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Gümbel, Carl Wilhelm Ritter von

Prof. Carl Wilhelm Ritter von Gümbel
Prof. Carl Wilhelm Ritter von Gümbel

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Archiv: Doc Diether

Prof. Carl Wilhelm Ritter von Gümbel (* 11. Februar 1823 Dannenfels, Pfalz; † 18. Juni 1898 München) war ein bayrischer/ deutscher Geologe.

Gümbel besuchte das Gymnasium in Zweibrücken in der Pfalz. 1842-48 studierte er Chemie, Botanik, Zoologie, besonders aber Mineralogie und Geognosie, in München, dann in Heidelberg. Noch bevor er 1848 das Staatsexamen im Bergfach in München mit Auszeichnung bestanden hatte, waren seine bedeutenden Fähigkeiten, Klarheit des Beobachtens und Überlegens, unermüdliche Arbeitskraft, bemerkt worden. Nach kurzer Tätigkeit als Berg- und Salinenpraktikant und Markscheider wurde er 1851 mit der Stelle eines Leitenden Geognosten bei der neu eingerichteten geognostischen Landesuntersuchung des Königreichs Bayern betraut; 1856 übernahm er die alleinige Führung der Arbeiten und von 1879 bis zu seinem Tode die Leitung des Oberbergamtes. Daneben war Gümbel in München als ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, als Honorarprofessor für Geognosie und Markscheidekunde an der Universität und als Vorstand der mineralogischen Sammlung der früheren Polytechnischen Schule vielseitig wirksam.

Gümbels besondere Leistung besteht in dem umfassenden Werk über das Königreich Bayern; in 4 großen Abteilungen – Geognostische Beschreibung des bayerischen Alpengebirges und seines Vorlandes (1861), des ostbayerischen Grenzgebirges … (1868), des Fichtelgebirges mit dem Frankenwald (1879), der Fränkischen Alb mit dem Keupervorland (1891), mit zusammen 3379 Seiten und 17 geologischen Blättern 1: 100 000 – erarbeitet er für 4 geologisch grundverschiedene Bereiche – mesozoisch-tertiäres Faltengebirge, Kristallin-Massiv, paläozoisches Rumpfgebirge, mesozoisch-tertiäres Schichtstufenland – die für seine Zeit grundlegende und in vielen Teilen bis heute gültige petrographisch-stratigraphisch-paläontologische Darstellung. In der zweibändigen „Geologie von Bayern“ (1888/94) faßt er die allgemeinen und speziellen Ergebnisse in einmaliger Weise zusammen.

Literatur:

  • Geognostische Beschreibung des Königreichs Bayern. Gotha 1861.
  • Die sogenannten Nulliporen (Lithothamnium und Dactylopora) und ihre Betheiligung an der Zusammensetzung der Kalkgesteine. München, 1872, Verl. d. Akad.
  • Geologische Übersichtskarte von Bayern und den angrenzenden Ländern. Kassel 1894.
  • Richard Dehm: Gümbel, Carl Wilhelm von, in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S.259; http://www.deutsche-biographie.de/pnd116909943.html
  • Fritz Pfaffl: Die Mineralien des Bayerischen Waldes. Morsak Verlag, Grafenau 1981, 4.Aufl. 1993, ISBN 3-87553-429-8
  • SPERLING, Thomas (Hrsg.): Carl Wilhelm von Gümbel (1823-1898) - Leben und Werk des bedeutendsten Geologen Bayerns. 2001. 204 Seiten, ISBN 978-3-931516-87-1.
  • Hans-Michael Körner (Hg. unter Mitarbeit von Bruno Jahn): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, Bd.1 A-G, K. G. Saur München 2005, ISBN 3-598-11460-5

Weblinks:


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