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Plauenscher Grund

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Sachsen / Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis / Plauenscher Grund

An­fahrts­be­sch­rei­bung

zahlreiche Steinbrüche zwischen Freital und Dresden OT Plauen an beiden Hängen des Weißeritztales

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Monzonitsteinbrüche, aufgelassen; Straßenbauaufschlüsse. Z.B. "Hoher Stein".

Geo­lo­gie

Monzonit, Plänerkalk.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Einige der Brüche sind zugänglich. Vorsicht, Steinschlaggefahr!

Letz­ter Be­such

09/2011

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=12108
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Plauenscher Grund "die Weißeritz"
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Plauenscher Grund "die Weißeritz"

der Fluss Weißeritz im Plauenschen Grund

Copyright: Gerd Wansner
Beitrag: Gerd Wansner 2012-05-06
alter Schottersteinbruch Plauenscher Grund
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alter Schottersteinbruch Plauenscher Grund

Bild zeigt einen alten Schottersteinbruch nahe der Begerburg

Copyright: Gerd Wansner
Beitrag: Gerd Wansner 2011-02-22
Plauenscher Grund "Kupfersteinbruch"
Aufrufe (Bild: 1298214279): 881
Plauenscher Grund "Kupfersteinbruch"

Bild zeigt den sogenannten alten Kupfersteinbruch, mit der Zeit sehr mit Bäumen und Büschen bewachsen

Copyright: Gerd Wansner
Beitrag: Gerd Wansner 2011-02-20

Ausführliche Beschreibung

Im Plauenschen Grund, im Südwesten von Dresden, wurde der anstehende Syenit bis in die 1950er Jahre hinein zur Schotterproduktion abgebaut. Noch heute zeugen eine Reihe verbrochener Steinbrüche an der Straße nach Freital davon. Der größte - und bekannteste - unter ihnen ist der Ratssteinbruch. Dieser Bruch ist bei Sammlern für eine Vielzahl interessanter Minerale bekannt. So lieferte eine ungewöhnliche Kupferparagenese mit den Primärerzen Chalkopyrit, Chalkosin und untergeordnet Tetraedrit hübsche Stufen von Malachit, weitaus seltener auch Azurit und Cuprit. Aus historischen Funden berühmt: der "schwarze Amethyst aus dem Plauenschen Grund", sehr dunkle Kristalle, die ihre Farbe Ein- und Überlagerungen von Eisenerzen u.a. verdanken. Relativ häufige Carbonatdrusen im Syenit bargen große Calcite in mannigfaltiger Ausprägung und Farbe. Aufgewachsen waren häufiger sattelförmige Aggregate beigefarbenen bis braunen Siderits, die hahnenkammartig Flächen bedeckten. Bekannt sind auch große, strahlige Kristallstöcke von grünlichem Aragonit. Aus der Gruppe der Silikate ist das bekannteste Mineral dieser Lokalität der Titanit. Dieses Titansilikat kam früher in sog. "Titanitspiegeln" vor, mit rotbraunen Kristallen besetzte Kluftflächen. Ebenfalls stellenweise gehäuft trat Allanit-(Ce) in cm-großen schwarzen Kristallen im Syenit eingewachsen auf. Epidot bildete strahlige Garben bis mehrere cm Größe auf Klüften. Berühmt war der Plauensche Grund auch für verschiedene Zeolithe. Der häufigste unter ihnen war der Laumontit, vorgekommen in rötlichen Kluftfüllungen, häufig auch in endflächenbegrenzten typischen Kristallen. Alle weiteren Zeolithe wie Analcim waren aber selten.

Auch der Fossiliensammler konnte in den den Syenit überlagernden Plänerkalk- und Konglomeratschichten fündig werden. Diese Schichten sind die Typuslokalität der Dölzschener Schichten der Elbtalkreide. Sie gehören dem Obercenoman der Oberkreide an. Die Plänerkalkschichten darüber gehören teilweise schon in das Unterturon. Dem Mineraliensammler boten diese Schichten Glaukonit in schwarzgrünen Ooiden und helle Überzüge auf Muschelresten. Außerdem sind noch Kalzitkristalle bis cm Größe und zu Limonit umgewandelte Pyritkristalle auf Klüften zu finden. Selten sind auch Hohlräume in Seeigeln und Schnecken mit Kalzit und Quarz ausgekleidet.

