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Helgoland

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Schleswig-Holstein / Pinneberg, Landkreis / Helgoland, Insel

GPS-Ko­or­di­na­ten

Helgoland (54°10'49" N/ 7°53'21" E)



Helgoland

WGS 84: 
Lat.: 54,18027778° N, 
Long: 7,88916667° E
WGS 84: 
Lat.: 54° 10' 49" N,
   Long: 7° 53' 21" E
Gauß-Krüger: 
R: 3427543,
 H: 6006111
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 25 Blatt 1818 Blauort

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Man erreicht Helgoland von der deutschen Nordseeküste aus mit Seebäderschiffen. Diese verkehren im Sommer (April-Oktober) einmal täglich zur Insel. Die Abfahrt ist in der Regel ca. um 9-10 Uhr am Morgen. Die Dauer der Überfahrt beträgt ca. 2,5-3 Stunden (Ankunft gegen 12 Uhr). Die Rückfahrt ist ca. gegen 16 Uhr.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Lesesteine am Strand

Geo­lo­gie

Geologisch liegt Helgoland auf der Kuppe über einer Salzbeule (Salzdiapir) des Zechstein. Die leuchtend roten Felsen der Insel bestehen aus dem mittleren Buntsandstein, der Untergrund der Düneninsel besteht aus Muschelkalk und Kreide.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Der besonders fündige Teil, das Westkliff, ist Naturschutzgebiet und durch Zäune abgesperrt! Ein Begehen dieses Gebietes ist nicht ungefährlich, da immer wieder Material von oben herabstürzt. Es gibt für Gruppen, aber auch für Einzelpersonen (Studenten), die Möglichkeit, eine Genehmigung beim Wasser & Schifffahrtsamt Tönning, Außenstelle Helgoland, am Südhafen einzuholen.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=1501
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Abgerollter Buntsandstein
Aufrufe (Bild: 1213718890): 11945
Abgerollter Buntsandstein

Am Strand sieht man deutlich welche Kraft das Meer ausübt. Die Buntsandsteine sind alle abgerollt; Aufnahme 2008

Copyright: Dominik Bamberger
Beitrag: Klinoklas 2008-06-17
Helgoland-Blick zur Langen Anna
Aufrufe (Bild: 1188201069): 11638
Helgoland-Blick zur Langen Anna

Blick vom "Kringel" am Südhafen nach Norden zum Felsen "Lange Anna"

Copyright: smoeller
Beitrag: smoeller 2007-08-27

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines

Buntsandsteinschichten
Buntsandsteinschichten

Sedimentablagerungen von feinsandigem bis schluffigem Bundsandstein.Die rote Färbung wird durch oxidiertes Eisen hervorgerufen; Insel Helgoland; Aufnahme: 2007

Melanie Puchalla
Helgoland um 1900
Helgoland um 1900

Historische Ansicht Helgolands mit Strand, Häusern, Segelschiffen und vielen kleinen Booten.

Thomas Würminghausen
Helgoland um 1900
Helgoland um 1900

Nordwestspitze der Insel mit dem Wahrzeichen der "langen Anna". Bis 1868 gab es hier noch ein Brandungstor, welches nach einer schweren Sturmflut zusammenbrach.

Thomas Würminghausen

Helgoland, was im niederdeutschen "Heiliges Land" bedeutet, ist Deutschlands einzige Hochseeinsel, wenngleich sie die Kriterien einer solchen nicht erfüllt. Die ca. 2 km2 große Insel liegt mitsamt ihrer kleineren Nachbarinsel, der Düne, ca. 60 km vor der Elbmündung in der Deutschen Bucht (Germanisches Becken), wie dieser Teil der östlichen Nordsee genannt wird. Die Insel ist neben den beiden dänischen Inseln Møn und Seeland, und der Kreideinsel Rügen in der Ostsee ebenfalls aus festem Gestein aufgebaut, was sie deutlich von den aus Lockersedimenten aufgebauten Nordfriesischen Inseln unterscheidet. Mit 245 Millionen Jahre altem Gestein ist sie zugleich auch die älteste Insel. Die auffällige Rotfärbung des Inselgesteins wurde durch intensive lateritische Verwitterung und die Oxidation von Eisen hervorgerufen. Ihr Alter, das Erscheinungsbild und die isolierte Lage macht sie also zu etwas besonderem, weshalb ihr jedes Jahr ca. eine halbe Million Menschen einen Besuch abstatten. Sie ist aber nicht nur zum Flanieren und Sonnenbaden geeignet, sondern auch aus geologischer, paläontologischer und mineralogischer Sicht höchst interessant. Bereits Goethe brachte es 1827 auf den Punkt, als er schrieb:

"Vom Westen kommt mir zugleich eine Beschreibung der Insel Helgoland mit den schönen Belegen unorganischer und organischer Natur konsolidierter Werte des Urlebens und noch ganz frischer Beweise des Fortlebens und Wirkens des ewigen Weltgeistes."

