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Domeyko, Ignacy

Ignacy Domeyko (* 31. Juli 1802 Niedźwiadka Wielka bei Njaswisch; † 23. Januar 1889 Santiago de Chile) war ein russischer Geologe und Mineraloge.

Domeyko wurde in Niedźwiadka Wielka bei Njaswisch im Distrikt Nawahradak im zaristischen Russland geboren (heute Mjadswedka in Weißrussland). Seine Heimat gehörte zu seinen Lebzeiten zum Russischen Reich. Domeyko wuchs im polnisch-litauischen Kulturkreis auf, da das Gebiet bis 1795 zu Polen-Litauen gehörte. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er allerdings in Chile.

Er begann 1816 an der Universität Vilnius zu studieren. 1822 erwarb Domeyko in Vilnius den Grad des Magisters der mathematisch-physikalischen Fakultät.

Er verließ in Folge des Novemberaufstands 1831 Polen und hielt sich zunächst für einige Monate in Dresden auf. Er besuchte auch die Bergakademie in Freiberg, an der sein Onkel Josef Domeyko 1792 studiert hatte.

Kurz darauf emigrierte Domeyko schließlich nach Frankreich, um an der École des Mines in Paris Chemie und Mineralogie zu studieren. Nach Beendigung dieser Studien im Jahr 1837 widmete er sich praktischen Arbeiten und fand bald eine Anstellung im Elsass. Bereits ein Jahr später verließ er Frankreich und siedelte nach Chile über, da er dort eine Stelle als Professor der Chemie und Mineralogie am Colegio de Coquimbo in La Serena erhalten hatte. In Folge des außerordentlichen Aufschwungs des dortigen Silber- und Kupferbergbaus war diese Institution gegründet worden.

Während seiner Tätigkeit am Colegio de Coquimbo in La Serena arbeitete Domeyko einen Lehrplan für die Bergschule aus, lehrte Mineralogie, Physik, Chemie und Probierkunst, gründete die hierzu notwendigen Laboratorien und Sammlungen und schrieb Lehrbücher über Mineralogie und Physik. Seine vielseitige Tätigkeit brachte ihm bald die Anerkennung und das Vertrauen der chilenischen Regierung, die ihn unter anderem zum Mitglied des höchsten Gerichtshofes in Bergsachen und zum Mitglied der Kommission für das nationale öffentliche Unterrichtswesen ernannte.

In den Sommern von 1839 bis 1844 untersuchte er die Kordilleren und ihre Mineralien. 1847 wurde er an die Universidad de Chile in Santiago berufen. Auch hier reformierte er die Studienpläne der Universität. Von 1867 bis 1883 war er Rektor dieser Universität.

Ehrungen:

  • das Mineral Domeykit Cu3As
  • das Fossil Nautilus domeykus
  • der Ammonit Ammonites domeykanus
  • der Asteroid 2784 Domeyko
  • der Gebirgszug Cordillera Domeyko in Norden Chiles

Literatur:

  • Mitchell, R.S. (1988). Who's Who in Mineral Names - Wendell Eugene Wilson, Jr. (1946- ) - Ignacio Domeyko (1802-1889). Rocks & Min., Vol.63, H.5, S.400-04.
  • Birgit Seidel: Ignacio und Casimiro Domeyko. In: ACAMONTA – Zeitschrift für Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg 2012. S.165 f.

Weblinks:


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