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Lagerstätten


Magnesitlagerstätten

(Lagerstätten mit kontroversiv diskutierter Genese) (DDG, Deposits with distinctive genesis)


Magnesitwerk Radenthein
Magnesitwerk Radenthein

Magnesitwerke Radenthein, Kärnten, Österreich;
1930er Jahre

schlot.at (http. www.schlot.at)



Charakteristik der Magnesitlagerstätten

Magnesit ist in der Natur weit weniger verbreitet als Calcit, kommt jedoch in größeren dichten Massen vor. Magnesitvorkommen sind in der Regel entweder an silikatreiche Dolomite oder Magnesite oder aber an ultramafische Gesteine gebunden. Magnesit bildet sich überwiegend hydrothermal, metasomatisch oder metamorph (1) / (2). Entsprechend seiner Entstehung, bzw. seiner charakteristischen Lagerstätten, unterscheidet man

1. Kristallinkörnigen, charakteristisch spätigen Magnesit (Spatmagnesit oder Pinolitmagnesit, (engl. "sparry magnesite", nach seinem Fundort in Österreich auch als "Typus Veitsch" bezeichnet )als hydrothermale metasomatische Verdrängung von Dolomit und dolomitischem Gestein, als schichtgebundene und typisch schichtförmige- , linsen- und stockförmige Zonen in Carbonaten, aber auch in Sandsteinen und klastischen Sedimenten. Die Wirtssedimente sind in flachen marinen Räumen abgelagert, meist in Nachbarschaft zu lakustrinen Evaporiten. Die Mineralisation fand im Proterozoikum oder Paläozoikum statt. Bsp. Veitsch (Steiermark), Eugui (Navarra, Spanien), Satka (Ural, Russland), Mount Brussiloff (Canada) oder Serra de Eguas (Brasilien).

Spatmagnesit-Lagerstätten tragen ca. 80% zur weltweiten Magnesitförderung bei.

2. Kryptokristallinen Magnesit, der zunächst ähnlich wie Opal von gelartiger Beschaffenheit ist, später aber in eine mikrokristalline Struktur übergeht, auf Gängen in verwitterten, serpentinisierten basischen Magmatiten (dichter Magnesit vom „Typus Kraubath“). Es wird angenommen (EBNER, F., 2008), dass diese Magnesite vornehmlich an Ophiolithe gebunden sind, d.h., Relikte ehemaliger ozeanischer Böden, in denen sie sich in Netz- und Spaltenstrukturen durch Einwirkung CO2-haltiger Wasser bilden konnten Bsp.: Radenthein (Kärnten, Österreich), Kraubath (Steiermark, Österreich), Nordgriechenland und Serbien sowie Chalilovo und Satka bei Zlatoust (Südural, Russland).

Die Genese von sowohl Sediment- als auch Ultramafit-gebundenen Lagerstätten (UMMD) sowie die Beziehung dieser Lagerstättentypen zueinander werden kontroversiv bis dissentiv diskutiert.

Die weltweiten Magnesit-Reserven betragen ca. 12 Mrd. t, wovon 51 % in der chinesisch-nordkoreanischen Spatmagnesitprovinz liegen. (s.u. > China und Nordkorea)


(1) Für schichtförmige Vorkommen wird z.T. auch eine sedimentäre Entstehung diskutiert. (GeoDZ)
(2) Dahingehend "fait-a-complit": Magnesitlagerstätten sind entweder sedimentär oder an Ultramafite gebunden (ABU JABERA, N., KIMBERLEY, M.)

Spatmagnesit (Pinolit)
Spatmagnesit (Pinolit)

Pinolitmagnesit, geschnitten und poliert, vom Magnesitbergbau Sunk/Hohentauern/Pölstal/Judenburg/Murtal/Steiermark/Österreich.

Josef Metzger
Kryptokristalliner Magnesit
Kryptokristalliner Magnesit

Kryptokristalliner Magnesit aus dem Steinbruch Preg, Kraubath, Österreich;

Stefan

Schichtgebundene, hydrothermal-metasomatisch gebildete Spatmagnesite in marinen Sedimenten

(Carbonat-gebundener Magnesit)

Zur Genese der Spatmagnesit-Lagerstätten gibt es zwei bevorzugte Theorien.

1. Die weltweit größten Magnesitlagerstätten sind schichtgebundene, zumeist linsen-, stock- bis schichtförmige, fast ausschließlich monomineralische Erzkörper in marinen Plattformsedimenten (sogenannter "Veitsch-Typ"); d.h., metasomatische Verdrängungen von Carbonaten durch spätigen Magnesit aufgrund einer Interaktion mit einem metasomatischen Fluidum, meist mit Beteiligung von Dolomit und dolomitisierten Kalksteinen.

