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Die Alpen

Großglockner
Großglockner

Gr0ßglockner-Massiv

Tomasz Muszer

Zentrale Ostalpen



Die Zentralen Ostalpen (auch Zentralen Alpen), bilden den Alpenhauptkamm der Ostalpen in Österreich und den angrenzenden Regionen der Schweiz, Liechtensteins, Italiens und Sloweniens. Der Begriff Zentralalpen ist vorrangig in der Geographie Österreichs üblich, wo der österreichische Anteil an der Gebirgsgruppe eine der sieben grundlegenden Großlandschaften des Landes darstellt. Von Zentrale Ostalpen spricht man im Besonderen im Rahmen der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE). Die Zentralalpen bilden den Ostteil des Alpenhauptkamms, der Zentralkette der Alpen, und seine nord- und südlich ausstreichenden und begleitenden Ketten.

In Österreich werden die Ostalpen in die Nordalpen, die Grauwackenzone, die Zentralalpen und die Südalpen gegliedert. Letztere liegen in Südkärnten, hauptsächlich aber in Oberitalien. Zentral- und Nordalpen werden getrennt durch die nördliche Längstalfurche, die Linie Klostertal – Arlberg – Inntal – Salzachtal bis Zeller See – Wagrainer Höhe – oberes Ennstal – Schoberpass – Mürztaler Alpen – Semmering – südliches Wiener Becken. Zentralalpen und Südalpen sind voneinander abgegrenzt durch den südlichen Längstalzug Pustertal (Rienztal – Toblacher Feld – oberes Drautal) – Drautal – Klagenfurter Becken – Mieß/Meza, beziehungsweise die periadriatische Naht, die nicht ganz deckungsgleich mit der Längstalfurche ist.

Die Zentralalpen sind weitgehend identisch mit der kristallinen Zone, bestehend aus präkambrischen und paläozoischen Resten eines variszischen Gebirges (Altkristallin) und dem Tauernfenster. Sie bestehen hauptsächlich aus harten, wasserundurchlässigen Gneisen und Granitgneisen sowie Glimmerschiefern; stellenweise mit Kalkschollen (zum Beispiel südlich von Innsbruck) und Kalkbändern.

Sie weisen die höchsten Gipfel der Ostalpen auf und sind am stärksten vergletschert. Im Übergang von Ost- und Westalpen überragen ihre Gipfel die Umgebung nach Westen deutlich (Piz d'Err, Piz Roseg). Am Rande gehören jedoch auch weniger hohe, oft sanfte Gebirgszüge dazu, wie etwa die Gurktaler Alpen und die Ostausläufer.

Die Zentralalpen bestehen hauptsächlich aus Gneis und Schiefer der verschiedenen ostalpinen Decken (Unter- und Oberostalpin), im Tauernfenster und im Engadiner Fenster großenteils aus Jura-Kalken, örtlich (Bergell und Rieserferner) auch aus Granit. Die Ostalpinen Decken sind auf das Penninikum überschoben. Massive von ortsansässigem, während der Alpenfaltung kaum verschobenem Kristallin gibt es in den Zentralalpen – anders als in den Westalpen – nicht. Die genannten Granite drangen nahe der Bruchzone der Periadriatischen Naht ein. Die Westalpen kennen diese Gliederung in Nördliche Kalkalpen, Zentralalpen und Südliche Kalkalpen nicht. Der Ostalpin taucht am Ostrande der Alpen unter die tertiären Sedimente des Alpenvorlands im Osten und des Pannonischen Beckens ab. Diese Bruchzone zeigt aktiven Vulkanismus (Thermenland).


Westliche Zentralalpen

Im Westen befindet sich die stark zerschnittene Silvretta- und Verwallgruppe mit schroffen Hörnern; sie weisen große Gletschergebiete auf (v.a. Silvretta, Hohe Tauern, Zillertaler, die massigen, asymmetrischen Stubaier und Ötztaler Alpen mit langen Seitenkämmen nach Norden). Dabei bestehen deutliche Unterschiede in Höhe und Formenbild zwischen Westen und Osten der Zentralalpen.

Östlich der Brennerfurche befinden sich fiederförmig angeordnete, langgestreckte Ketten, die wegen der Vergletscherungen auch als „Keesberge“ bezeichnet werden (Zillertaler Alpen und Hohe Tauern).

Weitere Eigenschaften der westlichen Zentralalpen und der Hohen Tauern (bis zum Katschberg) sind Pyramidengipfel, weite Firnfelder, die von Felsgraten getrennt werden; tiefer unten Kare mit Seen, zum Teil weite Karplatten; in Talanfänge reichende Gletscherzungen; tiefe, stufen- und wasserreiche Trogtäler; ausgedehnte Almmatten, Lärchen- und Fichtenwälder.

Zentrale Ostalpen - Pflerschtal - Brenner
Zentrale Ostalpen - Pflerschtal - Brenner

Pflerschtal mit dem Tribulaun (3097 m), Stubaier Alpen, Südtirol

Wolfgang Moroder

Rätikon

Der Rätikon (daneben im Neutrum ebenfalls in der Schreibweise das Rätikon gebräuchlich), in alter Literatur auch Rhätikon geschrieben, ist nach der in Österreich, Südtirol und Deutschland üblichen Zweiteilung der Alpen eine Gebirgsgruppe der Ostalpen. Nach der in Italien, Frankreich und teilweise der Schweiz verbreiteten Partizione delle Alpi gehört der Rätikon zu den Zentralalpen. Anteil am Rätikon haben die Länder Österreich (Bundesland Vorarlberg), Liechtenstein und Schweiz (Kanton Graubünden). Liechtenstein befindet sich vollständig innerhalb der Grenzen des Rätikon. Der Zuordnung des Rätikon zu den zentralen Ostalpen liegen allein geographisch-geologische Traditionen zugrunde; große Teile des Rätikon bestehen aus Sedimentgesteinen (Kalksteinen). Aus geologischer Sicht ist der Nordwesträtikon den Nördlichen Kalkalpen zuzuordnen, der Südwesträtikon den Bündner Schiefersystem der Westalpen.

Umgrenzung

  • Im W bildet der Rhein die Grenze von der Einmündung der Ill bei Feldkirch flussaufwärts bis zur Einmündung der Landquart beim gleichnamigen Ort (dies ist zugleich die Grenze zwischen den Ostalpen und den Westalpen nach Zweiteilung der Alpen).
  • Im S bildet das Prättigau die Grenze von der Einmündung der Landquart in den Rhein flussaufwärts bis zur Einmündung des Schlappinbachs in die Landquart bei Klosters-Dorf.
  • Im E verläuft die Grenze vom Schlappiner Joch entlang der Täler Schlappintal nach Süden und Valzifenz- und Gargellental nach Norden.
  • Die Grenze im N wird vom Montafon und dem Walgau gebildet. Sie beginnt bei der Einmündung des Suggadinbachs in die Ill bei Sankt Gallenkirch und verläuft entlang der Ill bis zur Einmündung in den Rhein bei Feldkirch.

Das Schlappiner Joch verbindet den Rätikon mit der Silvretta. Sonst ist der Rätikon nur von Tälern umgeben. Es besteht keine international anerkannte Einteilung der Alpen in Untergruppen. Die hier beschriebene Umgrenzung des Rätikon ist aber allgemein gebräuchlich.

