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Lagerstätten


Yanacocha
Yanacocha

Epithermale Goldlagerstätte Yanacocha in Cajamarca, Peru

Euyasik

Meso- und epithermale Gold-Lagerstätten




Definition

Hydrothermal gebildete Goldquarzgänge gehören zu den bedeutendsten primären Goldlagerstätten, von denen die präkambrischen mesothermalen sowie die tertiären epithermalen, die beide Gold als Hauptkomponente führen, die wirtschaftlich wichtigsten sind. (GeoDZ)


Mesothermale oder orogene Gold-Lagerstätten

Orogene (mesothermale) Goldlagerstätten

Die meisten und bedeutendsten Gold-Lagerstätten wurden mesothermal gebildet und treten gebunden an Störungs- und Scherzonen in präkambrischen (archaischen und paläoproterozoischen) Faltengürteln (Grünsteingürtel) auf. Präkambrische mesothermale Goldquarzgänge treten i.d.R. in grünschiefer- bis amphibolitfaziell-metamorphen Gebieten auf, die von Granitoid-Batholithen intrudiert wurden. Sie entstehen während der Gebirgsbildung, wobei aus den involvierten Gesteinen metamorphe Fluide freigesetzt werden, welche Quarz, wenig Sulfide und Gold in Spalten absetzen. Die Fluide haben einen neutralen Charakter und Temperaturen zwischen 250 °C und 400 °C. Die Goldgehalte sind meist sehr hoch, mehr als 10 g/t sind keine Seltenheit. Daneben sind sie durch ein hohes Gold/Silber-Verhältnis, grosse vertikale Kontinuität ohne vertikale Zonierung und eine etwa syntektonische (posttektonisch) Platznahme charakterisiert. Häufige Begleitminerale können Pyrit, Arsenopyrit, Sphalerit, Chalcopyrit, Galenit, Molybdänit und Turmalin sein

Mesothermale Goldquarzgänge führen ausschliesslich Gold als wirtschaftlich wichtige Komponente. Die erzbringenden Lösungen der präkambrischen mesothermalen Goldquarzgänge waren CO2-reich (eine Carbonatisierung des Nebengesteins ist die Regel); es besteht allerdings derzeit keine Einigkeit darüber, ob diese magmatogen sind, direkt aus dem Erdmantel stammen oder aus metamorpher Devolatilisationsreaktion suprakrustaler Gesteine in tieferen Krustenbereichen herrühren.

Die Lagerstätten dieses Typs bildeten sich durch die gesamte Erdgeschichte mit bedeutenden Vorkommen in den archaischen Grünsteingürteln Afrikas und Westaustraliens, während des Proterozoikums (USA; Ashantigürtel in Ghana, Brasilien), den paläozoischen Lagerstätten Victorias (Australien), in der Superior Province auf dem kanadischen Schild. oder den jungen alpidischen Vorkommen in den Alpen („Tauern-Gold“).

Es handelt sich meist um reine Goldlagerstätten ohne Gewinnungsmöglichkeit für andere Metalle. Einige wenige Lagerstätten enthalten allerdings solch hohe Gehalte an Arsen, dass sie zu den wichtigsten Vorkommen dieses Halbmetalls gehören. Die Mineralisation dieser besonderen LAgerstätten ist generell charakterisiert durch Quarz, karbonatische Minerale, Pyrit, Arsenopyrit, Buntmetallsulfide und unterschiedliheb Sulfosalze. Die wesentlichen Goldminerale sind elementares Gold und verschiedene Telluride; Aurostibit ist von wenigen Lagerstätten bekannt. Ein weiteres Charakteristikum dieser Lagerstätten sind gealterte Ganggesteine; in den alten präkambrischen Gesteinen sind die häufigsten Formen der Alterung Chloritisierung, Karbonatisierung, Sericitisierung, Pyritisierung, Arsenopyritisierung und Silizifizierung (Verquarzung). In den jüngeren Gesteinen ist die Propylitisierung (Chloritisierung und Pyritisierung) charakteristisch; es gibt auch Entwicklungen hin zu Adularisierung, Silizifizierung, Kaolinisierung, Sericitisierung und seltener Alunitisierung.

Zu den gewöhnlich in diesen Lagerstätten konzentrierten Elemente gehören Cu, Ag, Zn, Cd, Hg, B, TI, Pb, As, Sb, Bi, V, Se, Te, S, Mo, W, Mn, Fe, und SiO2; weniger häufig sind Ba, Sr, U, Th, Sn, Cr, Co, Ni; Hg und Sb sind charakteristisch für jüngere Lagerstätten. Das Verhältnis Au/Ag der Erze ist generell höher als 1 in den meisten präkambrischen und in einigen jüngeren Lagerstätten; in vielen tertiären LAgerstätten ist das Verhältnis unter 1.

