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Gold Strichprobe

Früher wie heute war es möglich, beim Goldkauf durch geschicktes Täuschen von einem falschen Gold-Gehalt auszugehen. Daher war es schon immer wichtig, mit einem einfachen Verfahren diesen genau zu bestimmen. Auch waren Goldüberzüge schon sehr früh möglich, wobei man von einer falschen Annahme ausgehen konnte. Natürlich sind auch andere Methoden geeignet, um Reinheit und gleichmäßigen Gold-Gehalt festzustellen.

Hier muß zuerst die Dichte (spezifisches Gewicht) genannt werden. Dazu braucht man die Angabe des Volumens des Körpers und dessen Masse (Gewicht). Einen Goldbarren kann man noch gerade so ausmessen und dessen Masse mit einer Feinwaage bestimmen. Jedoch bei unregelmäßigen Körpern (Schmuck) ist das nur mit dem Archimedischen Prinzip durch Wasserverdrängung und Messung dessen Volumens möglich.

Ein Röntgenfluoreszenzspektrometer mißt natürlich sehr genau, wobei man zuerst mal ein solches Gerät zur Verfügung haben muß und dann das dazu notwendige Computerprogramm zur Auswertung braucht.

Die 3. und älteste Möglichkeit ist die obige Strichprobe, die zu den ältesten Verfahren gehört und schon 600 v. Chr. bekannt war. Der Gegenstand selbst bleibt bei dieser Untersuchung unbeschädigt, ob Barren oder Münze oder Schmuckstück. Mit einer Probiernadel wird von der Probe ein Strich gezogen, der danach mit Testsäuren auf Auflösbarkeit geprüft wird. Nicht-Gold wird aufgelöst, Gold bleibt erhalten. Beim 1.Abrieb kann der Fachmann schon an der Ritzstelle erkennen, ob nur ein Überzug oder ein Vollmaterial vorliegt. Hierzu wird ein spezieller Säure-Test-Set mit 5 verschiedenen Säuren sowie ein spezieller Prüfstein benötigt, allerdings geht es nicht ohne Erfahrung und Einhaltung von Sicherheits-Regeln. Es wird wohl besser sein, für ein kleines Geld den Test bei einem Goldschmied oder Juwellier durchführen zu lassen. Ganz genau lässt sich mit der Strichprobe ein Feingehalt nicht ermitteln. Es ist aber möglich, eine Zuordnung zu treffen, weil es bei Schmucklegierungen nur wenige Möglichkeiten gibt.

Auch bei Silber und Platin lassen sich mit der Strichprobe befriedigende Zuordnungen treffen.


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