2. Diagenetische Rekristallisation eines magnesiumreichen Protoliths, welcher als chemisches Sediment in einem marinen oder lakustrinen Umfeld abgelagert wurde. (Zitiert: Die charakteristischen sedimentären und diagenetischen Merkmale der sedimentären Magnesitlagerstätten (SMD) weisen auf eine Genese in einem evaporitischen Milieu in Nachbarschaft zu Sabkhas oder Schlammbänken und anderen intra- und supratidalen Hochzonen. (POHL, 1990).

Die Spatmagnesite erhielten ihre Hauptprägung während der Diagenese, was bedeutet, dass die erstmalige Konzentration des Magnesiums in den Lagerstätten in diese Phase verlegt wird, woraus sich eine hydrothermal-metasomatsche Bildung durch Fluide ergäbe, deren Herkunft meist in Zusammenhgang mit diagenetischen oder metamorphen Prozessen gebracht wird. (POHL, 1990).

Diese Sedimente können aus feinkörnigem Magnesit, Hydromagnesit, Huntit oder anderen niedrigtemperierte Mg-führende Mineralien bestanden haben. Autoren wie POHL, W., 1990; vertreten - im Gegensatz zu der o.a. Annahme, - auch die Meinung einer im wesentlich syngenetischen Bildung der Spatmagnesite, ähnlich der Genese chloridischer Seichtwasserevaporite. Charakteristische Lagerstätten dieses Typs sind Veitsch (Steiermark), Satka (Ural, Russland) oder Serra de Eguas (Brasilien).

Der Hauptunterschied zwischen den beiden o.a. Hypothesen ist die Quelle des Magnesiums. Von außerhalb spricht für metasomatische Verdrängung und in situ für die diagenetischen Rekristallisation. Die Temperaturen der Homogenisierung von flüssigen Inklusionen erzwingen eine Temperatur von 110 bis 240oC zur Magnesitbildung.

Auf Magnesit-Quarz-Grenzen kann sich aufgrund niedrig temperierter Metamorphose Talk bilden ( s.a. > Metamorphe Lagerstätten/ Talk-Lagerstätten).


An Ultramafite gebundene gangförmige Magnesit-Lagerstätten

An Ultramafite gebundene Magnesit-Lagerstätten (sogenannter "Kraubath-Typ") bilden sowohl massive Erzkörper als auch Erzgänge meist kolloformen von Magnesit; es wird angenommen, dass das Magnesium der Magnesitgänge wahrscheinlich aus den ultramafischen Gesteinen geliefert wurde. Genetische Fragen zu ultramafitgebundenen Magnesitgängen beinhalten den Ursprung, den Zustand und die Art des Transports von Kohlenstoff, den Grund der Präzipitation und die Mineralogie der ursprünglichen Präzipitate. Man nimmt an, dass CO2-reiche Lösungen, bedingt durch tektonische Prozesse, auf Serpentinite (und/oder Peridotite) oder Sedimentite trafen, diese perkolierten, durch den Tiefenvulkanismus erhitzt wurden und nach der Reaktion:

  • 12 Mg3Si2O5(OH)4 (Serpentin)+36 HCO3+4 Fe3O4+O2→12 FeSi2O5(OH) (Nontronit)+36 MgCO3 (Magnesite)+36 OH+18H2O

Magnesitgänge nahe der Oberfläche in den Ultramafiten und Spaltenfüllungen und oberflächennahe Stockwerkörper auf der Oberfläche bildeten.

Magnesit kann auch via Karbonatisierung Mg-haltigen Serpentins (Lizardit) nach der folgenden Reaktion enstehen:

  • Serpentin + CO2 → Talk + Magnesit + Wasser - 2Mg3Si2O5(OH)4 + 3CO2 → Mg3Si4O10(OH)2 + 3MgCO3 + H2O.

Genetische Modelle der Bildung solcher Magnesitlagerstätten liegen zwischen den unvereinbaren Extremen einer supergenen Entstehung durch Verwitterung und einer hypogen-hydrothermalen Bildung (mit auffälligen Parallelen zu oberflächennahen epithermalen Lagerstätten)(POHL, 1990)

Dichter Magnesit in abbauwürdigen Mengen kommt auf Gängen in olivin-, Hypersthen- und Diopsid-haltigen serpentinisierten Ultramafischen und Sedimentiten, z.B. in Kraubath (Steiermark), Nordgriechenland, Serbien und am Berg Kop in der Türkei vor.


Sedimentäre Magnesit-Lagerstätten

Beigewinnung von Magnesit ist auch aus Salzmineralien wie Carnallit in Kalisalzlagerstätten (Kalisalze) bekannt, wie z.B. in Deutschland und Russland. In den USA wird Magnesium auch aus Solen und Meerwasser gewonnen. Für schichtförmige Vorkommen wird z.T. auch eine sedimentäre Entstehung diskutiert.


