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Lagerstätten

IOCG Lagerstätte Prominent Hill
IOCG Lagerstätte Prominent Hill

IOCG Lagerstätte Prominent Hill; Entwicklung von Sep. 2008 bis Sept. 2010

Geomartin


IOCG-Lagerstätten




Was sind IOCG-Lagerstätten?

IOCG (Iron-Oxide-(associated) Copper-Gold-Typ-Lagerstätte (Kupfer-Gold-Lagerstätten mit assoziiertem Eisenoxid) stellen eine neu erkannte Klasse hydrothermaler Erzlagerstätten dar, welche wirtschaftlich von großem Interesse sind. Sie bilden einen signifikanten Lagerstättentyp im Portfolio vieler Explorations- und Bergbauunternehmen. Die Anzahl der IOCG-Lagerstätten hat seit Ende der 1990er Jahre dramatisch zugenommen. Parallel dazu erweiterte sich das Wissen um die Bildungsprozesse dieses enigmatischen Lagerstättentyps.

Die IOCG-Lagerstätten treten weltweit in unterschiedlichsten gelogischen Settings auf, deren Bildungshöhepunkte in paläo-mesoproterozoischen Terrains lagen. Beispiele von weltbedeutenden Lagerstätten im Proterozikum kennt man in Brasilien und Australien; andere werden noch in Skandinavien, Zentralafrika, Indien und Canada exploriert. Mesozoische und känozoische IOCG-Beispiele gibt es in Chile und Peru. Einige der weltgrößten Erzlagerstätten sind IOCG; u.a. die riesige Cu-Ag-Au-U-Lagerstätte Olympic Dam in Australien und die Eisenerzgrube Kiruna in Schweden. (Die IOCG-Lagerstätten Olympic Dam in Südaustralien wurde in den 1980er Jahren als eigenständiger Lagerstättentyp erkannt).

IOCG-Lagerstätten werden als hydrothermal gebildete metasomatische Produkte großer Erdkrusten-Verwitterungsereignisse im Zusammenspiel mit intrusiven Aktivitäten betrachtet. Sie werden getrennt von anderen großen intrusiv entstandenen Cu-Lagerstätten (wie Porphyr-Cu-Lagerstätten) klassifiziert, bedingt durch ihre substantielle Akkumulation von Eisenoxidmineralien, ihrer Assoziation mit felsisch-intermediären Intrusiva-Typen (Na-Ca-reiche Granitoide) und dem Fehl der komplexen Zonierung in den Verwitterungsprodukten, welche gewöhnlich mit Porphyr-Lagerstätten assoziiert sind.

Die IOCG-Mineralisation kann innerhalb metasomatisierter Ganggesteine, innerhalb brekzierter Maar- oder Caldera-Strukturen, Verwerfungen oder Falten oder anderer intrusiver Ereignisse (möglich als Skarn) akkumulieren und ist typisch von einer substantiellen Anreicherung von Eisenoxiden (Hämatit, Magnetit) begleitet. IOCG-Lagerstätten tendieren zu einer Akkumulation innerhalb eisenreicher Gesteine wie BIF und Eisenschiefer sowie (in einigen Fällen) metasomatische Eisenanreicherungen siliziklastischer Gesteine.

IOGC-Lagerstätten sind charakteristisch an felsische Magmatite wie Granite und Rhyolite gebunden. Es handelt sich dabei um große hydrothermale Brekzienkörper mit hohen Gehalten an Eisen in Form von Hämatit und/oder Magnetit. Diese Lagerstätten entstanden vermutlich unter einem Vulkankomplex. Hydrothermale Fluide führten zur Bildung von Brekzien aus Magmatiten und setzten Eisenoxide, Kupfersulfide, gediegenes Gold sowie weitere Minerale ab.

Das Alter der weltweiten IOCG-Lagerstätten reicht von 1,8 Mrd bis 15 Mio Jahren; die meisten sind jedoch im Oberen Proterozoikum zwischen 1,6 Ga und 850 Ma entstanden.

Die typischen Erzmineralien der IOCG-Lagerstätten sind Chalcopyrit und Pyrit. Gangmineralien sind typisch irgendeine Form von Eisenoxidmineral (klassisch Hämatit, aber auch Magnetit). Silikatische Gangmineralien sind Aktinolith, Pyroxene, Turmalin, Epidot, Chlorit, Apatit, Allanit-(Ce) und andere Phosphatmineralien. REE-Mineralien sind meist mit Phosphatmineralien assoziiert.


