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Die Alpen

Piz Palü in der Bernina-Gruppe
Piz Palü in der Bernina-Gruppe

Die Bernina ist die höchste Berggruppe der Ostalpen; ihr höchster Gipfel, der Piz Bernina (4'049 m ü. M.), ist der einzige Viertausender der Ostalpen; Die Bernina erstreckt sich südlich des Obereng...

Günter Seggebäing (Watzmann)


Westliche Ostalpen



Plessur-Alpen

Die Plessuralpen (auch Plessur-Alpen) sind ein Gebirgszug im Schweizer Kanton Graubünden. Höchster Gipfel ist das Aroser Rothorn (2980 m). Der Gebirgszug wird durch die Plessur in zwei Teile getrennt. Inmitten des Gebirges liegt der Kurort Arosa mit dem Welschtobel sowie den Talschaften Schanfigg, Urdental, Fondei und Sapün, außen herum Ferienorte wie Klosters, Davos oder Lenzerheide. Das Plessurgebirge wird den westlichen Ostalpen zugeordnet und grenzt an zentraler Lage unmittelbar an die Westalpen. Nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) wird die Gruppe wie folgt begrenzt:

  • im Nordwesten vom Rhein. Dieser bildet die Grenze der AVE-Einteilung der Ostalpen. Am anderen Ufer steht der Calandastock der Glarner Alpen
  • zum Rätikon im Nordosten bildet der Prättigau (Landquart) die Grenze
  • von Klosters bis Davos grenzt ein kleines Stück an die Silvretta
  • im Südosten ist die Gruppe von den Albula-Alpen durch den Lauf der Landwasser und die Albula bis Tiefencastel getrennt
  • im Südwesten von den Oberhalbsteiner Alpen durch Albula und Hinterrhein
Westliche Ostalpen - Plessur-Alpen
Westliche Ostalpen - Plessur-Alpen

Strelakette - Blick vom Sandhubel in Richtung Altein Tiefenberg

Groebermann

Oberhalbsteiner Alpen

Als Oberhalbsteiner Alpen werden die Berge im Gebiet von Avers bezeichnet. Synonym verwendet die AVE für dieses Gebiet Platta-Gruppe. Nach SOIUSA werden sie als Platta-Alpen oder in Anlehnung an den SAC-Führer «Avers» auch mit Averser Berge bezeichnet. Das Gebiet wird im Norden ab Splügenpass bis Thusis vom Hinterrhein und bis Tiefencastel von der Albula und im Osten bis zum Septimer von der Julia begrenzt. Die West- und Südgrenze bilden bis zum Zusammenfluss in Chiavenna Liro und Maira. Die höchste Erhebung in der Region ist der Piz Platta (3392 m). Er ist namengebend für die Alpenclub Sektion "Piz Platta SAC" des Gebiets.

Geologisch gehört das gesamte Gebiet (Surettadecke) zum Penninikum und nicht zum Ostalpin und wird unter diesem Betrachtungswinkel den Adula-Alpen zugeteilt. Durch die Zweiteilung der Alpen am Splügen in Ost- und Westalpen wurden diese thematische Zusammenfassung aufgelöst. Im Norden stossen die Plessur-Alpen, im Osten die Albula-Alpen, im Süden die Bernina-Alpen und im Westen die Adula-Alpen an diese Gebirgsgruppe.

Gliederung der Oberhalbsteiner Alpen:

  • Suretta-Gruppe zwischen Splügenpass und Pass da Niemet
  • Piz Timun-Kette zwischen Pass da Niemet und Passo di Angelago
  • Pizzo Stella-Gruppe zwischen Passo di Angelago und Passo di Lei
  • Schiahorn-Kette – Piz Galaguin zwischen Passo di Lei und Passo da la Prasgnola
  • Piz Duan-Gruppe südlich des Pass della Val da Roda
  • Tscheischhorn-Kette ab Bergalgapass zwischen Madrischer Rhein sowie Bergalgabach und Averser Rhein
  • Gletschhorn-Kette – Piz Piot zwischen Bergalgapass und Jufer Joch von Bergalgabach, Jufer Rhein und Val da la Duana umgrenzt
  • Piz Turba – Kette – Piz Scalotta zwischen Fuorcla da Faller (nördlich Juf), Jufer Joch und Pass da Sett
  • Piz Platta-Gruppe zwischen Fuorcla Curtegns und Juf
  • Forbesch – Ablatsch-Massiv ab Fuorcla Curtegns zwischen Ava da Faller und Val Curtegns
  • Piz Grisch-Gruppe südlich des Pass da Schmorras
  • Piz Curvér-Gruppe nördlich des Pass da Schmorras
Westliche Ostalpen - Oberhalbsteiner Alpen
Westliche Ostalpen - Oberhalbsteiner Alpen

Piz Platta (3392 m), gesehen vom Pale Radonda, oberhalb Mulegns

Photonpoet

Albula-Alpen

Die Albula-Alpen sind Teil der westlichen Ostalpen in der Ostschweiz. Sie erstrecken sich nördlich des Inns zwischen Splügenpass und Flüelapass. Höchster Gipfel ist der Piz Kesch (3418 m).

Über die Albula-Alpen führen der Julierpass und der Albulapass. Der Gebirgszug wird von der Albulabahn durchquert.

Nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) wird die Gruppe wie folgt begrenzt:

  • zu den Plessur-Alpen im Nordwesten von Tiefencastel entlang der Landwasser bis Davos
  • zur Silvretta im Nordosten von Davos die Linie Flüelabach – Flüelapass – Susasca – Susch im Unterengadin - ein kurzes Stück von Susch bis Zernez grenzt die Sesvenna-Gruppe an
  • im Südosten zu den Livigno-Alpen und den Bernina-Alpen durch den Oberengadin bis über den Malojapass nach Casaccia im obersten Bergell
  • im Südwesten zu den Oberhalbsteiner Alpen über den Septimerpass ins Oberhalbstein bis Tiefencastel
Westliche Ostalpen - Albula-Alpen
Westliche Ostalpen - Albula-Alpen

Piz Kesch (3418 m), aufgenommen vom Strela, Arosa, Davos, Graubünden;
Der Piz Kesch ist der höchste Berg der Albula-Alpen. Im südseits angrenzenden Engadin heißt der Berg Piz d’Es-cha. Mit eine...

Capricorn4049

Berninagruppe

Die Berninagruppe ist die höchste Berggruppe der Ostalpen; ihr höchster Gipfel, der Piz Bernina (4049 m), ist der einzige Viertausender der gesamten Ostalpen. Die Bernina erstreckt sich südlich des Oberengadins vom Murettopass im Westen zum Berninapass im Osten. Ihr Hauptkamm ist Teil des Alpenhauptkamms und Wasserscheide zwischen Inn und Donau im Norden sowie Adda und Po im Süden. Im westlichen und zentralen Abschnitt verläuft über ihn die Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Sein östlicher Teil ist auch auf der Südseite schweizerisch (Puschlav). Die Berge südlich des Canfinal-Passes (Pizzo Scalino und Vetta Ron) sowie die Bergeller Alpen mit dem Monte Disgrazia zählen nicht zur Bernina im eigentlichen Sinne. Im Interesse einer gewissen geografischen Vereinheitlichung werden jedoch alle drei Berggruppen bisweilen zusammengefasst, so auch in der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen unter dem Namen Bernina-Alpen.

Die Bernina ist Teil einer unterostalpinen Decke, also einer Scholle aus kristallinem Gestein, die aus südlicheren Bereichen aufgeschoben wurde. NW von ihr und an ihrem Südrand ist das tiefer liegende, vom Ostalpin überschobene Penninikum sichtbar. Westlich schliessen sich ihr die Bergeller Alpen an, die aus Granit bestehen und geologisch daher nicht zum Ostalpin gehören. Die Bernina bildet somit geologisch betrachtet das westliche Ende der Ostalpen. Weiter westlich finden die geologischen Strukturen der Bernina erst in der Dent-Blanche-Decke der zentralen Walliser Alpen eine Art von Fortsetzung.