Für geologische Exkursionen ist es ratsam, mindestens zwei Übernachtungen auf der Insel einzuplanen. Für einen Besuch der Düneninsel benötigt man mindestens einen halben Tag. Für nähere Informationen gehe man auf die offizielle Seite der Gemeinde Helgoland.


Geschichte

Helgoland weist eine wechselhafte Geschichte auf, es war nacheinander im Besitz der Herzöge von Schauenburg-Holstein (16. und 17. Jh.), Dänemark (bis Anfang 19. Jh.) und der Englischen Krone (bis 1890), danach ging es in den Besitz von Deutschland über. Wegen seiner strategischen Lage war Helgoland in dieser Zeit in viele kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt. 1890 gegen Sansibar eingetauscht, nahm Kaiser Wilhelm II. das Eiland in Besitz. In beiden Weltkriegen war Helgoland ein zentraler Punkt, der zur Festung ausgebaut wurde. Im 2. Weltkrieg wurde der Ort vollkommen zerstört und die Insel bis 1947 von der britischen Luftwaffe als Zielgebiet genutzt. 1947 wurde eine große Sprengung in den Kasematten des südlichen Oberlandes durchgeführt, bei der 6.700 Tonnen Munition gesprengt wurden. In diesem Bereich beim Krankenhaus liegen heute zwei große Sprengkrater. 1952 begann der Wiederaufbau der Siedlung. Heute leben hier etwa 1.000 Einwohner.

Sehr umstritten ist die Theorie, die sich mit dem Abbau von Kupfererzen oder Eisenerzen um 3.000 bis 1.500 v. Chr beschäftigt. Die untersuchten Kupferplatten und Schlacken in den Resten einer Aufbereitungsanlage in 5 - 7 m Meerestiefe verweisen nur auf das Mittelalter. Als schriftlichen Beleg dieser Annahme dient eine Quelle, die über den Verlust einer Schiffsladung Kupfer vor der Insel berichtet. Aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund des nur sporadisch in kleinen Mengen vorkommenden Kupfers im Buntsandstein, kann der Abbau nie rentabel gewesen sein. Als gesichert gilt dagegen ab dem Mittelalter der Muschelkalk- und Gipsabbau am damaligen "Wittekliff", der die Zerstörung dieses Kliffs zur Folge hatte.


Geologie

Stratigraphie des Bundsandsteins:
Stratigraphie des Bundsandsteins:

Die linke Abbildung zeigt die gesamte Abfolge der deutschen Bucht. Die rechte Seite zeigt einen Ausschnitt aus dem Westkliff Helgolands. (Detfurth Folge & Volpriehausen Folge)

Klinoklas

Die Entstehung der Felseninsel geht auf das Zeitalter des Perm vor 260 Millionen Jahren zurück. Die Insel liegt im Gebiet eines ehemaligen Zechsteinmeeres. Durch warmes und trockenes Klima verdunstete das Wasser und hinterließ sogenannte Evaporite. Dabei handelt es sich um Verdunstungsrückstände aus Kalk, Dolomit, Anhydrit und Salzen. Am Anfang der Trias bestimmte tropisches und subtropisches Klima die Wetterlage, welches die Verwitterung der variskischen Gebirge im umgebenden Festland stark begünstigte. Der auf diese Weise bis auf Sandkorngröße zerkleinerte Buntsandstein wurde dann abgetragen und in einige tiefergelegene Gebiete (Senkungsgebiete) transportiert. So auch in den Bereich des heutigen Helgolands.

Die hier vorliegenden Sedimente haben eine Mächtigkeit von rund 1.000 Metern. Selbiges ereignete sich auch mit dem Muschelkalk des mittleren Trias, dessen Ablagerungen heute eine Mächtigkeit von mehr als 300 Metern haben, und der Kreide aus der beginnenden Kreidezeit vor rund 140 Millionen Jahren. Der Vorgang der Sedimentation wiederholte sich mehrere Male und führte in den tieferen Schichten durch erhöhten Druck von oben zu einer Verfestigung des Gesteins. Im Tertiär wurde der Druck für die ganz unten liegenden Salzschichten zu stark und sie dehnten sich aus, um sich an Schwächezonen wie Verwerfungen einen Weg nach oben zu bahnen. Durch das aufsteigende Salz aus der Tiefe wurden die aufliegenden Schichten nach oben gedrückt. Die Sedimente sind bei der Aufwölbung gekippt worden, so zeigen die Buntsandsteinfelsen heute eine Neigung von circa 17° bis 20°.

