'._('einklappen').'
 

Glenck, Carl Christian

Carl Christian Friedrich Glenck (* 13.04.1779 Schwäbisch Hall – † 21.11.1845 Gotha) war ein deutscher Geologe, Bohrfachmann, Salinist, Unternehmer.

Glenck war familiär geprägt durch den Vater, der sich ebenfalls schon mit der Salzgewinnung beschäftigte. Er besuchte die Carlsschule in Stuttgart; dann Studium der Rechte in Erlangen, daneben Studien in Mineralogie und Geologie, Abschluss als Jurist; Erlernen der Bohr- und Salinentechnik in der Praxis. Privatsekretär eines deutschen Fürsten ab 1799. Übernimmt 1801 die Leitung der Saline Weissbach (Hohenlohe). 1819 gründete Glenck nach erfolgreichen Bohrungen bei Wimpfen am Neckar die Saline Ludwigshall. Entwickelt sich in den folgenden Jahrzehnten durch praktische Arbeit, Selbststudien, auf Reisen und durch das Ringen mit technischen und wirtschaftlichen Problemen zu einem Geologen, Bohr- und Salinenfachmann von hohem Ansehen. Entdecker und Erschliesser verschiedener Salzlager.

Im Jahr 1821 beginnt Glenck aufgrund von Hinweisen von Peter Merian in der Nordwestschweiz nach Salz zu suchen. Er wird schliesslich am 30. Mai 1836 in Muttenz beim Roten Haus am Rhein in einer Tiefe von 107 m fündig. Aufgrund von Differenzen mit Landeigentümern um das Fundloch, gründete er 1837 die Saline Glenck, Kornmann & Co. in der Nachbargemeinde Pratteln, im heutigen Gebiet der Schweizerhalle. Damit war die Schweiz autark in Sachen Kochsalz.

Wird in Deutschland mit dem Ritterkreuz, der Ehrenbürgerschaft von Darmstadt und hohen Ämtern geehrt. Goethe, mit dem er befreundet war, verewigt ihn im 2. Teil des Faust.


Literatur:

  • Wilhelm von Gümbel: Glenck, Karl Christian Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 233–235.
  • Hanns Freydank: Glenck, Karl Christian Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 453 f.
  • Kaspar Birkhäuser: Carl Christian Friederich Glenck. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 18. November 2005.
  • Walter Carlé: Die Salinistenfamilie Glenck. In: Lebensbilder aus Schwaben und Franken, hg. v. Max Miller und Robert Uhland, Bd.11, Stuttgart 1969, S. 118–49.
  • Günther Beck: Salzsuche und Salinengründungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den thüringischen Staaten und im Königreich Sachsen. In: Thesis. Wissenschaftliche Zeitschrift der Bauhaus-Univ. Weimar, H.4/5, 2002, ISSN 1433-5735, S.174–91
  • Franz Götzfried (Hrsg.): Salz und Sole in Wimpfen. Beiträge zur Wimpfener Stadt- und Salinengeschichte, Bad Wimpfen 2002.
  • Heinrich Bartl: Die Salinen und das Solebad zu Stotternheim, 1826–1949. Ein Verdienst des Salinisten Carl Christian Friedrich Glenck. Erfurt 2008, ISBN 978-3-935971-49-2
  • Bernhard Ruetz, in Zusammenarbeit mit Armin Roos: Carl Christian Friedrich Glenck, 1779–1845. Salzpionier und Gründer der Saline Schweizerhalle. Reihe Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, Bd. 90, Zürich 2009, ISBN 978-3-909059-46-1
  • Reise-Journal des Oberberg- und Hofrats Carl Christian Friedrich Glenck (1779–1845), Entdecker des Salzlagers beim Roten Haus 1836 und Gründer der Saline Schweizerhalle 1837. Digitale Kopie und Druck des Originals aus Anlass des Jubiläums 100 Jahre Vereinigte Schweizerische Rheinsalinen, Pratteln 2009.

Weblinks:


Einordnung