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Der Kalksteinbruch Lieth bei Elmshorn

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Schleswig-Holstein / Pinneberg, Landkreis / Elmshorn / Kalksteinbruch Lieth

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Dem per Bahn anreisenden Sammler sei angeraten, von Hamburg kommend in Elmshorn auszusteigen und mit dem Bus weiter nach Klein Nordende zu fahren. Von dort aus ist der Bruch in östlicher Richtung zu erreichen. Viele Wanderwege schildern das LSG aus. Eine gute Karte ist dennoch mitzuführen.

Anfahrtsmöglichkeiten per Kfz gibt es verschiedene. Wer es schnell mag, kann die Ausfahrt Tornesch auf der A 23 nutzen. Man fahre bis in den Ort Tornesch hinein. Nach dem die Straße die S-Bahnlinie in Tornesch unterquert hat, halte man sich rechts immer am Bahndamm entlang. Man kann auch bis Klein Nordende fahren und von dort aus weiter wandern, was sehr empfohlen werden kann.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

aufgelassener Steinbruch (Nationales Geotop, Landschafts- und Naturschutzgebiet!)

Geo­lo­gie

Zechstein, Rotliegendes

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Wanderziel innerhalb des Landschaftsschutzgebietes

Letz­ter Be­such

24.07.2002

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=602
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Steilgestellter Anhydritfels des Gipshuts
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Steilgestellter Anhydritfels des Gipshuts

Das Bild ist ein Ausschnitt des Fotos 1370380326 und zeigt die Schichtung des zu körnigem Gips alterierten Anhydrits. Foto Juni 2013.

Copyright: aca
Beitrag: aca 2013-06-04
Gipshut
Aufrufe (Bild: 1370380326): 1473
Gipshut

Aufgeschlossener Teil des Gipshuts des Salzstocks in der Kalkgrube Lieth. Er besteht aus zu körnigem Gips alteriertem steilgestelltem Anhydritfelsen. Der Hügel am Boden des Steinbruches misst etwa ...

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Beitrag: aca 2013-06-04
Kalkgrube Lieth
Aufrufe (Bild: 1370380014): 1409
Kalkgrube Lieth

Kalkgrube Lieth, Blick in westlicher Richtung. Am Boden des alten Steinbruchs ist hinter dem kleinen See ein Teil des Gipshuts des Salzstocks aus zu Gips alteriertem Anhydrit zu sehen. Rechts der F...

Copyright: aca
Beitrag: aca 2013-06-04

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines zum Steinbruch

Der Kalksteinbruch Lieth wurde im Jahre 1992 unter Naturschutz gestellt. Damit gelang einerseits die Erhaltung eines wertvollen Naturdenkmals (hier befindet sich der einzige Aufschluss des Perm in der norddeutschen Tiefebene) andererseits war es mit den Funden für die Sammler weitestgehend vorbei. Zum Zeitpunkt des Besuches konnte die Lokalität in einem guten Zustand angetroffen werden, was auch für die lehrreiche Beschilderung innerhalb und den Ausbau des Wanderwegenetzes um den Bruch herum zutrifft.

Zahlreiche aufgestellte Holztafeln zeigen den interessanten und vielfältigen Einblick in die Geologie dieses kleinen “Fensters” in der Erde. So steht neben dem schon erwähnten permischen Kupferschiefer (von der Straße aus kommend an der hinteren Bruchwand) auch ein roter Salzton an, der große Gipsbrocken enthält und früher in der Ziegelei Rothenlehm, wenige Hundert Meter nördlich des Kalksteinbruches verarbeitet wurde. Das “Hauptabbaumaterial”, ein stellenweise mit Bitumen durchsetzter mergeliger Kalk, steht im zentralen Teil noch teilweise an. Der Abbautrichter ist aber mittlerweile ein See - Lebensraum für zahlreiche Wasservögel, denen gleichsam eine Infotafel gewidmet ist.

Mineralien und Fundmöglichkeiten

Das Mineral, welches Lieth bekannt machte, ist der Fluorit, der in zumeist kleinen, seltener bis 2 cm messenden Kristallen (vorherrschend Würfelform) hier vorgekommen ist. Bevor der Steinbruch als LSG ausgewiesen wurde, konnten hier auch in jüngerer Zeit noch gute Funde getätigt werden. Der Fluorit kommt, an Calcitklüfte gebunden, im Kupferschiefer vor. Dort treten auch hübscher Chalkopyrit und selten Harnische aus Chalkosin auf. Selten sind Zinkminerale. Der Fossiliensammler erfreute sich an fossilen Ganoidfischen aus dem Kupferschiefer. Wie bereits angemerkt, birgt der Ton reichlich Gips. Der gewissenhafte Sammler wird ein Stück schön gebänderten Gips auflesen können, das Bearbeiten der großen Blöcke oder gar der Wand, in welcher Kupferschiefer ansteht, verbietet sich aber von selbst! Es sei darauf hingewiesen, dass ausgiebige Kontrollläufe seitens der Forstbehörde durchgeführt werden und es nicht an deutlichen Verbotsschildern mangelt. Am Fuß der Kupferschieferwand liegen Trümmer von Kupferschiefer, welche selten auch erkennbare Mineralisationen aufweisen. Wer sich mit Belegen zufrieden gibt und nicht den ganzen Rucksack voll stopft, der mag auch hier ein Referenzstück einsammeln. Es ist zu hoffen, dass dieses Kleinod der norddeutschen Geologie nicht durch Vandalismus zerstört wird, wie andernorts geschehen.

Leider sind Minerale von Lieth vielfach nur in guten privaten Sammlungen der weiteren Umgebung zu besichtigen. Eine sehr große Fluoritstufe nebst einem Marienglasstück sind im Naturhistorischen Museum in Lübeck zu bestaunen. Desweiteren finden im Kristallmuseum Hamburg immer mal wieder Sonderausstellungen statt, die, wenn das Thema Norddeutsche Minerale betrifft, auch Fluorit von Lieth zeigen.

Mineralien (Anzahl: 24)

Mineralbilder (99 Bilder gesamt)

Fluorit
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Fluorit

aus der Kalkgrube Lieth bei Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, Kantenlänge ca.4,5cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2009-03-30
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1238438308): 557
Fluorit

Fluoritwürfel aus der Kalkgrube Lieth bei Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, Kantenlänge ca.1cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2009-03-30
Sinterbaryt
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Sinterbaryt

aus der Kalkgrube Lieth bei Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, BB ca.1cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2009-03-31

Gesteine (Anzahl: 4)

Fossilien (Anzahl: 3)

Fossilbilder (5 Bilder gesamt)

Schwanzflosse eines Fisches
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Schwanzflosse eines Fisches

aus der Kalkgrube Lieth bei Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, BB ca.3,5cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2009-03-31
Opal
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Opal

opalisierte Fischschuppen ausf Kupferschiefer aus der Kalkgrube Lieth bei Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, BB ca.5cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2009-03-30
Fischschuppen
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Fischschuppen

aus der Kalkgrube Lieth bei Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, BB ca.6cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2009-03-31

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Weidner, T. (1963). Ein Flußspatvorkommen in Schleswig-Holstein. Aufschluss, Jg.14, Nr.6/7, S.174.
  • Urbigkeit, K. & Liebig, L. (1987). Die Mineralien der Kalkgrube Lieth bei Elmshorn. Lapis, Jg.12, Nr.2, S.25.
  • Arthur Wittern (2010). Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland. 3.Aufl. Schweizerbart, Stuttgart. S.7.

Quellenangabe

Einordnung