Im Quartär gab es drei Eiszeiten, durch die Helgoland immer wieder mit Gletschereis überzogen war. Beim Rückzug dieser Gletscher wurde auch sehr viel des Inselmaterials abtransportiert, so dass an manchen Stellen der Salzstock (Diapir) freigelegt wurde. Das Meerwasser, der Wind und Wintereinflüsse tragen bis heute zu einer Zersetzung und dem Abtransport des Gesteins bei. So ist das Wahrzeichen Helgolands, die "Lange Anna", ein Überbleibsel eines Brandungstores, bei dem die Bogenverbindung zur Insel abgebrochen ist. Bis vor ca. 3.500 bis 4.000 Jahren gab es noch eine Landbrücke zwischen dem Festland und der Insel, die aber durch den ansteigenden Meeresspiegel, ausgelöst von der Warmzeit in der auch wir uns heute noch befinden, überdeckt wurde.



Mineralien

Die Suche nach Mineralien auf Helgoland wird dem Sammler nicht gerade einfach gemacht. Während die Chancen auf dem oberen Rundwanderweg fündig zu werden gleich null ist, liegt der wohl fündigste Ort unterhalb des Westkliffs. Dieser Bereich ist durch Tore verschlossen. Zum einen, weil hier Naturschutzgebiet ist, zum anderen, weil die Gefahr von herabfallendem Gestein nicht gerade gering ist. Wenn man eine Genehmigung bekommt, die Tore zu durchschreiten, besteht absolute Helmpflicht! Die Mineralien liegen in der Regel nicht offen herum, sondern können durch das Aufschlagen von den vorliegenden Gesteinen in kleinen Drusen gefunden werden. Die meisten Mineralisationen und Drusen finden sich in den auffällig gebänderten Schichten der Detfurthfolge und hier wahrscheinlich in den unteren Lagen nahe der Volpriehausenfolge. Da es strengstens verboten ist, am gewachsenen Felsen zu schürfen, konnte noch keine brauchbare stratigraphische Einordnung der mineralführenden Schichten gemacht werden. Es ist mit wenig Übung leicht möglich, anhand der leicht unterschiedlichen Färbung, Detfurth- und Volpriehausenfolge zu unterscheiden und somit lohnende Felsbrocken von unergiebigen zu unterscheiden. Oftmals zeigen höffige Brocken schon von außen viele Hohlräume und wenn Chrysokoll zugegen ist, ist das leuchtende Blau recht auffällig.

Zu den häufigen Vertretern gehören zweifelsohne Calcit, Baryt und Chrysokoll. Nahezu jeder Hohlraum im Helgoländer Buntsandstein enthält Calcitkristalle. Generell kann die Mineralogie Helgolands ín zwei Gruppen geteilt werden. Zum einen ist da die "Calcitgruppe": Die Minerale Chrysokoll und Baryt werden in erster Linie zusammen mit Calcit gefunden. Seltenere Vertreter der Calcitgruppe sind Malachit, Mottramit, Vanadinit, Tangeit und Galenit. Die zweite Gruppe ist die "Cupritgruppe": Diese ist deutlich seltener, da die Minerale der Cupritgruppe nur in mit Cuprit ausgekleideten Hohlräumen zu finden sind, welche ansich sehr selten sind. Zu der Cupritgruppe gehören die Minerale Malachit, Brochantit, Connellit, Devillin, Spangolith sowie gediegenes Kupfer und Silber. Neben dem oft ebenfalls reichlich vertretenen Chrysokoll können gelegentlich auch Calcit und Baryt auftreten, dies aber stets untergeordnet. Während chrysokollhaltige Calcitdrusen ebenso wie barythaltige oft in bestimmten Schichten massenhaft gefunden werden können, so sind die Cupritdrusen fast immer Einzelgänger und liegen isoliert und ohne erkennbare Konzentration im Gestein verteilt. Die Genese dieser Drusen ist bisher nicht geklärt. Auffällig ist jedoch der erhöhte Anteil sulfathaltiger Minerale und der Rückgang carbonatischer Minerale, was auf die Verwitterung sulfidischer Erze zurückgeführt werden könnte.

Eine weitere Besonderheit sind die sogenannten "Fischaugen": Dabei handelt es sich um meist runde, dunkelgefärbte Konkretionen mit auffälligem Bleichunghof. Die Größe dieser "Fischaugen" reicht von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern. Die Erscheinung der "Fischaugen" ist äußerst unterschiedlich: Das Spektrum reicht von lediglich dunkelgrau bis schwarz gefärbtem Sandstein im Zentrum der Konkretion, bis hin zu deutlich sichtbaren Cuprit- und/oder Chalkosinkonkretionen. Diese cuprithaltigen "Fischaugen" zeigen im Anschliff nicht selten feine Gänge und Bleche von gediegenem Silber.