Die Berninagruppe trägt etliche Gletscher, die alle in den letzten Jahrzehnten, insbesondere seit etwa 1990, deutlich an Länge und Masse verloren haben. Aus den grössten Firnbecken des Gebietes fliessen im Val Morteratsch die Zungen von Morteratsch- und Persgletscher ab und vereinigen sich dann gerade noch. Das Val Roseg wird im oberen Teil von Tschierva- und Roseggletscher ausgefüllt. Im Osten liegt der Palügletscher, im Süden die Gletscher von Scerscen und Fellaria.

Berninagruppe
Berninagruppe

Berninagruppe von Nordosten mit Piz Palü, Bellavista, Piz Zupò, Crast'Agüzza, Piz Bernina und Piz Morteratsch

Mg-K-M.Klüber Fotografie
Westliche Ostalpen - Bernina-Gruppe
Westliche Ostalpen - Bernina-Gruppe

Morteratschgletscher mit gesamten Nährgebiet, Piz Bernina und Biancograt (rechts). Von links strömt der Persgletscher herein.

Andreas Handschin

Bergeller Alpen

Die Bergeller Alpen (ital.: Alpi di Bregaglia, engl.: Bregaglia Range) sind eine kleinere Gruppe meist granitischer Bergmassive in Graubünden (Schweiz) und in der Provinz Sondrio (Italien). Ein anderer für die gleiche Gruppe bekannter Name ist Alpi di Val Masino; bzw., um die Gruppe zu beschreiben Masino-Bregaglia-Disgrazia. Der Hauptort innerhalb der Bergeller Alpen ist Vicosoprano. Die bedeutendsten Gipfel sind Monte Disgrazia, Piz Cengalo, Sciora und der Piz (Pizzo) Badile. Am höchsten Punkt, oberhalb der Furä, steht man direkt unterhalb der riesigen Nordwand des Piz Badile und hat einen großartigen Blick auf Pizzo Cengalo und Sciora. Der Piz Cengalo ist ein 3369 m hoher Berg in den Bergeller Alpen im Süden des Kantons Graubünden. Über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen der Schweiz und Italien.

Das Bergell ist Teil der großen inneralpinen Längsfurche, die von Chiavenna aus durch das Engadin bis ins österreichische Kufstein zieht. Das östliche Bergell befindet sich - bis zu einer etwa nordnordwest-südsüdöstlich durch Cassacia ziehenden Grenze - noch im Bereich der ostalpinen Decken. Eine weitere wichtige tektonische Grenze ist diejenige zwischen dem Bergeller Massiv im Süden und den mittelpenninischen Decken im Norden. Vor ca. 30 Millionen Jahren, gegen Ende der alpinen Gebirgsbildung, sind die granitischen Gesteine des Bergeller Massivs in die älteren penninischen Decken intrudiert (HEITZMANN 1988: 48). Durch Hebungs- und Abtragungsvorgänge wurden sie in relativ kurzer Zeit freigelegt.

Der Bergeller Granit ist - neben dem Adamello - die einzige größere Granitintrusion, die während der Bildung der Alpen entstand. Das Massiv besteht aus beeindruckenden Bergen mit schroffen Felswänden.

Bergeller Alpen - Monte Disgrazia
Bergeller Alpen - Monte Disgrazia

Monte Disgrazia dalla Valle Airale

Inter556

Bergeller Alpen - Piz Cengalo
Bergeller Alpen - Piz Cengalo

Piz Cengalo rechts Monte Badile

Fdbef
Bergeller Alpen - Panorama der Granitriesen
Bergeller Alpen - Panorama der Granitriesen

Soglio vor den Bondesca-Bergen Sciora, Piz Cengalo und Piz Badile

M.Klüber Fotografie
Bergeller Alpen - Piz Badile
Bergeller Alpen - Piz Badile

Der Piz Badile (italienisch: Pizzo Badile) (3305 m) im Val Bregaglia in den Bergeller Alpen im Süden des Kantons Graubünden. Über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen Italien und der Schweiz.