Zentrale Ostalpen - Rätikon
Zentrale Ostalpen - Rätikon

Schesaplana (2964m) mit Lünersee von NE (Saulakopf)

Alexander Vonbun
Zentrale Ostalpen - Rätikon
Zentrale Ostalpen - Rätikon

3 Türme, rechts Großer Turm (2830m)

Jobertl

Silvretta

Die Silvretta ist eine Gebirgsgruppe in den Zentralalpen der Ostalpen. Anteil haben Österreich mit den Bundesländern Tirol und Vorarlberg und die Schweiz mit dem Kanton Graubünden. Auf dem Gipfel der Dreiländerspitze stoßen die Gebiete von Tirol, Vorarlberg und Graubünden zusammen. Der höchste Gipfel der Silvretta, der Piz Linard (3411m) befindet sich in der Schweiz. Die Silvretta grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Rätikon (im Nordwesten)
  • Verwallgruppe (im Norden)
  • Samnaungruppe (im Osten)
  • Sesvennagruppe (im Süden)
  • Albula-Alpen (im Südwesten)
  • Plessur-Alpen (im Westen)
Silvretta
Silvretta

Blick von der Saarbrücker Hütte auf die Litznergruppe mit Glötterspitze, Litznersattel, Großlitzner und Großes Seehorn (von links)

Avarim

Samnaungruppe

Die Samnaungruppe ist eine Untergruppe der Zentralalpen innerhalb der Ostalpen. Anteil haben Österreich mit dem Bundesland Tirol und die Schweiz mit dem Kanton Graubünden. In der Samnaungruppe befinden sich mehrere große Wintersportgebiete, die Teile der Gruppe für den Bergtourismus im Sommer entwerten. Trotzdem verfügt die Gruppe nach wie vor über größere ursprüngliche und einsame Berggebiete. Die Gruppe weist einige Dreitausender auf. Eine größere Vergletscherung wie in der benachbarten Silvretta ist jedoch nicht vorhanden. Namensgeber für die Gebirgsgruppe ist der Schweizer Ort Samnaun, der sich im einzigen bewohnten Tal innerhalb der Gruppe befindet.

Zentrale Ostalpen - Samnaungruppe
Zentrale Ostalpen - Samnaungruppe

Muttler 3294 m (links) mit Stammerspitze (Piz Tschütta) 3254 m, fotografiert vom Piz Rots (Vesilspitze, 3097 m).

AJ2004

Verwallgruppe

Die Verwallgruppe (altertümlich Ferwall-, Vervall- u. Ä.) ist eine Untergruppe der Zentralen Ostalpen in Österreich. Sie befindet sich in den Bundesländern Vorarlberg und Tirol, zwischen Bludenz und Landeck. Der Tiroler Anteil ist nur geringfügig größer als der Anteil Vorarlbergs.

Geologisch gehört die Verwallgruppe zur Ostalpinen Kristallinzone, der äußerste Nordwestteil zu den Nördlichen Kalkalpen. Im Norden bildet das Klostertal die Grenze von Bludenz bis Stuben am Arlberg. Von dort geht es über den Arlbergpass in das Stanzer Tal bis nach Wiesberg. Dort treffen die Flüsse Rosanna und Trisanna aufeinander. Die Grenze im Südosten bildet das Paznaun von Wiesberg bis nach Galtür. Im Süden wird das Verwall begrenzt durch die Linie zwischen Galtür, dem Zeinisjoch und Partenen. Im Südwesten verläuft die Grenze entlang des Montafon zwischen Partenen und Bludenz. Der Arlbergpass verbindet die Verwallgruppe mit den Lechtaler Alpen. Das Zeinisjoch stellt die Verbindung zur Silvretta her. Angrenzende Täler mit ausgewählten Talorten:

  • Montafon: Schruns, Sankt Gallenkirch, Gaschurn mit Partenen
  • Paznaun: Galtür, Mathon, Ischgl, Kappl, See
  • Klostertal: Langen am Arlberg, Stuben am Arlberg, Klösterle, Wald am Arlberg, Dalaas
  • Stanzer Tal: Sankt Anton am Arlberg, Pettneu am Arlberg, Schnann, Flirsch, Strengen
Zentrale Ostalpen - Verwallgruppe
Zentrale Ostalpen - Verwallgruppe

Kaltenberg, Pflunspitze, Satteinser Spitze von N (Roggalspitze)

Svíčková

Sesvennagruppe

Die Sesvennagruppe ist eine Untergruppe der Zentralalpen innerhalb der Ostalpen. Anteil haben die Länder Österreich mit dem Bundesland Tirol, Schweiz mit dem Kanton Graubünden und Italien mit der Provinz Südtirol. Zirka zwei Drittel der Untergruppe befinden sich auf Schweizer Staatsgebiet, und werden dort als Region Unterengadin-Münstertal oder auch als Münstertaler Alpen bezeichnet. Nur eine kleine Ecke im Nordosten bei Nauders befindet sich in Österreich.

  • Im Norden und Westen bildet der Inn (Unterengadin) die Grenze vom Finstermünzpass (zwischen Pfunds und Nauders) flussaufwärts über Susch zur Silvretta
  • Der Inn von Susch bis Zernez zu den Albula-Alpen
  • Im Südwesten bilden zur Ortlergruppe und den Livigno-Alpen das Val da Spöl, das Val Ova dal Fuorn und das Münstertal (Val Müstair) die Grenze. Beide Täler werden durch den Ofenpass miteinander verbunden. Das Münstertal führt die Grenze im Süden bis in den Vinschgau bei Glurns. Der Ofenpass stellt die Verbindung der Sesvennagruppe mit den Ortler-Alpen her.
  • Zwischen Glurns und dem Finstermünzpass bildet das Obervinschgau mit dem Reschenpass die Grenze im Osten. Der Reschenpass verbindet die Sesvennagruppe mit den Ötztaler Alpen.

In der Schweiz, und in italienischsprachigen Raum sind andere Einteilungen üblich:

  • Der Schweizer Alpen-Club (SAC) teilt den Schweizer Alpenteil, auch den in den Ostalpen gelegenen Teil, primär entlang der Kantonsgrenzen. Die in Graubünden liegenden Alpenteile werden als Bündner Alpen bezeichnet. Diese werden weiter untergliedert. Das hier behandelte Gebiet erhält die Bezeichnung Unterengadin-Münstertal. Es umfasst nur den Schweizer Anteil an der Sesvennagruppe, geht jedoch auf Schweizer Boden über diese hinaus und umfasst auch Teile der Ortler-Alpen, die sich auf Schweizer Staatsgebiet befinden (Monte Cavallaccio, Pizze delle Forcola/Stilfserjoch, Umbrailpass), wie auch der Livigno-Alpen (Monte Sumbraida).
  • Der Club Alpino Italiano (CAI) teilt die Alpen in seiner offiziell für Italien geltenden Einteilung in relativ große Untergruppen auf. Das Gebiet der Sesvennagruppe gehört danach zu den Alpi Retiche (Rätischen Alpen). Dies ist jedoch im Vergleich mit den Untergruppen der AVE eine riesige Gruppe. Sie erstreckt sich zwischen Splügenpass und Timmelsjoch sowie zwischen dem Inntal und dem Tal der Adda.
Zentrale Ostalpen - Sesvennagruppe
Zentrale Ostalpen - Sesvennagruppe

Piz Sesvenna Luidger;
Der Piz Sesvenna ist mit 3204 m der höchste Berg der Sesvennagruppe im Engadin.

Luidger
Zentrale Ostalpen - Sesvennagruppe
Zentrale Ostalpen - Sesvennagruppe

Piz Pisoc (3173m) , vom Motta Naluns aus gesehen

Markus Schwendimann

Ötztaler Alpen

Die Ötztaler Alpen (italienisch Alpi Venoste) sind Teil der österreichischen Zentralalpen und eine der größten Berggruppen in den Ostalpen. Anteil haben Österreich mit dem Bundesland Tirol und Italien mit der Provinz Südtirol. Der höchste Gipfel der Ötztaler Alpen ist die Wildspitze (3768 m).

Die Ötztaler Alpen stellen die größte Massenerhebung der Ostalpen dar. Im Norden werden die Ötztaler Alpen begrenzt vom Oberinntal von der Einmündung der Sanna bei Landeck flussabwärts bis zur Einmündung der Ötztaler Ache. Im Osten trennt die Ötztaler Ache das Ötztal von der Einmündung in den Inn flussaufwärts bis Zwieselstein von den Stubaier Alpen mit Kühtai und dem Sellraintal ab. Weiter verläuft die Grenze über das Timmelsjoch und abwärts durch das Passeiertal bis zur Mündung der Passer in die Etsch bei Meran. Im Süden bildet das obere Etschtal (Vinschgau) von der Einmündung der Passer flussaufwärts bis zum Reschenpass, die natürliche Schranke zu den Ortler-Alpen. Von dort folgt im Westen und Nordwesten die Abgrenzung über Finstermünz bis zur Sanna-Mündung gegenüber Sesvennagruppe und dem Samnaun erneut dem Verlauf des Inns.

