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Haldenbrand-Mineralien

Durch Haldenbrände von Kohle und bitumenhaltigem Kupferschiefer entstandene Mineralien. In diesem Zusammenhang stehen auch die Mineralneubildungen, welche exhalativ durch Gase unterirdischer Kohlenfeuer gebildet werden.

Durch den Brand von Kohleflözen, Kulmbänken und bitumenhaltigem Kupferschiefer ensteht Rauch (Gase), welcher meist hoch mit O, CO, CO2, N, S und Se angereichert und Ursache für die Neubildung von Mineralien ist.

Dominierend bei Kohle-Halden- und Flözbränden ist der durch Exhalation und Sublimation oder durch Bakterien (Desulfovibrio desulfuricans) entstandene elementarer Schwefel, seltener Selen sowie hydrothermal gebildete Sulfate, darunter die bekanntesten

Durch einen Haldenbrand in der Kupfergrube United Verde Mine (Jerome, Arizona, USA) entstand das Mineral Ransomit.

Im Wuda-Kohlenbergbaurevier (Helan-Gebirge, Innere Mongolei, China; Gruben Wuhushan, Suhaitu und Huangbaici) stehen ca. 9 % des Vorkommens unter Oberflächen-Halden- und Untergrundbränden in einer Tiefe von etwas weniger als 100 m. Von hier stammen aus fünf Oberflächen-Gasausbrüchen die Mineralien Godovikovit, Zaherit, Voltait, Zincovoltait, Tschermigit, Milosevichit, Alunogen, Anhydrit, Coquimbit, Salmiak und Haüyn (bei den Autoren des Originalartikels auch als Exhalations-Sublimationsmineralien beschrieben).

In den 1990er Jahren hat die IMA entschieden, dass - mit Ausnahme der vorher anerkannten Spezies Salmiak, Tschermigit, Apjohnit, Hoelit und Ransomit - Haldenbrand-Mineralien keine natürlichen Mineralien sind, da sie durch Fremdeinwirkung (anthropogen - spontane Entzündung durch menschliches Zutun, Bergbauaktivitäten, Abfallverbrennung) entstanden sind. Diese Entscheidung ist umstritten.

s.a. > Haldenbrand, Halde, Exhalation, Mineralneubildung


Quellenangaben


Literatur


Einordnung