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Der Goldbergbau bei Steinheid

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Thüringen / Sonneberg, Landkreis / Steinheid

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Duckelaltbergbau, Halden, Lesesteine

Geo­lo­gie

Goldhaltige Quarzgänge im Frauenbachquarzit. 11g Au/ t.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Altbergbaustollen meist verschlossen (Fledermausschutz)

Letz­ter Be­such

2007

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=618
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (10 Bilder gesamt)

goldführender Quarzgang
Aufrufe (Bild: 1240992262): 4575
goldführender Quarzgang

goldführender Quarzgang im Fürstenstollen bei Steinheid

Copyright: Troglophiler
Beitrag: Troglophiler 2009-04-29
Karte von Steinheid - Skizze 5
Aufrufe (Bild: 1136137305): 4973
Karte von Steinheid - Skizze 5
Copyright: Conny3
Beitrag: slugslayer 2006-01-01
Steinheid
Aufrufe (Bild: 1119900032): 3619
Steinheid

sich kreuzende Quarzgänge im Frauenbachquarzit in einem kurzen Stollen an der Schiffskuppe

Copyright: Conny3
Beitrag: Conny3 2005-06-27

Ausführliche Beschreibung

Geschichte

Die Hauptbergbauperiode des Steinheider Goldbergbaues liegt in der Zeit von 1504-1590. In dieser Zeit wurden reiche Goldfunde im Neumannsgrund an der Schiffskuppe und dem westlich gegenüberliegenden Berghang (Schaumburger Seite) gemacht. Besonders ertragreich waren die Stollen an diesem Berghang.
Auch im Bach Grümpen, der durch den Neumannsgrund fließt, wurden Goldfunde durch Waschen getätigt. Insgesamt sind in der vorgenannten Zeit etwa 25kg Gold gewonnen wurden. Neuere Bergbauversuche zwischen 1690 bis 1698 und von 1822 bis 1824 hatten keinen Erfolg. Trotz der relativ kurzen Bergbauperiode dürfte in Steinheid das meiste Thüringer Gold gefunden worden sein.


Fundort

Der Hang gegenüber der Schiffskuppe ist im Bereich von ca. 200x100m heute noch mit Halden, Pingen, einigen Bergbaustollen und Rinnen übersät. Das Gelände ist sehr steil, unwegsam und verwachsen. Man kann aber die alten Bergbauspuren erkennen. Es gibt dort im Gelände einen meterbreiten Quarzgang, der sicher kein Gold enthalten hatte, aber trotzdem auf Goldführung hin untersucht wurde. Darauf weisen Abbauspuren und zahlreiche Quarzgerölle in seiner Umgebung hin. Er ist sehr massiv und enthält kaum Hohlräume. Ein Stollenmundloch befindet sich direkt am unten vorbeiführenden Forstweg. Vom Betreten ist aber unbedingt abzuraten, da akute Einsturzgefahr besteht.


Mineralien und Fundmöglichkeiten

Im steilen Gelände liegen zahlreiche Quarzbrocken herum. Neben quer zu den Rinnen verlaufenden Natursteinmauern (Dämmen) konnte man noch die Reste eines kleinen ehemaligen Gebäudes erkennen.
Fundmöglichkeiten bestehen für Hämatit xx, Quarzkristalle und mit viel Glück für MM Berggold. Weiterhin sind gelegentlich Pyrit und Goethitnadeln in den Quarzgängen zu finden.
Man muss natürlich großes Glück und ein Gespür für den richtigen Quarzbrocken haben, um einen winzigen Goldeinschluss dort zu finden (s. Mineralienbilder). Pyrit muss nicht unbedingt auf Gold hinweisen. Nach der Erfahrung von Conny3 sind es die schmutzigen, roten meist geringmächtigen Quarzgänge, die, wenn dort auch noch Goethitnadeln auftreten, gediegen Gold führen können.

Mineralien (Anzahl: 6)

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Aktualität: 12. Dec 2018 - 09:25:25

Mineralbilder (7 Bilder gesamt)

Gold
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Gold

Goldeinschlüsse und Hämatit im Quarz. Fundort: Steinheid, Thüringen, Deutschland

Sammlung: Conny3
Copyright: Conny3
Beitrag: Mineralienatlas 2004-05-08
kleines Gold-Bäumchen
Aufrufe (Bild: 1190477030): 2460
kleines Gold-Bäumchen

Haldenfund Schiffskuppe/Steinheid, Thüringer Wald, Thüringen, Deutschland; ca. 1 mm

Sammlung: Conny3
Copyright: Conny3
Beitrag: Conny3 2007-09-22
Gold
Aufrufe (Bild: 1202049079): 4333
Gold

Steinheid, Thüringer Wald, Thüringen, Deutschland; ca. 1,5 mm

Sammlung: Conny3
Copyright: Conny3
Beitrag: Conny3 2008-02-03

Gesteine (Anzahl: 1)

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Aktualität: 12. Dec 2018 - 09:25:25

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • WICHDORF, H. v. (1914): Die Goldvorkommen des Thüringer Waldes und Frankenwaldes und die Geschichte des Thüringer Goldbergbaus und der Goldwäschereien.
  • PFEIFFER, S., WADEWITZ, I. & WADEWITZ, S. (1969): "Auf den Spuren des ehemaligen Th. Goldbergbaues. Fundgrube 3/4, S.68-81.
  • SCHADE, M. (2001): "Gold in Thüringen" Thüringer Landesanstalt für Geologie, Weimar.
  • Bernhardt, H. (2001). Die Goldvorkommen des Thüringer Waldes und die Geschichte des Thüringer Goldbergbaus und Goldwäschereien. Aufschluss, Jg.52, Nr.5, S.313-19.
  • SCHADE, M. (2005): "Zum Goldbergbau in Thüringen", in Beiträge zur Geologie von Thüringen, Heft 12/2005, Hrsg. Thüring. Geol. Verein e.V.
  • BRUNZEL, U.(2012): Mythos Gold- Spurensuche in Thüringen, RhinoVerlag, Ilmenau.

Quellenangabe

Einordnung