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Flammfärbung

Hält man z.B. an einem Magnesiastäbchen ein wenig Kochsalz in eine nichtleuchtende Gasflamme eines Bunsenbrenners, so tritt eine intensive Gelbfärbung der Flamme auf, bis die gesamte Substanz in die Gasphase überführt ist. Diese Gelbfärbung wird durch das Natrium verursacht und tritt gleichfalls bei metallischem Natrium, Ätznatron, Glaubersalz, Natriumacetat und allen anderen Na+ enthaltenden Substanzen auf. Andere Stoffe erzeugen wiederum eine andere Färbung der Flamme.

Flammenfärbung entsteht am besten, wenn die zu untersuchende Probe mit einingen Tropfen HCl befeuchtet wurde, da die Chloride am leichtesten in der Bunsenbrennerflamme verdampft werden können.

Übersicht der Flammfärbung

Natrium

gelb

Calcium

gelbrot

Barium

gelbgrün

Cäsium, Kalium, Rubidium

violett

Lithium, Strontium

karminrot

Borsäure, Kupfer, Thallium

grün

Antimon, Arsen, Blei, Indium, Selen, Tellur

bläulich

Es können jedoch nur die in der Bunsenflamme verdampften Stoffe eine Flammfärbung ergeben.

Mit Hilfe von Cobaltglas kann man die Flammenfärbung von Kalium, welche oft durch die des Natriums nicht erkennbar ist, besser sichtbar machen.

Beispiele

Der Schmelzpunkt von Magnesia liegt bei ca. 2800 °C Wird das Magnesiastäben in die Flamme gehalten, dürfte es keine Flammfärbung ergeben.

Hält man ein Stück Marmor in eine Flamme, so ergibt sich keine Flammfärbung, da der Marmor in gebrannten Kalk verwandelt wird, dessen Schmelzpunkt bei 2575 °C liegt und der Kp noch viel höher liegt.

Befeuchtet man dagegen das Stück Marmor mit etwas HCl, so bildet sich das bereits bei 780 °C schmelzende, bei Weißglut stark flüchtige Calciumchlorid und dieses färbt dann die Flamme deutlich gelbrot.


Einordnung