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Dredge

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Der Begriff "Dredge" entstammt dem Englischen und bedeutet "ein Gewässer ausbaggern."

Das Nassbaggern ist die bei weitem billigste Methode, um in großen Volumina verteilte Rohstoffe zu gewinnen. Schwimmbagger sind für die nasse Gewinnung bei hohen Durchsätzen besonders geeignet.
Muskelkraftbetriebene Schwimmbagger, die seit dem 16. Jh. vor allem zur Freihaltung von Fahrrinnen der Gewässer eingesetzt wurden, waren die komplexesten Baumaschinen des vorindustriellen Zeitalters. Eine Renaissance erlebten diese Schwimmbagger am Ende des 19. Jh. (Goldgewinnung in Neuseeland, Zinn in Malaysia, Gold in Kalifornien). Es handelt sich bei den Fahrzeugen in der Regel um einen nicht selbsttätig fahrenden Ponton. Dieser wird meist von Land aus versetzt. Das gewonnene Produkt wird an Bord aufbereitet oder durch eine schwimmende Pipeline ans Ufer transportiert. Zu Beginn stand der Eimerkettenschwimmbagger. Der Greifbagger arbeitet im diskontinuierlichen Verfahren. Zu den hydraulischen Schwimmbaggerbauarten gehört der Profilsaugbagger, der Schneidkopf- und der Schneidradbagger sowie der Hopperbagger.
Eine Kreiselpumpe wird benötigt für den hydraulischen Betrieb, denn sie befördert das ausgebaggerte Gut nach oben und dann evtl. über die schwimmende Pipeline an Land. Der Profilsaugbagger kann bis in Tiefen über 50 m eingesetzt werden. Er verwendet häufig Wasserdüsen, um den Boden zu durchdringen.

  • Der Schneidkopfbagger ist der am weitesten verbreitete Baggertyp, denn er kann nahezu alle Bodentypen fördern und ist auch universell für andere Räumarbeiten im Seeboden geeignet.
  • Beim Schneidradsaugbagger werden die Vorteile des Schneidkopfsaugbaggers und des Eimerkettenbaggers vereint. Er zeigt besseres Schneidverhalten und ist selektiver in der Anwendung, da er ein ebenes Bodenprofil herstellt.
  • Der Hoppersaugbagger ist ein selbsttätig angetriebenes Schiff für Verwendungen auf bewegter See. Er lädt im Offshore-Verfahren, meist über einen Saugkopf, das Material, z.B. Kies. Dieser wird auf ein bewegliches Sieb geleitet, wobei das Überkorn im Schiff verbleibt und das Unterkorn wieder zurück in die See geht. Das Schiff mit der gewünschten Korngröße fährt zu einer Entladestation/Hafen.

Mit einer Dredge gewinnt man

  • Kies
  • Sand
  • Muschelschalen
  • Gold
  • Platingruppen-Elemente
  • Diamanten
  • Zinnstein
  • Titan- und zirkonhaltige Seifen
  • Seltenerd-Mineralien
  • Phosphoritknollen
  • Eisensande
  • Schwermineralien
  • Salz aus gesättigten Salzseen
  • Teersand
  • Torferde
  • Korallen
  • Diatomit

Daneben eignen sich Dredgen für folgende Aufgaben

  • Freiräumen von Fahrrinnen und Gewässern
  • Landgewinnung durch Abbaggern des Untergrundes
  • Vertiefungen schaffen für Bauprojekte wie Pipelines
  • Wegräumen von kontaminierten Gewässer-Sedimenten

Literatur

  • Nio, T.H.: Recent developments in alluvial mining equipment, 2nd Int. Mining and minerals Recovery symposium, Mai 1986, Jakarta, Indonesia.
  • van Muijen, H.: Gewinnung von Titanhaltigen Seifenerzen mit Saugbaggern (Mineral Sands Mining with Hydraulic Dredges), AufbereitungsTechnik 43 (2002) Nr.5, S.15/28.
  • van Muijen, H. u. Ouwerkerk, R.: Dredging – Some topics on Tailings and Mine Waste, Proc. 4th Int. Conf. on Tailings and Mine Waste 1997, Fort Collins, Colorado, USA.
  • van Muijen, H.: Some Innovating Development in Gold Mining with IHC Equipment, Proc. Int. Symp. on Gold Mining Technology, Juni 1993, Peking, China.
  • Geluk, J.J. u. van Muijen, H.: Economic Dredging of Sand and Gravel with Hydraulic Dredges. Aufbereitungs Technik 36, (1995) Nr.1, S.12/19.
  • Greve, H.: Schüttguthandling bei der Nassgewinnung von Sand und Kies, Bulk Handling in Wet sand and Gravel Extraction, Bulk Solids Handling, Bd.15, 1995, Nr.1, S.93/97.
  • Swart, P.D.: Integrated Planning and Production of Dredge Operated Mining Projects, Proc. 14th World Dredging Congress, Amsterdam, 1995.
  • van Muijen, I.H. (2004). Beispiele der nassen Rohstoffgewinnung mit Schwimmbaggern. Aufbereitungs Technik 45, Nr.1-2, S.41-42.

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