Die Fundmöglichkeiten heute sind gering. Nur bei Straßenbauaufschlüssen oder wenn es, wie vor einigen Jahren, zu einer Flut der vorbeifließenden Weißeritz kommt, können die klassischen Minerale gefunden werden. So kamen in den letzten Jahren u.a. kleine Kristalle von Allanit-(Ce), typische Titanit-"Briefkuverts", Calcit-Kristalle und Kluftfüllungen von Epidot und Laumontit.

Mineralien (Anzahl: 69)

Mineralbilder (22 Bilder gesamt)

Calzit
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Calzit

Fundort:Steinbruch Begerburg/Plauenscher Grund/Dresden/Sachsen/Deutschland

Sammlung: Torsten L.(Steinfried)
Copyright: steinfried
Beitrag: steinfried 2011-02-14
Mehr   MF 
Chalcedon
Aufrufe (Bild: 1297449462): 1207
Chalcedon

5 mm grünliche Chalcedonschicht auf Hornblendeporphyrit, Fundort: alter Kupfersteinbruch, Plauenscher Grund, Dresden, Sachsen, Deutschland; am MMG Dresden Untersucht

Sammlung: Gerd Wansner
Copyright: Gerd Wansner
Beitrag: slugslayer 2011-02-11
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Siderit
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Siderit

Plauenscher Grund, Dresden, Sachsen; 9cm hohe Stufe; historischer Fund

Sammlung: Sebastian
Copyright: Sebastian
Beitrag: Sebastian 2013-06-20
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 9)

Gesteinsbilder (2 Bilder gesamt)

Plänersandstein mit Fe-Dendriten
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Plänersandstein mit Fe-Dendriten

Plauenscher Grund, Dresden, Sachsen, Deutschland

Sammlung: Gerd Wansner
Copyright: Gerd Wansner
Beitrag: Gerd Wansner 2010-11-01
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Monzonit
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Monzonit

Pfeile kleine Titanite; Plauenscher Grund/Sächsische Schweiz-Osterzgeb./Direktionsbezirk Dresden/Sachsen; Größe: 12x8cm

Sammlung: steinfried
Copyright: steinfried
Beitrag: steinfried 2012-08-19
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Fossilien (Anzahl: 47)

Fossilbilder (3 Bilder gesamt)

"Muschel"
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"Muschel"

Steinbruch im "Plauenschen Grund", Dresden, Sachsen, Bildbreite ca: 9 cm

Sammlung: CRYSTALLOGIC
Copyright: CRYSTALLOGIC
Beitrag: CRYSTALLOGIC 2012-03-16
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"Schnecke"
Aufrufe (Bild: 1331863288): 484
"Schnecke"

Steinbruch im "Plauenschen Grund", Dresden, Sachsen, Bildbreite ca.: 3 cm

Sammlung: CRYSTALLOGIC
Copyright: CRYSTALLOGIC
Beitrag: CRYSTALLOGIC 2012-03-16
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Koralle
Aufrufe (Bild: 1336489520): 575
Koralle

6cm breit Fundort: Plauenscher Grund, Dresden, Sachsen, Deutschland

Sammlung: Gerd Wansner
Copyright: Gerd Wansner
Beitrag: Gerd Wansner 2012-05-08
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Fleischer, E. (1960). Der Porphyrit von Potschappel. Aufschluss, Jg.11, Nr.2, S.29-30.
  • Red. Min.-Welt (1991). Aktuelle Fundmöglichkeiten im Plauenschen Grund bei Dresden. Min.-Welt, Jg.2, Nr.4, S.12.
  • Thalheim, K., Reichel, W. & Witzke, T. (1991). Minerale aus dem Döhlener Becken bei Dresden. Schr. Staatl. Museums Mineral. Geol. Dresden, Nr.3, S.1-131.
  • Dieter Beeger und Werner Quellmalz. Slg. Geol. Führer 87; Dresden und Umgebung; Gebr.Borntraeger Verlag-Berlin-Stuttgart. 1994.
  • Westphal, V. (1998). Fundmitteilung aus dem Plauenschen Grund. Aufschluss, Jg.49, H.1, S.48.
  • Penndorf, H-G. (2006). Burgk, Freital und Plauen in Sachsen - Prächtige Calcite und Whewellit aus dem Döhlener Becken bei Dresden. Lapis, Jg.31, Nr.2, S.13-22.
  • Pawellek, T. & J. Edelmann (2018). Geologische und paläontologische Relikte der Kreidetransgression am Übergang zwischen Elbtalzone und Erzgebirge. Aufschluss, Jg.69, H.3, S.174f.

Quellenangabe:

Einordnung