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Hilarion-Stollen (Ορυχείο Ιλάριον, Αγ. Κωνσταντίνος (Καμάριζα), Λαύρι)

Steckbrief

Land

Griechenland

Re­gi­on

Attika (Attikí, Attica) / Lavrion (Laurion), Bergbaudistrikt / Kamariza / Hilarion Mine (Hilarion-Stollen, Mine Nr. 50)

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

nicht bekannt

GPS-Ko­or­di­na­ten

Hilarion



Hilarion

WGS 84: 
Lat.: 37,71851667° N, 
Long: 24,01361389° E
WGS 84: 
Lat.: 37° 43' 6,66" N,
   Long: 24° 0' 49,01" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=655
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (9 Bilder gesamt)

Hilarionstollen
Aufrufe (Bild: 1265978694): 2307
Hilarionstollen

Hilarionstollen, Kamariza, Lavrion, Attika, Griechenland.

Copyright: Fritz Schreiber
Beitrag: Hg 2010-02-12
Hilarionstollen
Aufrufe (Bild: 1265978658): 2279
Hilarionstollen

Hilarionstollen, Kamariza, Lavrion, Attika, Griechenland.

Copyright: Fritz Schreiber
Beitrag: Hg 2010-02-12
Hilarionstollen
Aufrufe (Bild: 1179692904): 4742
Hilarionstollen

Der Hilarion-Stollen ist der S der vier Gruben im Revier Kamariza. Lavrion, Attika, Griechenland.

Copyright: UlrichW
Beitrag: Klinoklas 2007-05-20

Ausführliche Beschreibung

Beschreibung

Der Hilarion-Stollen ist der S der vier Gruben im Revier Kamariza. In ihn gelangt man, wenn man im Hilarion-Stollen der Treppe auf die dritte Sohle folgt. Hier befinden sich auch schon die ersten Abbaue des Revieres, wenn man in die Stollen nach rechts einbiegt. Folgt man aber dem Hauptweg, so gelangt man rasch in die riesige Adaminhalle und kurz danach an den rechts am Stollenrand liegenden Hilarion-Schacht. Dieser Schacht hat keinerlei Ausbau mehr und kann leicht übersehen werden. Alle Stollen S dieses Punktes gehören zum Hilarion-Gebiet, das bei oberflächlicher Betrachtung noch recht überschaubar scheint. Schon die im Bereich vor der Adaminhalle nach rechts abzweigenden Stollen (wenn man hineingeht), führen in ein ziemliches Durcheinander von Stollen und Abbauen. Dieser Bereich ist auch schon aufgrund seiner Nähe zum Tageslicht stark abgesucht, dennoch gelingen immer wieder hervorragende Funde.

Kurz hinter der Adaminhalle zweigt nach rechts ein zuerst fast zugeschütteter Stollen ab. Dieser Stollen ist sehr lang und hat eine große Zahl weiterer Nebenstollen. Letztendlich führt er in das Abbaugebiet S des Schachtes. Zudem weist er eine Absurdität auf: einer der Nebenstollen führt in eine riesige Kammer, die aussieht, als ob hier entweder Material für den Stollenbau gebrochen wurde, oder es könnte sich um eine Art Magazin handeln. Spekulationen reichen dahin, dass während der Abbauzeit hier Erzloren gebunkert wurden, um sie nachts durch den Hilarionschacht zu heben. Dies ergäbe insoweit einen Sinn, als dass die Anlage des Magazins darauf schließen ließe. Allerdings lässt die noch sichtbare Schienenführung diesen Schluss nicht ganz so wahrscheinlich sein. Im weiteren Verlauf des Hauptstollens tauchen an einer Stelle eingemauerte Stollentafeln auf, die den Namen Jean-Baptiste tragen. Offensichtlich hieß dieser Jean-Baptiste-Stollen, und ist nicht zu verwechseln mit der Jean-Baptiste Mine.

Allgemeines zum Hilarion-Stollen

Der Hilarion ist für Lavrion-Verhältnisse ein relativ junger Stollen. Er wurde in den 1970er Jahren gebaut und diente dazu, das gewonnene Erz der Tiefenstollen auf Schienen ans Tageslicht zu bringen. Die Nutzung des Serpier-Förderturmes, die um einiges ineffizienter war, wurde somit umgangen.
Der Hilarion-Stollen ist untertage mit dem Jean-Baptiste-, Christiana- und Serpieri Nr. 1-Stollen verbunden. Hierdurch ist es schwierig zu sagen, in welchen Stollen man sich tatsächlich befindet. Daher ist bei einer Angabe des Fundortes Vorsicht geboten.


Lage

BILD:1162497255

Fährt man auf der Hauptstraße in Kamariza (Aghios Konstantinos), sieht man am Ende des Orts linkerhand eine kleine Taverne und ein kleines Mineralienmuseum. Hier biegt man links ab und fährt durch schmale Gassen. Nach etwa 200-300 m kommt man an einen schönen Rastplatz mit Brunnen, Tischen und Bänken. Ab dort ist die geteerte Straße vorbei und eine mehr oder weniger gut ausgebaute Schotterpiste geht weiter. Also fährt man links nach dem Rastplatz weiter auf die Schotterpiste. Nach weiteren 200 m geht ein Weg nach links. Dort ist der Serpieri 5 Schacht, wo es noch schöne Al-Adamine gibt. Ab der Abzweigung fährt man ca. 150 m weiter auf der Straße gerade aus, bis die nächste Schotterstraße links abgeht. Dort biegt man ab und gleich rechts ist ein guter Platz, den Wagen abzustellen.
Man befindet sich nun in einem schluchtartigen Aushub, den man noch etwa 50 m an großen Radladerreifen vorbei in Richtung N geht. Dann steht man direkt vor dem Mundloch.



