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Die Alpen

Relief Ostalpen -Westalpen
Relief Ostalpen -Westalpen

Ostalpen-Westalpen-Untergliederung;
Alpenrelief01

Perconte

Gliederung




Eine international anerkannte Einteilung der Alpen in Untergruppen ist nach wie vor nicht vorhanden und in absehbarer Zeit auch nicht zu erwarten. Nahezu jedes Alpenland teilt die Alpen unterschiedlich ein. Während für die Ostalpen zumindest für die deutschsprachigen Touristen durch die AVE, die Alpenvereinseinteilung der Ostalpen, eine im Grossen und Ganzen befriedigende Unterteilung erreicht worden ist, sind die Westalpen weit davon entfernt.

Leider gibt es nach wie vor Uneinheitlichkeit in der Umgrenzung der Gebirgsgruppen; dies bezieht sich aber nicht allein auf bestimmte Gebiete, sondern gilt für den gesamten Alpenbogen, da eine international anerkannte Einteilung der Alpen in Untergruppen nach wie vor nicht vorhanden ist. Frankreich und Italien allerdings haben eine einheitliche Gebirgsgruppeneinteilung der Westalpen, die auf ein Abkommen aus dem Jahr 1924 zurückgeht (ähnlich der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen AVE, s.o.), sodass sich eine international nicht einheitliche Handhabung der Umgrenzungen vorrangig aus Sicht der Teilhabestaaten der Ostalpen konstatieren lässt.

Im Laufe der Zeit haben sich vor allem in Bezug auf die geografische Gliederung des Gesamtgebirges zwei Systeme herausgebildet, die sich nur teilweise miteinander vereinbaren lassen und weiten Raum für grundlegende Missverständnisse offenlassen. Eine wesentliche Gemeinsamkeit beider Systeme ist allerdings die Dreiteilung entlang der gesamten Alpenkette in einen zentralen Teil sowie einen am Bogen äußeren (im Norden und Westen) und inneren Teil (Süden).



Zweiteilung der Alpen

In Österreich, Südtirol und Deutschland werden die Alpen in die Haupteinheiten West- und Ostalpen unterteilt. Diese Gliederung greift die geologischen und die davon abgeleiteten geomorphologischen Unterschiede auf, die sich im Übergang von der Schweiz zu Österreich etwa an der Linie Rheintal – Comer See vor allem in Bezug auf die nördliche Hälfte der Alpenkette ergeben. Verbreitet ist diese Zweiteilung sowohl im wissenschaftlichen und legislativen Kontext wie auch in der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (MORIGGL 1924, Rev. 1984), oder der SOIUSA (Suddivisione Orografica Internazionale Unificata del Sistema Alpino, Marazzi 2005)



Dreiteilung der Alpen

In Italien und Frankreich gibt es eine traditionelle einheitliche Dreigliederung der Alpen in West-, Zentral- und Ostalpen, die Partizione delle Alpi (1924), die weniger auf geologischen Kriterien, sondern auf historischer geografischer Übereinkunft beruht. Nach der in Frankreich, Italien angewandten geografischen Gliederung beginnen die Westalpen am Mittelmeer und reichen bis zur Linie Aostatal – Mont Blanc, die Zentralalpen liegen zwischen Aostatal / Mont Blanc und Brennerpass und die Ostalpen ziehen vom Brennerpass bis nach Slowenien.

Diese Dreiteilung findet sich auch in der Einteilung der Schweizer Alpen nach SAC, die die Zentralalpen in diesem Sinne großteils abdeckt.



Andere Gliederungen

Genauso vielfältig sind die Gliederungen, die auf Klima, Vegetation oder die Besiedelung der Alpen eingehen:

  • von außen nach innen drei Regionen: Alpenvorland, Voralpen und inneralpine Region
  • die topografische Grobgliederung in mittelgebirgige Randzonen und die Hochalpen mit Gipfelhöhen über 1500 m
  • die biogeografisch definierten Höhengürtel der Alpen: die alpinen Tallagen einschließlich der Hügellandstufe (bis etwa 700–900 m), die Gebirgsstufe bis zur oberen Waldgrenze (1500–2000 m), die Hochgebirgsstufe oder Alpinstufe bis zur Schneegrenze (2000–3100 m) und darüber in die Nivalstufe mit den Gletscherregionen.




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