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Gletscher

Gletscher bilden sich wenn, in Gebirgen oder kalten Regionen der Erde, mehr Schnee fällt als durch Abschmelzen verloren geht. Es gibt zwei Hauptgruppen von Gletschern:

  • Ein Inlandeisgletscher bewegt sich, durch den Druck, in alle Richtungen, auf nahezu ebener Erde.
  • Ein Talgletscher bewegt sich einen Berg hinunter.

Der Schnee fällt in das Nährgebiet des Gletschers und wird dort langsam zu Eiskörnern, Firn genannt. Dieses Eis wird durch den Druck immer dichter. Durch das Gefälle des Berges und den Druck, fließt das Eis mit wenigen Zentimetern bis hin zu einigen Metern pro Tag dem Tal entgegen. Dabei bewegt sich die Mitte am schnellsten. Der Rand und die Unterseite des Gletschers ist am langsamsten. Manche Gletscher in Grönland schaffen bis 30 Meter pro Tag. Dabei wird alles mitgerissen was sich dem Gletscher in den Weg stellt. Das Geröll (Geschiebe), das der Gletscher mitführt, schleift dabei das Gelände ab. Diese Art der Landschaftsgestaltung nennt man glaziale Erosion.

Wenn es im Gelände Unebenheiten gibt entstehen im Gletscher Spalten, die etliche Meter tief sein können. Entsteht im Nährgebiet des Gletschers mehr Eis als am Ende des Gletschers schmilzt so breitet sich der Gletscher weiter aus. Solange der Gletscher genug Nachschub an Eis bekommt zieht sich der Gletscher nicht zurück.

Wenn sich der Gletscher zurückzieht, bleiben im Gelände Ansammlungen von Gesteinsschutt zurück. Diese Schuttwälle nennt man Moränen. Die größte Ausdehnung des Gletschers wird markiert durch die Endmoräne. Einzelne Felsbrocken die der Getscher hinterlässt werden Findlinge genannt. Wenn sich unter den Gletschern ein Hinderniss in Form eines Gesteinhöckers befindet, so entsteht, wenn sich der Gletscher um das Hinderniss herum bewegt, ein Drumlin. Von der letzten Eiszeit gibt es Drumlins im bayrischen Alpenvorland, auf den Britischen Inseln und in Skandinavien.

Das Schmelzwasser, das sich am und im Gletscher bildet, fließt an der Stirn des Gletschers aus dem sogenannten Gletschertor. Dabei lagern sich Sedimente durch das Schmelzwasser ab, diese werden Sander genannt.


Inlandeisgletscher

  • Der gröste Gletscher der Erde ist der Beardmore_Gletscher
  • Die ehemalige Eisdecke während der Eiszeit war ein Inlandeisgletscher.
  • Vom Volumen größster europäischer Gletscher der Vatnajökull auf Island.

Talgletscher

  • Der größste Gletscher in Deutschland ist der Schneeferner.
  • Der größste Gletscher Österreichs ist der Pasterze.

siehe auch > Drumlin, Findling, glazial, Grundmoräne, Moräne, Strudeltopf, Trogtäler


Bilder

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Aktiver Gletscher
Victoria Dry Valley, McMurdo Sound, Antarktis
Public Domain-IUGS-Foto: Hamilton, 1958

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Vergletscherung mit Moränenbildung
Gilpin Peak, San Juan Mountains, Ouray County, Colorado, USA
Public Domain-IUGS-Foto: P. Carrara, 1971

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Eisschichtung
Gletscher in Banff, Kanada
Foto: Jon Sullivan, Public Domain

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Gletscher am Großvenediger, Hohe Tauern
Foto: Roland Noack

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Großer Geiger mit Gletscher, Hohe Tauern
Foto: Roland Noack

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Gletscher mit Gletschertor und Gletschersee, Obersulzbachtal, Hohe Tauern
Foto: Roland Noack

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eiszeitliche Gletschertöpfe, Obersulzbachtal, Hohe Tauern
Foto: Roland Noack

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Findlinge in der Moräne als Geschiebe der Inlandvereisung
Tagebau Greifenhain, Niederlausitz, Deutschland
Foto: Roland Noack

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Moränenwall
Obersulzbachtal, Hohe Tauern, Österreich
Foto: Roland Noack


Weblinks


Quellangaben


Einordnung