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Geruch

Durch Reizung der Geruchsorgane verursachte Empfindung, die dem reizauslösenden Gegenstand als Eigenschaft zugeschrieben wird.

Der Geruch frisch angeschlagener Minerale/Gesteine kann bei der Bestimmung dieser hilfreich sein.

Beispiele:

  • muffiger Geruch - weist auf einen starken Tongehalt hin (Tonstein)
  • Knoblauchgeruch - weist auf einen Arsengehalt hin; beispielsweise bei Arsenkies (besonders, wenn dieser massiv oder in Quarz eingewachsen ist) und gediegenem Arsen.
  • Geruch nach faulen Eiern - weist auf Anteile Schwefelwasserstoff hin, insbesondere bei Sphalerit, wenn dieser auf Porzellan oder Glas intensiv verrieben wird.
  • stechender Geruch - weist auf Vorhandensein von Halogenen hin, tritt zum Beispiel beim Stinkspat (schwarzvioletter Fluorit) auf. Durch radioaktive Strahlung wird das Fluoritgitter zerstört und Fluor freigesetzt, welches für den stechenden Geruch (Chlorgas im Schwimmbad) verantwortlich ist.
  • brenzliger Geruch - weist auf das Vorhandensein organischer Stoffe wie Erdöl oder Bitumen hin und ist von Quarz (Pforzheimer Stinkquarze) und Kalksteinen (Stinkkalk) bekannt; tritt auf wenn das Mineral bzw. Gestein zerbrochen oder geritzt wird.

Einordnung