Mesothermale Lagerstätten sind weitbverbreitet in den präkambrischen Grünsteingürteln der Welt. Beispiele sind Yellowknife (North West Territories in Canada); Red Lake und Timmins, Ontario Canada; das Kolar Goldfeld in Indien; das Kalgoorlie Goldfeld in Australien und die Cam und Motor, Dalny und andere ähnliche Lagerstätten in Zimbabwe. Jüngere Repräsentanten sind das mesozoische Mother Lode System in Kalifornien; die tertiäre Comstock Lode in Nevada; der tertiäre Coromandel Goldgürtel in Neuseeland; die tertiäre Emperor mine in Fiji; die tertiären Distrikte Lebong und andere Lagerstätten in Indonesien; die tertiäre Lepanto Mine in den Philippinen, die tertiäre Lagerstätte Kasuga in Japan und die ebefalls tertiären Lagerstätten Belaya Gora und ähnliche Vorkommen in Sibirien, Russland.


Goldlagerstätten in Westafrika

Ghana gehört zu den weltweit bedeutenden Goldproduzenten. Ghanas Goldminen haben im Jahr 2009 2.9 mio Unzen erzeugt. Etwa 93 % an der Gesamtproduktion Ghanas an mineralischen Gütern stammen aus dem Goldbergbau, dem damit im Bergbausektor eine überragende Bedeutung zukommt.

Die bekanntesten Lagerstätten, an denen Goldbergbau stattfindet, werden als drei größere Goldfelder zusammenfassen:

  • die Tarkwagruppe, die sich im Küstenhinterland des Kaps der drei Spitzen zwischen dem Ankobra-Fluss und etwa Sekondi erstreckt,
  • die Ashantigruppe, welche die Lager in Adansi, der Regionen des Bosumtwe-Sees und dem Gebiet von Kumasi bis nach Gyaman hinein umfasst, sowie
  • das akimische Goldfeld, das hauptsächlich in Akim-Abuakwa in der Region um dessen Hauptstadt Kibi gelegen ist.

Daneben gab es damals auch noch eine weitere Lagerstätte in der Region von Wa und Bole (NW-Ghana), in der Goldbergbau betrieben wurde, über die allerdings kaum etwas bekannt ist. Sie wird aber als der nördliche Ausläufer des Kumasi-Feldes beschrieben. (Quelle: wikipedia).

Das Goldfeld von Obuasi ist die reichste Goldmine Ghanas und die neuntgrößte Goldmine der Welt. Die Gegend wurde einmal als „die reichste Quadratmeile Afrikas“ bezeichnet. In einer Tiefe von 1.200–1.500 m lagern hier geschätzte 300 t abbaubares Gold. Weitere goldführende Schichten befinden sich in ca. 3.000 m Tiefe. Ab 1890 betrieben Europäer hier modernen Goldbergbau und immer noch ist die Mine eine der zehn ergiebigsten der Welt. Seit 1965 betreibt die private Ashanti Goldfields Corporation den Abbau. 2010 wurden die abbaubaren Reserven des Goldes im Erz mit 60 Millionen Feinunzen geschätzt.

Tarkwa ist die zweitgrößte Lagerstätte im SW des Landes, ca. 300 km W von der Hauptstadt Accra. Hier wurden 2003 25,2 % des ghanaischen Goldes abgebaut. Die Reserven liegen bei 15,3 mio Unzen. Weitere bedeutende Lagerstätten sind Ahafo, Damang, Iduapriem, Bibiani im Sefwi-Bibiani-Gürtel (17,0 mio Unzen Reserven), Bogoso/Pretea, Wassa, Hwini-Butre, Esaase, Asumura, Akoase, West Star/Blue River, Nchiadi/Nyame Dzikan, Sian/Praso, sowie Kaniago, Abore, Obotan (Asankrangwa Goldgürtel). Im Jahre 2000 gab es in Ghana mehr als 230 Unternehmen, die im Goldbergbau beschäftigt waren. Hinzu kam ein Kleinstbergbau von ca. 150.000 „Familienunternehmen”.

Goldbergbau  in Ghana
Goldbergbau in Ghana

Seltenes Photo aus drem Jahr 1925

National Archives (UK)
Ghana
Ghana

Bergland in Ghana;
Akuapim-Kette, Volta-Region

Erik Kristensen

Geologie und Lagerstätten Der Westafrikanische Schild besteht aus einer mannigfaltigen Ansammlung von kristallinen Gesteinen, deren Alter zwischen 500 m. und etwas mehr als 3000 m. Jahre liegen. Diese präkambrischen Gesteine sind die Quelle für manche Mineralien auf dem Kontinent. Das Verbreitungsschema und die Herkunft der präkambrischen Minerallagerstätten werden in Beziehung zu ihrer geotektonischen Bildung und den Muttergesteinen untersucht. Dies zeigt die regionale Kontrolle der präkambrischen Mineralisation im Westafrikanischen Schild.

Vorkommen von Chrom, Asbest, Talk und Nickel sind mit ultramafischen Gesteinen innerhalb der Grünsteine und anderen verwandten der Schiefergürtel verbunden. Gebänderte Eisenerzformationen, Mangan und Gold (Gang-Typ) befinden sich in den Lagerstätten mafisch vulkanischer Herkunft und zugehöriger Sedimente im Grünstein-Schiefer- und Orogen-Gürtel. Sedimentäre Lagerstätten von Gold und Diamanten sind eng mit Molasse-Fazies der Sedimente der orogenen Gürtel verbunden.

