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Geinitz, Hanns Bruno

Prof. Dr. Hanns Bruno Geinitz
Prof. Dr. Hanns Bruno Geinitz

Dresden

Archiv: Doc Diether

Prof. Dr. Hanns Bruno Geinitz (* 16.Okt.1814 Altenburg; + 28. Jan. 1900 Dresden) war ein deutscher Geowissenschaftler.

Geinitz lernte von 1830-32 an der väterlichen Hofapotheke in Altenburg. Dann begann er 1834 ein Studium der Naturwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, von wo er 1837 nach Jena wechselte. Dort promovierte er 1837 bei Döbereiner mit einer Arbeit über den Thüringer Muschelkalk.

1838 lehrte er Physik und Chemie an der Kgl. Polytechnischen Schule in Dresden. Da die Bezahlung als Hilfslehrer ihm nicht ausreichte, übernahm er noch den Unterricht am Vitzthumschen Gymnasium. Nach 3 Jahren gab er die Lehrtätigkeit auf und widmete sich intensiv seiner Forschung über die Schichten und Petrefakten des sächsisch-böhmischen Kreidegebirges. 1844 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seine Ernennung zum Inspektor des Kgl. Mineralienkabinetts erfolgte 1846. 1850 wurde Geinitz auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Geognosie, Mineralogie und Naturgeschichte an der Polytechnischen Schule in Dresden berufen.

Zu seinem Lehramt kam die wissenschaftliche Tätigkeit, in der sich Geinitz durch ungewöhnliche Vielseitigkeit, hervorragende Beobachtungsgabe und außergewöhnliche Exaktheit auszeichnete.

1856 begründete Geinitz mit anderen Interessenten den Karcha-Dresdner Braunkohlen-Verein, dessen Verwaltungsrat er vorstand. Die Gründung ging 1860 bankrott.

1857 wurde Geinitz zum Direktor des neu eingerichteten Kgl. Mineralogischen und Geologischen Museums zu Dresden berufen. Im Jahre 1894 ging er in den Ruhestand.

Zwischen 1863 und 1879 redigierte er zusammen mit Gustav von Leonhard das Neue Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie und gab das Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie heraus.

Er war neben seinem beruflichen Engagement Mitglied in 55 akademischen Gesellschaften und Vereinen. Seine wissenschaftliche Tätigkeit erfuhrt hohe Ehrungen. Jena und Wien machten ihn zum Ehrendoktor. 1875 wurde er Hofrat, 1879 Geheimer Hofrat und 1898 Geheimrat. Viele fossile Spezies tragen seinen Namen.


Literatur:

  • Hanns Bruno Geinitz. Charakteristik der Schichten und Petrefacten des Sächsischen Kreidegebirges: Das Land Zwischen dem Plauen'schen Grunde bei Dresden und Dohna. Fische, Crustaceen, Mollusken. 1840 Arnold.
  • Hanns Bruno Geinitz (1849). Das Quadersandsteingebirge oder Kreidegebirge in Deutschland. Freiberg, Craz & Gerlach.
  • Zincken, C. (1865). B. Mittheilungen an Professor H. B. Geinitz: Kainit. Halle, den 18. März 1865. N. Jb. Min. Geol. Paläont., S.310.
  • Hanns Bruno Geinitz. Das Elbthalgebirge in Sachsen. Palaeontographica. 2.Aufl., 1871-1875. Cassel: T. Fischer.
  • Hebig, C. (2007). Hanns Bruno Geinitz - ein Leben für die Geowissenschaften. Aufschluss, Jg.58, Nr.4, S.243-50.

Weblinks:


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