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Arlesberger Revier

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Thüringen / Ilm-Kreis / Geraberg / Arlesberg, Revier

An­fahrts­be­sch­rei­bung

über die A71, Ausfahrt Geraberg/Gräfenroda, nach Geraberg reinfahren und am Kreisverkehr die nächste abzweigende Straße rechts rein und bis zur Brücke durchfahren. Dort befindet sich die Braunsteinmühle mit dem super eingerichteten Cafe. Pingen und Halden befinden sich in den umliegenden Waldgebieten.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

alte Pingen und Halden

Geo­lo­gie

Manganerzgänge im Rhyolit

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Vorsicht besonders im Frühjahr vor Tagesbrüchen im Wald, sammeln nur mit Einschränkungen möglich, da einige Fundstellen im Landschaftsschtzgebiet liegen, mit der geplanten Einrichtung einer Kernzone Jüchnitzgrund sind viele Fundstellen dann nicht mehr zugänglich!

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=25547
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (12 Bilder gesamt)

Fundstein der Grube Himmelfahrt
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Fundstein der Grube Himmelfahrt

Deutschland/Thüringen/Ilm-Kreis/Geraberg/Arlesberg/Revier; Größe des Steins 30x30 cm

Sammlung: Mangan-TIM
Copyright: Mangan-TIM
Beitrag: Mangan-TIM 2012-11-26
Fundstein der Grube Himmelfahrt
Aufrufe (Bild: 1353952836): 1277
Fundstein der Grube Himmelfahrt

Deutschland/Thüringen/Ilm-Kreis/Geraberg/Arlesberg/Revier; Größe des Steins 30x30 cm

Sammlung: Mangan-TIM
Copyright: Mangan-TIM
Beitrag: Mangan-TIM 2012-11-26
Informationspunkt am Braunsteinweg
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Informationspunkt am Braunsteinweg

Deutschland/Thüringen/Ilm-Kreis/Elgersburg/Arlesberg-Revier

Sammlung: Mangan-TIM
Copyright: Mangan-TIM
Beitrag: Mangan-TIM 2012-02-29

Ausführliche Beschreibung

Das ehemalige Arlesberger Manganerzrevier erstreckt sich in etwa von Ost nach West, Manebach bis Oberhof und von Nord nach Süd, Gräfenroda bis Mönchshof. Abgebaut wurden hier verschiedene Manganerze bis 1949. Heute zeugen noch zahlreiche Pingen und Halden vom ehemals regen Treiben. In der Braunsteinmühe - die letzte erhaltene ihrer Art, gelegen in Arlesberg - ein Ortsteil von Geraberg kann man noch heute viel über die Geschichte und Mineralien erfahren. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen, zumal hier jetzt ein sehr schönes Mühlencafe und ein Bergbaulehrpfad \"Der Braunsteinweg\" eingerichtet ist.
Abgebaut wurde anfangs nur Pyrolusit zum Entfärben des Glases. Später, als die Industrialisierung in Deutschland Einzug hielt, wurden auch die recht reichhaltigen Vorkommen von Hartmanganerz mit reingewonnen und der Stahlveredlung zugeführt. Die Maxhütte Unterwellenborn besaß damals Grubenfelder hier und baute für ihre Zwecke das Manganerz ab.

Der Pyrolusit unterscheidet sich kurioserweise von den Vorkommen am Schnittstein gegenüber dem Mittelberg in seiner Ausprägung. Während am Schnittstein hervorragende silbrigglänzende radialstrahlige Agregate vorkommen, so sind am Mittelberg vorwiegend matte plumpstengelige, auch langfaserige und gedrückte büschelige Kristalle zu beobachten. Gerade hier, am Mittelberg wird die Umwandlung von Manganit in Pyrolusit am deutlichsten. Braunit und sehr untergeordnet auch Hausmannit treten allenfalls am Mittelberg und noch an der Zolltafel auf. Am Schnittstein jedoch sind reine Pyrolusittrümer und auch Gänge mit Pyrolusit-Hartmanganerz (wahrscheinlich Kryptomelan - wegen Fehlen von Baryt) die Normalität. Was jedoch oberhalb vom Schnittstein im Geraer Kirchenholz das Vorkommen von Goethit in engem Zusammenhang mit Pyrolusit betrifft, so bedarf es hierfür noch genauerer Ergründung.

