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Remia pinnatifida

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Remia pinnatifida, Synangien, fertile Fieder
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Remia pinnatifida, Synangien, fertile Fieder (SNr: NHMS-Am-7755 (leg. Amelang))

Sperbersbach a.d. Schmücke, Thüringer Wald, Goldlauter-Fmt. (Unterrotliegend, Unterperm). Rechts am Rand (unscheinbar!): Insektenflügelfragment (HF, Blattodea).

Sammlung: Naturhistorisches Museum Schleusingen
Copyright: Fliegenklatsche
Beitrag: Fliegenklatsche 2018-10-15
Fundstelle: Sperbersbach / Schmücke / Gehlberg / Oberes Geratal / Ilm-Kreis / Thüringen / Deutschland
Remia pinnatifida (Gutbier) Knight
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Remia pinnatifida (Gutbier) Knight

Steriles Fiederfragment; Sperbersbach a.d. Schmücke, Thür. Wald - Goldlauter-Fmt., Unterrotliegend (Unterperm).

Sammlung: Naturhistorisches Museum Schleusingen
Copyright: Fliegenklatsche
Beitrag: Fliegenklatsche 2018-11-29
Fundstelle: Sperbersbach / Schmücke / Gehlberg / Oberes Geratal / Ilm-Kreis / Thüringen / Deutschland

Gruppierung

Zugehörig zu

Gaeabionta  ⇒ Domäne: Eukaryota  ⇒ Reich: Plantae  ⇒ Unterreich: Viridaeplantae  ⇒ Infrareich: Streptophyta  ⇒ Stamm: Tracheophyta

Taxonomie Stufe

Art

Nächst niedrigere Stufe

Die gezeigte Taxonomie ist der Versuch aus Einstufungen verschiedenster Wissenschaftler eine schlüssige Zuordnung zu treffen. Da sich die Taxonomie durch verfeinerte Untersuchungsmethoden und weitere Funde verändern kann, versteht sich unsere Zuordnung nur als Anhaltspunkt.

Name nach

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

(Gutbier, 1835) Knight, 1985

Andere Sprachen

wissenschaftlich

Remia pinnatifida

Ausführliche Beschreibung

Remia pinnatifida ist ein typischer Rotliegendfarn. Seine systematische Zuordnung ist bis heute etwas ungewiss. Aufgrund des in-situ-Nachweises trileter Sporen an Material der Lokalität Crock im Thür. Wald (Remy, 1954) wird Remia meist zu den Farnen (bzw. "Altfarnen") gestellt. Denkbar wäre aber auch, das die typischen tortenschnittförmigen Synangien (siehe Foto: 1539608642) Prepollen-Organe sind (Meyer-Berthaud, 1989) - Remia also ein Farnsamer ist! Die Annahme Stolleys (1927) das es Samenanlagen sind, konnte schon von Hirmer (1930) widerlegt werden.

Beschreibung: Wedel groß, ca. 1m lang und dreifach katadrom gefiedert, dabei sterile und fertile Abschnitte im gleichen Wedel. Rhachis glatt, bis 3cm breit. Fiedern 1. Ordnung dicht stehend, lineal (bis 9cm breit und 20cm lang) mit kurzer Spitze und und kräftiger Fiederachse (3mm). Fiedern 2. Ordnung lineal, ca. 7-8mm breit und meist mit 6-9 (selten mehr) sterilen Fiederchen oder Synangien besetzt. Unpaares Endfiederchen (bei fertilen Fiedern ein terminales Synangium). Basales anadromes Fiederchen meist etwas größer und parallel zur Fiederachse 1. O. ausgerichtet. Verteilung der fertilen Abschnitte im Wedel wechselhaft, jedoch meistens im basalen Teil mit rein fertilen Fiedern 1.O. oder mit fertilen Fiedern 2. O. an der Basis der Fiedern 1. Ord. Häufig treten auch "gemischte" Fiedern 2. O. auf, wobei die fertilen Abschnitte auch hier basal liegen.

Sterile Fiederchen meist eiförmig-dreieckig, oft deutlich gewölbt, schräg ansitzend und alethopteridisch deutlich herablaufend, mit einer sehr stark bogenförmigen verlaufenden, meist doppelt gegabelten Nebenader (zumindest der apicale Gabelast gabelt stets ein zweites Mal). Mittelader undeutlich und kurz, nicht stärker als die Seitenadern, die sich bogenförmig mehrfach gabeln können. Fertile Fiederchen scheibenförmig, ca. 5mm Durchmesser, an einem 3 mm langen Stiel sitzend (nicht hängend!), aus maximal 14 tortenschnittenförmigen, bis zum Zentrum verwachsenen Sporangien zusammengesetzt. Sporen in situ ca. 75µm groß, glatt und trilet.

Vergleiche: Die fertilen Teile und die "gemischten" Wedel sind unverwechselbar. Sterile Fiedern werden gelegentlich mit Lobatopteris geinizii verwechselt. Deren Fiedern haben aber einen viel längeren Übergang zum höheren Fiederungsgrad, d.h. sie sind viel spitzer und die Fiederchen sind viel häufiger Fiederspaltig. Ihre Nervatur ist zarter, dichter, nicht flexuos, ohne Nebennerven aber mit klarer Mittelader.

(leicht verändert und ergänzt, nach M. Barthel, 2005)

Lebenszeitraum in Million Jahren (Ma)

Startalter: 299 Ma - Endalter: 275.6 Ma
Phanerozoic
(Phanerozoikum)
Paleozoic
(Paläozoikum)
Permian
(Perm)
Cisuralian
(Cisural)
Artinskian
(Artinsk)
Sakmarian
(Sakmar)
Asselian
(Assel)
275.6
284.4
284.4
294.6
294.6
299

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Barthel, M. (2005): Die Rotliegend-Flora des Thüringer Waldes - Teil3: Farne.- Veröff. Nat.hist. Mus. Schleusingen, 20, S. 27-56
  • Gutbier, A. von (1835): Abdrücke und Versteinerungen des Zwickauer Schwarzkohlengebirges und seiner Umgebungen.- Richtersche Buchhandlung: 80 S., Zwickau.
  • Kerp, J.H.F., Poort, R.J., Swinkels, H.A.J.M. & Verwer, R. (1991): An emendation of the Genus Remia Knight - A case of a realistic classification of Late Palaeozoic plant megafossils.- Review of Palaeobotany and Palynology, 67,: 199-203.
  • Knight, J. (1985): The stratigraphy of Stephanian rocks of the Sabero Coalfield, Lëon (N.W. Spain) and an investigation of the fossil flora. Part III: Systematic palaeobotany: Pecopterids.- Palaeontographica, B 197: 1-80.
  • Meyer-Berthaud, B. (1989): First gymnosperm fructifications with trilete prepollen.- Palaeontographica, B 211: 87-112.
  • Remy, W. (1954): Beiträge zur Kenntniss der Rotliegendflora Thüringens. Teil II: Fruktifikationen.- Sitzungsber. Deutsch. Akad. Wiss. Berlin 1953(3): 1-19.

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