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Leopold Gmelin

Leopold Gmelin (* 2. 8. 1788 in Göttingen; † 13. 4. 1853 in Heidelberg) war ein deutscher Naturwissenschafter.

Er studierte in Göttingen, Tübingen und Wien, später war er Professor an der Universität Heidelberg. Leopold Gmelin befasste sich in seinen Arbeiten mit der Physiologie, der Mineralogie und der Chemie.

1817 veröffentlichte Gmelin den ersten Band seines Handbuchs der anorganischen Chemie, 1843 umfasste dieses in der vierten Auflage bereits neun Bände. Das Werk erschien bis 1997 in etwa 800 Bänden, produziert vom Gmelin-Institut, und wird von der Gesellschaft Deutscher Chemiker als Datenbank fortgeführt.
L. Gmelin begründete das später nach ihm benannte Gmelin-System zur eindeutigen Einordnung anorganischer Substanzen.

Die mineralogischen Arbeiten Gmelins umfassen Analysen verschiedener Mineralien, etwa die des Haüyn, mit der er sich in Göttingen habilitierte, oder des Laumontits und des Cordierits. Außerdem analysierte er auch Mineralwässer und veröffentlichte 1825 – im Wissen um die Unzulänglichkeit der damals üblichen Einteilung nach äußeren oder physikalischen Merkmalen – den „Versuch eines neuen chemischen Mineralsystems“. Sein Mineralsystem wurde von den Fachkollegen mehrheitlich kritisch aufgenommen, die Grundidee der Ordnung nach chemischer Zusammensetzung setzte sich aber durch.


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