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Goldbach, Conrad

Conrad Goldbach ( + Febr. 1853 Sprottau (Schlesien) - gest. 14. Mai 1929 Zell a. Harmersbach) war ein deutscher Chemiker, Geologe und Prospektor.

Über Goldbach ist nicht alles bekannt. So studierte er Chemie im Rahmen seiner Ausbildung. Er war in verschiedenen Orten im Bereich des Schwarzwaldes ansässig. (Z.B. Kehl, Heidelberg, Elsaß, Zell a. Harmersbach). Er war selbstständig und als Prospektor mußte er sich seinen Unterhalt durch Gutachten, Auffinden und Gewinnung von Bodenschätzen verdienen. Auch züchtete er künstliche Kristalle (Salze), die er ebenso wie Proben von Erzen und Mineralien verkaufte. (Z.B. British Museum for Natural History in London). Abbaue und Abbau-Versuche waren von ihm z.B. auf Flußspat im Ettengraben bei Zunsweier (bekannt durch optisch reinen Spat). Auch in Fahl bei Todtnau war er tätig. Er entdeckte eine Radiumquelle in Zell am Harmersbach, die auch heute noch gerne von Einheimischen angezapft wird. Goldbach verlegte sich auf die Prospektion von Uran-Lagerstätten im Schwarzwald, wie Weiler b. Lahr, Wittichen, Heubachtal, Grube Gabriel im Einbachtal, Grube Ludwig im Adlersbachtal.

Goldbach war zwar in Sachen Rohstoff-Prospektion im Schwarzwald sehr rührig, konnte aber wirtschaftlich nur sehr wenig zugute machen.

Eine alte Eiche beim Naturlehrpfad Richtung Brandenkopf wird als "Goldbacheiche" bezeichnet. Ebenso ist in Zell a. Harmersbach eine Straße nach ihm benannt.


Literatur:

  • Kopp, T. (1952). 40 Jahre Zeller Radiumquelle. Schwarzwälder Post, 4.Okt.
  • Hahn, F. Die Flußspatgrube des Chemikers C. Goldbach im Ettengraben bei Zunsweier. Erzgräber 2, 1991, S.33-40.
  • Schneider, W. & F. Hahn (2011). Conrad Goldbach, 1853-1929. Erzgräber, Jg.25, H.2. S.96-118.
  • Schneider, W. & F. Hahn (2011). Conrad Goldbach II, 1853-1929. Erzgräber, Jg.26, H.1. S.53-82.

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