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Schöngleina

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Thüringen / Saale-Holzland-Kreis / Schöngleina

An­fahrts­be­sch­rei­bung

s. Karte

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Feldlesesteine, Lesesteinhaufen, Temporäre Aufschlüsse, Sandgrube (in Betrieb)

Geo­lo­gie

s. Beschreibung

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

nicht bekannt, bitte aber nicht während der Feldfrucht die Felder betreten, Sandgrube Streicher erloschen

Letz­ter Be­such

Dezember 2013

GPS-Ko­or­di­na­ten

Schöngleina Lesesteinfundstellen / Schöngleina Sandgrube Streicher erloschen - nur noch Lesesteine in der Umgebung auf Feldern



Schöngleina Lesesteinfundstellen

WGS 84: 
Lat.: 50,90048889° N, 
Long: 11,72155278° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 54' 1,76" N,
   Long: 11° 43' 17,59" E
Gauß-Krüger: 
R: 4480516,
 H: 5640610
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Schöngleina Sandgrube Streicher erloschen - nur noch Lesesteine in der Umgebung auf Feldern

WGS 84: 
Lat.: 50,90075° N, 
Long: 11,71348056° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 54' 2,7" N,
   Long: 11° 42' 48,53" E
Gauß-Krüger: 
R: 4479949,
 H: 5640641
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=617
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Schöngleina, Saale-Holzland-Kreis, Thüringen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

BILD:1141552185

Übersicht über Mineralvorkommen des Chirotheriensandsteines im Beobachtungsgebiet der Blätter Jena/Kahla/Stadtroda/Bürgel (ohne Berücksichtigung von phanerokristallinem Dolomit, Hämatit u. a.)

  • Rotes Dreieck: Karneol-Vorkommen und Achat
  • Grünes Quadrat: Malachit-Vorkommen
  • Blaues Quadrat: Azurit-Vorkommen (nur bei Schöngleina)
  • Violettes Quadrat: Quarz(Amethyst)-Vorkommen

Die Fundorte sind mit rot hervorgehoben. Die Größe des jeweiligen Zeichens entspricht der Fundintensität (Stand 2008)


Ausführliche Beschreibung

(Auszug aus Homepage, weitere Hinweise siehe: http://geojena.billert.de/index.php?page=mineralvorkommen-des-chirotheriensandsteines-im-beobachtungsgebiet-der-blaetter-jena-kahla-stadtroda-buergel)

Im Sollingsandstein/Chirotheriensandstein (Mittlerer Buntsandstein der Trias) gibt es im Gebiet um Schöngleina sogenannte "Mikroachate". Diese normalerweise meist kleindimensionierten Achate erreichen selten auch bis mehrere cm im Durchmesser. Interessant sind völlig kugelige Formen, die einen weißen Kern enthalten. Sie erscheinen im Querschnitt als ideal ausgebildete Kreise. Neue Untersuchungen gehen von einer phycodisch-biogenen Entstehung aus. Schon W. Fischer vermutete 1975, dass diese Bildungen Kieselsäuregelite seien, die wahrscheinlich aus örtlichen Sumpfgebieten nach deren Austrocknung entstanden sind (Algenbildungen). Hin und wieder kommt beigefarbener, marmorierter Chalzedon vor. Ein Zusammenhang mit ebenfalls im Fundgebiet vorkommenden Ringstrukturen wird vermutet. Äußerst selten findet man sogar blauen Chalzedon im Achat oder als Einschluss.

Erwähnt werden sollen noch Vorkommen von Mikroachaten/Arkadenbildungen bei Hetzdorf (LINDE) und auf dem Wacholderberg bei Thalbürgel (FISCHER) mit recht ähnlicher, aber deutlich geringerer Ausbildung. Bei Oberbodnitz-Magersdorf (ZYPRIAN), Kahla-Bibra (LINDE) und im Raum Rudolstadt/Großkochberg (BREITRÜCK) konnten in den vergangenen Jahren ebenfalls neue Fundstellen mit angedeuteten Arkadenachatbildungen und Mikroachaten festgestellt werden. Am zuletzt genannten Fundort wurde auch eine Calzitmineralisation in winzigen Drusen des Karneols entdeckt. Während Quarzdrusen/Karneol bei Schöngleina und Karneol (Hornstein) von Hetzdorf schon seit 1956 beschrieben sind (UHL/HERRMANN, Erl. Blatt Bürgel S. 28), ist die Fundstelle mit den Achatbildungen und sekundären Kupfermineralien von Schöngleina erst seit Herbst 1985 bekannt (LÖFFLER/LINDE/WICHT). Erste Anschliffe von Arkadenachaten wurden damals von Herrn A. VEIT im Jenaer Glaswerk "Schott" angefertigt. Die neuen Achat- und die vereinzelten Malachitvorkommen außerhalb des Fundpunktes Schöngleina (z. Bsp. südlich von Hetzdorf und am Vorwerk Zinna) wurden ab 1995 beobachtet (LINDE/HERMANN). Frühere Erwähnungen aus dem 18. Jahrhundert (SCHÜTTE/SCHMIDT/BATSCH) beschreiben zwar Funde von "Quarzdrusen und Tuffstein?" aus der Umgebung des sogenannten „Luftschiffes“ (Wöllmisse) westlich von Schöngleina. Auf Grund der ungenauen Beschreibung des Ortes und der geologischen Position dieser "Vorkommen" muß aber davon ausgegangen werden, dass es sich dabei nicht um die viel später entdeckte Achatfundstelle bei Schöngleina handelt. Das nur in temporären Aufschlüssen auftretende Vorkommen von kristallinem Quarz (Amethyst), phanerokristallinem Dolomit und untergeordnet Karneol im Stadtgebiet von Jena-Ost (FISCHER/LINDE) weist auf weitere Verbreitungsgebiete von achatartigen Bildungen innerhalb des Sollingsandsteins im Ostthüringer Raum hin.

