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Achat- und Amethystvorkommen, Schlottwitz Osterzgebirge

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis / Schlottwitz

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Achtung: seit einiger Zeit ist das Sammeln am Hauptfundpunkt, am Hang in Oberschlottwitz oberhalb der Müglitz, verboten! Zuwiderhandlungen werden vom Eigentümer und einigen Anwohnern verfolgt und teilweise auch zur Anzeige gebracht.

Dass gegen das Sammeln im Flußlauf selbst vorgegangen wird ist mir bis jetzt noch nicht zu Ohren gekommen, hier sind die Fundmöglichkeiten mäßig bis gut.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=560
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Verkürzte Pfadangabe

Schlottwitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Felsklippe
Aufrufe (Bild: 1104166976): 14468
Felsklippe

Gang mit anstehendem roten und grauen Achat, Breite des Bildausschnittes ca. 1,5 m.

Copyright: geomueller
Beitrag: Mineralienatlas 2004-12-27
Schlottwitz
Aufrufe (Bild: 1104166908): 14584
Schlottwitz

Felsklippe mit anstehenden Achatgang und einen „Achatstollen“. An einigen Stellen haben Sammler bis ca. 5 m lange „Stollen“ in den Gang geschlagen

Copyright: geomueller
Beitrag: Mineralienatlas 2004-12-27

Ausführliche Beschreibung

Der Schlottwitzer Amethyst/Achat/Schwerspatgang ist weit über die Grenzen des Osterzgebirges hinaus bekannt. Sein Verlauf lässt sicht beginnend von Döbra über Berthelsdorf bis nach Oberschlottwitz verfolgen. Dabei weist er eine Mächtigkeit von teilweise mehreren Metern und eine weite Verzweigung in Nebentrümer auf. Gerade die Nebentrümer bergen oft herrliche Amethyste z.T. auch mit offenen Drusenhohlräumen.

Typisch für den Schlottwitzer Achat ist seine Trümmerbildung in folge starker tektonischer Beanspruchung. So wurde der Gang während seiner Bildung immer wieder aufgerissen und verheilte anschließend wieder. So findet man Gangstücke mit interessanten Trümmerbildungen von Achat, Amethyst vermengt mit Quarz-, Baryt-, Quarzporphyr- und Gneisbröckchen. Z. B. im Naturkundemuseum von Chemnitz kann man eine angeschliffene Schlottwitzer Achatscheibe von über einem m² bewundern. Solche „Riesen“ kann man natürlich nicht ohne weiteres finden. Aber Achat und Amethyst in Kopfgröße sind immer im losen Schutt bzw. direkt im anstehenden Gang zu bergen.

In der Ortslage von Oberschlottwitz steht der Gang an einer bis 15m hohen Felsklippe über der Müglitz und parallel zur Bahn an (Achtung Absturzgefahr!!). Jegliches Arbeiten am "Roten Felsen" und am Felsen "an der Fichte" ist verboten. Lediglich auf einem Pachtgelände ist gegen die Entrichtung einer Gebühr das Schachten möglich. In dem dort bereits angehäuften Abraum sind ohne große Anstrengung sicher schöne Amethyst Gang- und Trümmerstufen zu finden. Im Anstehenden auf achatführende Gänge oder Linsen zu stossen ist schwierig und meist mit stundenlanger Arbeit und Glück verbunden.

Kurz vor und nach der Ortslage Oberschlottwitz wird der Hauptgang von dem Fluß Müglitz geschnitten und verläuft teilweise längs zur Fließrichtung. Daher kann man auch ab Schlottwitz im Fluß bis nach Heidenau, wo die Müglitz in die Elbe fließt Gerölle mit Achat, Amethyst und strukturiertem Quarz finden. Kurz nach dem verheerenden Hochwasser vom August 2002 waren die Fundmöglichkeiten sehr hoch. Doch wer wollte schon angesichts der schweren Schäden und dem Leid der Betroffenen im August 2002 Achate suchen, ich jedenfalls nicht. Aber andere haben das anders gesehen!! Die Fundsituation in der Müglitz ist wechselhaft. Man kann besonders nach dem Frühjahrsschmelzwasser die Steine im Wasser besser erkennen. Mit der Zeit werden alle Steine an ihrer Oberseite über die Jahre dunkel. Es ist also schwierig,auf Anhieb die Guten von den Schlechten zu unterscheiden. Es macht sich deshalb gut, mit einer Gartenharke ausgerüstet zu sein. Mit dieser lassen sich die Steine leicht umdrehen.Gangmaterial mit Belegcharakter läßt sich immer finden.Die besten Fundmöglichkeiten ergeben sich jeweils bei Sanierungsarbeiten der Uferbefestigungen oder Tiefbauarbeiten im Uferbereich, wobei diese zum größten Teil abgschlossen sind. Die Funddichte läßt allerdings immer weiter nach.