Im Gegensatz zu anderslautenden Gerüchten kann ausgeschlossen werden, dass die Bleichungshöfe der "Fischaugen" auf radioaktive Strahlung zurückzuführen sind. Zwar zeigen einige "Fischaugen" eine deutlich erhöhte Aktivität gegenüber dem Umgebungsgestein, jedoch ist die Strahlung viel zu gering, um gefährlich für Leib und Leben oder verantwortlich für die Erzeugung von Entfärbungseffekten zu sein (zudem ist die Reichweite radioaktiver Strahlen im festen Gestein äußerst eingeschränkt und weit geringer als die beobachteten Durchmesser der Bleichungshöfe). Wahrscheinlicher ist, dass die Bleichungshöfe auf saure Lösungen zurückzuführen sind, die durch Verwitterung sulfidischer Erze entstanden sind. Interessant ist, dass die "Fischaugen" aus der Volpriehausenfolge häufiger radioaktiv sind, als die aus der Detfurthfolge. Zum Schluss sei noch auf seltene gangförmige Konkretionen von Cuprit oder Chalkosin hingewiesen. Die Konkretionen sind immer konkordant und erreichen Größenordnungen von mehreren Quadratdezimetern in der Fläche bei wenigen Zentimetern Mächtigkeit. Diese Cupritgänge zeigen ebenso wie die "Fischaugen" einen Bleichungshof, sowie nicht selten gediegen Silber in Form kleiner Gängchen und Bleche. Vermutlich wurden ähnliche Cupritgänge vor über 4.000 Jahren bergmännisch abgebaut und zu Kupfer verhüttet, wovon vor dem Hafenbecken gefundene Kupferplatten zeugen.

Anmerkung

Coelestine aus Helgoland: die ganzen Coelestine von dort sind meines Wissens alle Baryt, größtenteils noch nicht mal sonderlich strontiumhaltig. Die Leute von der VFMG in Hannover, die sich schon Jahre lang mit der Insel beschäftigen, haben jedenfalls noch keinen echten Coelestin gesehen oder davon gehört, dass je einer gefunden wurde. Kennt irgendwer analysierte Coelestine von Helgoland? Würde mich auch ganz persönlich interessieren, da man´s ja in der Sammlung zu stehen hat. Ansonsten müsste man die Lokalität wohl streichen, denke ich...

Andreas Gerstenberg

Anmerkung

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich etwas näher mit der Mineralogie von Helgoland, da in der bisherigen Literatur nur sehr dürftig über die vorkommenden Minerale berichtet wird.

Der wesentliche Punkt wurde schon von Andreas Gerstenberg angesprochen: Bisher konnte ich noch keinen Coelestin von Helgoland nachweisen. Alle untersuchten Proben sind Baryt. Desweiteren konnte ich die Liste der vorkommenden Minerale um Brochantit, Devillin, Connellit, Galenit, Mottramit, Spangolith, Tangeit und Vanadinit erweitern. Hinzu kommen noch einige nicht untersuchte Minerale, die ebenfalls Neufunde für Helgoland darstellen dürften. Eine umfangreiche Veröffentlichung ist in Vorbereitung. Fragen und Anregungen sowie besondere Mineralfunde können gerne an mich gestellt werden.

Markus Gerstmann


Roter Feuerstein

Roter Flint
Roter Flint

Leuchtend roter Feuerstein, gefunden in den 80er Jahren; Fundort: Insel Helgoland, Schleswig-Holstein, Deutschland

smoeller

Während die Geologen dem roten Feuerstein auf Helgoland erst recht spät ihre Aufmerksamkeit widmeten, war er unter Archäologen schon länger bekannt. Bereits in der Steinzeit wurden Werkzeuge aus diesem Material hergestellt. Man kann davon ausgehen, dass die Menschen den roten Stein gegen andere wertvolle Gegenstände eintauschten. Der Stein besteht aus Resten von Kieselalgen und die rote Farbe ist wie auch bei dem Buntsandstein auf das eingelagerte Eisen zurückzuführen. Allerdings sind die Feuersteine in der Kreidezeit entstanden, daher haben sie in der Regel eine weiße Kruste. Die Rinde kann aber auch schwarz, blaugrau oder braun sein. Die Farbe variiert zwischen rosa bis burgund.

Die Feuersteine sind, wie auch die Fossilien, mal mehr, mal weniger gut zu finden. Es gibt Berichte, nach denen bei starken Fluten oder sogar Sturmfluten immer wieder frisches Material an den Strand gespült wurde, wo vorher nur Sand war. Es soll Tagesfunde mit bis zu 5 kg Feuerstein gegeben haben. Funde auf der Düne sind aber heute auch eher mit Glück verbunden. Durch seine leuchtend rote Farbe wird er gerne geschliffen, poliert und anschließend in Edelmetalle eingefasst. Schmuckläden auf Helgoland verkaufen diese Raritäten, die es in dieser Form wie es scheint nur auf Helgoland gibt.


