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Grewingk, Kaspar Andreas Constantin

Constantin Caspar Andreas von Grewingk (* 2. Januar jul./ 14. Januar 1819 greg. Viljandi, Estland; † 18. Juni jul./ 30. Juni 1887 greg. Dorpat) war ein deutsch-baltischer Geologe und Mineraloge.

Er (Familie) stammt wohl aus Holland und ist von dort aus nach Kurland eingewandert. Er bekam den 1. Unterricht im elterlichen Hause und ging dann auf die bekannte Hollander'sche Pension bei Wenden, die er sieben Jahre besuchte. Er studierte ab 1837 Mineralogie und Geologie in Dorpat und erwarb 1842 den cand. phil. mit der Arbeit "Die Mitscherlich’sche Lehre von Homöomorphismus und deren Einfluß auf die Mineralogie". Er setzte sein Studium fort in Berlin, im Winter 1843/44 in Freiberg. Im Dezember 1843 erwarb er den Dr. phil. in Jena mit einer Arbeit über Chromverbindungen.

Im April 1846 wurde er Konservator der mineralogischen Sammlung der k. Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg. Er unternahm einige geologische Reisen: Im Sommer 1848 bereiste der junge Forscher die Gouvernements Olenez und Archangel, sowie die bisher wenig erforschte Halbinsel Kanin. Im Sommer 1850 machte G. eine geologische Reise durch Schweden und Norwegen und im Sommer 1853 durchforschte er die Smaragdgruben im mittleren Uralgebirge. Aufgrund seiner Berichte wurde er 1854 zum Professor der Mineralogie und Geologie nach Dorpat berufen. Hier hat er mit großer Berufstreue und außerordentlichem Fleiß 33 Jahre — bis zu seinem Tode am 18./30. Juni 1887 — als Lehrer und Forscher gewirkt. Von Dorpat aus hat er wiederholt Deutschland und Österreich besucht, aber sonst weitere Reisen nicht unternommen, vielmehr seine Kraft der Durchforschung seiner Heimatprovinz gewidmet.

Bei seinen Untersuchungen betrieb er auch archäologische Forschung. Mit ihm beginnt in archäologischer Hinsicht die wissenschaftliche Erforschung der russischen Ostseeprovinzen.

Nach ihm ist der Grewingk-Gletscher nahe Homer in Alaska benannt. Grewingk's Verdienste um die Wissenschaften fanden Anerkennung durch die übliche Verleihung von Orden, durch Ernennung zum Ehrenmitglied verschiedener gelehrter Gesellschaften.


Literatur:

  • Geologie von Liv- und Kurland.
  • Steinalter der Ostseeprovinzen Liv-, Esth- und Kurlands und einiger angrenzenden Landstriche; Dorpat 1865.
  • Über die Meteoritenfälle von Pillistfer, Buschhof und Igast in Liv- und Kurland; (mit Carl Ernst Heinrich Schmidt).
  • Grewingk's Geology of Alaska and the Northwest Coast of America. Contributions Toward Knowledge of the Orographic and Geognostic Condition of the Northwest Coast of America, with the Adjacent Islands.
  • C. Schmidt: Lebensbild des Prof. C.A. Grevingk; Verhdl. d. gel. esthn. Gesellschaft Bd. XIII, Dorpat 1887.
  • Ludwig Stieda: Grewingk, Kaspar Andreas Constantin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 49, Duncker & Humblot, Leipzig 1904, S.542–44.

Weblinks:


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