Beispiele weltweit wichtiger Magnesitlagerstätten


Magnesitlagerstätten der österreichischen Ostalpen

Das alpine Paläozoikum enthält zahlreiche Lagerstätten unterschiedlicher Genese. Wirtschaftlich verwertbar und damit auch aktuell im Abbau begriffen sind hiervon die Magnesit-Lagerstätten, von welchen ca. 50 bekannt sind. Bisherige Arbeiten zeigen hinsichtlich der Bildungsalter der Erzphasen und Begleitminerale sehr stark differierende und geologisch nicht interpretierbare Alter. (HEINISCH, H., 2010-2013).

Mit Ausnahme der kryptokristallinen ultrabasischen Magnesite von Kraubath sind alle anderen vom Typ Spatmagnesit. Zahlreiche Lagerstätten liegen in der Grauwackenzone zwischen Semmering und Hochfilzen in Tirol; die Lagerstätte Tux im hintersten Zillertal liegt in unterostalpinen Quarzphylliten. Radenthein in Kärnten und Breitenau in der Steiermark bauten auf Metasedimenten. Die ostalpinen Spatmagnesit-Lagerstätten sind an paläozoische Kalksteine, Dolomite und Schiefer gebunden, welche vom Silur bis ins Karbon reichen. Die Gefügemerkmale der von keiner Schieferung überdeckten Magnesitstöcke sind metasomatisch.

Der Magnesit der Ostalpen ist einer der wichtigsten bergbaulichen Rohstoff, welchen Österreich besitzt. Man konnte in der Vergangenheit von einem österreichischen Magnesitmonopol sprechen. Mittels der in den 1950er Jahren entwickelten Technologie, Magnesit aus Meerwasser zu gewinnen, wurde die Erschließung großer Lagerstätten in zahlreichen Ländern sowie das österreichisch Magnesitmonopol gebrochen. Dessenungeachtet ist ostalpiner Magnesit wegen seiner Qualität unübertroffen geblieben und wird in alle Industrieländer der Erde exportiert.(LEOPOLD, G., 1960)


Die Grauwackenzone

Die Grauwackenzone ist die Grenzlinie zwischen den Zentralalpen und den Nördlichen Kalkalpen. Die meist dunklen Gesteine wurden vorwiegend bei der Variszischen Gebirgsbildung aufgefaltet.

Die Grauwackenzone zieht sich als schmaler Streifen paläozoischer Gesteine vom Arlberg durch das Oberinntal, verbreitert sich dann im Bereich der Tuxer, Kitzbüheler Alpen und Salzburger Schieferalpen – dieser breitere Abschnitt wird Schieferalpen genannt – bis an den Dachsteinstock, um im Ennstal wieder auf eine sehr geringe Breite zusammenzulaufen. In den Eisenerzer Alpen erreicht sie nochmals eine größere Breite, um dann durch das Mürztal und den Semmering ins Wiener Becken (Ternitz) auszulaufen.

Als gebirgsbildendes Material sind hier Phyllite, Schiefer, metamorphe Vulkanite, ferner schwach metamorphe Kalksteine (Marmore), Quarzite und die namensgebende – aber im engeren Sinne nur untergeordnet vorkommende1 2 - Grauwacke vorherrschend. Die Grauwackenzone ist reich an Bodenschätzen (Eisen, Kupfer, Magnesit, Graphit usw.). Aufgrund des meist weichen Gesteins sind die Berge überwiegend rundliche, sanfte Kuppen mit wenig Bewaldung, die für das alpine Schifahren attraktiv sind. Geologisch hat sich die Grauwackenzone bei der Auffaltung der Alpen aus dem Meeresboden des Ur-Mittelmeeres Tethys gebildet, während die darauf abgelagerten Kalke die Stöcke, Karstplateaus oder Wände der Kalkalpen bilden. Die Grauwackenzone gehört zur ostalpinen Decke.

Der Gesteinsbestand stellt sich stratigraphisch vereinfacht wie folgt dar (zwischen Arlberg und Semmering gibt es freilich vielfach Unterschiede):

  • Ordovicium: Schiefer, Phyllite, Meta-Konglomerate und metamorphe Vulkanite – insbesondere das weit verbreitete Blasseneck-Porphyroid. Bedeutende Berggipfel von West nach Ost z. B. Gampenkogel und Steinbergkogel (beide Kitzbüheler Alpen), Blaseneck (Blasseneck) und Leobner (beide Eisenerzer Alpen)
  • Silur: Schiefer, Phyllite, Grünschiefer (metamorphe Vulkanite), Grauwacken und schwach metamorphe Kalksteine. Bedeutende Berggipfel z. B. Geißstein, Hundstein
  • Devon: v.a. metamorphe Kalksteine, oft erzführend wie z. B. am Erzberg, am Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig und in Schwaz. Bedeutende Berggipfel von West nach Ost: z. B. Gratlspitze, Großer Rettenstein, Kitzbüheler Horn, Wildseeloder, Spielberghorn, Zeiritzkampel, Wildfeld, Eisenerzer Reichenstein, Polster, Gößeck (Reiting), Turntaler Kogel
  • Karbon: Schiefer, Phyllite und schwach metamorphe Kalksteine, zum Teil magnesitführend wie in Sunk bei Trieben und in Veitsch

Stellenweise tritt auch im Süden der Zentralalpen eine südliche Grauwackenzone in Erscheinung, z. B. in den Karnischen Alpen.