Bekannteste IOCG-Lagerstätten

Die bedeutendsten IOCG-Lagerstätten befinden sich in mesoproterozoischen Gesteinen Australiens wie zum Beispiel Earnest Henry (Queensland), Prominent Hill und Olympic Dam (beide in Süd-Australia).

  • Australien

    • Olympic Dam, South Australia: 8,330 million tonnes of ore at 0.8 % Cu, 280 ppm U3O8, 0.76g/t Au and 3.95 g/t Ag + 151 Mt at 1.0 g/t Au
    • Prominent Hill Mine, South Australia: 152.8 Mt at 1.18 % Cu, 0.48 g/t Au, 2.92 g/t Ag + 38.3 Mt at 1.17 g/t Au
    • Hillside, South Australia : 170Mt @ 0.7 % Cu and 0.2 g/t Au (upgraded resource estimate Dec2010)
    • Wilcherry Hill, South Australia: +60Mt @ 31% Fe, associated Cu and Au
    • Cairn Hill : Resources 14Mt @ 50% Fe, 0.2% Cu, 0.1 g/t Au. Reserves of 6.9Mt @ 51.% Fe, 0.2% Cu and 0.1 g/t Au
    • Carapateena, South Australia: 203Mt @ 1.31% Cu, 0.56g/t Au, only partially explored. Best drilling results include 905 m at 2.1 % Cu and 1.0 g/t
    • Ernest Henry : 122 Mt at 1.18 % Cu, 0.55 g/t Au
    • Mt. Elliot : 475 Mt at 0.5 % Cu, 0.3 g/t Au
  • Chile

    • La Candelaria, Chile Cu-Au-Ag Deposit: Resources of 600 Mt @ 0.95% Cu, 0.2 g/t Au, 3 g/t Ag. Reserve comprises 470 Mt @ 0.95% Cu, 0.22 g/t Au, 3.1 g/t Ag
    • Mantoverde Cu-Au Deposit: Cu oxide resources 180 Mt @ 0.5% Cu overlying a sulfide resource of >400 Mt @ 0.52% Cu.
  • Brasilien

    • Cristalino Cu-Au Deposit: 500 Mt @ 1.0% Cu, 0.2-0.3 g/t Au. Reserves amount to 261 Mt @ 0.73% Cu
    • Sossego Cu-Au Deposit: 355 Mt @ 1.1% Cu, 0.28 g/t Au. Reserves of 245 Mt @ 1.1% Cu, 0.28 g/t Au
    • Igarapé Bahia Cu-Au-(REE)-(U): >30Mt @ 2g/t Au.
    • Alemão Cu-Au-(REE)-(U): Resources of 170 Mt @ 1.5% Cu, 0.8 g/t Au (depleted).
    • Salobo Cu-Au: Reserves of 986 Mt @ 0.82% Cu, 0.49 g/t Au at a 0.5% Cu cutoff (2004).
  • Peru

    • Marcona Mine 1,400 million tonnes iron ore
    • Pampa de Pongo 1,000 million tonnes 75% magnetite
    • Mina Justa copper-gold deposit

IOGC-Lagerstätte Salobo
IOGC-Lagerstätte Salobo

Archaische bis paläproterozoisch-;
neoproterozoische IOGC- (Mo)-Lagerstätte
Salobo in der Carajás Mineral Provinz,
Süd-Amazonas-Kraton, Brasilien; in SAloboBrazilIOCG-LAgerstättejulisma...

Julismar Peruzzolo
IOCG-Lagerstätte Marcona in Peru
IOCG-Lagerstätte Marcona in Peru

Lagerstätte Marcona, Ica, Peru (Jetzt: Neu Shougang Hierro Peru)

America Economia
IOGC-Lagerstätte La Candelaria
IOGC-Lagerstätte La Candelaria

Candelaria-Tagebau nahe Copiapo, Region III , Chile. Freeport McMoRAn

Mc Moran

Einzelbeschreibungen


Olympic Dam in Australien

Bergbaukomplex Olympic Dam
Bergbaukomplex Olympic Dam

Blick auf Olympic Dam mit den Hauptschächten;
Sir Lindsay Clark Shaft (links) und Robertson Shaft (rechts)

Geomartin

Die bedeutendsten IOCG-Lagerstätten befinden sich in mesoproterozoischen Gesteinen Australiens wie zum Beispiel Earnest Henry (Queensland), Prominent Hill und Olympic Dam (beide in Süd-Australia).