Das Timmelsjoch verbindet die Ötztaler Alpen mit den Stubaier Alpen, der Reschenpass leitet zur Sesvennagruppe über. Der Hauptkamm der Ötztaler Alpen bildet gleichzeitig den Alpenhauptkamm in diesem Gebiet. Entlang diesem verläuft auch die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Im Hauptkamm liegt zwischen Fineilspitze und Similaun das Hauslabjoch und das Tisenjoch, wo im September 1991 der Mann vom Hauslabjoch („Ötzi“) gefunden wurde. Von Norden her dringen drei Täler weit in das Gebirgsmassiv vor: das Kaunertal, das Pitztal und das Venter Tal. Im Süden ist das Schnalstal eingebettet.

Wildspitze in den Ötztaler Alpen
Wildspitze in den Ötztaler Alpen

Die Wildspitze ist mit 3.768 Meter Höhe der höchste Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen.

Pirmin Olde Weghuis

Stubaier Alpen

Die Stubaier Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Österreichischen Zentralalpen in den Ostalpen. Sie befinden sich südwestlich von Innsbruck zwischen dem Wipptal (Brennerpass), dem Ötztal und dem Passeier. Anteil haben Österreich mit dem Bundesland Tirol und Italien mit der Provinz Südtirol. Benannt sind die Stubaieralpen nach dem Stubaital, das von südlich Innsbruck südwestwärts tief in die Gruppe vordringt. Bedeutende Teile der Stubaier Alpen weisen eine Vergletscherung auf. Der nördliche Teil rund um das Sellraintal und das Kühtai ist nur noch gering vergletschert und ein beliebtes Skitourenziel (Zischgeles, Lampsenspitze, Pirchkogel, Sulzkogel). Zusammen mit den westlich benachbarten Ötztaler Alpen, mit denen sie am Timmelsjoch verbunden sind, bilden die Stubaier Alpen eine der größte Massenerhebung der Ostalpen. Der größte Teil der in den Stubaier Alpen vorkommenden Gesteine gehört dem Ötztal-Stubai-Kristallin an, das große Ähnlichkeiten mit dem Silvretta-Kristallin aufweist. Vorherrschende Gesteine im Ötztal-Stubai-Kristallin sind verschiedene Gneise. Begleitet werden diese Gneise unter anderem von Glimmerschiefern und Amphiboliten, die zum Teil auf ehemalige Tuffe und Tuffite zurückgehen. Eine Besonderheit stellt der Winnebachgranit dar, der im Bereich der Winnebachseehütte und am Gänsekragen vorkommt. Es ist ein in variszischer Zeit teilweise aufgeschmolzenes Gestein, ein sogenannter Migmatit. Die teilweise deutlich älteren Gesteine des Ötztal-Stubai-Kristallins wurden in variszischer Zeit metamorph überprägt. Im Ostteil der Stubaier Alpen liegen dem Ötztal-Stubai-Kristallin nur leicht metamorph veränderte Sedimentgesteine auf, das Brennermesozoikum. Es reicht etwa von der Perm-Trias-Grenze zumindest bis ins Jura empor, wobei den größten Teil des Gesteins Dolomite der mittleren und oberen Trias darstellen. In diese Dolomite ist ein Band aus Raibler Schichten eingelagert, an dem sich der im Brennermesozoikum von Norden nach Süden hin zunehmende Metamorphosegrad deutlich ablesen lässt. Während dieses Band im Norden vorwiegend aus Tonschiefern besteht, geht es in Richtung Süden in Glimmerschiefer über. Eine erwähnenswerte Einheit bildet der Schneebergerzug. Diese etwa fünf Kilometer breite Einheit setzt westlich von Sterzing ein und reicht bis zur Texelgruppe. Aufgebaut wird er vor allem aus Glimmerschiefern sowie aus Marmoren und Quarziten. Die Gesteine stellen Sedimente dar, die im Paläozoikum dem kristallinen Untergrund aufgelagert wurden und in der Kreide vor etwa 80 Ma metamorph überprägt wurden. Die Randterrassen zum Inntal, das Tiroler Mittelgebirge, sind eine periglaziale Schuttlandschaft, die auch reich an glazialmorphologischen Erscheinungen, wie Toteisresten, ist.

Westliche Zentralalpen - Stubaital
Westliche Zentralalpen - Stubaital

Blick ins Stubaital

Hejkal
Zentrale Ostalpen - Stubaier Alpen
Zentrale Ostalpen - Stubaier Alpen

Gschnitzer und Pflerscher Tribulaun (3097m)

MPF

Sarntaler Alpen

Die Sarntaler Alpen (ital.: Alpi Sarentine) sind ein Gebirgszug in Südtirol . Der Gebirgszug ist umgrenzt von Etschtal, Eisacktal, Passeier und Jaufental. Das Sarntal, das im Norden am durch eine Straßenverbindung erschlossenen Penser Joch (2215 m) endet, teilt die Gebirgsgruppe in einen westlichen und östlichen Teil. Höchster Gipfel ist der Hirzer (2781 m).

Auf dem Ritten nördlich von Bozen findet sich das berühmte geologische Phänomen der Erdpyramiden.. Während sich die Hauptkämme in Nord-Süd-Richtung ausstrecken, verlaufen die geologischen Einheiten vorwiegend in Südwest-Nordost-Richtung. Oft werden die Sarntaler Alpen den Rhätischen Alpen zugeteilt, was geologisch jedoch nur auf den nordwestlichen Bereich zutrifft. Entlang der Linie Meran-Rabenstein-Durnholz-Freienfeld verläuft die sogenannte Periadriatische Naht, die hier deckungsgleich mit der Judikarienlinie verläuft, welche die Zentralalpen geologisch von den Südalpen trennt. Dementsprechend vielgestaltig sind die Gesteine, die das Gebirge aufbauen. Im Nordwesten (Weißhorn, Hochwart, Hirzer) dominieren nur langsam verwitternde Schiefergneise rötlich-brauner Färbung, ähnlich wie die benachbarten Ötztaler Alpen. Die Felsformationen im Südwesten (Ifinger, Plattenspitzen) entlang der Judikarienlinie sind periadriatische Intrusiva, vorwiegend Tonalit (Ifinger-Tonalit), die im Nordosten (Tatschspitze) noch einmal hervortreten. Der östliche Bereich der Gebirgsgruppe (Jakobspitze, Kassianspitze) ist aus geschiefertem, bunt auftretendem Brixner Quarzphyllit aufgebaut, der leichter erodiert und somit weniger hohe und kühne Formationen ausbildet. Der gesamte Südteil (Linie Tschögglberg-Villandersberg) schließlich wird vom Bozner Quarzporphyr dominiert, der der mächtigen Platte der Etschtaler Vulkanit-Gruppe angehört und immerhin noch bis zu 2600 m hohe Bergformationen ausbildet. Daneben kommt in geringerem Maße Grödner Sandstein (Gröden-Formation) bei Hafling und am Ritten vor

Zentrale Ostalpen - Sarntaler Alpen
Zentrale Ostalpen - Sarntaler Alpen

Die aus Gneis aufgebaute Jaufenspitze (2481 m) am gleichnamigen Pass

Svíčková

Tuxer Alpen

Die Tuxer Alpen (auch als Tuxer Voralpen bezeichnet) sind eine Untergruppe der Zentralalpen in den Ostalpen. Sie befinden sich vollumfänglich in Österreich im Bundesland Tirol. Sie sind eine von drei Gebirgsgruppen, die die Gebirgsränder der Großstadt Innsbruck bilden. Der höchste Gipfel ist der Lizumer Reckner, 2886 m ü. A., zwischen der Wattentaler Lizum und dem Navistal. Die Tuxer Alpen grenzen an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Karwendel (im Norden)
  • Rofangebirge (im Nordosten)
  • Kitzbüheler Alpen (im Osten)
  • Zillertaler Alpen (im Süden)
  • Stubaier Alpen (im Westen)

