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Saubachriss

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Vogtlandkreis / Grünbach / Muldenberg / Saubachriss

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Muldenberg aus kommend auf der Landstraße 169 in Richtung Klingenthal. Etwa auf Höhe des Stausees Muldenberg unterquert ein Bach die Straße, der Saubach. Diesem folge man und nach knapp 100 Metern befindet man sich in einer Art Schlucht, dem sogenannten "Saubachriss".

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Kleiner aufgelassener Steinbruch

Fund­s­tel­len­typ

Tagebau/Steinbruch (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Quarzporphyr

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine

GPS-Ko­or­di­na­ten

Saubachriss



Saubachriss

WGS 84: 
Lat.: 50,40337623° N, 
Long: 12,42546459° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 24' 12,154" N,
   Long: 12° 25' 31,673" E
Gauß-Krüger: 
R: 4530353,
 H: 5585360
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=4819
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Verkürzte Pfadangabe

Saubachriss, Muldenberg, Grünbach, Vogtlandkreis, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Der Steinbruch im "Saubachriss" wurde früher auf Quarzporphyr abgebaut. Heute ist er kaum noch als Abbau zu erkennen, da sich auf der Bruchsohle ein Moorsee befindet. Überhaupt ist die ganze Umgebung sumpfiges Gebiet, was gerade im Sommer Myriaden von den Sammler plagenden Mücken herbeilockt. Bei entsprechenden Wetterverhältnissen gehört Mückenspray also unbedingt zur Grundausrüstung!

An den abfallenden Seitenhängen (besonders im nördlichen Bereich) des Sees liegen noch immer einige Quarzporphyrbrocken herum, das Gestein steht auch an einigen Stellen der Schlucht an. Es ist aber nicht gestattet, hier mit Werkzeug "abzubauen". Wer nicht gerade auf Schaustufen aus ist, findet auch noch Belegstücke der Minerale, die diese Lokalität bekannt gemacht haben. In erster Linie ist hier der Symplesit zu nennen, der in grünoliven bis blaugrünen radialen Aggregaten auftritt (meist 1-3 mm, sehr selten bis über 1 cm Größe). Daneben finden sich im Quarzporphyr selbst kleine schwarz angelaufene Arsenopyrit-Kristalle und teilweise sehr schöne Pyrit-Würfel bis über einen Zentimeter Kantenlänge, bisweilen hochglänzend. Weiters nette Quarz-Dipyramiden (Hochquarz) und, ebenfalls sehr bekannt, Pseudomorphosen von Quarz und Hellglimmer nach Orthoklaskristallen (Karlsbader Zwillinge). Wenn auch oft so bezeichnet, so enthalten diese Pseudomorphosen nur sehr untergeordnet Topas, es kann keinesfalls von Pseudomorphosen von Topas nach Orthoklas gesprochen werden. Das einzige Vorkommen von Topas trat vor langer Zeit in einem Aufschluss ca. 100 m SW des Bruches zu Tage. Das Mineral trat dabei in sonnenartigen Kristallaggregaten ("Pyknit") in massivem, fettglänzenden Quarz auf. Fundmöglichkeiten dürften dafür nicht mehr bestehen. Auch einige andere Sekundärmineralien sind aus dem Saubachbruch bekannt geworden, die vornehmlich aus dem Arsenopyrit hervorgingen. Dabei handelt es sich zumeist um kleine gelbe Würfel von Pharmakosiderit, auch Barium-Pharmakosiderit soll auftreten. Zudem finden sich auch heute noch manchmal kleine bläuliche Skoroditkriställchen in durchaus hübschen Micromounts. Trat daneben der sehr seltene Chalkopyrit in Erscheinung, kam es auch zur Bildung einiger Cu-Sekundärminerale, von denen stellvertretend Olivenit genannt sei. Ein weiteres ungewöhnliches Mineral ist der Florencit, welcher selten in fleischfarbenen, pseudowürfeligen xx gefunden wurde. Alle weiteren in der Liste aufgeführten Arten sind nur ganz vereinzelt gefunden worden (besonders die Elemente) und stellen gesuchte Lokalraritäten dar.