Olympic Dam stellt einen der größten Erzkörper der Erde dar mit derzeit vermuteten Ressourcen von 8,4 Milliarden Tonnen Erz. Die Erzgehalte liegen zwischen 0,5 und 2 % für Kupfer und 0,5 und 1,5 g/t Gold. In den meisten Lagerstätten diesen Typs befinden sich reine Kupfer- und Goldvorkommen, während Olympic Dam auch Uran und Silber enthält. Diese Lagerstätte stellt die größte bekannte Uranlagerstätte der Erde dar.

Olympic Dam gilt als der Prototyp für diese Lagerstättengruppe, der vor der Entdeckung von Olympic Dam unbekannt war. Die Lagerstätte befindet sich in einem etwa 1,58 Ga alten Granit, welcher von etwa 300 m neoproterozoischen Sedimenten überlagert wird. Hydrothermale Prozesse haben den Granit brekziiert und mit Eisen, Kupfer, Uran, Gold, Silber sowie Seltenen Erden angereichert. Die Lagerstätte hat in der Aufsicht eine kreisförmige Gestalt mit einer etwa 5 km langen schmalen Verlängerung nach Nordwesten. Der Tiefbau findet derzeit in dem nordwestlichen Teilstück statt, der Tagebau soll das kreisförmige Zentrum erschließen. Die nachgewiesenen Ressourcen der Lagerstätte liegen bei 8,3 Milliarden Tonnen Erz mit 0,8% Kupfer, 0,028% Uranoxid und 0,5 g/t Gold. Die derzeit geförderten Erze aus dem Nordteil enthalten einen etwa doppelt so hohen Erzgehalt. Die Erzlagerstätte reicht bis in eine Tiefe von mindestens 2.200 m. Olympic Dam ist damit eines der größten Erzvorkommen der Erde und stellt die mit Abstand größte nachgewiesene Uranressource dar.

Die Lagerstätte Olympic Dam ist insofern ungewöhnlich, weil sie eine große Menge Seltene Erden und Uran enthält. Bis heute war es jedoch nicht möglich, ein wirtschaftlich sinnvolle Methode zur Gewinnung der Seltenen Erden zu entwickeln. Seitdem sind viele andere IOCG-Lagerstätten in der Welt identifiziert worden, wenngleich es kaum Informationen bezüglich ihres Selten Erd-Gehalts gibt. (Treffender wäre die Bezeichnung IOCG-U, Ag, REE-Lagerstätte).


Kiruna in Schweden

Kiruna ist eine Lokalitätsbezeichnung für eine Eisenerz-Lagerstätte in Lappland mit den Revieren Kirunavaara, Luossavaara, Rektorn, Haukivaara, Tuollavaara, Lappmalmen und Nukutus. Die Lokalitäten, welche unter dem Namen Kiruna beschrieben werden, sind nur diejenigen, welche sehr nahe bei der Stadt liegen. Die Eisenerze des Reviers werden seit Ende des 19. Jh. abgebaut; es gab zuvor jedoch schon Kupferbergbau im 17. Jh. (Svappavaara) und kürzlich bei Viscaria, Pahtahavara (aufgelassen 1997). Kiruna ist der weltgrößte und modernste Untertage- Eisenerzbergbau im Norden von Schweden, begonnen vor über 100 Jahren.

Eine lange Zeit wurden die Magnetit-Apatit-Erze von Kiruna und Malmberget in Nord-Schweden als orthomagmatische Segregationen subvulkanischen oder intrusiven Ursprungs betrachtet (die Lagerstätte wurde bisher als magmatogen, bzw., auch sedimentogen angesehen). Einige Autoren jedoch (e.g., HITZMANN et.al., 1992; SKIRROW et al., 2004) betrachten Kiruna in Schweden als IOCG-Lagerstätte ähnlich > Olympic Dam mit magmatisch-hydrothermaler Bildung (1). Die Wirtsgesteine liegen innerhalb palaäoproterozoischer felsischer vund intrusiver Gesteine (WEIHED & WILLIAMS, 2005). Die Erzkörper sind i.d.R. schichtgebunden und tafelig und erreichen bei Kiruna eine Mächtigkeit von 200 m, eine streichende Länge von 4 km und eine Teufe von 1.500 m. Die Erzparagenese besteht aus Magnetit, Hämatit, Fluorapatit, Aktinolith, Tremolith und Klinopyroxen, mit einem Fe-Gehalt von ca. 55-65% und Phosphor von 1-2%. Die Reserven betragen ca. 3000 Mio t (Mt) (POHL, 2010)