Fossilien

Durch das aride Klima während der Bildung des Buntsandsteins und des Muschelkalks handelte es sich weitestgehend um lebensfeindliche Bedingungen, wodurch es aus dieser Zeit nicht sehr viele Arten an Fossilien auf Helgoland zu finden gibt. Zu den wenigen gehören die Muschel "Gervillia murchisoni" im Buntsandstein und "Myophoria" im Muschelkalk. Besser dagegen sieht es von Zeit zu Zeit mit Funden aus der Kreide aus. Hier können Ammoniten, Belemniten, Brachiopoden, Seeigel und diverse Muschelarten gefunden werden. Besonders empfehlenswert, aber dennoch abhängig vom Glück, sind Strandbesuche nach Sturmfluten, da das Meer immer wieder neues Material der aufgezählten Fossilien anspült. Die Qualität der Funde ist ebenfalls sehr unterschiedlich. In der Regel hat die Brandung gute Arbeit geleistet, so dass viele Fossilien nur noch schlecht zu erkennen sind. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Als absolute Rarität muss ein 1910 im Süden der Insel gemachter Fund eines Parotosaurus-Schädels angesehen werden. Bei dem Saurier handelte es sich um ein ca. 2,50 m langes Riesenamphibium, von dem auch in Thüringen Funde getätigt wurden.

Mineralien (Anzahl: 40)

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Analcimi
Analcim kommt in Form von winzig kleinen farblosen Kristallen meist ohne weitere Begleiter im Sandstein vor. Er kann dabei auf den ersten Blick leicht für Calcit gehalten werden. Dabei ist zu bemerken, das Analcim bisher immer in idiomorpher Form gefunden wurde, welche für Calcit untypisch wäre. Zudem lässt sich Analcim leicht durch eine negative Salzsäureprobe von Calcit unterscheiden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Anatasi
Dieses für ein Sediment sicher nicht typische Mineral konnte in Form von typischen steilen Doppelpyramiden von honigbrauner Farbe als Bestandteil des Sandsteins nachgewiesen werden. In winzigen Hohlräumen bildet Anatas idiomorphe Kristalle, die meist weniger als 100µm groß sind und so nur schwierig zu finden sind.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Bestimmung nach äußeren Kennzeichen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Baryti
Bildet nicht selten farblose bis hellblaue tafelige Kristalle in Hohlräumen neben Calcit und Chrysokoll. Bisher haben sich alle ´Coelestine´ von Helgoland als Baryt herausgestellt !
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
3 BM
'Bernstein'i
Bernstein ist ein sehr selten auftretendes Mineral aus den Geschiebemergeln der Insel. Weiterhin sollen Exemplare auf der Düne gefunden worden sein. Im Inselmuseum ist ein Bernstein ausgestellt.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
M
Brochantiti
Brochantit kommt recht selten in Form von quadratisch tafeligen bis leistenförmigen Kristallen vor, die gelegentlich fächerförmige Aggregate bilden. Die Farbe ist typisch smaragdgrün. Brochantit findet sich Ausnahmslos in mit Cuprit ausgekleideten Drusen, hier oft neben Connellit und Devillin, seltener mit Malachit.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Calciti
Calcit ist zweifelslos das häufigste Mineral auf Helgoland. Nahezu alle Hohlräume enthalten Calcitkristalle, einzige Ausnahme sind die seltenen Cupritdrusen. Die Calcite sind meist farblos bis blaßgelb und von rhomboedrischer bis spitzskalenoedrischer Tracht. Sie sind meist bis 3 mm Groß, es wurden aber auch schon Exemplare bis 1cm gefunden. Häufig wird Calcit von Chrysokoll und/oder Baryt begleitet, seltener von Malachit.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
3 BM
Chalkopyriti
Chalkopyrit bildet Erzbutzen in paläozoischen Kalken, welche untermeerisch unter der Düne anstehen. Kleine Bröckchen davon können an einigen Strandabschnitten auf der Düne gefunden werden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
M
Chalkosini
Kann gelegentlich als Bestandteil der ´nichtradioaktiven´ Fischaugen oder gar in Form eigenständiger Konkretionen gefunden werden. Dabei wird der Chalkosin häufig von Covellin begleitet, welcher wiederum als Verwitterungssaum um die Konkretionen zu finden ist.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Chlorargyriti
Chlorargyrit bildet meist idiomorphe oktaedrische bis würfelförmige Kristalle, die im frischen Zustand farblos sind. Aufgrund der Lichtempfindlichkeit färben sich die Kristalle langsam gräulich. Leuchtend gelbe Kristalle wurden als Mischkristalle aus Chlorargyrit und Bromargyrit identifiziert und sind häufiger als reiner Chlorargyrit. Daneben kommt Chlorargyrit auch in gang- bis blechförmigen Aggregaten sowie als filzige Ausblühungen vor, wobei letztere sich ausschließlich in Sammlungsumgebung bilden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Sammlung Markus Gerstmann (cmd.powell). Analyse mittels EDX: Markus Gerstmann.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Chrysokolli
Chrysokoll ist neben Calcit und Baryt eines der häufigsten Minerale von Helgoland. Drusen mit dunkelblauem Chrysokoll in dem roten Buntsandstein wirken dabei besonders ästhetisch. Gelegentlich finden sich ganze Lagen von mit Chrysokoll ausgekleideten Drusen in einer Sandsteinschicht.
Leider hat der Chrysokoll von Helgoland oft die unangenehme Eigenschaft, mit der Zeit Wasser zu verlieren, wodurch er zum einen seine Farbe bis hin zum völligen Verblassen verlieren kann, und zum anderen durch Schrumpfung rissig wird und leicht zerbröckelt.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
4 BM
Cölestin ?i
Nach derzeitigem Untersuchungsstand konnte noch kein Coelestin auf Helgoland gefunden werden. Alle bisherigen Funde von ´Coelestin´ haben sich als Baryt herausgestellt. Das Vorkommen auf Helgoland ist daher zweifelhaft, ggf. existiert(e) Coelestin aber in den Kalkstein des Wittekliffs auf der Düne.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
r
Ich konnte die Nennung von Coelestin von Helgoland auf einen kurzen Aufsatz im \'Aufschluss\' zurückverfolgen, wo in einem Reisebericht taflige Kristalle in Calcithohlräumen als Coelestin angesprochen wurden. Offenbar würde hier keine nähere Analyse durchgeführt und somit kam es zu der Fehlbestimmung.