Fluorit und Baryt wurden nur in den Gruben Morgenroth-Alexe und Franziszeche abgebaut. Kristalle von beiden findet man hier jedoch vergebens, da beide Mineralien in Vergesellschaftung zueinander und mit Umbra und Manganerz vermischt vorkamen. Dies verwundert nicht besonders, so doch die wichtigsten Nordrandspalten des Thüringer Waldes eine gleiche Mineralisation aufweisen. Hämatit fand sich am Waschkopf, Wüstrumnei und Himmelreichskopf. Er wurde schon viel früher als das Manganerz gewonnen und in den Hämmern zu Gera und Manebach zu Stabeisen verarbeitet. Die hier noch vorhandenen Halden zeichnen sich durch eine intensive Rotfärbung aus, jedoch sind nur mit sehr viel Mühe noch daumengroße Hämatitbröckchen zu finden.

Was die Pseudomorphosen von Manganerz nach Calcit und eventuell Fluorit anbetrifft, so ist soviel zu sagen: wahrscheinlich wurden die Gänge ursprünglich mit Baryt, Fluorit, Calcit und Siderit gefüllt und später mit Abtragung des Zechsteinkalkes die leicht auslaugbaren Minerale gelöst und mit den in Lösung gegangenen Mineralien Eisen und Mangan neu erfüllt. So überrascht es nicht, dass in allen Manganerzabbaurevieren des Thüringer Waldes solche Pseudomorphosen vorhanden sind (siehe auch Grube Glücksstern). Auch hier wurden Pseudomorphosen von Hausmannit oder Hartmanganerz nach Calcit und eventuell Fluorit gefunden. Auch im Raum Ruhla (siehe auch Gruben am Mühlrain) sind ähnliche Mineralisationen nicht unüblich. Somit erscheint eine allgemeine Umwandlung der ehemals mit Fluorit, Baryt, Calcit und Siderit erfüllten Gänge im Zeitalter der Abtragung des Zechsteinkalkes und der somit in Lösung gegangenen Mineralien Mangan und Eisen als deren Ausfällung am wahrscheinlichsten.

Mineralien (Anzahl: 23)

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Aktualität: 17. Jul 2019 - 14:55:00

Mineralbilder (42 Bilder gesamt)

Pyrolusit xx
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Pyrolusit xx (SNr: 433 Klein)

Deutschland-Thüringen-Arlesberg-Grube "Diana",BB 4 cm,hochglänzende strahlige Kristallrosetten

Sammlung: Anatas8
Copyright: Anatas8
Beitrag: Anatas8 2012-08-02
Pseudomorphose von  Hartmanganerz nach Pyrolusit
Aufrufe (Bild: 1325328082): 1070
Pseudomorphose von Hartmanganerz nach Pyrolusit

Deutschland/Thüringen/Ilm-Kreis/Arlesberger Revier; Bildbreite 7 cm

Sammlung: Mangan-TIM
Copyright: Mangan-TIM
Beitrag: Mangan-TIM 2011-12-31
Hartmanganerz, vermutlich Kryptomelan
Aufrufe (Bild: 1325328196): 2390
Hartmanganerz, vermutlich Kryptomelan

Deutschland/Thüringen/Ilm-Kreis/Arlesberger Revier; Bildbreite 14 cm

Sammlung: Mangan-TIM
Copyright: Mangan-TIM
Beitrag: Mangan-TIM 2011-12-31

Gesteine (Anzahl: 1)

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Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Rhyolith
Aufrufe (Bild: 1396734148): 733
Rhyolith

Größe: 57x35x33 mm; Fundort: Arlesberg, Ilm-Kreis, Thüringen, Deutschland

Copyright: slugslayer
Beitrag: slugslayer 2014-04-05

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Aktualität: 17. Jul 2019 - 14:55:00

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellenangaben


Literatur

  • Die Braunstein- oder Manganerz-Bergbaue in Deutschland, Frankreich und Spanien ; Dr Carl Zerrenner ; 1861
  • Erz- und Minerallagerstätten des Thüringer Waldes ; Bruno von Freyberg ; 1923
  • Erläuterungen zur Geologischen Karte von Preußen und den Thüringischen Staaten ; Königlich Preußische Geologische Landesanstalt

    • Blatt Suhl
    • Blatt Ilmenau
    • Blatt Crawinkel-Gräfenroda

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