Der archaische Grünstein-Gürtel innerhalb des Westafrikanischen Schildes ist im Verhältnis zu anderen geotektonischen Einheiten am stärksten mineralisiert. Verglichen mit dem präkambrischen Schild des südlichen Afrika und anderen Kratonen sind die Varietäten im Typ und in der Intensität der Mineralisation von der unterschiedlichen Lithologie und den Mächtigkeitsverhältnissen geprägt. (zitiert: OLADE, M.A., 1980)


Homestake Mine in Utah

Die Homestake Mining Company war eines der größten Bergwerksunternehmen, das Gold förderte. Gegründet wurde das US-amerikanische Unternehmen 1877 und war im Goldabbau vom 19.- bis 21. Jahrhundert bedeutend. 2002 wurde es von der kanadischen Barrick Gold Corporation übernommen.

Homestake war das Unternehmen, das die älteste Goldmine eröffnete, die Homestake-Goldmine bei Lead, South Dakota. Das Goldvorkommen der Black Hills, das sich auf dem Land der Sioux befand, entdeckte Moses Manuel, der 1876 einen Claim absteckte, der als Homestake bekannt wurde. Diese Goldmine wurde von George Hearst und zwei Partnern für US$ 70.000 gekauft. Sie gründeten 1877 die Homestake Mining Compagny und machten diesen Goldbergbau zum bedeutendsten der Welt für die kommenden 100 Jahre. 1879 wurde Aktien des Unternehmens herausgegeben und es wurde zum Unternehmen, das am längsten an der New York Stock Exchange gelistet war. Die Homestake Mine war bis zu ihrer Schließung im Jahr 2002 die größte und tiefste Goldmine der USA, aus welcher mehr als 40 mio Unzen (ca. 1250 to) Gold gefördert wurden. Die Grube existierte über 100 Jahre.

Das Vorkommen von Homestake ist der Prototyp einer an eine präkambrische Eisenformation gebundenen Gold-Lagerstätte mit Gold-Quarzgängen, sulfidreichen Segmenten in einer proterozoische Karbonat-Fazies-Eisenformation in einer Sequenz von ursprünglich kalkigen, pelitischen bis semipelitischen und Quarzose-Gesteinen (metamorphe Äquivalente von Sandstein, Schieferton). Der Metamorphosegrad reicht von mittlerem Grünschiefer bis zu niedrigen Amphiboliten (weitreichende Druck-Temperaturbedingungen).

Goldhaltiger Grünschiefer
Goldhaltiger Grünschiefer

Goldhaltiger Grünschiefer von der Homestake Mine. Kleine Au-Partikel unten rechts am Rand.

James St John
Homestake Mine
Homestake Mine

Ansicht 1898

PD
Homestake Gold-Lagerstätte in
Homestake Gold-Lagerstätte in

Mesothermale Gold-LAgerstätte Homestake Mine bei Lead, South Dakota, USA

Rachel Harris
Homestake Gold-Lagerstätte um 1900
Homestake Gold-Lagerstätte um 1900

Mesothermale Gold-LAgerstätte Homestake Mine bei Lead, South Dakota, USA; Ansicht der Mine um 1900

Public Domain

Die Gold-Vererzung findet sich fast ausschließlich in der Homestake-Formation, eine Eisenformation aus Siderit und /oder Grunerit-Schiefer; darunterliegend die Poorman-Formation aus Serizit- bis Biotit-dominantem Karbonatquarz, graphitischen Phylliten und einer niedrigen voluminösen Sequenz von Hornblende-Plagioklas-Schiefer mit tholeitischer Affinität. Über der Homestake-Formation liegt die Ellison-Formation aus eingebetteten quarzitischen, pelitischen bis semipelitischen und tuffartigen Schichten. Die Erzkörper sind kaum deformiert. Es sind zumeist tafelige bis röhrenförmige Segregationen von Quarz, Siderit, Chloit, Pyrrhotin, Arsenopyrit und weniger Pyrit. Der Goldanteil der Erzkörper liegt zwischen 6,2 g bis 0,02 g pro t.


Timmins in Canada

Timmins
Timmins

Timmins Dome Mine; mesothermale Au-Lagerstätte;
Ontario; S-Porcupine im Hintergrund

