) (1986). Der Freiberger Bergbau. Technische Denkmale und Geschichte. VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie Leipzig. S.167-70.
  • Kugler, J. & Symmangk, R. (1990): Die Grube Alte Hoffnung Gottes bei Kleinvoigtsberg in Sachsen. Emser Hefte, Jg.90, Nr.4, S.2-37.
  • Kugler, J. & Symmangk, R. (1990): Die Mineralien der Grube Alte Hoffnung Gottes. Emser Hefte, Jg.90, Nr.4, S.24.
  • Gröbner, J . & Zienau, H. (2004): Weitere Mineralienfunde der Grube Neue Hoffnung Gottes bei Bräunsdorf im Freiberger Revier, Sachsen. Min.-Welt, Jg.15, Nr.3, S.52-57.
  • Gröbner, J. & Kolitsch, U. (2006): Neufunde aus dem Erzgebirge (II). Min.-Welt, Jg.17, Nr.3, S.22-27.
  • Stötzel, N. (2019). Himbeeren aus deutschen Landen...In: Rhodochrosit, ExtraLapis Nr.56, S.34-67.
  • Glück auf Freiberg Baumann, Hofmann, Weber
  • Karten Weinhold

Quellenangabe

Einordnung