Bemerkenswert ist das lokale Vorkommen von Sulfiden und dessen Oxidationsprodukten (Malachit/Azurit) an der Fundstelle Schöngleina. Stets findet man in der Nachbarschaft von sekundären Kupfermineralien winzige Chalkopyriteinschlüsse im Chalzedon oder Karneol. Einmal gelang sogar ein Chalkopyritkristallfund in einer kleinen Druse im Chalzedon. Etwas Hämatit ist auch gelegentlich in den Hohlräumen zu finden. An den anderen Fundstellen konnten diese sekundären Kupfermineralien nur ganz vereinzelt beobachtet werden. Bisher sind mir zwei kleine Einzelfunde von Malachit aus dem Karneolhorizont vom Wacholderberg/Thalbürgel und aus dem Chirotheriensandstein in Jena-Ost (Schillstraße) bekannt. Ein leider erloschener, für das Gebiet aber recht reichhaltiger Neufund von Malachit u. a. fand sich in Konkretionen am Vorwerk Zinna (s. bei Fundstelle Zinna).Die Sandgrube Streicher nahe südwestlich von Schöngleina ist ebenfalls als Fundstelle zu streichen.

Mineralien (Anzahl: 16)

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ZurücksetzenCCaCuFeHMgOSSi
Achat (Var.: Chalcedon)i
Der Achat kommt als Mikroachat und als Arcadenachat (TL) vor.
(Thüringen/Saale-Holzland-Kreis/Schöngleina)
2 BM
'Turmalin-Supergruppe'i
Einzelfund (in Quarzgeschiebe)

Geologisch mit dem Vorkommen nicht paragenetisch
(Thüringen/Saale-Holzland-Kreis/Schöngleina)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
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 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 22. Oct 2020 - 12:03:23

Mineralbilder (27 Bilder gesamt)

Karneol, Quarz
Aufrufe (Bild: 1540303861): 779
Karneol, Quarz

FO.: Karneolfundstelle südlich von Schöngleina (östlich von Jena), Thüringen, Deutschland / Stufengröße: 6 x 5,5 cm

Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Copyright: Hrouda
Beitrag: Hrouda 2018-10-23
Mehr   MF 
Achat
Aufrufe (Bild: 1119295434): 3385
Achat

Arkadenachat aus dem Fundgebiet Schöngleina, Stadtroda, Thüringen, Deutschland

Sammlung: Conny3
Copyright: Conny3
Beitrag: Conny3 2005-06-20
Mehr   MF 
Achat
Aufrufe (Bild: 1457387411): 868
Achat

Achat (Arkadenachat); Sandgrube Schöngleina, Thüringen, BRD; Stufe: 4,3 x 2,4 cm

Sammlung: chribiedav
Copyright: chribiedav
Beitrag: chribiedav 2016-03-07
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 1)

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Legende

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Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 22. Oct 2020 - 12:03:23

Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Chirotheriensandstein mit Quarz- bzw. Achatknollen
Aufrufe (Bild: 1457387798): 882
Chirotheriensandstein mit Quarz- bzw. Achatknollen

Sandgrube Schöngleina, Thüringen, BRD; Stufe: 11,5 x 10,5 cm

Sammlung: chribiedav
Copyright: chribiedav
Beitrag: chribiedav 2016-03-07
Mehr   GF 

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Aktualität: 22. Oct 2020 - 12:03:23

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • FISCHER,W. (1975): Amethyst aus dem Chirotheriensandstein von Jena.- Fundgrube XI. H.1/2. S.46-47. Berlin
  • LINDE,C. (1986): Mineralfunde im Gebiet von Jena und Bürgel Fundgrube XXII, H.3. S.94. Berlin.
  • LINDE,C. (1988): Gemeinsame Exkursion der Fachgruppen Jena und Leipzig Fundgrube XXIV. H.4. S.122-123. Berlin.
  • ZYPRIAN,H. (1992): Die Mikro-Einschlüsse im Karneol Ostthüringens.- Fundgrube XXVIII. H.1, S.27-28. Berlin.
  • ZYPRIAN,H. (1993): Mikro-Achate in Ost-Thüringen. Mauritiana 14. S.91-97. Altenburg.
  • LINDE,C. (1996): Karneol und Chalzedon aus Thüringen, LAPIS 10/96, S.38-41. München.
  • HAAKE,R. (2000): Achate sammeln in Deutschland Teil 1. S.85-86. Bode-Verlag Haltern.

Quellangaben

http://www.geojena.de/index.php?page=mineralvorkommen-des-chirotheriensandsteines-im-beobachtungsgebiet-der-blaetter-jena-kahla-stadtroda- buergel

Einordnung



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