M. Klüber

Livigno-Alpen

Die Livignoalpen sind ein Gebirgszug der westlichen Ostalpen, der sich vom Engadin im Osten der Schweiz bis in den Westen Südtirols in Norditalien um die italienische Gemeinde Livigno herum erstreckt. Teile des Gebirges sind im Nationalpark Stilfser Joch unter Schutz gestellt. Die Gruppe wird wie folgt begrenzt:

  • im Südwesten das obere Addatal (Veltlin) von Bormio bis Tirano zur Sobretta-Gavia-Gruppe
  • im Südwesten durch den Berninapass (Linie Tirano im Veltlin – Val di Posciavo (Puschlav) - Berninabach - Samedan im Engadin) von der Berninagruppe getrennt
  • im Nordwesten trennt das obere Engadin (Samedan–Zernez) das Gebiet von den Albula-Alpen
  • im Nordosten bilden die Grenze zur Sesvennagruppe und Ortlergruppe nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE die Linie Zernez - unteres Val da Spöl bis Einmündung Ova dal Fuorn zur Sesvenna, Punt dal Gall und von dort Valle del Gallo (Westarm des Lago di Livigno) - Passo di Fraele - Valle di Fraele - Bormio im Veltlin zu den Ortleralpen; in der Schweiz gilt Zernez - Ofenpass – Val Müstair (Münstertal) zur Sesvennagruppe und Stilfser Joch zum Ortlermassiv

Durch die uneinheitliche Abgrenzung wird das Quellgebiet der Adda (Valle di Fraele, Lago di San Giacomo und Lago di Cancano) mit Pizzo di Ferro und Monte di Sumbraida sowie das Val Mora und die Umbrailgruppe teils der Livigno-, teils der Ortler-, teils der Sesvennagruppe, in der Schweiz also den Bündner Alpen zugerechnet.

Westliche Ostalpen - Livigno-Alpen
Westliche Ostalpen - Livigno-Alpen

Cima dei Piazzi (3439 m)

Ghisolabella

Bergamesker Alpen

Die Bergamasker Alpen (ital. Alpi Orobie) sind ein etwa 80 km langer Gebirgszug der Südalpen in Norditalien. Sie erstrecken sich zwischen dem Comer See im Westen und dem Iseosee bzw. der Val Camonica im Osten. Im Norden grenzen sie an die Tallandschaft des Veltlin. Politisch gehören sie zu den Provinzen Lecco, Bergamo und Sondrio der Region Lombardei.

Höchster Gipfel des Gebirges ist mit 3.052 Metern der Pizzo di Coca. Auf dem vornehmlich von West nach Ost verlaufenden Hauptkamm erheben sich ferner u. a. der Pizzo Redorta (3038 Meter), Pizzo del Diavolo (2914 Meter), Monte Legnone (2609 Meter) und Pizzo dei Tre Signori (2554 Meter). Der Passo di San Marco (1985 Meter) führt von dem im Veltlin gelegenen Morbegno über den Hauptkamm südlich nach Mezzoldo.

Ein erheblicher Teil der Bergamasker Alpen, insbesondere der Süden, ist aus Kalkstein, weshalb sie auch den Südlichen Kalkalpen zugerechnet werden. Am steilen Nordabfall ist ferner Gneis eine vorherrschende Felsart.

Die Bergamasker Alpen (ital. Alpi Orobie) sind ein etwa 80 km langer Gebirgszug der Südalpen in Norditalien. Sie erstrecken sich zwischen dem Comer See im W und dem Iseosee bzw. der Val Camonica im E. Im N grenzen sie an den Veltlin. Politisch gehören sie zu den Provinzen Lecco, Bergamo und Sondrio der Region Lombardei.

Bergamesker Alpen - Pizzo di Coca
Bergamesker Alpen - Pizzo di Coca

Passo della Manina con Pizzo Coca, Prealpi Orobie, Bergamo, Bergamesker Alpen

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