Fundmöglichkeiten sind jedenfalls immer gegeben. Der Achat bzw. Amethyst ist bei Haufwerksfunden nicht immer gleich erkennbar, da die Brocken oft von einer Fe-Oxidkruste überzogen sind. Günstig ist natürlich wenn man die Stücke selbst bearbeiten kann oder man jemand hat der es kann.

Mineralien (Anzahl: 16)

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Aragonit ?i
Eine seltene Bildung in manchen Amethystquarzstücken betrifft den sogenannten ´Skolezitachat´. Dabei handelt es sich um weiße Pseudomorphosen nach strahligen xx im Quarz. Vielfach konnten diese Phasen als Pseudomorphosen nach Aragonit erkannt werden, doch ist das am Fundort Schlottwitz eher schwierig, da die Pseudomorphosen keine guten Querschnitte erkennen lassen.
(Sachsen/Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis/Schlottwitz)
BM
Baryti
Baryt ist ein recht verbreiteter Begleiter der Achatgänge und lässt sich in derben weißen bis fleischfarbenen Brocken noch gelegentlich in der Müglitz finden. Gut ausgebildete xx (Meißelspat), bläulich gefärbt, z.T. als Kappen auf fleischfarbenem Baryt mit der Bezeichnung ´Oberschlottwitz´ kommen aber aus der Hohe Birke Fundgrube bei Glashütte.
(Sachsen/Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis/Schlottwitz)
2 BM
Fluoriti
Fluorit bildet nicht allzu selten Füllungen flacher Klüfte im Porphyr aus. Beim Aufspalten solcher Porphyrstücke erscheint der Fluorit dann als grauer bis hellvioletter Harnisch. Weitaus seltener sind frei gewachsene Würfelchen, welche bis zu 8 mm Kantenlänge erreichen.
(Sachsen/Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis/Schlottwitz)
BM
Kassiteriti
Kassiterit findet sich recht selten in winzigsten, aber hochglänzenden schwarzen xx in einigen Bereichen des Nebengesteins der Achatgänge, z.B. in der Umgebung des schon lange bekannten Achatganges über der Gleisanlage.
(Sachsen/Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis/Schlottwitz)
M
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Aktualität: 17. Feb 2020 - 10:57:46

Mineralbilder (81 Bilder gesamt)

Trümmerachat
Aufrufe (Bild: 1209640934): 5811
Trümmerachat

Fundort: Oberschlottwitz (Osterzgebirge), Sachsen, Deutschland -; Größe: 13 x 9,5 cm

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-05-01
Mehr   MF 
Achat mit Rauchquarz
Aufrufe (Bild: 1516275055): 2250
Achat mit Rauchquarz

Müglitz bei Schlottwitz, Osterzgebirge, Sachsen, Breite 5 cm

Sammlung: Sebastian
Copyright: Sebastian
Beitrag: Sebastian 2018-01-18
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Achat (Trümmerachat) mit Amethyst
Aufrufe (Bild: 1348406018): 3158
Achat (Trümmerachat) mit Amethyst

Fundort: Schlottwitz, Osterzgebirge, Sachsen, Deutschland - Größe: 26 x 15 cm

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2012-09-23
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 3)

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Aktualität: 19. Feb 2020 - 00:02:59

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Aktualität: 17. Feb 2020 - 10:57:46

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Hedrich, G. (1969): Der Schlottwitzer Achat. Sächsische Heimatblätter, Nr.5.
  • Zenz, J. Achatbuch, Bodeverlag (2005).
  • Swaton, Beate (2005): Gangförmige Achat- und Amethystvorkommen im Erzgebirge Geologie - Geschichte - Verwendung,
    205 S. (Diplomarbeit)
  • Thalheim, K. (2016). Ein historischer Streifzug zur Suche und Verwendung von Schmucksteinen in Sahsen vom 16. bis zum 18.Jhd. Min.-Welt, Jg.27, H.4, S.18-37.
  • Haake, R. (2019). Achatvorkommen im Osterzgebirge und in Freiberg. Min.-Welt, Jg.30, H.3, S.75.

Quellangaben

Einordnung