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Erzaufbereitung

Zur Erzeugung eines Metall- oder Mineralkonzentrates aus einem rohen Erz (bzw. einem erzführenden Gestein) muss dieses aufbereitet werden.

Aufbereitung der Erze (Modell)
Aufbereitung der Erze (Modell)

Mehrere Schritte finden in den jeweiligen Stockwerken statt: In den oberen beiden befinden sich Brecher, die das erz vorzerkleinern. In der 3. Etage (blau) befinden sich zum Feinmahlprozess Kugelmü...

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Flotation
Flotation

Hier werden mit Hilfe der unterschiedlichen Benetzbarkeit von Erz und taubem Gestein diese getrennt. Erz schwimmt oben und wird abgetrennt. Mühlbach am Hochkönig, Salzburger Land, Österreich. Model...

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Flotation
Flotation

zur Anreicherung der K-Salze. Zielitz, Magdeburg, Sachsen-Anhalt.

Archiv: Doc Diether

Die wesentlichen (hier grob vereinfachten Schritte) sind:

  • Brechen der Erz-/ Gesteinsmassen bis zu einer erforderlichen Partikelgröße (von 1-600 mm auf 1-15 mm)

    Mahlen in Kugelmühlen (große Zylinder, in welchen Stahlrollen rotieren) bis zu einer Korngröße von ca. 1-200 Mikron). Bei modernen Verfahren werden Suspensionen von feinen Ferrosilizium-Partikeln benutzt. Da die Verfahren i.d.R. nassmechanisch sind, entsteht aus dem gemahlenen Erz ein Fest-Flüssigbrei (pulp).

    Flotation: Dies ist ein physikalisch-chemischer (selektiver) Prozess unter Verwendung unterschiedlicher Chemikalien, bzw. zugesetzter Öle und Fette. Bei unterschiedlicher Mineralzusammensetzung werden die einzelnen Komponenten durch bestimmte Chemikalien vorgetrennt, abgesondert und anschließend weiterbehandelt. Silikat- oder Calcitreste werden mit sogenannten Depressoren entfernt. Das Ausgangsprodukt der Flotation wrd als Konzentrat bezeichnet.

  • Nach der Flotation wird der Gesteinsbrei in Zentrifugen geschleudert und anschließend auf Halde gebracht oder in Absatzbecken ausgeflockt.

    Filtration des Konzentrates im Vakuum.

    Trocknen (meist in Rotationsöfen)

  • Je nach weiterer Verwendung wird das getrocknete Konzentrat als Pulver (Mehl) oder pelettisiert (in Form von Kugeln oder Briketts) gelagert.

In früherer Zeit geschah die Aufbereitung natürlich aufgrund fehlender Technik weit umständlicher. Die Erze wurden bereits in der Grube oder auf Halde von Hand vorsortiert bzw. geschieden, bevor sie in s. g. Pochwerken zerkleinert wurden. In der eigentlichen Erzaufbereitung trennten häufig Frauen oder, in den Schulferien, Mädchen, Erzengel genannt, an Bändern das taube Gestein (in Ramsbeck können sich noch heute alte Leute an diese Zeit erinnern). Nach der Flotation setzten sich die Metallhydroxid-Schlämme durch die natürliche Schwerkraft ab. Erst mit Einführung der Sedimentationsbeschleuniger (z. B. SEDIPUR) konnte dieser Prozess forciert werden. Kupfererze reicherte man dagegen an, indem man Eisenteile in die Absetzbecken legte. Das edle Kupfer reicherte sich am unedlen Eisen an.


Literatur:

Weblinks:


Quellenangabe


Einordnung