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Schneckenstein

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Vogtlandkreis / Muldenhammer / Tannenbergsthal / Schneckenstein

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Lesesteine im Wald und anstehender Fels

Fund­s­tel­len­typ

Naturdenkmal

Geo­lo­gie

Topas-Turmalinschiefer-Brekzie am Kontakt von Granit und Schiefern

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Der anstehende Felsen (Schneckensteinfelsen) und 8 ha um den Felsen herum sind Flächennaturdenkmal. Daher ist das Sammeln dort bei Strafe verboten. Auch das Suchen im Wald wird nicht gern gesehen.

Letz­ter Be­such

06/2012

GPS-Ko­or­di­na­ten

Topasfelsen Schneckenstein



Topasfelsen Schneckenstein

WGS 84: 
Lat.: 50,41338223° N, 
Long: 12,4512434° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 24' 48,176" N,
   Long: 12° 27' 4,476" E
Gauß-Krüger: 
R: 4532179,
 H: 5586484
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=5214
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Schneckenstein, Tannenbergsthal, Muldenhammer, Vogtlandkreis, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Ansicht des Schneckensteins aus dem Jahr 1958
Aufrufe (Bild: 1598883090): 359
Ansicht des Schneckensteins aus dem Jahr 1958

Ansicht des Schneckensteins aus dem Jahr 1958 (Postkartenmotiv), Foto: Th. Billhardt (Zustimmung zur Veröffentlichung auf www.mineralienatlas.de liegt vor).

Sammlung: Archiv Jörg N.
Copyright: Th. Billhardt
Beitrag: nwsachse 2020-08-31
Schneckenstein
Aufrufe (Bild: 1338736386): 8481
Schneckenstein

Geotop Schneckenstein im Vogtland, Aufnahme 6/2012

Sammlung: Conny3
Copyright: Conny3
Beitrag: Conny3 2012-06-03
Schneckenstein - historische Ansicht um 1800
Aufrufe (Bild: 1333569377): 8543
Schneckenstein - historische Ansicht um 1800

Historische Ansicht des Schneckensteins - detailreicher, kolorierter Kupferstich um 1800; Herausgeber: Industrie Comptoir in Leipzig

Sammlung: nwsachse
Copyright: nwsachse
Beitrag: nwsachse 2012-04-04

Ausführliche Beschreibung

Geschichte

1727 wurden die Topase am Schneckenstein von einem Tuchmacher entdeckt.
Der Schneckenstein bei Tannenbergsthal weist eine einmalige Mineralisation auf. Diese entstand während des Eindringens eines größeren Granitplutons in variszischer Zeit (ca. 320 Mio. Jahre) in paläozoische Schiefer.

Dabei entstand eine Brekzie, die aus pneumatolytisch überprägten Schieferbruchstücken besteht, die mit Quarz, Topas und "Steinmark" (Tonmineral, meist Illit oder Kaolinit) verkittet sind.

Auch der Schiefer wurde durch die pneumatolytischen Fluide überprägt, wobei es zu einer Metasomatose kam. Dabei reagierten Kalifeldspat und Glimmer zu Topas und Turmalin, Quarz wuchs neu. Der Schiefer besteht heute aus Schörl, Topas und Quarz.

In Drusen der Brekzie konnten sich neben mehrere cm langen Quarz-xx (oft als wasserklarer Bergkristall) auch die berühmten Topase bilden. Die prismatischen xx erreichen bis über 10 cm Länge, die größten gefundenen sollen bis zu 20 cm lang sein. Sehr schöne Stufen gibt es in der Sammlung der TU Bergakademie Freiberg zu sehen.

Die Topase sind meist gelb gefärbt, wobei die Farbe von einem grünlichen Gelb (weingelb) über goldgelb zu bräunlichgelb reicht. Seltener sind bläuliche Exemplare. Häufig ist der eingewachsene Topas graugelb, wobei die Farbe häufig von Turmalineinschlüssen überdeckt wird.

Unter August dem Starken erfolgte von 1734 bis 1800 durch die Zeche Königskrone der Abbau der Topase für Schmuckzwecke.Der Fels wurde in dieser Zeit zu etwa 2/3 abgebaut.Geschliffene Exemplare sind noch im Grünen Gewölbe in Dresden zu bestaunen.Einige Exemplare zieren auch die englische Königskrone

Die Zinngrube Tannenbergsthal unterfuhr den Schneckenstein. Dabei konnte untertage die Ausdehnung des Körpers bestimmt werden.

Mineralien (Anzahl: 25)

?

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ZurücksetzenAlAsBBaCCaCuFFeHKMgMnNaNbOPPbSSeSiSnTiUWZn
Chalkosideritr
laut Gröbner haben sich alle von ihm untersuchten Chalkosiderite als Türkis erwiesen.
(Sachsen/Vogtlandkreis/Muldenhammer/Tannenbergsthal/Schneckenstein)
BM
Schörlr
Analyse Marco Ciriotti, März 2016
(Sachsen/Vogtlandkreis/Muldenhammer/Tannenbergsthal/Schneckenstein)
M
Skoroditi
Kugelige Guppen aus gut ausgebildeten hellblauen xx neben Quarz xx und Topas xx.
(Sachsen/Vogtlandkreis/Muldenhammer/Tannenbergsthal/Schneckenstein)
r
Sammlung raritätenjäger.
(Sachsen/Vogtlandkreis/Muldenhammer/Tannenbergsthal/Schneckenstein)
BM
Symplesitr
EDX analysiert
(Sachsen/Vogtlandkreis/Muldenhammer/Tannenbergsthal/Schneckenstein)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 30. Nov 2020 - 10:24:10