Markus Gerstmann
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
M
Connelliti
Helgoland ist eine Fundstelle für außergewöhnlich schöne Connellitstüfchen. Connellit findet sich ausschließlich in mit Cuprit ausgekleideten Hohlräumen, nicht selten auf idiomorphen Cupritkristallen. Die Farbe der Connellit ist typisch dunkelblau und bei größeren Kristallexemplaren können neben den Prismen- und Kopfflächen auch weitere Flächen im Binokular erkannt werden. Begleiter sind neben Cuprit gelegentlich Brochantit und Devillin, in einem Fall konnte Spangolith beobachtet werden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2 BM
Covellini
Findet sich als typisch bläulich-metallisch glänzender Verwitterungssaum um Chalkosinkonkretionen. Freie Kristalle wurden bisher nicht beobachtet.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Cupriti
Cuprit kommt in kleineren Mengen recht häufig vor, meist in Form kleiner rundlicher Konkretionen (Fischaugen). Seltener sind massivere, konkordante Konkretionen, wo der Cuprit im den Sandstein kristallisiert ist. In diesen Konkretionen findet sich nicht selten gediegen Silber in Form kleiner Bleche zwischen den einzelnen Körnern des Sandstein.
Selten sind dagegen Drusen mit gut auskristallisiertem Cuprit. Der Cuprit zeigt dabei würflige bis oktaedrische Kristallformen, nicht selten Kombinationen. Auch dendritische Aggregate, nadliger ´Chalkotrichit´ und extrem dünntaflige Kristalle können gefunden werden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
4 BM
Devillini
Devillin kommt sehr selten neben Brochantit und/oder Connellit in mit Cuprit ausgekleideten Hohlräumen vor. Devillin bildet dabei faserige Aggregate aus feinsten Nädelchen mit einer seidig-glänzenden Oberfläche und einer hellgrünen Farbe.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Fluoriti
Fluorit ist selten als Einschluss in paläozoischen Kalken gefunden worden, welche im Bereich unter der Düne anstehen.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
M
Galeniti
Galenit bildet Erzbutzen in paläozoischen Kalken, welche untermeerisch unter der Düne anstehen. Kleine Bröckchen davon können an einigen Strandabschnitten auf der Düne gefunden werden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
2M
Gipsi
Gips und Anhydrit bildeten einst einen Felsen neben der Insel Helgoland - das Wittekliff, welches aber im Laufe der Zeit von den Fluten völlig zerstört wurde. Früher wurde dasd Gipsgestein auch abgebaut.

(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)