Fundsituation

Die Fundsituation ist für Sammler nicht so besonders überragend.
Da es in den alten Stollen sehr gefährlich ist, besteht ein strenges Verbot, den Stollen zu befahren!
Mit viel Geduld, Glück und Lauferei sind trotz allem noch Funde möglich.

Mineralien (Anzahl: 162)

Mineralbilder (417 Bilder gesamt)

Adamin
Aufrufe (Bild: 1421149649): 3624
Adamin

Bildbreite: 2 mm; Fundort: Hilarion-Stollen, Kamariza, Lavrion, Attika, Griechenland

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2015-01-13
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Devillin
Aufrufe (Bild: 1412180750): 2145
Devillin (SNr: A027216)

Nadelige hellblaugrüne Kristalle auf Chrysokoll, BB = 4,2 mm; Fundort: Hilarion-Stollen Nr. 50, Kamariza, Lavrion, Attika, Griechenland.

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Bebo
Beitrag: Münchener Micromounter 2014-10-01
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Adamin
Aufrufe (Bild: 1274442264): 13369, Wertung: 9.53
Adamin

Hilarion 9, Laurion, Griechenland.Bildbreite: 5,2mm

Sammlung: geni
Copyright: geni
Beitrag: geni 2010-05-21
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 4)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Bertrand, Damour (1881). Zinkaluminit. (Typ-Publ.)
  • Hanneberg, A. (1989). Greenockit und Zinkblende von Lavrion. (Bem. Eigenfund) Lapis, Jg.14, Nr.1, S.38.
  • Hanke, H. (1994). Einige genaue Fundpunkte. Emser Hefte, Jg.94, Nr.2, S.17.
  • Giester, G. & Rieck, B. (1995). Mereiterite, K2Fe(SO4)2 x 4H2O, a new leonite-type mineral from the Lavrion Mining District, Greece. Eur.J.Mineral., 7, S.559-66. (Typ-Publ.)
  • Witzke & Pöllmann & Vogel (1995). Natroglaukokerinit. Zeitschr. Kristallogr. Suppl. Iss.9, 252. (Typ-Publ.)
  • Weiß, S. (1996). Neue Mineralien: Mereiterit. Lapis, Jg.21, Nr.1, S.25.
  • Wendel, W. & Rieck, B. (1999). Die wichtigsten Mineralfundstellen und Bergbauanlagen Lavrions. Lapis, Jg.24, Nr.7, S.25.
  • Wendel, W. Blaß, G. Mühlbauer, W. & Markl, G. (1999). Hilarion - Plaka - Sounion: Lavrion-News 1997-1999. Lapis, Jg.24, Nr.7, S.64.
  • Witzke, T. & Raade, G. (2000). Zincowoodwardite, (Zn1-xAlx(OH)2)((SO4)x/2(H2=)n), a new mineral of the hydrotalcite group. N. Jb. Min. Mh., H.10, S.455-65. (Typ-Publ.)
  • Störk, W. (2001). Lapis Aktuell: Neu: Goldkristalle aus Lavrion. Lapis, Jg.26, Nr.2, S.6.
  • Red. Min.-Welt (2001). Neues aus Laurion ... Kuriose Azurite aus dem Hilarion- Stollen. Min.-Welt, Jg.12, Nr.3, S.11.
  • Schreiber, F., Fabritz, K.H., Kolitsch, U. & Gröbner, J. (2003). Lavrion bleibt aktuell !: Wunderschöne Cuprite und andere Sekundärmineralien aus einer neuen Fundstelle in Lavrion, Griechenland. Lapis, Jg.28, Nr.5, S.25-31.
  • Schreiber, F. & Hammer, V.M.F. (2007). Lavrion 2003-2007: Es hat sich einiges getan! Neufunde - Nachsuche - Archäologie. Lapis, Jg.32, Nr.4, S.32-38.
  • Giester, G., Kolitsch, U., Levrett, P., Turner, P. & Williams, P.A. (2007). The crystal structures of lavendulan, sampleite and a new polymorph of sampleite. Eur.J.Miner., 19, S.75-93.
  • Pekov, I.V. et al. (2012). Hilarionite, IMA 2011-089. CNMNC Newsl. No.12, Febr., S.154; Min. Mag., 76, 151-55. Zapiski RMO 142/5, S:30-42. (Typ-Publ.)
  • Kolitsch, U., B. Rieck, F. Brandstätter, F. Schreiber, K.H. Fabritz, G. Blaß & J. Gröbner (2014). Neufunde aus dem alten Bergbau und den Schlacken von Lavrion (1). Min.-Welt, Jg.25, H.1, S.60-75.
  • Rieck, B, U. Kolitsch, P. Voudouis, G. Giester & P. Tzeferis (2018). Weitere Neufunde aus Laurion, Griechenland. Min.-Welt, Jg.29., H.5, S.32-77.

Quellenangaben

Einordnung