P199

Timmins ist eine Stadt im NE von Ontario, Canada und liegt am Mattagami River. Timmins wurde 1912 als "Nebenprodukt" des Porcupine-Gold Rush gegründet. Der Goldbergbau war das vordergründige Ziel (Lagerstätten Dome, Hollinger vund McIntyre), die Entdeckung von Ag, Zn und Ni nahe des Kidd Creek brachte neuen Wind in die Porcupine-Wirtschaft. Die Goldproduktion des Gebietes Timmins übertrifft die der bekannten Lagerstätten > Homestake Mine in Süd-Dakota sowie von Kalgoorlie in W-Australien. Die Dome Mine liegt in der Stadt Timmins, war im April 2012 noch aktiv, die Erzvorräte sind jedoch am Schwinden, bzw. fast erschöpft. Ein gewaltiger offener Tagebau (Super Pit) und riesige Abraumhalden sind Zeugnisse von mehr als hundert Jahren Goldbergbau. Die Hollinger Mine in Timmins war von 1910 bis 1968 aktiv undf produzierte 66 mio t Erz, woraus 19,3 mio Unzen Gold gewonnen wurden. Die McIntyre Mine ist eine aufgelassene Untertagegrube in Schumacher, Ontario und war einst Canadas wichtigster Bergbaubetrieb. Neben bedeutenden Mengen an Gold wurde auch eine nicht unerhebliche Menge Kupfererz gefördert.

Geologie und Lagerstätten

Der präkambrische Schild, die älteste geologische Formation der Erde, liegt unter dem größten Teil von Nord-Ontario. Dieser Schild zerbrach in viele kleinere Sektionen, bzw. "Provinzen" (provinces); Timmins liegt auf der Superior Province. Die Timmins WEst und Bell Creek-Komplexe liegen im W des Porcupine Gold Camp, aus welchem seit den frühen 1900er Jahren ca. 70 mio Unzen Gold gefördert wurden. Die Gold-Lagerstätten liegen innerhalb des SW-Teils des Abitibi Grünsteingürtels (Abitibi), einem 2.73 bis 2.76 Ma alten präkambrischen (archaischen) Teils derSuperior Provinz des kanadischen Schildes. Das Golderz ist an Keewatin-Basalte, Timiskaming-Sedimente und Kenoran-Porphyrite gebunden. Das Gold (sowie Silber) tritt primär in sich durchkreuzenden Quarzgängen und in Ankerit-Quarz-Turmalingängen auf, welche parallel zum Wirtsgestein verlaufen. Telluride sind in kleineren Mengen gegenwärtig. Das Verhältnis Gold zu Silber ist 6:1, d.h., auf je 6 Unzen Gold kommt eine Unze Silber. Von den Sulfiden dominieren Pyrit und Pyrrhotin; Chalcopyrit ist meist ein verlässlicher Indikator für Gold. In den Porphyriten tritt auch Scheelit in kleinen Mengen auf.


Kalgoorlie in Australien

Kalgoorlie-Boulder sind eigentlich zwei Städte in Western Australia, die zusammen ca. 30.800 Einwohner haben. Der Ort liegt etwa 595 km östlich von Perth in der Region Goldfields-Esperance.

Wegen des großen australischen Goldrausches wurde Kalgoorlie 1895 als Goldgräbersiedlung aus dem Boden gestampft. Seine Bedeutung als Goldgräberstadt wurde mit dem Bau der Eisenbahntrasse nach Perth 1896 noch gesteigert. Kalgoorlie liegt an der Golden Mile, einer der größten Goldadern der Welt. Die Schwesterstadt Boulder entstand ebenfalls in der Zeit der Goldgräber, zunächst als Lager direkt an den Minen. Die Stadt Coolgardie 40 km westlich Kalgoorlies wurde 1892 als Folge von Goldfunden gegründet.

Die 3,6 km lange, 1,6 km breite und 512 m tiefe Super Pit Gold Mine ist das größte Goldbergwerk Australiens und fördert im Tagebau jährlich 850.000 Unzen (28 t) Gold.

Die gewaltige Kalgoorlie-Goldlagerstätte, aus deren Erz bisher 1.200 t Au erzeugt wurden, ist umgeben von einem 1x3 km großen Ring gealterter Gesteine. Diese Alterung repräsentiert die selektive Abfolge von Carbonaten, Chlorit und lokaler Pyrit- und Muskovitalterung, welche sich alle synchron mit der Gold-Mineralisation bildeten. Kalgoorlie liegt in der hoch goldführenden östlichen Goldfields-Provinz des Yilgarn-Blocks, innerhalb einer engen Riftzone, in welcher sich mehrere Goldlagerstätten befinden. Die Kalgoorlie-Synklinale ist die dominierende tektonische Struktur im Haupt-Goldabbaugebiet der Golden Mile. Die Regionalmetamorphose hat obere Grünschieferfazies-Gesellschaften produziert, jedoch die ursprüngliche Gesteinstextur beibehalten.

Das bedeutendste Gold-Wirtsgestein in Kalgoorlie ist der Golden Mile Dolerit (aus welchem bisher 80% des Goldes gefördert wurden); ein differenzierter tholeitischer Lagergang, welcher in einen unteren mafisch-ultramafischen Block intrudierte, inklusive des Paringa-Basalts (das nächstwichtige Gold-Wirtsgestein), welcher auf felsischen Gesteinen und Metasedimenten liegt.