In bisher mindestens einem Fall konnten idiomorphe, wasserklare Gipskristalle in einer Cupritkonkretion neben Malachit nachgewiesen werden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Sammlung Markus Gerstmann (cmd.powell); Visuell bestimmt.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Klinoatacamiti
Klinoatacamit ist extrem selten und bildet in dem bisher einzigen Fund dunkelgrüne durchsichtige oktaederähnliche Kristalle. Die Analyse erfolgte mittels EDX (Markus Gerstmann) und SXRD (Dr. Uwe Kolitsch).
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Sammlung: Markus Gerstmann (cmd.powell). EDX-Analyse: Markus Gerstmann, SXRD-Analyse: Dr. Uwe Kolitsch.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Kupferi
Ged. Kupfer kommt als Bleche auf den Kluftflächen kupfererzführenden Buntsandsteins vor. Dabei werden die Bleche meist nicht größer als 5, 6 mm und sind fast immer mit Chrysokoll/Malachit und Cuprit vergesellschaftet.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
4 BM
Malachiti
Malachit bildet häufig typische kugelige Aggregate oder kommt in ebenso typischen nadeligen Kristallen die sich zu radialstrahlig-kugeligen Aggregaten gruppieren. Nicht selten ist der Malachit von mehr oder weniger dicken Chrysokollschichten umgeben.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
3 BM
Mottramiti
Mottramit findet sich zusammen mit Vanadinit und Calcit in spaltenförmigen Hohlräumen ehemaliger Schrumpfrisse. Er zeigt eine intensiv gelbgrüne Farbe, dabei aber keinerlei Kristalle, sondern knollige oder krustige Aggregate. Häufig finden sich Pseudomorphosen nach Galenit, welcher gelegentlich noch erhalten ist, und einem anderen, unbekannten Mineral. Bemerkenswert ist, dass der Mottramit von Helgoland zinkfrei ist.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Silberi
Gediegenes Silber findest sich erstaunlich häufig in cuprithaltigen ´Fischaugen´. In diesen wird es nach dem Anschleifen in Form kleiner Gängchen sichtbar. In der Nähe größerer Cupritkonkretionen können gelegentlich feine Silberbleche im umgebenden Sandstein gefunden werden. Als besondere Seltenheit können diese Silberbleche auch winzigste Kristallfächen zeigen. In einem - bisher - Einzelfund konnten nadelige Silberkristalle in einem Cuprithohlraum gefunden werden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
2M
Spangolithi
Spangolith findet sich sehr selten in Forn idiomorpher Kristalle mit typisch himmelblauer Farbe und hexagonal-pyramidaler Tracht. Spangolith kommt zusammen mit Connellit und gelegentlich auch Brochantit und/oder Malachit auf Cuprit vor.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
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Analyse mit EDX: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
Sphaleriti
Sphalerit bildet Erzbutzen in paläozoischen Kalken, welche untermeerisch unter der Düne anstehen. Kleine Bröckchen davon können an einigen Strandabschnitten auf der Düne gefunden werden.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
M
Tangeiti
Bisher Einzelfund ! In einem übergroßen Fischauge fand sich eine kleine Druse mit Calcit, Chrysokoll und gelbgrünen kugeligen Aggregaten, welche sich als Tangeit herausstellten. Unter dem REM lassen sich einzele tafelige Kriställchen erkennen. Tangeit kann sehr leicht mit dem an diesem Fundort in seiner Ausbildung nahezu identischen Mottramit verwechselt werden und ist mit einfachen Mitteln nicht von diesem Unterscheidbar.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Südwestküste)
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Südwestküste)
2M
Vanadiniti
Vanadinit konnte bisher nur an einer Stelle auf Helgoland gefunden werden und ist auch hier offenbar an eine bestimmte Schicht gebunden: Im grauen, relativ grobkörnigen Sandstein mit deutlichen Schrumpfrissen findet er sich mit dem auffälligeren Mottramit und Calcit in Spalten dieser ehemaligen Schrumpfrisse. Dabei Vanadinit hat dabei eine gelbbraune Farbe und bildet typische hexagonale Nädelchen in radialstrahligen Aggregaten. Die Kristalle erreichen maximal eine Länge von ca. 2mm. Typisch für die Paragenese sind weiterhin oberflächlich mit Mottramit überkrustete Galenitkristalle sowie Hohlraumpseudomorphosen nach einem unbekannten Mineral.
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
r
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel/Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna))
2M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 09. Dec 2018 - 09:06:26

Mineralbilder (32 Bilder gesamt)

Chrysokoll
Aufrufe (Bild: 1500672238): 380
Chrysokoll

Chrysokoll als etwa 6 cm; große Stufe; Helgoland

Sammlung: Rockhounder
Copyright: Rockhounder
Beitrag: Rockhounder 2017-07-21
Connellit
Aufrufe (Bild: 1219861479): 801
Connellit

Connellitkristallbüschel von der Insel Helgoland, Schleswig-Holstein, Deutschland, Bildbreite ca. 7 mm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-08-27
Malachit
Aufrufe (Bild: 1199202673): 699
Malachit

mit Calcit in ca. 15 mm großer Druse von der Insel Helgoland

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-01-01

Gesteine (Anzahl: 5)

Phosphoritr
Kay Urbigkeit
(Schleswig-Holstein/Pinneberg, Landkreis/Helgoland, Insel)
BG
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Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
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 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 09. Dec 2018 - 09:06:26

Gesteinsbilder (15 Bilder gesamt)

Buntsandsteinschichten
Aufrufe (Bild: 1213635561): 21117
Buntsandsteinschichten

Sedimentablagerungen von feinsandigem bis schluffigem Bundsandstein.Die rote Färbung wird durch oxidiertes Eisen hervorgerufen; Insel Helgoland; Aufnahme: 2007

Copyright: Melanie Puchalla
Beitrag: Klinoklas 2008-06-16
Roter Flint
Aufrufe (Bild: 1213710911): 1854
Roter Flint