Veitsch und Sunk/Hohentauern in der Steiermark

Sunk.
Sunk.

Privataufnahme.Archiv: Johannes Eibegger.ca.1950

SENNAH

Die alpinen Großeinheiten nördlichen Kalkalpen und Grauwackenzone sind Reste mesozoischer ozeanischer Böden und Meeressedimenten. In der Grauwackenzone dominieren karbonische, plattige, kohlenstoffreiche Kalksteine, tonig-sandige, manchmal graphitführende Schiefer, Grünschiefer und Sandsteine, welche örtlich schichtgebunden Dolomit, Magnesit, Talk und lokal Graphit gebildet haben. Die von 1907 – 1991 abgebaute Lagerstätte Sunk liegt in klastisch beeinflussten marinen Karbonatgesteinen (Steilbachgraben Formation) der Veitscher Decke der Grauwackenzone.

Diese oberostalpine Einheit erfuhr während der alpidischen Orogenese in der Kreide ihre tektonische und metamorphe Überprägung in Grünschieferfazies; im Tertiär folgte eine intensive Bruchtektonik. In der Lagerstätte ist Spatmagnesit (meist Pinolitmagnesit) an drei Lager (Liegend-, Mittel-, Hangendbank) gebunden. Die Wirtsgesteine sind Flachwasserorganismen (Korallen, Brachiopoden) führende marine Karbonatgesteine (Kalke, Dolomite), die von Lagen graphitischer klastischer Gesteine getrennt sind.

Die einzelnen Magnesitlager scheinen in die alpidische Tektonik eingebunden zu sein. Zur Tiefe lösen sich die oberflächlich mit ca. 30 - 40° nach NW abtauchenden Lager in zylindrische und linsenartige Körper auf, deren Einfallen sich in der Tiefe mit Annäherung an die Basisüberschiebung des Oberostalpins zunehmend verflacht.

Bekannt sind die Magnesit-Lagerstätten Veitsch, Sunk/Hohentauern und Oberdorf an der Lamig; zudem die Eisenerzlagerstätte Steirischer Erzberg.

Veitsch ist eine Marktgemeinde im Mürztal in der Steiermark in Österreich. Weltweite Bekanntheit erlangte die Gemeinde durch den Fund von Magnesit und die Gründung der Veitscher Magnesitwerke AG im Jahr 1881. Bis zum heutigen Tag befindet sich das Stammwerk der nunmehrigen RHI AG in Veitsch. Der Bergbau auf Magnesit wurde 1968 aufgegeben.

Sunk ist eine Gemeinde im Pölstal, Bezirk Judenburg in der Steiermark. Die von 1907–1991 abgebaute Magnesit-Lagerstätte liegt in klastisch beeinflussten marinen Carbonaten der Veitscher Decke der Grauwackenzone.

Die Magnesitlagerstätte Oberdorf an der Laming liegt im Lamingtal, NW von Bruck an der Mur in der Steiermark. Her wurde im offenen Tagebau Magnesit und auch Talk abgebaut.


Tux in Tirol

Tux ist eine Gemeinde in den Zillertaler, sowie den Tuxer Alpen und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Magnesitlagerstätte Tux war das höchstgelegene Magnesitabbaugebiet Europas und existierte von 1927 bis 1976. Das Bergwerk lag NW des zur Gemeinde Tux gehörenden Ortes Vorderlanersbach, etwa 500 m oberhalb der Talsohle des Tuxertales. Die Errichtung des Magnesitbergwerkes Tux ging auf das Vorhandensein einer übertage vorkommenden Lagerstätte von Magnesitspat zurück, welches 1910 entdeckt wurde. Bereits im folgenden Jahr erwarben die Veitscher Magnesitwerke die Abbaurechte. In den beiden ersten Jahrzehnten des Bergbaubetriebs wurde der Magnesit zunächst ausschließlich im Tagebau gewonnen. Als die Ergiebigkeit dieser Bauweise im Laufe der Zeit aber immer mehr zurückgegangen war, wurde ab etwa 1946/1947 damit begonnen, untertägige Erkundungsarbeiten durchzuführen. Nachdem sich dadurch der Abbau der unterirdischen Magnesitvorkommen als wirtschaftlich lohnend herausgestellt hatte, begann 1948 mit dem Barbarastollen die Ära des Stollenabbaus. Nach dem Kriegsende lag die Betriebsführung bei der Österreichisch-Amerikanischen Magnesit AG (heute RHI AG). Im Jahr 1976 endete der Betrieb im Magnesitbergwerk Tux.