Kalgoorlie stellt ein metamorphes Modell einer Goldformation durch goldhaltige metamorphe Fluide dar, welche mit Fe-reichen Wirtsgesteinen wechselwirksam sind. Die enorme Größe ist eine Funktion des sehr gut entwickelten Fluid-Kanalsystems via duktile Scher- und spätere Bruchzonen sowie der günstigen chemischen Natur der Wirtsgesteine, besonders dem Golden Mile Dolerit. Die in Kalgoorlie für die Bildung der Goldagerstätten verantwortlichen Prozesse sind im Grunde ähnlich der anderer archaischer Goldlagerstätten, jedoch in größerem Maßstab.

Etwa 20% der Golderze sind Gold-Telluride: Calaverit, Sylvanit, Krennerit, Petzit, Coloradoit und Altait. CAlaverit war das erste entdeckte Golderz (1896) und ist das wichtigste Gold-Reicherz in Kalgoorlie. Weitere Au-haltige Minerale sind Tennantit-Tetraedrit. Gold kommt auch gediegen in Vergesellschaftung mit Magnetit, Calcit, Pyrit und Dolomit vor.

Kalgoorlie
Kalgoorlie

Kalgoorlie Super Pit;
mesothermale Gold-Lagerstätte

Brian Voon Yee YAp
Golderz von Kalgoorlie
Golderz von Kalgoorlie

Golderz vom Golden Mile Open Pit mit Gold und Calaverit in Dolerit

Rob Lavinsky

Emperor Mine
Emperor Mine

Fiji, Vatukoula Tavua Gold Field, Viti Levu;
Emperor mine, mesothermale Goldlagerstätte

Rock Currier

Emperor Mine in Fiji

Die Emperor Gold-(und Silber-)-Lagerstätte liegt bei Vatukoula auf der Insel Viti Levu in der Republik Fidschi (Viti bzw. Matanitu ko Viti; englisch Fiji ) im Südpazifik nördlich von Neuseeland und östlich von Australien, an der Nordspitze der Insel Viti Levu, in den Nakaudavadra-Bergen ca. 100 km NW von Suva. Die Emperor Gold Mine ist ein Mehrschacht-Untertageabbau mit einer Förderung von ca. 120.000 t pro Jahr. Die Grube ist seit 1933 in Betrieb und hat in den vergangenen 70 Jahren über 7 mio Unzen Gold produziert.

Die Erzkörper liegen in der gangförmigen epithermalen Lagerstätte in der Tavua Caldera, welche zentral im Tavua-Vulkan liegt, dem größten einer Serie tertiärer shoshonitischer Schildvulkane im NE der Insel Viti Levu. Gold, Gold-Silber-Telluride, Quarz, Carbonate und Adular treten als Gangfüllung auf. Das Nebengestein besteht aus verwittertem Quarz-, Carbonat-, Adular-, Pyrit-, Roscoelith-, Serizit- und Smectit-Lehm/Ton mit unterschiedlicher Intensität und nicht unbedingt mit hochgradiger Mineralisation assoziiert. Isotopische und Flüssigkeitseinschluss-Daten deuten darauf hin, das das Gold wahrscheinlich durch ein Gemisch magmatischer, Seewasser und meteorischer Fluide mit 5,5 Gew.% NaCl bei Temperaturen bis zu 300oC, durchschnittlich 200oC, durch die Nasivi Scherzone und andere steile Verwerfungen eingeführt wurde. Es wird angenommen (Hypothese), dass die Gold-Lagerstättenbildung durch kochende Fluide in ausgedehnten strukturellen Verzweigungen entstand, wobei das Kochen der Fluide das Resultat der Druckentlastung hydrothermaler Fluide in offenen Strukturen gewesen sein könnte.


Epithermale Gold-Lagerstätten

Epithermale Gold-Lagerstätten sind gangförmige Lagerstätten, in welchen Gold, Silber und in einigen Fällen Kupfer, Zink und Blei in wirtschaftlich nutzbaren Mengen vorkommen. Gold ist der prinzipielle Rohstoff epithermaler Lagerstätten und kann sowohl gediegen als auch legiert mit Silber gefunden werden. Diese epithermalen Lagerstätten sind eng mit jungem felsischen Magmatismus an Subduktionszonen (Inselbögen, Ozeanboden-Kontinent Kollisionen) verbunden. Hier kollidiert ozeanische Kruste mit kontinentalen Gesteinspaketen. Heiße hydrothermale Fluide aus den Magmen bzw. durch den Magmatismus aufgeheizte meteorische Wässer transportieren das Gold und setzten es auf Gängen, in Form von Stockwerksvererzungen oder als Imprägnation im Gestein wieder ab. Man unterscheidet „low sulfidation“ und „high sulfidation“ Epithermallagerstätten, die sich durch unterschiedliche Fluide und damit verbunden unterschiedliche Mineralführung auszeichnen. „Low sulfidation“ Lagerstätten formen sich aus neutralen hydrothermalen Wässern mit Temperaturen von 200 bis 300 °C, während „high sulfidation“ Lagerstätten aus sehr sauren Fluiden mit über 300 °C geformt werden. Beide Typen unterscheiden sich hinsichtlich der Mineralführung. Erzgehalte liegen gewöhnlich zwischen 1 und 10 g/t Gold sowie einem Goldinhalt von wenigen 10 bis über 1.000 t. Die Lagerstätten liegen nahe der Erdoberfläche und die Mineralisation fand in einer max. Teufe von 1000 m statt; i.d.R. jedoch selten tiefer als 600 m.

