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Frondel, Clifford

Clifford Frondel (* 8. Januar 1907 New York City; † 12. November 2002 Winchester (Massachusetts)) war ein US-amerikanischer Mineraloge.

Er wurde durch seinen Gymnasiallehrer in Flushing an die Mineralogie herangeführt und studierte Bergbauwesen und Geologie an der Colorado School of Mines sowie der Columbia University (Master-Abschluss 1936). 1939 promovierte er am Massachusetts Institute of Technology.

1949 wurde er Professor und Kurator für Mineralogie am Mineralogical Museum der Harvard University.

Frondel veröffentlichte über 200 wissenschaftliche Arbeiten und entdeckte 48 neue Mineralarten (und aberkannte 50 weitere in Zusammenhang mit seiner Neubearbeitung von Dana’s System of Mineralogy).

Er war auch mit angewandter Forschung befasst unhd beschäftigte sich mit zahlreichen Themen: er entwickelte Quarz-Oszillatoren für Walkie-Talkies. Er arbeitete an Methoden, Nierensteine besser auf Röntgenaufnahmen zu erkennen und war mit der Entwicklung spektrographisch-chemischer Methoden zur Entdeckung von Kunstfälschungen befasst. Mit der Linde Air Products Corp. arbeitete er an Methoden der künstlichen Erzeugung von Rubinen und Saphiren. In den 1940er Jahren bis 1951 unternahm er umfangreiche Untersuchungen über das Vorkommen von Uran- und Thoriummineralien und von Scandium im Auftrag der Atomic Energy Commission und des US Geol. Survey.

Frondel war ab 1964 im Rahmen einer Kommission der National Academy of Sciences an der Planung der Sammlung von Gesteinsproben vom Mond beteiligt. 1965 bis 1969 war er Vorstand der Fakultät für Geowissenschaften. 3 Bände der 7. Auflage von Dana’s System of Mineralogy wurden von ihm zusammen mit Charles Palache und Harry Berman bearbeitet. Er wurde 1961 zum Mitglied der Leopoldina gewählt. Frondel erhielt zahlreiche Auszeichnungen.


Literatur:

  • Systematic mineralogy of Uranium and Thorium. US Governm. Printing Office, Washington D.C. 1958.
  • mit Daphne Riska, Judith Weiss Frondel: X-ray powder data for uranium and thorium minerals. Washington D.C. 1956.
  • The minerals of Franklin and Sterling Hill, a checklist. Wiley/Interscience, 1972.

Weblinks:


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