Magnesitlagerstätte Tux
Magnesitlagerstätte Tux

Magnesitlagerstätte und Grube Tux;
aufgelassen

Eiswind
Stollenbergbau  in Tux
Stollenbergbau in Tux

Freiliegende Stollen des Magnesitbergwerks Tux

Eiswind

Hochfilzen in Tirol

Die Magnesit-Lagerstätte und Tagebau Weißenstein liegt bei Hochfilzen im Bezirk Kitzbühel in den Kitzbühler Alpen in Tirol. Der etwa 180 m hohe Magnesitsteinbruch wird seit Anfang 1990 abgebaut. Der Abbau des Magnesits erfolgt nur im Sommer. Der Tagebau liegt in einer Höhe von ca. 1.500 Meter (Sohle) und geht bis ca. 1.700 in den Berg. Es handelt sich um den höchst gelegenen Bergbau. Die Fördermenge beträgt ca. 100.000 t Rohmagnesit.

Der Magnesit liegt in einer großen Störungszone in altpaläozoische karbonatische Gesteinseinheiten der Grauwackenzone. Die prägnanten Gesteinsschichten sind (1) Porphyroid, (2) Magnesit, (3) Graphitführender Dolomit und (4) Dolomit.

Weissenstein-Tagebau
Weissenstein-Tagebau

1 = Dolomit, 2 = Dolomit graphitführend (grau), 3 = Magnesit, 4 = Magnesit/Dolomit, 5 = Dolomit graphitführend (grau), 6 = Dolomit, 7 = Porphyroid, 8 = Südfazies

Stefan
Weissenstein-Tagebau
Weissenstein-Tagebau

(1) Porphyroid, (2) Magnesit, (3) Graphitführender Dolomit, (4) Dolomit

Stefan

Der Porphyroid ist die Basis der Lagerstätte und tritt im Nordosten an der oberen Flanke der Lagerstätte als hellgrünes bis graugrünes, massiges Gestein zu Tage (siehe Profil des Tagebaus und Steinbruchbilder). Im Norden unterlagern Dolomitgesteine der Spielbergfazies den Porphyroid. Im Bergbau Weißenstein ist der Porphyroid in den oberen Etagen zu finden und steht in steilem Kontakt zum Magnesit/Dolomit an dessen Kontaktflächen er erst verschiefert, dann mylonitisiert auftritt. Ist das Gestein unbeeinträchtigt, treten Einsprenglinge von Quarz und Feldspat auf. Magnesit und Dolomit

Magnesit tritt vorwiegend gelb, gelbrau bis braun auf. Seltener treten durch Eisen rötlich gefärbter Magnesit und im Kontaktbereich zum Hangdolomit silikatreicher Magnesit dunkelgrauer bis schwarzer Farbe auf. Der Magnesit ist im Gegensatz zum Dolomit weich, locker und porös und feinkörnig. 


Kraubath in der Steiermark

Steinbruch Preg, Kraubath
Steinbruch Preg, Kraubath

Aufnahme von der Straße aus, Steiermark, Leoben, Kraubath an der Mur, Preg 2003

Manfred Früchtl

Das Serpentingebiet um Kraubath ist seit weit uber 100 Jahren bekannt. Einmal als die einzige, wenigstens zeitweise abgebaute Chromitlagerstätte der Ostalpen sowie als Lagerstätten kryptokristallinen Magnesits vom "Typus Kraubath".

Kryptokristalliner Magnesit (im älteren Schrifttum als "dichter", "amorpher" oder "Gelmagnesit" bekannt (1)) wurde aus kleinen Gängen bei Preg (Preger Bruch) abgebaut. Am Hang vom Gulsenberg gegen das Murtal gab es eine Reihe aufgelassener Magnesitbergbaue .

Das Kraubath-Massiv stellt einen Teil des Speik-Komplexes im mittelostalpinen Basement der Muriden Einheit dar und liegt tektonisch auf dem spät-proterozoischen bis früh-paläozoischen Kernkomplex. STUMPFL & EL AGEED (1981) beschreiben das Kraubath-Massiv als stark deformierten und metamorphen Ophiolith-Komplex. Im Vergleich zu den anderen in der mittelostalpinen Decke auftretenden ultramafischen Gesteinsassoziationen (den Hochgrössen- und Pernegg-Komplexen), weisen die Kraubather Gesteine einen geringeren Serpentinisierungsgrad und höhere Gehalte an reliktischen Olivin, Orthopyroxenen und Chrom-Spinellen auf (MELCHER et al., 2002; ANGEL, 1964). Auf der Lagerstätte Sommergraben bei Kraubath fehlen jüngere Ganggesteine und eine dem ‚Braunen Gebirge‘ entsprechende intensive Zersetzung des Dunits der Nachbarschaft der mächtigen, ziemlich reinen Magnesitgänge (MEIXNER, H., 1939). Mineralogisch ist das Kraubath-Massiv hauptsächlich aus Duniten und Harzburgiten mit vereinzelten Linsen von grobkörnigen Orthopyroxeniten (Bronzititen) und Amphiboliten aufgebaut (HADITSCH, 1981; HIESSLEITNER, 1953).