Einige „low sulfidation“ Vorkommen beinhalten auch große Mengen an Silber, Kupfer, Antimon und Zink . Neuere Untersuchungen aus aktiven Hydrothermalfeldern in Neuseeland deuten darauf hin, dass sich große Lagerstätten dieses Typs mit 1.000 t Goldinhalt in gerade einmal 50.000 Jahren bilden können.

Epithermale Lagerstätten existieren auch in flachen marinen Umgebungen sowie assoziiert mit heißen Quellen. Aufgrund ihrer Lage in flachen Tiefen können epithermale Lagerstätten leicht verwittern und sind aus diesem Grund hochgradige, leicht abbaubare Quellen für Gold.

In einer sehr engen Verbindung zu den epithermalen Goldlagerstätten stehen Porphyry-Komplexe, in denen Gold ebenfalls enthalten sein kann.


El Indio in Chile

El Indio in Chile
El Indio in Chile

Mina El Indio, IV. Region, Chile;
Au-Lagerstätte

Collector

Der El Indio Goldgürtel ist eine mineralreiche Lagerstättenprovinz im Grenzbereich zwischen Argentinien und Chile, mit ausgedehnten Vorkommen an Gold, Silber und Kupfer. Beide Seiten der Lagerstättenprovinz liegen in den Anden. Der El Indio-Gürtel grenzt im N an den Gold-Silber-Distrikt namens Frontera. Die Goldreserven auf der argentinischen Seite des Gürtels werden auf etwa 35 mio Unzen geschätzt Die chilenische Lagerstätte El Indio im Vicuna-Tal (IV. Region) in den Anden Chiles war der erste Bergbau, welcher Gold als Hauptprodukt aus dem Hauptmineral Enargit produzierte. Golderz wurde in den Gruben El Indio, Pascua Lama und Tambo (seit 1995) abgebaut. Die Abbau- und Förderstrecken betrugen mehr als 100 km. Das Gold in El Indio wurde von 1979 bis 2001 abgebaut. Die aktivste Phase des Bergbaus fand zwischen 1994 bis 2000 durch den damaligen Betreiber der Mine, das weltgrößte Goldbergbau-Unternehmen Barrick statt. Der Abbau wurde wegen Erschöpfung der Erzvorräte eingestellt. El Indio ist eine gangförmige epithermale Lagerstätte in einer vulkanischen Caldera, welche im späten Miozän gebildet wurde.

Die goldführende Haupt-Erzader (Indio Sur 3,0500) war ca 130 m lang und durchschnittlich 3 m mächtig. Wirtsgesteine sind lithische Tuffe mit disseminiertem Pyrit und Quarz-Serizit oder fortgeschrittener argillitischer Verwitterung.

Indio Sur ist eine Bruchfüllungsstruktur mit hydrothermalen Brekzien, gebändertem Quarz und kolloidalen Ablagerungstexturen. Das führende Gangmineral ist Quarz, meist in Form von Chalcedon, Opal oder Jaspis. Es treten auch Tuff-Fragmente mit Alunit, Kaolin und Pyrophyllit auf. Die Haupterzminerale sind Sulfide und Sulfosalze (Enargit, Tetrahedrit, Tennantit, Pyrit, Luzonit, Chalcopyrit, Digenit, Galenit, Sphalerit). Godminerale sind gediegen Gold, Auricuprid, Calaverit und Krennerit. Sie kommen zusammen mit den Silbermineralen Hessit, Petzit und Strohmeyerit vor. Die Oxidationszone ist schwach entwickelt; es wurde darin auch Tellurate, Arseniate und Sulfate gefunden (Emmonsit, Beudantit, Osarizawait). Die durchschnittlichen Edelmetallgehalte sind 50-150 gr/t AG und 150-200 gr/t Au.


Yanacocha in Peru

Yanacocha Gold-Komplex
Yanacocha Gold-Komplex

Goldlagerstätte Yanacocha in Cajamarca, Peru

Elbuenminero

Yanacocha (Cajamarca-Quechua: yana = „schwarz, dunkel“; qoch'a / quca = „See, Lagune“)1? ist eine epithermale Gold-Lagerstätte im peruanischen Departement Cajamarca, die größte des amerikanischen Doppelkontinents und eine der größten und profitabelsten weltweit.

Der 251 km² große Tagebau befindet sich etwa 18 km nördlich der Stadt Cajamarca, in Höhen zwischen etwa 3500 m und rund 4100 m gelegen und wird von der Pazifik-Atlantik-Wasserscheide durchquert. Derzeit ist mit dem Projekt Conga eine stark umstrittene Erweiterung der Mine geplant.