Leuchtend roter Feuerstein, gefunden in den 80er Jahren; Fundort: Insel Helgoland, Schleswig-Holstein, Deutschland

Copyright: smoeller
Beitrag: Klinoklas 2008-06-17
Roter Buntsandstein - Psammit
Aufrufe (Bild: 1376740268): 16899, Wertung: 7.25
Roter Buntsandstein - Psammit

Helgoland - Deutschland, 92 x 39 x 66mm, 181g

Sammlung: Privatsammlung
Copyright: Sealauncher
Beitrag: Sealauncher 2013-08-17

Fossilien (Anzahl: 8)

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Fossil -> Name des Fossils
Fossil (TL) -> Fossil-Typlokalität
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Fossil ? ->Vorkommen fragwürdig

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Fossilbilder (3 Bilder gesamt)

Phosphorit
Aufrufe (Bild: 1219862091): 8612
Phosphorit

Helgoländer Katzenpfötchen (Ammonitenkammer) von der Insel Helgoland, Schleswig-Holstein, Deutschland, Bildbreite ca. 7 mm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-08-27
Flint rot mit Bryozoa
Aufrufe (Bild: 1455657733): 822
Flint rot mit Bryozoa

Fundort: Insel Helgoland; Größe: 4 Centimeter Länge, 3 Centimeter Breite, 1,5 Centimeter Höhe; Gewicht: 40,5 Gramm; Auf dem für Helgoland typischen roten Flint schöne Versteinerungen von Bryozoen (...

Sammlung: Stefan Bamberger (chertbreaker)
Copyright: Stefan Bamberger (chertbreaker)
Beitrag: chertbreaker 2016-02-16
Capitosaurus helgolandiae
Aufrufe (Bild: 1494243622): 339
Capitosaurus helgolandiae

Schädel des Riesenamphibiums; von der Insel Helgoland; Ausgestellt im Geomatikum Hamburg; Gipsabdruck! Das Original wird in Berlin aufbewahrt.

Sammlung: Geomatikum Hamburg
Copyright: Rockhounder
Beitrag: Rockhounder 2017-05-08

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Referenz- und Quellangaben, Literatur


Quellenangaben


Literaurhinweise:

  • Otto Pratje: Geologischer Führer für Helgoland und die umliegenden Meeresgründe, Bd.23, Gebr. Bornträger, 1923.
  • Martens, A. (1957). Helgoland. Aufschluss, Jg.8, Nr.5, S.112 und 14.
  • Wertheim, P. (1961). Malachit von Helgoland. Aufschluss, Jg.12, Nr.12, S.343.
  • Martens, A. (1962). Chrysokoll von Helgoland. Aufschluss, Jg.13, Nr.4, S.102.
  • Wurster, P.; Geologisches Portrait Helgolands, Schwäbisch Hall 1962.
  • Treichel, F. (1964). Die Stratigraphie Helgolands im Überblick. Aufschluss, Sonderb.14, S.25-32.
  • Martens, A. (1964). Uran auf Helgoland. Aufschluss, Sonderb.14, S.33-34.
  • Fesser, H. (1971). Kupfer-Mineralien auf Helgoland. Aufschluss, Jg.22, Nr.7/8, S.221-25.
  • Kremer, B.P. (1979). Erdgeschichtliches Bilderbuch - Helgoland. Min.-Mag., Jg.3, H.3, S.135-42. (Fossilien)
  • KRÜGER (1980): Untersuchungen über die roten Flinte von Helgoland und eine Deutung möglicher Färbungsursachen.Meyniania 32; 105-112, Kiel.
  • Schmidt-Thomé; Geol. Karte von Helgoland mit Erläuterungen, Geol. Jahrb. Reihe A, H.62, Hannover 1982.
  • Stühmer, H.H., Spaeth, C. & Schmitdt, F.; Fossilien Helgolands - T.1: Trias und Unterkreide; Otterndorf 1982.
  • Stühmer, H.H., Spaeth, C. & Schmitdt, F.; Fossilien Helgolands - T.2: Oberkreide; Otterndorf 1986.
  • Meyer,D. & Vahlendieck,A.W. (1987). Eine frühe Mineralien-Sammelgenehmigung für die Insel Helgoland. Aufschluss, Jg.38, Nr.5, S.173-76.
  • Meyer, D. & Vahlendieck, A.W. (1988). Ein Bergwerksprojekt auf Helgoland im 19. Jhd. Aufschluss, Jg.39, Nr.3, S.187-90.
  • M.-B. Förster, W. Fraedrich, J. Rigert, M. Schubert - Felseninsel Helgoland - G. Thieme Verlag 2000.
  • Arthur Wittern (2010). Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland. 3.Aufl. Schweizerbart, Stuttgart. S.5.
  • Krause, K.H. (2014). Langweiliger Feuerstein oder "Stein der Steine"? Aufschluss, Jg.65, H.2, S.61-72.

Weblinks

im Forum