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Querbitzsch

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Nordsachsen, Landkreis / Mügeln / Querbitzsch

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Das Fundgebiet, der (verlassene) Kaolintagebau Querbitzsch, liegt nördlich der Abfahrt Leisnig an der Autobahn A14. Man fahre weiter nach Norden in Richtung Mügeln, biege nach ca. 4,5 km nach Osten Richtung Kemlitz ab. Nördlich Kemlitz teilt sich die Straße nach ca. 0,5 km und man biegt nach rechts (Osten) ab um das Dorf Querbitzsch zu erreichen. Schon bei der Annäherung an dieses Dorf kann man südlich der Chaussee die alten Grubenbaue sehen.

Zur direkten Einfahrt zu den Gruben fahre man aber noch durch Querbitzsch hindurch um es dann auf einem nach Osten führenden Feldweg zu verlassen und das Grubengelände nach ca. 1 km zu erreichen. Die beste Fundstelle in der Grube zeigt der grüne Pfeil auf der Grubenskizze.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tagebau.

Geo­lo­gie

Rochlitzer Quarzporphyr (Unteres Rotliegendes) Kaolin.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Es wird sporadisch Kaolin abgebaut. Vom Betreiber werden keine Genehmigungen erteilt! (8/2012)

GPS-Ko­or­di­na­ten

Kaolintagebau Querbitzsch - N 51° 13' 50" E 12° 58' 26"



Kaolintagebau Querbitzsch

WGS 84: 
Lat.: 51,23055556° N, 
Long: 12,97388889° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 13' 50" N,
   Long: 12° 58' 26" E
Gauß-Krüger: 
R: 4568129,
 H: 5677744
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=583
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Verkürzte Pfadangabe

Querbitzsch, Mügeln, Nordsachsen, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (11 Bilder gesamt)

Kaolingrube Querbitzsch Blick nach Norden
Aufrufe (Bild: 1515268953): 333
Kaolingrube Querbitzsch Blick nach Norden

Zustand im Januar 2018; An der rechten Böschung sind noch Kugelfunde möglich.

Copyright: Raik L.
Beitrag: Blackminer 2018-01-06
Mandel
Aufrufe (Bild: 1165307599): 1675
Mandel

Deutschland/Sachsen/NW-Sachsen/Landkreis Torgau-Oschatz/Querbitzsch

Copyright: mima
Beitrag: mima 2006-12-05
Mandel
Aufrufe (Bild: 1165307497): 1639
Mandel

Deutschland/Sachsen/NW-Sachsen/Landkreis Torgau-Oschatz/Querbitzsch

Copyright: mima
Beitrag: mima 2006-12-05

Ausführliche Beschreibung

BILD:1165306256

Anfahrtsplan

BILD:1165306360

Lageplan Kaolintagebau Querbitzsch

BILD:1165306459

Stratigraphie

Geologie

Das Fundgebiet liegt im Bereich der riesigen Porphyrdecke (Unterrotliegendes) des Rochlitzer Quarzporphyrs, die in NW-Sachsen am größten ausgedehnt ist, aber nicht als einheitlicher Deckenerguß, sondern in Gestalt mehrerer Ergüsse, in ähnlicher petrographischer Zusammensetzung. Bei Colditz erreicht die Decke eine Mächtigkeit mehr als 80 m.

Die Grundmasse des Quarzporphyrs tritt gegenüber den Einsprenglingen von

  • Quarz, wasserhell
  • Orthoklas, glasglänzend
  • Plagioklas, kaolinisiert
  • Bioti
  • Chlorit, sekundär

meist stark zurück. Durch den in Jahrmillionen stattgefundenen, tiefgründigen Verwitterungsprozess des Porphys liegt schließlich als Endprodukt Kaolin vor, der Gegenstand des Abbaues in vielen Gruben der Umgebung war.


Fundstelle Kaolintagebau:

Von den zahlreichen Blasenräumen, die den Porphyr durchziehen, sind deren Auskleidungen in Form von Quarzen (reichlich oft freistehend), oder Rauchquarzen und Amethysten bzw. Bänderachate und Chalcedon als Härtlinge im Kaolin erhalten geblieben und können als Kugeln bzw. Mandel von Walnuss- bis Faustgröße leicht aus dem Kaolin geborgen werden. Die Grube sollte möglichst bei trockenem Wetter besucht werden.


Quellenangabe

Mineralien (Anzahl: 9)

Gesteine (Anzahl: 3)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • PIETZSCH, K. (1951): Abriss der Geologie von Sachsen.
  • RAST, H. (1964): Norwestsachsen. Exkursionstagebuch Nr.14 (Fernstudium) Bergakademie Freiberg.
  • STÖRR; M. (1983): Die Kaolinlagerstätten der Deutschen Demokratischen Republik. Schriftenr. Geol. Wissensch. H.18.
  • Bartnik, D. (1992). Achate in NW-Sachsen - ihre Formen, Farben und Fundstellen. Lapis, Jg.17, Nr.10, S.30-35.
  • G. Schwerdtner, H. Anger, M. Störr: Die Kaolinlagerstätten des Kemmlitzer Reviers Bergbaumonographie. Bergbau in Sachsen, 13: 116 S., Freiberg 2007 PDF
  • Lüttich, M. (2016). "Donnereier": Rhyolithkugeln aus Nordsachsen. Lapis. Jg.41, H.9, S.34-40.

Einordnung