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Die griechische Sporadeninsel Skiathos

Steckbrief

Land

Griechenland

Re­gi­on

Sporaden / Skiathos

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=673
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Bilder von Fundstellen (7 Bilder gesamt)

Die griechische Sporadeninsel Skiathos
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Die griechische Sporadeninsel Skiathos

Geografische Lage der Mineralfundpunkte

Copyright: McSchuerf
Beitrag: Mineralienatlas 2004-12-02
Lalaria-Felsen
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Lalaria-Felsen
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Beitrag: Mineralienatlas 2004-04-10
auf dem Weg zur Agia Eleni-Bucht
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auf dem Weg zur Agia Eleni-Bucht

Zielpunkt der Asbolan-/Goethit-Funde

Copyright: McSchuerf
Beitrag: Mineralienatlas 2004-04-10

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines

Die für Griechenland ungewöhnlich fruchtbare und idyllische Insel Skiathos, die vor allem wegen ihrer zahlreichen und schönen Sandstrände Berühmtheit erlangt hat, ist die touristisch am höchsten entwickelte Insel der Nördlichen Sporaden. Westlich von ihr liegt die Halbinsel Magnesia; östlich von ihr liegt in geringer Entfernung die Insel Skopelos und im Süden ist Euböa zu sehen, während die Nordküste das stürmische Meer des thermaischen Golfes empfängt.
Nach altem Volksglauben ist der Name Skiathos entstanden, weil sich bei Sonnenaufgang der Schatten des Berges Athos über das Meer hinüber bis auf die Insel erstreckt (skia = Schatten). Schon seit der Antike tragen Insel und Stadt denselben Namen.

Die Insel ist 47 km² groß, 12 km lang und 9 km breit. Die höchste Erhebung der Insel ist mit 433 m die Karaphiltsanaka, ganz aus Felsen bestehend und schroff abfallend.


Geologie

Die Insel Skiathos lässt sich deutlich in zwei geologisch unterschiedliche Bereiche trennen.
Im Westen tritt basales paläozoisches Kristallin als voralpidischer Unterbau zutage, vornehmlich bestehend aus Muskovitschiefer, Granat-Glimmerschiefer und Zweiglimmergneisen (FERENTINOS 1973). Diese von SKALA und JAKOBSHAGEN (1977) als "Skiathos-Serie" bezeichnete Schichtfolge wird im Hangenden an manchen Stellen von Konglomeraten gekappt, die lokal ein Kleinrelief in den Schiefern ausfüllen und auf fluvialen Transport (Schichtfluten?) hinweisen (JAKOBSHAGEN und SKALA 1977, S. 238).
Konkordant folgt auf die metamorphe Liegendserie dickbankiger massiger Dolomitmarmor mit zwischengeschalteten dünnen Bauxit- und Hämatitlagen (VIDAKIS 1995), der in seinem oberen Ende in einem terrestrischen Horizont mit lateritischer Verwitterung endet. In einigen Steinbrüchen zeigt sich diese Übergangssituation, wie etwa im Norden der Halbinsel Punda, wo die Karstschlotten Tiefen bis 15 m erreichen können (HEINITZ und RICHTER-HEINITZ 1983, S.44 + 45).

Im Hangenden dieser Karstschlotten folgt transgressives Oberkreide-Konglomerat, das zu vorwiegend massigem Kalkmarmor (Rudistenkalk) überleitet, der die höchsten Gipfel der Insel (Kambia, Katavothra, Mitika) aufbaut. Die faltentektonischen Verhältnisse werden von JAKOBSHAGEN und SKALA (1977) sowie von HEINITZ und RICHTER-HEINITZ (1983) beschrieben. Der strukturelle Aufbau resultiert demnach aus einer Abfolge komplexer Verformungsphasen im Rahmen der neohellenischen Orogenese, wobei neben zentralen Aufwölbungen randlich Dehnungsbrüche auftraten.

Im SW ist die Skiathos-Serie aufgrund ihrer lithologischen Zusammensetzung (Sandsteine, Konglomerate etc.) schlecht verformbar und lässt über weite Strecken nur grobmaßstäbige Wellungen erkennen.
Im Osten bzw. Nordosten dominieren Schüsselstrukturen und flache Aufwölbungen (HEINITZ und RICHTER-HEINITZ 1983, S. 50). Die im bisherigen Kartenmaterial dargestellten tektonischen Störungen zeigen bezüglich ihrer Orientierung vornehmlich NE-SW-, NW-SE- und N-S-Verlauf.

Der nordwestliche Küstenabschnitt zwischen dem Kap Agia Elenis und Kap Gurnes wird durch mehrere kleine Buchten gegliedert. Entlang der nördlichsten Bucht an der Westseite der Mandraki-Halbinsel ist in rötlichen sandigen Sedimenten ein Kliff angelegt, das höhenmäßig zwischen 17 m (an den Buchtenrändern) und 14 m (im Zentrum der Bucht) variiert.

Die geomorphologischen Untersuchungen auf Skiathos zeigen, dass die Reliefentwicklung im Bereich der Inselgruppe der Sporaden zwischen dem Alttertiär und dem Pliozän unter dem Einfluss eines (wechselfeucht) tropischen Klimas stand (vgl. z.B. BERNOR et al. 1979). Wahrscheinlich wurde im Pliozän der Raum von einer mächtigen Abragungsphase erfasst, wobei in der Folge unter dem Einfluss tektonischer Bewegungen (Horst-Graben Tektonik) die ehemaligen Liefergebiete abgesenkt wurden und heute unter dem Meer liegen. Die Tatsache, dass die relativ leicht erodierbaren Glacissedimente in geringer Meereshöhe im Westen von Skiathos noch weit verbreitet vorliegen, führt zur Annahme größerer zusammenhängender Landflächen bis ins Spätpleistozän.

Mineralien (Anzahl: 7)

Mineralbilder (4 Bilder gesamt)

bräunlicher Calcit
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bräunlicher Calcit

Größe: 9 x 7 cm; Fundort: Kastro, Skiathos, Sporaden, Griechenland

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Beitrag: Mineralienatlas 2004-04-10
Klinochlor, Calcit, Malachit
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Klinochlor, Calcit, Malachit

Größe: 3,5 x 3 cm; Fundort: Kalksteinfelsen am Lalaria-Kieselstrand, Skiathos, Sporaden, Griechenland

Copyright: McSchuerf
Beitrag: Mineralienatlas 2004-04-10
Asbolan mit Goethit
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Asbolan mit Goethit

Asbolan mit Goethit; Stufengröße: 5,5 x 5 cm; Fundort: Agia-Eleni-Bucht, Skiathos, Sporaden, Griechenland;

Sammlung: McSchuerf
Copyright: McSchuerf
Beitrag: Mineralienatlas 2004-04-10

Gesteine (Anzahl: 7)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Salzburger Geographische Arbeiten - Band 33 - Helmut Riedl und Herbert Weingartner (Hrsg.) - Beiträge zur Landeskunde von Griechenland VI - Salzburg 1998 im Selbstverlag des Instituts für Geographie der Universität Salzburg
  • SKIATHOS - Touristischer Führer - Informationen - Landkarte - Adam Verlag, Athen

Quellenangaben

Einordnung