Der größte Teil der Tuxer Alpen besteht aus niedriggradig metamorphen Gesteinen, die dem Innsbrucker-Quarzphyllit-Komplex (quarzige Phyllit-Schiefer) zugerechnet werden. An diese Zone paläozoischer Gesteine schließt südlich örtlich eine Zone verschiedener mesozoischer Gesteine an, das Tarntaler Mesozoikum. Diese kompliziert aufgebaute Zone gehört, wie die Quarzphyllitzone, der tektonischen Einheit des Unterostalpins an. Im Tarntaler Mesozoikum finden sich unter anderem Dolomite und Kalke, die etwa die Kalkwand oder die Torwand im Bereich der Wattentaler Lizum aufbauen. Andererseits finden sich auch Bestandteile ehemaliger Ozeanböden, die als Serpentinit etwa den Lizumer Reckner aufbauen. Der südliche Rand der Tuxer Alpen gehört zum tektonisch tiefer liegenden penninischen Tauernfenster. Was die Tuxer Alpen betrifft, so finden sich hier vor allem Gesteine der penninischen Glocknerdecke (Kalkglimmerschiefer-Hülle der Tauern). Das nordöstliche Eck der Tuxer Alpen im Bereich Schwaz bis Fügen im Zillertal gehört zur oberostalpinen Grauwackenzone, die aus paläozoischen Gesteinen besteht. Im Raum Schwaz wurde in dieser Zone früher in großem Umfang Silber und Kupfer abgebaut. Die Randterrassen zum Inntal, das Tiroler Mittelgebirge, sind eine periglaziale Schuttlandschaft, die auch reich an glazialmorphologischen Erscheinungen, wie Toteisresten, ist

Zentrale Ostalpen - Tuxer Alpen
Zentrale Ostalpen - Tuxer Alpen

Das Rosenjoch ist mit 2796 m die höchste Erhebung des Voldertales in den westlichen Tuxer Alpen

Haneburger
Zentrale Ostalpen - Tuxer Alpen
Zentrale Ostalpen - Tuxer Alpen

Die Gamskarspitze in den Tuxer Alpen (2750m), deutlich sichtbar der Blockgletscher

Hermann Hammer

Kitzbüheler Alpen

Die Kitzbüheler Alpen sind eine Gebirgsgruppe in den Ostalpen und Teil der westlichen Schieferzone (Grauwackenzone). Sie liegen in den österreichischen Bundesländern Tirol und Salzburg, wobei der Tiroler Anteil rund zwei Drittel ausmacht. Die Ost-West-Erstreckung beträgt etwa 80 km, die Breite 25–35 km. Der höchste Gipfel ist das Kreuzjoch im Südwesten mit 2558 m ü. A. Nach Osten senkt sich die Gipfelflur auf 2300 bis 2000 m.

Die Kitzbüheler Alpen nehmen das Gebiet zwischen dem Zillertal im Westen und dem Zeller See im Osten ein. Nach Süden sind die Kitzbüheler Alpen durch den Gerlospass und das sich anschließende Salzachtal von der Venedigergruppe getrennt. Die Begrenzung folgt dem Salzachtal bis Bruck, wo sie sich über Zell am See nach Norden wendet und mit der Saalach bis Saalfelden verläuft. Die Nordgrenze verläuft von Ost nach West vom Saalfeldener Becken über das Tal der Leoganger Ache bis zum Pass Grießen, von dort über Pillerseetal, Leukental und Sölllandl bis nach Wörgl und Kufstein. Die Nordwestgrenze wird durch das Inntal zwischen Wörgl und Jenbach gebildet. Durch die Kitzbüheler Ache sind die Kitzbüheler Alpen in die Glemmtaler Alpen im Osten (Salzburg) und die Kelchsauer Alpen im Westen geteilt.

Wichtige Gipfel sind der Westliche Salzachgeier (2469 m), das Kröndlhorn (2444 m), der Große Rettenstein (2366 m), der Geißstein (2363 m), der Wildseeloder (2118 m), der Große Beil (2309 m), der Große Galtenberg (2425 m), die Hohe Salve (1828 m), der Hahnenkamm (1712 m) und die Schmittenhöhe (1965 m). Beliebte Ausflugsberge am Rande des Inntals sind der Pölven (1595 m) und der Gratlspitz (1899 m). Das Gebiet der Kitzbüheler Alpen besteht aus den Regionen St. Johann in Tirol, Kitzbühel und Umgebung, Pillerseetal, Brixental, Wildschönau und Alpbach.

Die Kitzbüheler Alpen gehören zur Grauwackenzone und sind großteils aus Schiefer und Phylliten aufgebaut, doch es gibt auch Felsbildungen durch Kalkgesteine und Dolomite, beispielsweise am Großen Rettenstein. Die Westgrenze des Gebirges ist petrografisch weniger deutlich, weil dort der Übergang zu den Innsbrucker Quarzphylliten fließend ist. Im Nordwesten und Norden (Inntal bei Schwaz, Brixental und Steinernes Meer) springt hingegen der Unterschied der weich gefalteten Schiefer zu den Kalk- und Dolomitgesteinen der Kalkalpen ins Auge. Die Hauptgesteine der Kitzbühler Alpen gliedern sich altersmäßig in zwei Gruppen, von denen die älteren vermutlich aus dem Ordovizium stammen. So ist der tiefere Komplex der Wildschönauer Schiefer wenig differenziert und weist keinerlei Fossilien, aber vulkanische Einlagerungen auf. Darüber liegen bis 600 m mächtige, schwach metamorphe Vulkanite aus Quarzporphyren und Tuff, hauptsächlich im Westen (Hohe Salve, Hahnenkamm und Wildseeloder). Über dem Porphyroid liegen verschiedene Schieferhorizonte aus dem Silur, die nach oben oft tonig-sandig werden. In der Umgebung Kitzbühels sind auch silurische Kalkgesteine zu finden sowie westlich der graue, grobkörnige Schwazer Dolomit, der nach Osten bis etwa Leogang in den Spielberg-Dolomit übergeht. Vertreten ist auch das Post-Variszikum mit Transgressionsgesteinen, roten Schiefern aus dem Rotliegend und mächtigen Sandsteinen aus dem Permoskyth. All diese Schichtfolgen der Grauwackenzone wurden vermutlich – gemeinsam mit jenen der Nördlichen Kalkalpen – in der Zeit der Alpenfaltung aus einem weit im Süden gelegenen Ablagerungsbereich zum Nordrand der Alpen überschoben.

Zentrale Ostalpen - Kitzbüheler Alpen
Zentrale Ostalpen - Kitzbüheler Alpen

Inneres Alpbachtal am Fuß des 1898 m hohen Gratlspitz

Ximeg
Zentrale Ostalpen - Kitzbüheler Alpen
Zentrale Ostalpen - Kitzbüheler Alpen

Nordwesthang des Kreuzjoch vom Torhelm aus gesehen

Thomas Laiminger

Zillertaler Alpen

Die Zillertaler Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Zentralen Ostalpen. Der größte Teil der Zillertaler Alpen befindet sich im österreichischen Bundesland Tirol gefolgt von der italienischen Provinz Südtirol und einem kleinen Teil im österreichischen Bundesland Salzburg. Die Zillertaler Alpen erreichen auf ihrem Hauptkamm Berghöhen von über 3500 Metern, ihr höchster Berg ist der Hochfeiler (3509 m) Die Zillertaler Alpen grenzen an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Tuxer Alpen (im Norden)
  • Kitzbüheler Alpen (im Nordosten)
  • Venedigergruppe (im Osten)
  • Rieserfernergruppe (im Südosten)
  • Dolomiten (im Süden)
  • Sarntaler Alpen (im Südwesten)
  • Stubaier Alpen (im Westen)

Die Zillertaler Alpen bestehen hauptsächlich aus Granitgneis (Zentralgneis des Zillertaler Kerns) und Gesteinen der Tauernschieferhülle.

Hochfeiler und Zillertal mit Schlegeisspeicher
Hochfeiler und Zillertal mit Schlegeisspeicher

Der Hochfeiler (italienisch: Gran Pilastro) ist mit einer Höhe von 3509 m der höchste Berg der Zillertaler Alpen, einer Gebirgsgruppe der Ostalpen. Sein Gipfel liegt genau auf dem Hauptkamm dieser ...

Petr Drápalík

Hohe Tauern

Lage der Hohen Tauern in den Zentralen Ostalpen

Die Hohen Tauern sind ein Teil der österreichischen Zentralalpen. Zusammen mit den Niederen Tauern und den Ossiacher Tauern bilden sie die Tauern. Der Name Tauern bedeutet so viel wie Bergpass. Das Wort wird sowohl für die Gebirgszüge als auch die Alpenübergänge verwendet.