(1) Gelmagnesit ist dichter kryptokristalliner Magnesit mit der chemischen Formel: MgCO3, im Gegensatz zum grobkristallinen Spatmagnesit. Er entsteht durch die Zufuhr von Kohlensäure zu Magnesiumsilikaten, wobei das Magnesiumcarbonat anfangs in kolloidaler Form als Gel ausgeschieden wird, wie die blumenkohlähnlichen Knollen und die Schrumpfungsrisse senkrecht zu den Rändern oberflächennaher Gänge erkennen lassen. Der Transport erfolgte als wasserhaltiges Mg-Carbonat (Nesquehonit). Gelmagnesit tritt meist gangförmig in Mg-reichen Gesteinen, insbesondere in Serpentiniten und in Duniten, auf. Er kommt vor auf Chalchidike und Eubea (Griechenland), Eskishehir (Anatolien) und Kraubath (Österreich). (GeoDZ-Geo-Lexikon)


Haicheng-Dashiqiao-Talk-Magnesit-Gürtel in China

Talk-Magnesit-Lagerstätte
Talk-Magnesit-Lagerstätte

Magnesit-Lagerstätte und Tagebau Pailou bei Haicheng, Provinz Liaoning, China.

shinko-kogyo

s.a. > Voriges Kapitel (Talk)

Einige der bedeutendsten chinesischen Talk-Magnesit-Lagerstätten befinden sich im sogenannten E-W-streichenden Haicheng-Dashiqiao-Talk-Magnesit-Gürtel im NE Chinas in der Nähe von Haicheng, einer kreisfreien Stadt, die zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Anshan im NW der Halbinsel Liaodong in der nordostchinesichen Provinz Liaoning gehört. Die Jahresproduktion an Rohmagnesit beträgt ca. 15 mio to, d.h. etwa 60% der Weltproduktion.

Die stratiformen Talk-Magnesit-Lagerstätten erstrecken sich von Haicheng und Dashiqiao bis nach Yingkou als ein über 100 km langer und bis zu 4 km breiter Erzgürtel. In diesem Gürtel wurden (neben zahlreichen kleineren Vorkommen) sechs große hohqualitative Magnesit- (darunter die Magnesitlagerstätte Mafenghze) und ein großer Talk-Erzkörper (Talklagerstätte Fanjiabauzi) exploriert. Die Magnesit-Erzkörper sind über eine Länge von mehr als 100 km und einer Breite bis zu 4 km verteilt. Talk und Magnesit wurden hier in frühproterozoischen metamorphen Gesteinsabfolgen in Form Mg-reicher Karbonate (Dolomitmarmor) im Zuge hydrothermaler Alteration des Nebengesteins gebildet (Dashiqiao-Formation). Die Erzlagen zeigen metasomatische Übergangsbereiche und dolomitische Verwachsungen. In begrenzten Bereichen der Lagerstätte sind silifizierte grüne Marmore im Magnesit eingeschaltet. Viele hydrothermale Lagerstätten der Region werden der triassischen (indosinischen) Vererzungsperiode zugeordnet (PLUCH, H., 2011)

Durch Pleometamorphose und Pleodeformation wurden diese Spatmagnesit-Lagerstätten (d.h. fast reiner Magnesit mit kleineren Antelen Dolomit und Talk) als Resultat der Rekristallisation gebildet. Die Bildung der Talk-Lagerstätten steht in engem Zusammenhang mit der Bildung der Magnesit-Lagerstätten. Man nimmt an, dass sie durch regionale thermodynamische Metamorphose entstanden sind.

Die Magnesitgenese ist bis heute Teil heftiger Kontroversen, das häufig vertretene syngenetisch-sedimentäre Bildungsmodell steht einem epigenetisch-metasomatischen Ansatz gegenüber. Spuren biogener Aktivität (Stromatolithen) sowie sedimentäre Marker wie Trockenrisse bestätigen dieses Modell. Spätere Metamorphoseevents führten zu einer nahezu vollständigen Rekristallisation des primären Magnesitsediments, dieser Prozess ist für die Bildung der bedeutenden Magnesitlagerstätten des E-W-streichenden Haicheng-Dashiqiao-Yingke-Gürtels verantwortlich. Eine Besonderheit des Talks aus Fanjiabauzi ist dessen außerordentliche Reinheit und der hohe Weißegrad des Produkts im Vergleich zu anderen Lokalitäten. (Quellen: ZHU GUOLIN, 1984; PLUCH, H., 2012; MISCH, D., 2012)