Die Lagerstätte bildete sich ungefähr vor 1,6 Mrd. Jahren nach intensivem Vulkanismus durch die Ausfällung von eisenreichen Lösungen auf einem Syenit-Porphyr-Grundstock. Der Dyke wurde durch weitere vulkanischen Ablagerungen aus Rhyolith und Sedimenten überlagert, bevor es in die heutige Lage gekippt wurde. Die Lagerstätte besteht beinahe ausschließlich aus Magnetit und Apatit. Das Gestein enthält bis zu 60 % Eisen und durchschnittlich 0,9 % Phosphor. Der Phosphoranteil stammt von dem stellenweise eingeschlossenen Apatit. Die Anzahl der Einschlüsse steigt gegen das Muttergestein und gegen Süden.

Das Kiruna-Flöz stellt durch seinen hohen Magnetit-Gehalt die zweitstärkste magnetische Anomalie der Erde dar. Das an der Erdoberfläche gemessene Maximum von 70.000 nT ist etwa gleichstark wie das magnetische Normalfeld. Sogar in 400 km Höhe konnten vom ESA-Satelliten Swarm noch 10 nT festgestellt werden. Das Flöz ist ungefähr vier Kilometer lang und durchschnittlich 80 Meter mächtig. Die Mächtigkeit nimmt in die Tiefe und gegen Norden auf 150 bis 180 Meter zu. Es fällt um 50 bis 60 Grad und streicht in nordöstliche Richtung. Die Tiefe der Lagerstätte ist unbekannt, sie reicht aber sicher bis zwei Kilometer.

(1) Anmerkung

Die Genese von Kiruna ist nach wie vor unklar und Kiruna wird auch nicht zu den IOCG sensu-strictu gezaehlt - die neue vorgeschlagene Obergruppe ist wohl nun iron-oxide associated deposits, davon sind IOCG eine Untergruppe und P-rich iron-oxide deposits (Kiruna) eine andere (GROVES et al, 2010). Auch die lTheorie der iquidmagmatische Entstehung des Magnetits lebt noch, siehe Literatur.

IOCG-Lagerstätte Kiruna
IOCG-Lagerstätte Kiruna

Der weltgrößte und modernste Untertage- Eisenerzbergbau im Norden von Schweden, begonnen vor über 100 Jahren; die Lagerstätte wurde bisher als magmatogen, bzw., auch sedimentogen angesehen, ist jed...

LKAB
Aufbereitung Kiruna
Aufbereitung Kiruna

Lappland, Schweden.

LKAB

Salobo in Brasilien

Der Amazonas in Nord-Brasilien
Der Amazonas in Nord-Brasilien

Einer der vielen Seitebfüsse des Amazonas im Bundesstaat Pará in Brasilien.

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Die neuentdeckte gigantische IOCG- (Eisenoxid-Cu-U-Au-REE)-Lagerstätte Salobo liegt im Nationalen Waldgebiet Floresta Nacional Tapirapé-Aquiri, im äußersten W von Marabá, ca. 90 km von Parauapebas, 30 km N von Igarapé Bahia und Alemao im Distrikt Carajás in Brasilien. Es ist das größte jemals in Brasilien gefundene Kupfervorkommen. Die Erschließungskosten liegen bei 1,8 Mrd US$. Der Abbau sollte 2011 begonnen werden, wird aber nach neuen Meldungen auf Anfang 2012 verlegt. Pará, der östliche der beiden großen Bundesstaaten am Amazonas, ist zum überwiegenden Teil von Regenwald bedeckt, dessen Fläche jedoch durch zunehmende Abholzung vor allem an der Ostgrenze immer weiter schrumpft.

Durch Explorationsarbeiten des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale wurden in Salobo auch Lagerstätten von REE-Mineralien entdeckt; die Lagerstätte hat eine große Ähnlichkeit mit dem REE-Vorkommen Olympic Dam in Australien.