Die Hohen Tauern tragen ihren Namen zu Recht, an die 300 Berggipfel sind höher als 3000 Meter. Auch den höchsten Berg von Österreich, den Großglockner mit 3.798m finden wir hier. Der Glockner beherbergt außerdem den längsten der vielen Gletscher der Hohen Tauern, die Pasterze. Die Hohen Tauern liegen in den österreichischen Bundesländern Salzburg, Kärnten und Tirol (Osttirol). Der 150 km lange Hauptkamm markiert die Grenze zwischen Salzburg und den beiden anderen Ländern; sein südwestlicher Rand gehört zur italienischen Provinz Südtirol.

Die nördliche Abgrenzung bildet das Tal der Salzach, die südliche das Tal der Drau. Im Westen werden die Hohen Tauern von Krimmler Ache und Tauferer Ahrntal begrenzt, im Osten von Großarltal, Murwinkel und Katschberg-Pass (1642 m). Westlich der Birnlücke (2667 m, Krimmler Tauern) schließen sich die Zillertaler Alpen an, nordöstlich des Murtörls (2260 m) die Gipfel der Radstädter Tauern (siehe auch Niedere Tauern).

Zentralalpen - Hohe Tauern
Zentralalpen - Hohe Tauern

Blick über das Salzachtal bei Wald im Pinzgau in die Venedigergruppe und den Westteil des Europaschutzgebiets und Nationalparks Hohe Tauern. Blick aus der Filzenscharte der Kitzbüheler Alpen das Fi...

Michael Bacher
Hohe Tauern
Hohe Tauern

Lage der Hohen Tauern innerhalb der Ostalpen

Geiserich77

Orografische Einteilung nach AVE

Gemäß der orografischen Einteilung der Ostalpen (AVE) durch den Deutschen und Österreichischen Alpenverein gliedern sich die Hohen Tauern in folgende Gebirgsgruppen (von Westen nach Osten):

  • Venedigergruppe (höchster Gipfel Großvenediger 3662 m ü. A.) mit Durreckgruppe, Panargenkamm und Lasörlinggruppe
  • Granatspitzgruppe (Großer Muntanitz 3236 m)
  • Glocknergruppe (Großglockner 3798 m)
  • Goldberggruppe (Hocharn 3254 m)
  • Ankogelgruppe (Hochalmspitze 3360 m) mit Hafner- und Reißeckgruppe.

Im Süden sind dem Tauern-Hauptkamm vorgelagert:

  • Rieserfernergruppe (Hochgall 3436 m)
  • Villgratner Berge oder Defereggengebirge (Weiße Spitze 2963 m)
  • Schobergruppe (Petzeck 3283 m)
  • Kreuzeckgruppe (Polinik 2.784 m).

Geologie der Hohen Tauern

Die Geologie der Hohen Tauern wird von Kristallin-Gesteinen und Schiefern geprägt, der Aufbau des Gebirges ist jedoch ungewöhnlich kompliziert. Von paläozoischen Gneisen und Glimmerschiefern über Phyllite und Quarzite bis zu mesozoischen Kalken herrscht eine große Vielfalt, die durch die Tektonik des „Tauernfensters“ noch verstärkt wird. Dies macht auch den Reiz der Landschaft aus: von senkrechten Felswänden und scharfkantigen Graten finden sich alle Übergänge bis zu sanften Graskuppen und Hochmooren. Steile Kare und Gletscher wechseln mit verkarsteten Hochflächen und ganzen Gruppen von Bergseen, beliebte Gipfel mit solchen, die nie bestiegen werden. Die Eisgrenze der Hohen Tauern verläuft zwischen 2.700 und 2.900 m.


Venedigergruppe

Die Venedigergruppe ist eine Untergruppe der Österreichischen Zentralalpen in den Ostalpen. Anteil an der Venedigergruppe haben Österreich mit den Bundesländern Salzburg und Tirol sowie Italien mit der Provinz Südtirol. Tirol (Osttirol) hat den größten Anteil an der Gebirgsgruppe. Der höchste Gipfel der Venedigergruppe ist der namensgebende Großvenediger (3657 m). Die Venedigergruppe umfasst den Hauptkamm der Hohen Tauern im westlichen Teil. Sie ist die am meisten vergletscherte Gebirgsgruppe in den Hohen Tauern. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig. Nach einer Sage erblickten einheimische Hirten irgendwann zum ersten Mal die riesige glänzende Eismasse dieser Berge und glaubten, einen Seespiegel mit einer Stadt zu sehen („Venedig“), der Name wird aber auch auf die Venediger zurückgeführt.

Hohe Tauern-Venedigergruppe
Hohe Tauern-Venedigergruppe

Zentrale Venedigergruppe vom Wildenkogel aus gesehen

Magnuss

Die Venedigergruppe grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Kitzbüheler Alpen (im Norden)
  • Granatspitzgruppe (im Osten)
  • Villgratner Berge (im Süden)
  • Rieserfernergruppe (im Südwesten)
  • Zillertaler Alpen (im Westen)

Im Norden bildet das Oberpinzgau die Grenze von Krimml die Salzach flussabwärts bis Mittersill. Im Osten verläuft die Grenze von Mittersill südwärts entlang des Felber Baches, über den Felber Tauern und weiter entlang des Tauernbachs bis Matrei in Osttirol. Von dort folgt die Grenze weiter südwärts der Isel bis zum Ort Huben. Im Süden bildet das Defereggental die Grenze von Huben die Schwarzach flussaufwärts bis zur Jagdhausalm und zum Klammljoch. Vom Klammljoch geht es wieder abwärts entlang des Klammlbachs und durch das Reintal bis Sand in Taufers. Im Westen verläuft die Grenze entlang des Ahrntals von Sand in Taufers bis zur Birnlücke und durch das Krimmler Achental nach Krimml. Die Birnlücke verbindet die Venedigergruppe mit den Zillertaler Alpen. Das Klammljoch stellt die Verbindung zur Rieserfernergruppe her. Der Felber Tauern verbindet die Venedigergruppe mit der Granatspitzgruppe. Während vom Hauptkamm Seitenkämme regelmäßig nach Norden führen, fächern sich nach Süden die Kämme ausladend auf und bilden eigene Untergruppen, so die Durreckgruppe, den Panargenkamm und die Lasörlinggruppe. Zwischen dem stark vergletscherten Hauptkamm und der Lasörlinggruppe befindet sich mit dem Virgental das einzige dauernd besiedelte Tal inmitten der Venedigergruppe. Wesentliche Teile der Venedigergruppe auf österreichischer Seite gehören zur Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern, auf italienischer Seite zum Naturpark Rieserferner-Ahrn.


Granatspitzgruppe

Die Granatspitzgruppe ist eine Untergruppe der Zentralen Ostalpen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen. Sie befindet sich in Österreich in den Bundesländern Salzburg und Tirol. Der höchste Gipfel ist der Große Muntanitz (3232 m). Die Granatspitzgruppe befindet sich im zentralen Teil der Hohen Tauern. Die Felbertauernstraße begrenzt die Gruppe im Westen. Die Gruppe steht etwas im Schatten ihrer berühmten Nachbargruppen mit dem Großglockner und dem Großvenediger. Namensgeber für die Gruppe ist die Granatspitze (3086 m)

Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Granatspitzgruppe
Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Granatspitzgruppe

Die Granatspitze ist ein 3086 m hoher und namensgebender Gipfel der Granatspitzgruppe in den Hohen Tauern

Apollon74

Glocknergruppe

Die Glocknergruppe ist eine Gebirgsgruppe der Zentralen Ostalpen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen und befindet sich im mittleren Teil der Hohen Tauern im Verlauf des Alpenhauptkamms. Die Glocknergruppe liegt in Österreich in den Bundesländern Salzburg, Tirol und Kärnten. Auf dem Gipfel des Eiskögele (3436 m) stoßen die drei Bundesländer zusammen. Der höchste Gipfel der Glocknergruppe und gleichzeitig der höchste Gipfel Österreichs ist der Großglockner (3798 m), welcher der Gebirgsgruppe den Namen gibt. Wesentliche Teile der Glocknergruppe gehören zur Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Ebenfalls in der Glocknergruppe zu finden ist die Pasterze, der größte Gletscher Österreichs.

