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Feuersetzen

Feuersetzen ist eine bereits aus dem Neolithikum und der Antike bekannte Abbautechnik, die dazu diente den Abbau von Erzen zu beschleunigen. Große Holzstapel wurden nach untertage verfrachtet und dort abgebrannt. Durch die dabei entstehende Hitze bildeten sich Spannungsrisse im Gestein, womit ein schnellerer Vortrieb gewährleistet war. Oft wurde auch kaltes Wasser auf das erhitzte Gestein geschüttet und in die dann entstandenen Risse und Klüfte hölzerne Keile getrieben, die immer wieder mit Wasser begossen wurden. Sie quollen auf und spalteten Gestein oder Erz von den Klüften aus.

In den Bergwerken von Lavrion wurden an den Wänden Kanäle und Rillen von etwa 25 cm Tiefe entdeckt, die möglicherweise angelegt wurden, um den Wasserstrahl auf das heiße Gestein zu leiten.

Durch das Feuersetzen entstanden durch die hohen Temperaturen sog. Feuersetz-Paragenesen. Auf Halden erkennt man diese Paragenesen durch glasartige, blasige Mineralisationen. Hier bildeten sich entgegen der eigentlichen Paragenese zusätzliche Mineralarten.


Bilder

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Aufbrechen des Gesteins (Erz) durch Feuersetzen
Kupfererzbergbau Mitterberg, Österreich
Quelle: Zeichnung von Pirchl (1918), in:
Andree, J., Bergbau in der Vorzeit; 1922; Band 1


Literatur

  • Rebrik, B.M.; 1987; Geologie und Bergbau in der Antike.

Quellenangaben

  • Peter Seroka

Einordnung