Mineralbilder (132 Bilder gesamt)

Topas
Aufrufe (Bild: 1521559079): 2036
Topas

Weingelber Topas x auf Quarz xx vom Schneckenstein bei Auerbach im Vogtland. Stufenbreite 2,5 cm.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2018-03-20
Mehr   MF 
Billietit xx mit Uranophan xx
Aufrufe (Bild: 1482224863): 2415
Billietit xx mit Uranophan xx  E
Analysiert mit Energiedispersiver Röntgenspektroskopie EDX
X
Analysiert mit Röntgenbeugung XRD

FO: Schurf20/21/Schneckenstein/Vogtland; Bildbreite ca. 1,5mm

Sammlung: Frank Kaiser (Topas)
Copyright: etalon
Beitrag: etalon 2016-12-20
Mehr   MF 
Topas
Aufrufe (Bild: 1374391069): 2452
Topas

Schneckenstein, Sachsen, Deutschland. Kristall 3 mm

Copyright: skibbo
Beitrag: skibbo 2013-07-21
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 4)

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Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 30. Nov 2020 - 10:24:10

Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Quarz-Turmalinschieferbrekzie (Explosionsbrekzie)
Aufrufe (Bild: 1468765674): 2187
Quarz-Turmalinschieferbrekzie (Explosionsbrekzie)

Quarz-Turmalinschieferbrekzie (Explosionsbrekzie), durch Quarz und Topas verkittet, in den Drusenräumen freie Kristalle, Abmessungen ca. 16 x 10 x 7 cm; Fundort: Schneckenstein im Vogtland / Sachsen

Sammlung: nwsachse
Copyright: nwsachse
Beitrag: nwsachse 2016-07-17
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Aktualität: 30. Nov 2020 - 10:24:10

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Johann Gottlieb Kern: Vom Schneckensteine oder dem Sächsischen Topasfelsen, ca. 48 S., Prag 1776. http://www.archive.org/stream/johanngottliebk00borngoog#page/n6/mode/2up
  • Kaltofen, O. (1957). Ein Topaskristall als Doppelender vom Schneckenstein im Vogtland. Aufschluss, Jg.8, Nr.7/8, S.177.
  • Bolduan, H. (1969). Der Topasfelsen Schneckenstein. Fundgrube, Bd.1/2, S.19.
  • Pölz, P. (1969). Zur Geschichte des Schneckensteins. Fundgrube, Bd.1/2, S.31.
  • Lotz, T. & Russ, K.-H. (1973). Mineralienfundstellen um den Schneckenstein im Vogtland. Aufschluss, Jg.24, Nr.10, S.424-28.
  • Charpentier, J.-F. (1975). Eine Beschreibung des Schneckensteins aus dem 18. Jhd. (auszugsw. Nachdruck). Fundgrube, Bd.1+2, S.13.
  • Leithner, H. (1980). Schneckenstein: Die Topase der sächsischen Könige. Lapis, Jg.5, Nr.12, S.9-12.
  • Pfaffl, F.A. (1980). Die steingewordenen Nixen - Topas vom Schneckenstein. Min.-Mag., Jg.4, H.10, S.459-61.
  • Wunderlich, A. (1990). Crandallit vom Schneckenstein / Vogtland (Bem. Eigenf.). Lapis, Jg.15, Nr.7, S.75.
  • Lahl, B. (1990). Königskrone. Die Topasfundstelle am Schneckenstein im Vogtland. Lapis, Jg.15, Nr.9, S.27-31.
  • Lahl, B. (2012). Königliche Topase vom Schneckenstein. TU Bergakademie Freiberg ,chemnitzerverlag.
  • Nasdala, L. & Ullrich, B. (1991). Minerale im rasterelektronenmikroskopischen Bild / T.4: Mikrominerale vom Schneckenstein/ Vogtland. Fundgrube, Bd.2, S.61.
  • Lorenz, J. (1991). Lapis Aktuell: Japaner-Zwilling vom Schneckenstein im Vogtland. Lapis, Jg.16, Nr.2, S.7.
  • Keller, B. (1991). Nicht nur Topase: Crandallit und andere Mineralien vom Schneckenstein im Vogtland. Min.-Welt, Jg.2, Nr.2, S.40-41.
  • Lapis Red. (1992). Lapis Aktuell: Sammeln am Schneckenstein. Lapis, Jg.17, Nr.7, S.8.
  • Lapis Red. (1993). Lapis Aktuell: Sammelverbot im Schneckensteingebiet / Vogtland. Lapis, Jg.18, Nr.1, S.7.
  • Mädler, F. (1995). Wolframit vom Schneckenstein (Bem. Eigenf.). Lapis, Jg.20, Nr.9, S.43.
  • Hyrsl, J. & Massanek, A. (2002). Topas - Pseudomorphosen aus dem Schneckenstein-Gebiet ? Lapis, Jg.27, Nr.1, S.46-47.
  • Leithner, H. (2008). The Königskrone Topaz Mine, Schneckenstein, Saxony, Germany. Min. Rec., Vol.39, H.5, S.355-67.
  • De Ascencao Guedes, R. (2009). Vu dans la presse (La Topaze de Schneckenstein (Allemagne) / La Xocolatlite (Mexique)). Règne Minéral, Nr.86, S.40.
  • Thalheim, K. (2016). Ein historischer Streifzug zur Suche und Verwendung von Schmucksteinen in Sachsen vom 16. bis zum 18. Jhd. Min.-Welt, Jg.27, H.4, S.18-37.

Weblinks:


Quellenangaben:

Einordnung