Die Glocknergruppe grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Kitzbüheler Alpen (im Nordwesten)
  • Salzburger Schieferalpen (im Nordosten)
  • Goldberggruppe (im Osten)
  • Schobergruppe (im Süden)
  • Granatspitzgruppe (im Westen)
Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Großglocknergruppe
Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Großglocknergruppe

Grossglockner vom Südwesten. Der Großglockner (3.797 m) ist der höchste pyramidenförmig erscheinende Gipfel rechts von der Mitte. Der breite großteils schneefreie Berg links davon ist die Glocknerw...

Michael Schmid

Der Großglockner (häufig auch kurz Glockner genannt) ist der höchste Berg Österreichs. Die markante Spitze aus Gesteinen der Grünschieferfazies gehört zur Glocknergruppe, einer Bergkette im mittleren Teil der Hohen Tauern, und gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Ostalpen Der Großglockner ist Teil des Glocknerkamms, eines Gebirgskamms der Glocknergruppe (Österreichische Zentralalpen), der am Eiskögele in südöstlicher Richtung vom Alpenhauptkamm abzweigt und dort die Grenze zwischen den Bundesländern Tirol (Gemeinde Kals am Großglockner) im Südwesten und Kärnten (Gemeinde Heiligenblut am Großglockner) im Nordosten bildet. Diese Grenze ist auch die Wasserscheide zwischen dem Kalser Tal und seinen Seitentälern, dem Teischnitz- und dem Ködnitztal auf der Tiroler und dem Mölltal mit der Pasterze auf der Kärntner Seite. Die Gegend um den Berg ist außerdem seit 1986 Bestandteil des Sonderschutzgebietes Großglockner-Pasterze innerhalb des Nationalparks Hohe Tauern. Der Großglockner ist der höchste Berg der Alpen östlich der 175 km entfernten Ortlergruppe und weist damit nach dem Mont Blanc die zweitgrößte geografische Dominanz aller Berge der Alpen auf

Der Großglockner befindet sich im Mittelteil des Tauernfensters, einer west-östlich ausgedehnten Zone, die durch tektonische Hebung (Exhumierung) im Zusammenspiel mit Erosion entstanden ist. Dort treten heute Gesteine zutage, die aus einer Tiefe von mehr als 10 km in den obersten Bereich der Erdkruste gelangt sind und nachfolgend, aufgrund anhaltender Abtragung des Gebirges, schließlich den ostalpinen Deckenstapel durchbrochen haben. Der Großglockner besteht aus magmatischem Gestein und Sedimenten, die unter dem hohen Druck der Tiefe zu den heutigen besonders harten kristallinen Schiefern umgewandelt wurden. Seine Höhe ist hauptsächlich auf die Verwitterungsbeständigkeit des grünlich gefärbten Gesteins Prasinit (früher Grünstein genannt) zurückzuführen, das, eingebettet in Chloritschiefer, den Gipfel aufbaut. Bei diesem Prasinit handelt es sich um Basalte, die als ehemalige Ozeanböden des Penninischen Ozeans später metamorph überprägt worden sind. Neben Prasinit sind auch Serpentinite, Breccien, Quarzite und Phyllite am Aufbau der Großglockner-Basis beteiligt. Das Großglocknergebiet ist umgeben von mächtigen Schichten des Bündnerschiefers, die an der Nordflanke des Glockners, an der Glocknerwand, am Glocknerkamp und Hohenwartkopf zu Tage treten und aus Kalkglimmerschiefer bestehen. Im Lauf der alpidischen Gebirgsbildung entstand die Obere Glocknerscharte, die den Groß- vom Kleinglockner trennt, durch eine nordöstlich-südwestlich streichende geologische Störung. Diese Gefügestörung zieht sich von der Pallavicinirinne hinauf zur Scharte und verläuft durch die Pillwaxrinne parallel zum Stüdlgrat hinunter ins Ködnitzkees.


Goldberggruppe

Die Goldberggruppe ist eine Untergruppe der Zentralen Ostalpen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen. Die Goldberggruppe befindet sich in Österreich in den Bundesländern Salzburg und Kärnten. Der höchste Gipfel ist der Hocharn, 3254 m ü. A.. Weitere bekannte Gipfel sind der Hohe Sonnblick mit dem Observatorium in 3106 m Höhe und das Schareck mit 3123 m. Die Goldberggruppe befindet sich in der östlichen Hälfte der Hohen Tauern. Im Westen der Gruppe befindet sich die Großglockner-Hochalpenstraße, im Osten der Gruppe verläuft die Tauernbahn.

Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Goldberggruppe
Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Goldberggruppe

Goldbergspitze (3072 m, links), Hoher Sonnblick und Zittelhaus (3106 m, Mitte) and Hocharn (3254 m, Hintergrund rechts), gesehen vom W des Schareck

Michael Schmid

Kreuzeckgruppe

Die Kreuzeckgruppe befindet sich in Österreich in den Bundesländern Tirol und Kärnten. Der Anteil Tirols beschränkt sich auf einen kleinen Zipfel im Westen der Gruppe. Die höchsten Gipfel sind Polinik (2784 m), Striedenkopf (2749 m), Hochkreuz (2709 m) und Kreuzeck (2701 m). Die Kreuzeckgruppe ist hauptsächlich von Gneisen und Glimmerschiefern aufgebaut. Ggeographisch wird sie im Norden vom Mölltal, im Süden vom Oberdrautal begrenzt. Nach Westen begrenzt sie der Iselsberg zur Schobergruppe.

Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Kreuzeckgruppe
Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Kreuzeckgruppe

Der Mölltaler Polinik ist mit einer Höhe von 2784 m der höchste Berg der Kreuzeckgruppe im österreichischen Bundesland Kärnten

Joadl

Ankogelgruppe

Die Ankogelgruppe befindet sich in Österreich in den Bundesländern Salzburg und Kärnten, sie ist der östlichste Teil der Hohen Tauern.Der höchste Gipfel ist die Hochalmspitze (3360 m). Der Ankogel (3252 m) ist der namensgebende Berg der Ankogelgruppe – nicht aber nach der Hochalmspitze die zweithöchste Erhebung. Er liegt in der Nähe von Bad Gastein im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg. Sein Gipfel war ursprünglich 3263 m hoch, ist aber bei einem Bergsturz in der Nacht vom 6. zum 7. Januar 1932 abgebrochen.

Die Ankogelgruppe grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Salzburger Schieferalpen (im Norden)
  • Radstädter Tauern (im Nordosten)
  • Nockberge (im Südosten)
  • Gailtaler Alpen (im Süden)
  • Kreuzeckgruppe (im Südwesten)
  • Goldberggruppe (im Westen)
Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Ankogelgruppe
Zentrale Ostalpen - Hohe Tauern - Ankogelgruppe

Von links: Elendköpfe (3070m), Großelendkopf (3317m, davor Großelendkees), Hochalmspitze (3360m). Lassacher Winkelscharte (2856m). Davor das Winkelkees. Vom Großelendkopf zieht der Grat zum Betrach...

Herz Pinki

Riesenfernergruppe

Die Rieserfernergruppe (italienisch: Gruppo delle Vedrette di Ries) ist ein Gebirge in den Zentralalpen. Es erstreckt sich über das österreichische Bundesland Tirol und die italienische Provinz Südtirol. Das Gebirge liegt mehrheitlich in Südtirol, wo es wiederum fast vollständig im Naturpark Rieserferner-Ahrn unter Schutz gestellt ist. Von den Osttiroler Anteilen gehören bedeutende Flächen zum Nationalpark Hohe Tauern. Die Rieserfernergruppe bildet den südwestlichsten Teil der Hohen Tauern, ihre Ausläufer reichen im Südwesten bis Bruneck im Pustertal. Seinen Namen hat das Gebirge vom Rieserferner, einem Gletscher an der Nordflanke zwischen Hochgall (höchster Gipfel mit 3436 m) und Schneebigem Nock (3358 m).