Die International Finance Corporation (IFC) der Weltbank gewährte Darlehen im Gesamtwert von 150 Millionen US-Dollar für Entwicklung und hat einen fünfprozentigen Anteil an Yanacocha, welches von der Newmont Mining Corporation betrieben wird, einer in Denver, USA ansässigen Firma, dem größten Goldbergbaukonzern der Welt. Hauptanteilseigner von Yanacocha sind Newmont sowie Buenaventura, ein peruanisches Unternehmen. Inhaltsverzeichnis

Der Yanacocha Golddistrikt befindet sich innerhalb eines tertiären Vulkanitgürtels, der sich über ganz Peru erstreckt. Innerhalb dieses Gürtels befindet sich der Distrikt im sogenannten Yanacocha Flow Dome Complex, eine eozäne bis miozäne Vulkaniteinheit mit intermediärer bis saurer Zusammensetzung. Die Lagerstätte ist somit an eine felsische Intrusion gebunden, die durch goldhaltige, hydrothermale Lösungen mineralisiert wurde. Dabei ist diese Lagerstätte sehr quarzreich und fast vollständig oxidiert. Das Hauptziel des Abbaus gilt dem Gold, jedoch treten außerdem signifikante Mengen an Silber und Kupfer auf.


Cripple Creek in Colorado

Cripple Creek ist eine Kleinstadt im Teller County im US-Bundesstaat Colorado. Sie liegt 70 km südwestlich von Colorado Springs an den südlichen Ausläufern des Pikes Peaks.

Cripple Creek war zu Zeiten des Goldrausches eine der berühmtesten Goldgräberstädte in Colorado. Reichhaltiges Golderz wurde 1891 gefunden, was den letzten großen Goldrausch Colorados auslöste. Tausende von Goldgräbern eilten in die Region, und es dauerte nicht lange, bis W. S. Stratton die dann berühmt gewordene Independence-Goldader entdeckte und damit einen der größten Goldfunde der Geschichte machte. Im Jahr 1900 waren Cripple Creek und seine Schwesterstadt Victor vermögende Siedlungen.

Im Tertiär war die Gegend um Cripple Creek vulkanisch sehr aktiv. Sie gehört zum Thirtynine Mile Volcanic Field in Colorado. Durch diese Aktivitäten wurden große Mengen Gold nahe an die Erdoberfläche gebracht. Außerdem finden sich Sulfide und Tellur-Verbindungen, die dem County ihren Namen gaben.

Das Gold tritt in gealterten und brekzierten vulkanischen und vulkaniklastischen oligozänen Gesteinen auf und ist im wesentlichen quarz-latitischer Zusammensetzung. Der Cripple Creek Vulkankomplex wird von präkambrischen Gneissen, Granit und Quarz-Monzonit umgeben. Gold tritt gediegen als mikrometerhroßes disseminiertes freies Gold und in Form von Au-Ag-Telluriden auf. GAngminerale sind Pyrit, Quarz und Fluorit.

Cripple Creek Golderzrevier
Cripple Creek Golderzrevier

Mary McKinney und Katinka gold mines;
Gold Hill , Cripple Creek District um 1903

USGS
Cripple  Creek
Cripple Creek

Cripple Creek und Cresson Mine, Colorado

DocSearls
Cripple Creek
Cripple Creek

Cripple Creek und Victor Mine; Victor, Colorado

Plazak

Porgera in Papua-Neuguinea

Die Porgera-Goldmine ist eine Gold- und Silbermine in der Enga Province in Papua Neuguinea. Das Bergwerk liegt etwa 130 Kilometer westlich der Stadt Mount Hagen und 600 Kilometer nordwestlich von Port Moresby. Die Produktion des Bergwerks macht 12 Prozent des Exports von Papua-Neuguinea aus. Die Mine wird von Barrick Gold betrieben und ist eines der zehn größten Goldbergwerke der Welt. Barrick betreibt 2012 aktiv 26 Goldbergbaue weltweit; es ist das größte Goldabbau-Unternehmen der Welt. Die goldhaltigen Erzreserven werden auf 51,5 Millionen Tonnen mit einem Goldgehalt von 0,23 oz/t geschätzt. Eigentümer und Beschäftigung

Der Gold- und Silberabbau findet über dem Porgera Valley in einem Regenwald auf einem Hochplateau auf 2200 bis 2700 Metern statt. Das Plateau liegt in einer Zone, in der die indo-australische und die pazifische Platte aufeinander stoßen, die häufig Erdbeben auslösen. Die höchsten Berggipfel dieses Gebiets mit mehr als 4500 Metern über Meereshöhe sind durch tiefe Täler getrennt und werden durch schnell fließende Flüsse entwässert. Es gibt starke Niederschläge, die im Durchschnitt jährlich etwa 3700 mm betragen. Dies führt an den steilen Hängen des Porgera Valley zu Erosion mit häufigen Erdrutschen und Felsstürzen.

Lagerstätte Die Lagerstätte ist räumlich und zeitlich mit einer Intrusion aus dem Miozän mit gabbroiden und porphyrischen Gesteinen verbunden, in die basaltische Gesteine eindrangen. Magmatismus und Mineralisation ereigneten sich im frühen Pliozän, als die nordöstlich Australasiatische Platte und ein Inselbogen kollidierten. Dieses Material und die Vulkanschlote bildeten die Porgera-Intrusion.

