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Luppa

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Nordsachsen, Landkreis / Wermsdorf / Luppa

An­fahrts­be­sch­rei­bung

BAB 14 Abfahrt Mutzschen.Direkt an der Strasse Mutzschen - Dahlen hinter der Ortschaft Luppa liegt links die Kiesgrube und ist nicht zu verfehlen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Kiessandtagebau, im Jahre 2011 wurde die Produktion eingestellt.

Fund­s­tel­len­typ

Kies-,Sand-,Ton-Grube

Geo­lo­gie

Aus dem Stauchgebiet der Dahlener Heide wächst nach Süden eine 20 bis 30 m, maximal 40 m mächtige Kiessandplatte heraus (Dahlener Sander), die ursprünglich die gesamte Dahlener Tieflandsbucht erfüllte.
Zunächst der Saaleeiszeit zugewiesen, werden diese Bildungen heute als elstereiszeitlich eingestuft.
In der Vertikalen sind lokal zwei Schüttungen zu unterscheiden, die jeweils von unten nach oben feinkörniger werden.
Der Geröll- und Schwermineralbestand belegt im Raum Dahlen – Luppa eine Drehung der Schüttungsrichtung: während zunächst Material aus dem Norden geliefert wurde, das viel umgelagerte Elbeschotter enthielt, wurde später vermehrt Material von den Porphyrhöhen des Gebietes Wermsdorf – Dornreichenbach zugeführt.
Im Bereich der Kiesgrube Luppa werden in einem Niveau zwischen + 160 und ca. + 146 m NN (je nach Geländehöhe) die durch wenige Dezimeter Sandlöß verhüllten Kiese und Sande des oberen Sanderabschnittes im Hochschnitt abgebaut.
Bei einem Wasserstand von + 144 m werden die zwischen etwa + 146 und + 132 m NN liegenden tieferen Teile des Sanders durch Saugbaggerung gewonnen. Dabei treten besonders im tieferen Teil große Gerölle auf. Die im Liegenden folgenden beiden elstereiszeitlichen Grundmoränenbänke sind nicht aufgeschlossen.
Die gesamte Folge wird von den frühpleistozänen Schottern des Dahlener Elbe-Muldelaufs (Pleiße-Kaltzeit) und des frühelsterglazialen Laufs der Zschopau/Flöha/Striegis (Oschatzer Muldelauf) unterlagert. (Darstellung z.T. wörtlich nach Eissmann/Müller 1994)

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Eigentümer des Geländes ist die Mitteldeutsche Baustoffe GmbH. Das Betreten des Betriebsgeländes ist untersagt.

Letz­ter Be­such

Oktober 2008

GPS-Ko­or­di­na­ten

Kiesgrube Luppa



Kiesgrube Luppa

WGS 84: 
Lat.: 51,34332° N, 
Long: 12,96798706° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 20' 35,952" N,
   Long: 12° 58' 4,753" E
Gauß-Krüger: 
R: 4567551,
 H: 5690284
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=8869
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Verkürzte Pfadangabe

Luppa, Wermsdorf, Nordsachsen, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Kieswerk Luppa
Aufrufe (Bild: 1223572486): 1582
Kieswerk Luppa

Halde

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-10-09
Kieswerk Luppa
Aufrufe (Bild: 1223572454): 1556
Kieswerk Luppa

ehemaliges Förderbecken + Siebanlage

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-10-09
Kieswerk Luppa
Aufrufe (Bild: 1223572401): 1608
Kieswerk Luppa

Förderbecken

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-10-09

Ausführliche Beschreibung

Das Kieswerk Luppa liegt im Einflußbereich des tertiären Schildauer Alt-Elbelaufs mit typisch südlichen Leitgerölle (Gneis, Amphibol, Diabas...) und nordischen Geschiebe wie (Granit, Flint). Obwohl sich die Kiesgrube weit östlich befindet werden auch hier Porphyr-Gerölle vom Rochlitzer Berg gefunden. Neben den Quarzminerale Achat, Amethyst und Jaspis (oft in brekziösem Quarz) werden hier Markasitkonkretionen gefunden, die sich um ein zweites Medium (z.B. Holz) gebildet haben. In diesem kleinen Werk werden helle Kiese gefördert, die relativ sauber auf die Halde gelangen. Ein Teil der unterschiedlichen Körnungen wird direkt an der Straße in sog. Mulden zwischen gelagert, sodass man den Produktionsbereich nicht unbedingt betreten muss. Nach neuesten Erkenntnissen sind die Markasitfunde nicht stabil, das heißt, dass diese in kürzester Zeit zerfallen. Es ist daher erforderlich, die Stücke schnellstmöglich in stabilisierender Lösung (für Pyrit und Markasit) zu tauchen.

Mineralien (Anzahl: 5)

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Aktualität: 24. Nov 2020 - 16:22:06

Mineralbilder (5 Bilder gesamt)

Achat-Brekzie
Aufrufe (Bild: 1229709749): 1218
Achat-Brekzie

Fundort: Kiesgrube Luppa, Torgau-Oschatz, Nordwest-Sachsen, Deutschland - Größe: 6,5 x 3,5 cm

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-12-19
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Achat (unbearbeitet)
Aufrufe (Bild: 1223576788): 866
Achat (unbearbeitet)

Fundort: Luppa, Landkreis Torgau-Oschatz, Nordwest-Sachsen, Deutschland - Größe: 4 cm

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-10-09
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Quarz
Aufrufe (Bild: 1229709761): 1102
Quarz

Quarzbrekzie mit Jaspis - Fundort: Kiesgrube Luppa, Torgau-Oschatz, Nordwest-Sachsen, Deutschland - Größe: 5,5 x 4,5 cm

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-12-19
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Gesteine (Anzahl: 8)

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Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Quarz
Aufrufe (Bild: 1229709761): 1102
Quarz

Quarzbrekzie mit Jaspis - Fundort: Kiesgrube Luppa, Torgau-Oschatz, Nordwest-Sachsen, Deutschland - Größe: 5,5 x 4,5 cm

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-12-19
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Aktualität: 24. Nov 2020 - 16:22:06

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellenangaben

Literatur

  • Eissmann, L. (1964): Quartär und älterer Untergrund der Dahlener Tieflandsbucht in Nordsachsen. - Ber. geol. Ges. DDR, Sonderh. 2: S. 3 - 33, Berlin.
  • Eissmann L., Litt Th. (Hrsg.)(1994): Das Quartär Mitteldeutschlands - Ein Leitfaden und Exkursionsführer; mit einer Übersicht über das Präquartär des Saale-Elbe-Gebietes, Altenburger Naturwiss. Forschungen, Band 7, S. 403 (Eissmann/Müller: Exkursionspunkt B3/5 - Der Dahlener Sander, aufgeschlossen in der Kiesgrube Luppa)

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