Der mittlere Teil der Rieserfernergruppe besteht aus einem granitischen Batholith; dieser Batholith wölbt und durchbricht die sogenannte Schieferhülle, Sedimentreste des Penninischen Ozeans, die nach der Jurazeit, vor etwa 150 Millionen Jahren durch ein Auseinanderbrechen des Urkontinents Pangaea in die heutigen Kontinente entstand. Das Gestein der sogenannten Alten Gneise, das in diesem Gebiet der Zentralalpen die Grundlage bildet, wurde während der alpidischen Gebirgsbildung neu gefaltet und umgebildet, so dass von der vorhergehenden variszischen Gebirgsbildung nur noch Relikte in Form von Pegmatitgesteinen westlich des Schneebigen Nock und der Rieserfernerhütte vorkommen. Aus voralpiner Zeit stammt auch der Augengneis von Sand in Taufers.

Gegen Ende der alpidischen Orogenese, vor etwa 30 Millionen Jahren, entstand der Rieserferner-Batholith aus einer Schmelze in großer Tiefe und stieg empor. Durch Erosion der aufliegenden Schieferhülle freigelegt, bildet er den zentralen Bereich der Rieserfernergruppe. Das Gestein besteht aus den Graniten verwandten Gesteinen Diorit und Tonalit. Feldspat, Quarz, Biotit und Hornblende sind die Hauptbestandteile dieses sogenannten Rieserfernergranits. Hochgall, Wildgall, die benachbarten Magersteine und die Berge an der Neuen Barmer Hütte sind aus diesem Material aufgebaut. Der Schneebige Nock im Westen dagegen ist von ursprünglicherem dunklen Gneis bedeckt. Die Hitze des aufsteigenden Magmakörpers veränderte auch die umliegenden Gneise, wodurch Granat, Andalusit und zahlreiche Ganggesteine entstanden. Ein Nebengang des Rieserferner-Batholiths stieg im Süden, westlich von Antholz, am Zinsnock auf. Er hängt mit dem Hauptkörper zusammen und ist oberirdisch durch aufliegendes Gestein im Bereich der Schwarzen Wand getrennt

Zentrale Ostalpen - Riesenfernergruppe
Zentrale Ostalpen - Riesenfernergruppe

Hochgall (links) und Wilgall (rechts) von Norden, von Rein in Taufers

Cactus26

Villgratner Berge

Die Villgratner Berge (auch Defregger Gebirge oder Deferegger Alpen ) sind eine Untergruppe Hohen Tauern. Höchster Gipfel der Gebirgsgruppe ist die Weiße Spitze mit einer Höhe von 2962 m. Die Villgratner Berge liegen großteils in Österreich im Bundesland Tirol und zu einem kleineren Teil in Italien in der Provinz Südtirol, Region Trentino-Südtirol. Sie befinden sich im Süden der Hohen Tauern. Lienz, die Bezirkshauptstadt von Osttirol, befindet sich an der Ostseite des Gebirges. Olang im Pustertal befindet sich an der Westseite. Namensgeber ist das Villgratental, das von Süden aus in die Gruppe hineinführt. Im Rahmen der Annexion Südtirols wurde nach dem Ersten Weltkrieg der Westteil der Villgratner Berge politisch ein Teil Italiens und offiziell in Monti di Casies umbenannt. Dabei handelt es sich aber um keinen gewachsenen Flurnamen, sondern um eine Übersetzung von Ettore Tolomei. Deutschsprachige Südtiroler verwenden häufig die Bezeichnung Gsieser Berge. Historisch und formal korrekt ist also die Bezeichnung Villgratner Berge für den gesamten Gebirgszug zwischen dem Hochstein westlich von Lienz und dem Staller Sattel. Auf Landkarten findet sich aber ebenso der Name Defereggengebirge für den zu Österreich gehörenden Ostteil wie der Name Gsieser Berge/Monti di Casies für den zu Italien gehörenden Westteil.

Zentrale Ostalpen - Villgratner Berge
Zentrale Ostalpen - Villgratner Berge

Die beiden höchsten Gipfel der Villgratner Berge, Weiße Spitze (2962 m, links) und Rote Spitze (2956 m, rechts) gesehen von NW vom Oberseitsee (2576 m)

Mathias Zehring

Schobergruppe

Die Schobergruppe ist eine Gebirgsgruppe der Zentralen Ostalpen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen . Sie befindet sich in Österreich in den Bundesländern Kärnten und Tirol. Der höchste Gipfel ist das Petzeck mit einer Höhe von 3283 m . Die Schobergruppe befindet sich südlich des Alpenhauptkamms, im zentralen Teil der Hohen Tauern. Namensgeber ist der Berg Hochschober, 3240 m. Im W der Gruppe verläuft die Felbertauernstraße, im S befindet sich Lienz, die Bezirkshauptstadt von Osttirol und im E verläuft die südliche Zufahrt zur berühmten Großglockner-Hochalpenstraße. Die Schobergruppe ist Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Kärnten brachte 1981 die Schobergruppe zusammen mit der Glocknergruppe als die ersten zwei Gebirgsgruppen in den Nationalpark ein.

Zentrale Ostalpen - Schobergruppe
Zentrale Ostalpen - Schobergruppe

Der Petzeck links und rechts davon Kruckelkopf und Hoher Perschitzkopf

Franz Unterwaining (Franz-alpin)

Östliche Zentralalpen

Niedere Tauern

Im Gegensatz zu den westliche Zentralalpen sind die östlichen Zentralalpen niedriger und in mehrere Kämme aufgeteilt, zwischen denen sich Senkungsfelder befinden. Die Niederen Tauern sind heute unvergletschert, weisen jedoch glaziale Formen wie Kare und Karseen, Grate und Pyramidengipfel (besonders im widerstandsfähigen Granitgneis) auf. Südlich der Mur-Mürz-Furche überwiegen trotz Höhen über 2000 m die Mittelgebirgsformen: breite Rücken sind vermutliche Reste eines tertiären Flachreliefs und zeigen nur stellenweise Karbildungen. Ebenso sind mehr Matten- als Felsregionen und weite Fichtenwälder zu finden.

Die Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) unterteilt die Niederen Tauern in vier Untergruppen:

  • Radminger Tauern
  • Schladminger Tauern
  • Rottenmanner und Wölzer Tauern
  • Seckauer Tauern (Alpen)
Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern
Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern

Ostalpen (hellgrau). Niedere Tauern (gelb). Einteilung basierend auf einer Übereinkunft der Alpenvereine von 1984.

Geiserich77

Radstädter Tauern

Die Radstädter Tauern sind eine Untergruppe der Zentralalpen in den österreichischen Ostalpen. Zusammen mit den Schladminger Tauern, den Rottenmanner und Wölzer Tauern und den Seckauer Tauern bilden die Radstädter Tauern die Großgruppe der Niederen Tauern. Das Gebirge befindet sich im Osten des österreichischen Bundeslandes Salzburg zwischen den Oberläufen der Flüsse Enns und Mur. Die höchsten Gipfel sind das Weißeck (2711 m), der Hochfeind (2687 m) und das Mosermandl (2680 m).

Die Radstädter Tauern bilden den westlichsten Teil der Niederen Tauern. Sie grenzen im Südwesten an die Hohen Tauern, im Nordwesten an den Pongau und im Osten an die Schladminger Tauern. Namensgeber ist der Ort Radstadt im Ennstal.

Die Radstädter Tauern grenzen an folgende Gebirgsgruppen der Alpen:

  • Schladminger Tauern (im Osten)
  • Nockberge (im Südosten)
  • Ankogelgruppe und Hafnergruppe (im Westen)
  • Salzburger Schieferalpen (im Norden)
Niedere Tauern - Radstädter Tauern
Niedere Tauern - Radstädter Tauern

Blick vom Weinschnabel nach Norden, oberer und unterer Schwarzsee, Frauennock (2678m); Im Hintergrund Faulkogel und Mosermandl

Gerdsch

Schladminger Tauern

Die Schladminger Tauern sind eine Untergruppe der Zentralalpen in den Ostalpen. Zusammen mit den Radstädter Tauern, den Rottenmanner und Wölzer Tauern und den Seckauer Tauern bilden die Schladminger Tauern die Großgruppe der Niederen Tauern. Das Gebirge befindet sich in Österreich in den Bundesländern Salzburg und Steiermark. Die höchste Erhebung ist mit 2.862 m der Hochgolling.