Die Mineralisation erfolgte entlang der Grenzen der Porgera-Intrusion. Dabei bildeten sich goldhaltiger Pyrit, Sphalerit, Galenit; gold- und arsen-haltiger Pyrit, Gold und Electrum. Das Gold kommt i.d.R. disseminiert in Pyrit vor.

Porgera
Porgera

Epithermale Goldlagerstätte Porgera in Papua-Neiguinea

Farbellini
Porgera
Porgera

Epithermale Goldlagerstätte Porgera; Tagebau in Papua-Neuguinea

Richard Farbellini

Hishikari in Japan

Berg Karakuni zwischen Kirishima und Hishikari
Berg Karakuni zwischen Kirishima und Hishikari

Karakuni Dake bei Kirishima, Kyushu, Japan

Ray_go

Die Lagerstätte Hishikari liegt im N der Präfektur Kagoshima auf der Insel Kyushu im S Japans. Sie wurde 1981 entdeckt und hat bis Ende März 2014 210,2 t Gold produziert. Hishikari ist eine der hochgradigsten Gold-Lagerstätten mit durchschnittlich 40 g Au pro t Erz (weltweiter Durchschnitt ist ca. 5 gr) und einem Ausstoß von ca. 7 t Au pro Jahr. Obwohl es in Japan zahlreiche Gold-Bergbaue gab, sind alle nacheinander aufgegeben worden und Hishikari die einzige kommerziell erfolgreiche Goldgrube. Hishikari ist eine gangförmige epithermale Lagerstätte, welche im Quartär (K-Ar-Datierung 1.01 ± 0.08 Ma) durch vulkanische Aktivitäten, resp. durch das Eindringen von Magma-Heißwasser-Fluiden in Rissen und Spalten gebildet wurde. Die Goldablagerung fand bei 210o C an der Basis und bei weniger als 200oC in den überliegenden vulkanischen Gesteinen statt. Die Lagerstätte setzt sich zusammen aus von Sedimenten der kretazäischen Shimanto Supergruppe und quartären vulkanischen Gesteinen. Die Gänge gehören zum Quarz-Adular-Typ mit assoziierten Mineralen Elektrum, Naumannit, Aguilarit, Pyrargyrit und Smectit. Die hochgradige Gold-Mineralisation ist direkt mit Chlorit- und Serizit-verwitterung assoziiert.


Zijinshan in China

Zijinshan Bergwerk
Zijinshan Bergwerk

Epithermale Cu-Au-Lagerstätte und Grube Zijinshan;
Zijinshan-Erzfeld, Präfektur Longyan, Provinz Fujian, China.

Archiv: Doc Diether

Zijinshan ist sowohl die Bezeichnung für den Cu-Au-Mo-REE-Lagerstättenbezirk als auch der Name für die Cu-Au-Lagerstätte und Grube Zijinshan im Kreis Shanghang der bezirksfreien Stadt Longyan in der chinesischen Provinz Fujian. Das Erzfeld Zijinshan erzeugt ca. 150.000 Unzen p.a. und gilt als die größte Goldmine Chinas. Unter das Erzrevier Zijinshan fallen desweiteren die epithermalen Cu-Au-Lagerstätten Jintonghu und Wuziqilong, das porpyhrische Cu-Vorkommen von Zongliao und die carbonatitische REE-Lagerstätte Zijingshu.

Die Lagerstätte besteht aus neoproterozoischen Phylliten und Metasandsteinen, diskordant überlagert von devonischen und karbonischen flachen marinen Sedimenten mit etwas Kalkstein, welcher Fe, Mn, Pb, Zn und Cu in den Kalkstein-Sediment-Kontakten führt. In der Folge triassischer Tektonik, wurde das Basisgestein von jurassischen Graniten und damit in Verbindung stehendem Vulkanismus intrudiert, gefolgt von einer extensiven kretazäischen Suite. Die Cu-Au- und Mo-Mineralisation im Zijishan-Distrikt ventwickelte sich innerhalb der 125 ±4 Ma Vulkanite und in Verbindunge stehender Intrusiva in einem kleinen, durch Störungszonen begrenzten vulkanischen Becken, in welchem sich ein dacitischer Dom-Komplex bildete. Dacitische Porphyre treten in Pipes (Durchschlagsröhren)-artigen Intrusionen im Zentrum des Beckens auf, umgeben von dacitischen vulkanischen Brekzien, Tuff und Lava. Ein System zirkularer und radialer Verwerfungen und Risse, welche sich um die Pipes entwickelten, sind typisch mit hydrothermalen Brekzien und Gängen gefüllt. Der Dacit-Porphyr setzt sich fort als Granodiorit-Porphyr, welcher die K-Verwitterungs und die porphyrische Cu-Au-Mineralisation enthält. Die Gold-Mineralisation ist auf eine Schicht oberhalb der Cu-Mineralisation begrenzt.


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