Geologie und Lagerstätte

Die Lagerstätte liegt in einem Trondheimit-Deckgebirge der archaischen Igarapé Salobo Gruppe, welche aus eisenreichen Schiefern (gebänderte Eisenformation), Metagrauwacken, Amphiboliten und Quarziten besteht. Die hydrothermal gealterten Amphibolite unterlagen einer Alkali-Metasomatose, woraus sich wesentliche Änderungen in der Zusammensetzung ergaben.


Salobo
Salobo

Waldrodung und Planierungsarbeiten vor Errichtung des Tagebaus Salobo im Jahr 2008; Quelle: Panoramio

Helvio Bartels Alves
Salobo
Salobo

Errichtung von Minenverwaltung und Zentrum des Tagebaus; Quelle: Panoramio

Helvio Bartels Alves
Salobo
Salobo

Minenfahrzeug

Helvio Bartels Alves

Guelb-Moghrein in Mauretanien

Die IOCG-Lagerstätte Guelb-Moghrein liegt ca. 250 km NE von Nouakchott, der Hauptstadt des Landes Mauretanien, nahe der Stadt Akjoujt am Guelb Moghrein, einem Hügel 5 km nördlich des Ortes. Die Kupfervorkommen des Gebietes waren bereits im Mittelalter bekannt, 1940 wurden sie von Geologen entdeckt. Während der französischen Kolonialzeit lag hier eine Fort Repoux genannte Garnison. Eine Siedlung wurde 1970 gegründet, als die Bergbaugesellschaft Société Minière de Mauritanie (SOMIMA) in der unmittelbaren Nähe mit dem Abbau der einzigen Kupfererzvorkommen des Landes begann. (wikipedia) Einen neuen Anlauf unternimmt seit 2004/2005 die kanadische Firma First Quantum Minerals, die eine Konzession erwarb, um in den Minen zugleich Kupfer und Gold abzubauen.

Die Kupfermine wird von MCM (Mauretanian Copper Mines), einer Tochterfirma von First Quantum, betrieben. Das Guelb Moghrein-Erz hatte 2009 einen Kupferanteil von 1,6 Prozent. In diesem Jahr betrug die Ausbeute 36.608 Tonnen Kupfer und 93.352 Unzen Gold. Dafür mussten 2,74 Millionen Tonnen Erz mit der dreifachen Menge Abraum gefördert werden. Im Dezember 2009 schätzte das Unternehmen die verbleibende Abbauzeit auf 7 ½ Jahre . (Wikipedia).

Geologie der Lagerstätte Die Lagerstätte Guelb Moghrein liegt in der Gegend von Akjoujt an einer Krümmung der Mauretaniden Gebirgskette. Diese formt einen komplexen, ostvergenten Falten und Überschiebungsgürtel, der vom Senegal im Süden bis West Sahara im Norden reicht. Sie besteht aus spätproterozoischen bis ordovizischen (Alter rund 0,6 bis 0,5 Milliarden Jahre) Kalken, Dolomiten und Breccien, die zentral gehoben und dann abgetragen wurden. Die Nebengesteine der Lagerstätte sind metamorphe vulkanische, vulkanoklastische und epiklastische Gesteine, die im Norden und Osten auf archaisches Grundgebirge aufgeschoben worden sind. Die metamorphe Fazies variiert zwischen unterer Grünschieferfazies und unterer Amphibolitfazies im Überschiebungsbereich. Im Vergleich ihrer Struktur und ihrer Mineralogie hat die IOCG-Lagerstätte Guelb Moghrein Gemeinsamkeiten mit anderen weltweiten IOCG-Lagerstätten. Die Vererzung liegt in vorherrschenden Fe-Mg-Carbonaten (FMC). Die Cu-Au-Vererzung liegt innerhalb von Chalcopyrit und Pyrrhotin. Außerhalb der sulfidreichen FCM-Zonen überwiegt Magnetit. Die westliche Lagerstätte erstreckt sich über ca. 600 m.

Mauretanien
Mauretanien

Charakteristische Landschaft bei Akjoujt (IOCG-Lagerstätte Guelb-Moghrein) in MAuretanien

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Mauretanien
Mauretanien

Charakteristische Mauretaniden-Landschaft in MAuretanien

bobrayner

Literatur

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