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Gramaccioli, Carlo Maria

Prof. Dr. Carlo Maria Gramaccioli (Mailand 1935 – 14. Okt. 2013 Mailand), war ein italienischer Physiko-Chemiker und Mineraloge.

Er Promovierte in Industrieller Chemie 1959. 1962-64 war er Postdoc am CalTech in den Gates-Crellin Laboratorien und entwickelte das bekannte CRYRM-Programm für die Verarbeitung von Röntgen-Diffraktions Daten. Nach den üblichen akademischen Karriere-Stufen wurde er 1980 Professor für Physikalische Chemie an der University Mailand, eine Position, in der er bis zu seiner Emeritierung 2009 verblieb.

Gramacciolis wissenschaftliches Interesse war die Physikalische Chemie der kristallinen Zustände, wobei er es auf 130 Publikationen brachte. Hier konnte er auch sein überdurchschnittliches Interesse an den Mineralien einbringen. Er war Vorsitzender der IUCr Teaching Commission, Mitglied des italienischen Gemological Institute, des Istituto Lombardo di Scienze e Lettere, und Mitglied der Mineralogical Society of America.

Sein Lebenswerk ist eng mit dem Mineraliensuchen verbunden und so hatte er auch immer gute Sammler-Kontakte. Sein in Deutschland wohl bekanntestes Buch ist das Werk: "Die Mineralien der Alpen".

Er war an 27 IMA-Anmeldungen beteiligt.


Literatur:

  • Gramaccioli, C.M. (1977). Rare-Earth Minerals in the Alpine and Subalpine Region. Min. Rec., Vol.8, H.4,S.287-93.
  • Gramaccioli, Carlo M. Die Mineralien der Alpen, 2 Bände. Kosmos, Stuttgart, 1978, ISBN: 9783440044346
  • Gramaccioli, C.M. (1983). Seltene Manganmineralien, Arsen- und vanadiumhaltige Mangansilicate aus Italien (Gambatesa). Lapis, Jg.8, Nr.11, S.25-27.
  • Campostrini, I. & Gramaccioli, C.M. (2005). Artroeite del Monte Somma - Vesuvio: secondo ritrovamento mondiale. Riv. Min. Ital., Nr.1, S.50-52.
  • Weiß, S. (2013). Lapis Aktuell: Carlo M. Gramaccioli 1935-2013. Lapis, Jg.38, Nr.12, S.6.
  • Demartin, F. & Campostrini, I. (2013). Carlo Maria Gramaccioli (1935-2013). Riv. Min. Ital., Nr.4, S.280-83.

Weblinks:


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