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Diadochie

Diadochie bedeutet Ersetzbarkeit bzw. Substitution der chemischen Bestandteile einer Kristallstruktur, unabhängig davon, ob isotype Verbindungen vorliegen oder nicht. Hierunter versteht man den Ersatz einer oder mehrerer Ionenarten in einer Kristallstruktur durch andere Ionen ähnlicher Größe und Ladung.

Zinkblende ZnS und Magnetkies FeS sind Repräsentanten zweier gänzlich verschiedener Strukturtypen, dennoch besteht in der Zinkblende eine Diadochie (Zn, Fe) bis zu ca. 20 % Fe-Anteil, im Magnetkies ist eine Diadochie (Fe, Zn) unmöglich.

Voraussetzung für eine Diadochie sind nämlich ähnliche Atom- bzw. Ionenradien, ähnlicher Bindungscharakter innerhalb der speziellen Kristallart und Wahrung des elektrostatischen Gleichgewichtes.

Diadochie ist naturgemäß von Temperatur- und Druckbedingungen abhängig.

Beispiele sind:

  • Na+ <-> Ca2+ (z.B. in Plagioklasen),
  • Fe2+ <-> Mg2+ (z.B. in Olivin, Pyroxen),
  • Al2+ <-> Si4+ (in der Kristallstruktur von Silikaten oft vierfach durch O koordiniert)
  • (OH)- <-> F-, Cl- (in Amphibolen und Biotiten).

Einordnung