Daeheung in Nordkorea

Eines der weltgrößten Magnesit-Lagerstättengebiete liegt nahe der Dancheon, einer Stadt an der Küste der Südlichen Hamgyung-Provinz, südlich von Kimchaek in Nordkorea. Die zur Zeit größte abgebaute Einzellagerstätte ist der Tagebau Daeheung "Junge Helden-Mine" (auch Baekgeumsan, d.h. Weißer Goldberg) genannt. Die Gesamt-Magnesitvorkommen im Dancheon-Revier werden auf 3,6 Mrd to geschätzt. 25 % der weltweiten hochgradigen Magnesitvorräte fallen allein auf die Grube Daeheung. In Nordkorea sind etwa 6 Mrd to Magnesit vorhanden; zusammen mit der o.a. chinesischen Magnesitprovinz Haicheng-Dashiqiao sind dies 51% der Weltreserven.


Magnesit-Talklagerstätten in der Serra das Eguas (Brumado) in Brasilien

Magnesit-Talk-Grube Bomba bei Brumado
Magnesit-Talk-Grube Bomba bei Brumado

Magnesit-Talklagerstätte Bomba (Bomba Pit) in der Serra das Eguas bei Brumado, Bahia, Brasilien.

Rock Currier

Der Distrikt Serra das Eguas ist auch als Distrikt Brumado beschrieben worden (Cassedanne & Cassedanne 1978). Es ist ein großes hügeliges Gebiet (ca. 5 x 15 km) mit zahlreichen Magnesit- und Talkvorkommen um Brumado. Hier befindet sich auch die weltweit drittgrößte Magnesit-Lagerstätte in der Region Vila Pedra Preta. (Mina Pomba, bzw. Pomba Pit).


Eugui in Navarra

Die Magnesit-Lagerstätte Eugui liegt ca. 87 km N von Pamplona und ist über die Landstraße 135 zwischen Quinto Real und dem französischen Ort St. Etienne de Baygorri erreichbar. Die beiden Magnesit-Steinbrüche befinden sich etwa auf der Höhe der km 33 und 34. Der nächste Ort ist Eugui (4 km S), Landkreis Esteribar, Provinz Navarra.

Eugui liegt als Lager im Namur und wird seitlich von Dolomiten und Kalken vertreten. Die Genese wird verschieden gedeutet. Einerseits wird sie als synsedimentär im Oberkarbon entstanden gesehen (ein paläozoisches Grundgebirge (devonisch-karbonische Schiefer), auf welchem während der herzynischen Orogenese eine Sequenz von Karbonaten und anderen sedimentären Materialien auffalteten. Andere Autoren (s.u. PILGER, 1963) erklären die Lagerstätte als als metasomatisch, wobei die ursprünglichen Dolomit-Sedimente metasomatisch durch Mg-reiche hydrothermale Lösungen ersetzt wurden; in einer darauffolgenden teilweisen Re-Dolomitisierung permeabler Zonen entstanden die großen Linsen, in welchen sich die Dolomitkristalle bildeten.

Die Eugui-Asturretta-Lagerstätte bildet einen discoidalen Körper mit einer maximalen Mächtigkeit von 130 m innerhalb einer gefalteten Namur-Carbonatsequenz. Das magnesitische Gestein besteht aus linsenförmigen Kristallen (bis max. 8 cm), welche als zebraartige Strukturen mit schwarzen und weißen Bändern arrangiert sind. Die morphologischen und texturalen Charakteristika des Magnesits und die strukturalen Beziehungen zwischen Magnesit und dolomitischem Wirtsgestein deuten darauf hin, dass dieses dolomitsche Gestein durch Magnesit ersetzt wurde. Es wird vermutet, dass die Magnesitvorkommen in den Westpyrenäen im Zusammenhang mit der austrischen Faltung vor der Oberkreide stehen. Die Magnesitschichten haben Mächtigkeiten zwischen 50 und 150 m und erstrecken sich über 19 km Länge entlang der paläozoischen Schiefer.

Bergbau Der Magnesit wurde am Flüsschen Arga, welcher parallel zur o.a. Landstraße führt, entdeckt. Man fand heraus, dass der Flusssand hauptsächlich aus Magnesit besteht. Geologische Untersuchungen erbrachten, dass entlang des Westufers des Flusses größere Magnesitkörper anstehen. Der erste Abbau auf Magnesit begann Mitte der 1940er Jahre; der damalige Name des Steinbruchs war Cantera de los Militares. In der Folge, bis ca. 1977, wurde die Lokalität unter dem Namen Asturreta bekannt (tw. noch auf alten Etiketten). Magnesit wird als gesintertes Material zur Herstellung von Schamotte und feuerfesten Ziegeln für die Industrie verwendet.