Die Schladminger Tauern gliedern sich in sechs Untergruppen (von West nach Ost):

  • Seekarspitzen-Gruppe zwischen Radstädter Tauern (1738 m) und Oberhüttensattel (1866 m.):
  • Kalkspitzen-Gruppe zwischen Oberhüttensattel (1866 m) und Lignitzhöhe (2205 m) :
  • Hochgolling-Gruppe zwischen Lignitzhöhe (2205 m) und Waldhorntörl (2283 m):
  • Hochwildstellen-Gruppe zwischen Waldhorntörl (2283 m) und Lanschitzscharte (2345 m) :
  • Preber-Gruppe zwischen Lanschitzscharte (2345 m) und Hubenbauertörl (2051) :
  • Knallstein-Gruppe zwischen Hubenbauertörl (2051 m) und Sölkpass (1788 m):
Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern - Schaldminger Tauern
Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern - Schaldminger Tauern

Schladminger Tauern, Klafferkessel, Steiermark, Ennstal

Ewald Gabardi

Rottenmanner und Wölzer Tauern

Die Rottenmanner und Wölzer Tauern sind eine Untergruppe der Zentralalpen in den Ostalpen , sie befinden sich im Bundesland Steiermark. Die Rottenmanner und Wölzer Tauern befinden sich im mittleren Abschnitt der Niederen Tauern zwischen dem Sölkpass und dem Triebener Tauernpass. Sie bilden eine zusammenhängende Untergruppe. Die Rottenmanner Tauern bilden den nordöstlichen Teil der Untergruppe. Sie sind nach dem Ort Rottenmann benannt. Die Wölzer Tauern bilden den zentralen und südlichen Teil der Untergruppe. Namensgeber sind hier die Orte Oberwölz und Niederwölz. Höchster Punkt ist die Rettlkirchspitze.

Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern - Rottenmanner Tauern
Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern - Rottenmanner Tauern

Großer Scheibelsee, Edelrautehütte und Scheibelalm. Im Bild links das Hauseck

Gerdsch

Seckauer Tauern

Die Seckauer Tauern (auch Seckauer Alpen) sind eine Gebirgsgruppe der Zentralen Ostalpen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen. Das Gebirge befindet sich im österreichischen Bundesland Steiermark. Die Seckauer Tauern sind der östlichste Teil der Niederen Tauern; sie werden durch die Täler von Ingeringbach und Liesing begrenzt. Namensgeber ist die Marktgemeinde Seckau, die 5 km nördlich von Knittelfeld liegt und durch ihre Benediktinerabtei bekannt ist. Der nordwestliche Teil des Gebirges wird auch als Triebener Tauern bezeichnet. Über diesen Teil führt der Triebener Tauern genannte Pass von Trieben nach Judenburg. Die höchsten Gipfel sind das Geierhaupt (2417 m), der Hochreichhart (2416 m), der markante Seckauer Zinken (2398 m) sowie der Gamskogel (2386 m).

Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern - Seckauer Tauern
Zentrale Ostalpen - Niedere Tauern - Seckauer Tauern

Geierhaupt, Seckauer Alpen

Erika Tiefengraber

Gurktaler Alpen

Die Gurktaler Alpen sind ein Gebirgszug der Zentralalpen in Österreich südlich der Mur zwischen Katschberg bzw. Liesertal im Westen und Neumarkter Sattel im Osten. Im Süden werden sie von der Drau begrenzt. Höchster Gipfel ist der steirische Eisenhut (2441 m) in den Nockbergen, der bedeutendsten Teilgruppe. In den Gurktaler Alpen liegen Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See, Afritzer See, Brennsee und Turracher See sowie der Schwarzsee am Mirnock in der südlichen Nockbergeregion und der Falkertsee in der Gemeinde Reichenau.


Lavanttaler Alpen

Die Lavanttaler Alpen sind Teil der österreichischen und slowenischen Zentralalpen zwischen Mur und Drau. Sie sind nach dem zentralen Lavanttal in Kärnten benannt. Zu den Lavanttaler Alpen zählen: Gleinalpe, Koralpe, Packalpe mit der Stubalpe, Poßruck, Saualpe und die Seetaler Alpen

Zentrale Ostalpen -  Gurktaler Alpen (Nockberge)
Zentrale Ostalpen - Gurktaler Alpen (Nockberge)

Blick von der Lattersteighöhe (2.264 m) auf den Eisenhut (2.441 m) und den Wintertalernock (2.394 m), gehörend zu den Nockbergen in Turrach, Steiermark

Johann Jaritz
Lavanttaler Alpen
Lavanttaler Alpen

Ameringkogel von NW (Größenberg) (2187m)

WA-Wien

Randgebirge östlich der Mur

Die östlichen Bergketten trennen sich gegen die Vorländer im Osten und Südosten hin charakteristisch in zwei Züge, deren einer nach Nordosten die nördlichen Kalkalpen begleitet, und einen südöstlichen Ast. Sie umschließen einige Senkungs- und Sedimentbecken, und große randalpine Becken, in denen Erdöl und Kohle gefördert wird (v.a. Grazer, Wiener und Fohnsdorfer Becken), und auch rezenter Vulkanismus zu finden ist (Steirisches Vulkanland, Raum Graz). Die Steirischen Randgebirge (Randgebirge östlich der Mur) reichen noch an die 2000 m heran und umfassen im Halbkreis die Grazer Bucht, die größte der randalpinen Becken, und enden nach der ungarischen Grenze in waldbedeckten Mittelgebirgsspornen.

Im Nordosten grenzen sie ebenso wie der Wienerwald an der breiten Senke des Wiener Beckens, wo die früheren Berge nun unter 2–6 km dicken Sedimentschichten liegen. Jenseits dieser Bruchzone bilden einige Inselgebirge (Leithagebirge und Hainburger Berge) eine Brücke zu den Karpaten. Zwischen ihnen drängt sich der Donaustrom durch die Hainburger Pforte in die Ungarische Tiefebene. Im Süden streifen die Zentralalpen in das Bachergebirge (Pohorje) Sloweniens aus. Nach Osten hin taucht der Zentralalpin in die Pannonische Tiefebene ab – und der Tiefe findet er sich noch bis in den ungarischen Donauraum.

Das Randgebirge östlich der Mur ist eine in der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) unter der Nr. 47 eingeführte Gebirgsgruppe der Ostalpen. Sie erfasst die östlichen Ausläufer der Zentralalpen und die Vorberge des östlichen und südöstlichen Vorlands.

Zentrale Ostalpen - Randgebirge östlich der Murr
Zentrale Ostalpen - Randgebirge östlich der Murr

Hochlantsch im Grazer Bergland in der Steiermark MArion Schnieder und Christoph Aistleitner

Marion Schnieder und Christoph Aistleitner

Umgrenzung des Randgebirges

  • im Nordosten berührt es den Wienerwald
  • zu den Gutensteiner Alpen entlang dem Steinfeld–Neunkirchen–Ternitz
  • Rax-Schneeberg-Gruppe: die Linie von Ternitz–Gloggnitz–Schottwien über den Semmering-Pass bis Mürzzuschlag im Mürztal
  • von Mürzzuschlag bis Bruck an der Mur grenzen die Mürzsteger Alpen an
  • die Lavanttaler Alpen trennt die Mur bis Spielfeld
  • die Ostgrenze läuft unspezifisch entlang der Ungarischen Tiefebene, des Neusiedler Sees und über Bruck an der Leitha in das Wiener Becken

Die Gebirgsgruppe wird im Allgemeinen in folgende Regionen untergliedert:

  • Fischbacher Alpen (Stuhleck 1783 m)
  • Wechsel (Hochwechsel 1743 m)
  • Grazer Bergland (Hochlantsch 1720 m)

Daneben umfasst es die östlichen und südöstlichen Vorberge der Alpen:

  • Leithagebirge (Sonnenberg 484 m)
  • Rosaliengebirge (Heuberg 748 m)
  • Ödenburger Gebirge (Brentenriegel 606 m)
  • Bucklige Welt (Hochwechsel 1743 m)
  • Joglland (Hochwechsel 1743 m)
  • Günser Bergland, auch Günsergebirge (Geschriebenstein 884 m)


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