Mineralien (Anzahl: 30)

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ZurücksetzenAgAlAsBaBiCCaCeCuFFeHKMnOPSSiSnTiZn
Akanthitr
Sammlung A. Gerstenberg.
(Sachsen/Vogtlandkreis/Grünbach/Muldenberg/Saubachriss)
M
Cupritr
Sammlung A. Gerstenberg.
(Sachsen/Vogtlandkreis/Grünbach/Muldenberg/Saubachriss)
BM
Orthoklasr
Die Erkenntnisse zu den Feldspatpseudomrphosen werden unter anderem beschrieben in: LAPIS 01/2002, S.46-47.
(Sachsen/Vogtlandkreis/Grünbach/Muldenberg/Saubachriss)
BM
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Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 13. Jun 2021 - 09:13:59

Mineralbilder (43 Bilder gesamt)

Symplesit
Aufrufe (Bild: 1167331276): 3282
Symplesit

Bildbreite: 6 mm; Fundort: Saubachriss, Muldenberg, Vogtland, Sachsen, Deutschland

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2006-12-28
Mehr   MF 
Arsenopyrit
Aufrufe (Bild: 1597308692): 352
Arsenopyrit

Arsenkies als angelaufener 3 mm großer x; Saubachriss,Muldenberg; Eigenfund von 1999

Sammlung: Rockhounder
Copyright: Rockhounder
Beitrag: Rockhounder 2020-08-13
Mehr   MF 
Arsenopyrit
Aufrufe (Bild: 1614182338): 208
Arsenopyrit

Saubachriss, Muldenberg; Bildbreite 2 mm

Sammlung: Klaus V.
Copyright: Klaus V.
Beitrag: Gerbert67 2021-02-24
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 1)

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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 13. Jun 2021 - 09:13:59

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Externe Datenbanken

min­dat.org

https://www.mindat.org/loc-13565.html

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Heide, F. (1928): Über eine hydrothermale Paragenesis von Quarz- und Arsenmineralien vom Saubach im Vogtland.- Akad. Verlagsg., Leipzig.
  • HEIDE, F. (1927): Die Japaner Zwillinge des Quarzes und ihr Auftreten im Quarzporphyr vom Saubach i. V., in: Zeitschrift für Kristallographie, Band 66, Heft 2, 1927, Akademische Verlagsgesellschaft M.B.H., Leipzig.
  • Dölling, F. (1956). Die Mineralien des Saubachbruchs bei Muldenberg/ Vogtland. Aufschluss, Jg.7, Nr.9/10, S.197-98.
  • Semmler, W. (1959). Symplesit vom Saubachtal. Aufschluss, Jg.10, Nr.1, S.3-4.
  • Dölling, F. (1965). Der Saubachbruch und seine Mineralvorkommen. Fundgrube, Bd.2/3, S.59.
  • Pestel, S. (1992): Symplesit vom Saubachriß bei Klingenthal im Sächsischen Vogtland. Lapis, Jg.17, Nr.7, S.62-64.
  • Thomes, A. (1993). Florencit-(Ce) aus dem Vogtland (Bem. Eigenf.). Lapis, Jg.18, Nr.11, S.32-33.
  • Blaß, G. & Graf, H.W. (1995). Neufunde von bekannten Fundorten (13). Min.-Welt, Jg.6, Nr.3, S.47-50.
  • Kolitsch, U. (1997): Das Ca-Analogon von Petersit und einige weitere Neufunde aus dem sächsisch-böhmischen Erzgebirge und dem Vogtland. Min.-Welt 8 (4), 17-20.
  • Wittern, A. (2001): Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland (1. Aufl.). Stuttgart: E. Schweizerbart, S. 141-42.
  • Hyrsl, J. & Massanek, A. (2002). Topas - Pseudomorphosen aus dem Schneckenstein-Gebiet? Lapis, Jg.27, Nr.1, S.46-47.

Quellenangabe

Einordnung