Dolomit-Lagerstätte
Dolomit-Lagerstätte

Dolomit-Magnesit-Steinbruch Azcarrate, Eugui, Navarra, Spanien;
Foto: Gobierno de Navarra, Geografico Nacional de Espana

Geografico Nacional de Espana
Gebändertes Magnesiterz
Gebändertes Magnesiterz

Eugui, Navarra, Spanien;
Bildautor: Frederic Varells

Fabre Minerals

Kömürlük in der Türkei

Die Magnesitlagerstätte Kömürlük in der Provinz Sakarya in Anatolien, ca. 50 km E von Istanbul, liegt im mesozoischen tethischen Ophiolithgürtel, welcher sich von Spanien bis zum Himalaya erstreckt. (Ophiolithkomplexe sind besonders in der Türkei weit verbreitet). Die Entstehung dieser Ophiolithkomplexe beruht auf der Schließung der Tethys im mittleren bis oberen Trias. Dabei wurden große Teile der ozeanischen Kruste über die kollidierenden Platten geschoben und dadurch von der ozeanischen Platte abgeschert. (MASURENKO C., RADOSEVIC, B., 2008).

Der Ophiolithkomplex im Gebiet von Kömürlük besteht aus tektonisiertem und serpentinisiertem Harzburgit und wird von neogenen Klastiten überlagert. Die zur Bildung des Magnesits Ausgangsgesteine sind Ultrabasite, welche durch Diagenese und durch Reaktion mit Seewasser zu serpentinisiertem Harzburgit umgewandelt wurden. Im Falle der Serpentinisierung entstanden aus dem Olivin, dem Hauptbestandteil von Harzburgit, die Mineralien Serpentin, Talk und Magnesit. Das für die Bildung des Magnesits benötigte CO2 stammt einerseits aus der Atmosphäre, andererseits von Decarboxylisierungsreaktionen organisch reicher Sedimente im Liegenden.(BUCHEGGER, B., 2010)

Die Magnesite der Lagerstätte Kömürlük sind kristallin.


Satka im Ural

Die Spatmagnesit-Lagerstätten Satkinskoe (Satka, bzw. das Satka-Erzfeld) liegen am Westabhang des südlichen Ural in der Provinz Cheljabinsk, nahe der Stadt Satka in Russland.

Die Lagerstätte wurde 1896 von Peter G. Salnikov entdeckt, erste Explorationen erfolgten 1899 und eine erste Aufbereitungsanlage 1901 errichtet. Die Lagerstätte Satka ist eine der weltgrößten Magnesitlagerstätten und eine der größten Lagerstätten innerhalb der Süd-Ural-Magnesitprovinz; die geologischen Reserven betragen ca. 300 mio to Magnesit., wovon jährlich ca. 2.4 mio to Rohmagnesit abgebaut werden (das entspricht etwa 90% der russischen Gesamtförderung an Magnesit).

Magnesitlagerstätte Satka
Magnesitlagerstätte Satka

Satka; Magnesit-Kombinat; Ural, Russland

Archiv: Peter Seroka (Collector)
Satka - Ural
Satka - Ural

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Dzhirokov

Die nachweisbaren Reserven betragen 170 mio to, wovon mehr als 100 mio to in den letzten 100 Jahren abgebaut wurden. Gegenwärtig wird die Lagerstätte in drei Übertage- und in einer Untertagegrube abgebaut. (Grube Shahta „Magnesitovaya“)

Die Erzfelder bestehen aus einigen großen und vielen kleineren Erzkörpern. Die Magnesitlagerstätte besteht aus etwa 100 Erzkörpern, welche sich im unteren Teil der Karagay-Einheit der Satka-Formation entlang laminierter und brekziierter Dolomite befinden. Die Erzkörper sind durchschnittlich 13-19 m mächtig und streichen über eine Länge von 500 bis 1500 m. Der größte Erzkörper hat eine Mächtigeit von 40-80 m, durchschnittlich 45 m und ist bis 45 km lang.


Achin in Afghanistan

Provinz Nangarhar in Afghanistan
Provinz Nangarhar in Afghanistan

Afghanistan Nangarhar-Provinz Achin

Todd Huffman

Die Magnesitlagerstätte von Achin liegt am Nordhang der Spinghar-Gebirgskette, ca. 70 km SE von Jalalabad, nahe Nangarhar in der gleichnamigen Provinz. Der nordwestliche Teil der Lagerstätte besteht aus einem großen ovalen Magnsitkörper, welcher von kleineren Körpern umgeben ist. Im südöstlichen Teil befinden sich mehrere, meist kleinere, linsenförmige Magnesit- und Talkkörper, welche sich in NW-SE-Richtung erstrecken. Im Liegenden befinden sich proterozoische metasedimentäre und metavulkanische Gesteine, besonders dolomitischer Marmor. Das Ergebnis einer Studie aus den 1970er Jahren wies Reserven von 66 mio to Magnesit und 5,5 mio to Talk aus.


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