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Hammermühle (Schlagmühle):

Hammer- oder Schlagmühle
Hammer- oder Schlagmühle

zur Zerkleinerung von Braunkohle. Brikettfabrik Knappenrode, Hoyerswerda, Lausitz, Sachsen.

Doc Diether

Hammermühlen (Schlagmühlen) werden vielfältig verwendet zur groben Zerkleinerung verschiedenster Materialien. Sie ist eine Mahlmaschine. Stark heterogene Materialmischungen können mit Erfolg zerkleinert und homogenisiert werden. Dies kann als Vorstufe zu einer anschließenden Sortentrennung verwendet werden. Z.B. kann eine Materialmischung aus Kunststoff und Weichmetallen derart zerschlagen werden, dass es danach mit Trenngeräten nach spezifischem Gewicht getrennt werden kann. Eine typische Anwendung sind Kühlschrankaufbereitung und Elektro- und Elektronikschrottverarbeitung. Je nach Einsatzgebiet wird die Konstruktion dem Verwendungszweck bzw. Material angepaßt. Man verwendet sie als Getreide- und Futtermühlen, in der Lebensmittelindustrie, zur Zerkleinerung von Holzabfällen, Kunststoffabfällen usw. Zu Recyclingzwecken liegt der Schwerpunkt auf einer Zerschlagung von Materialgemischen und weniger auf einer Zerkleinerung. In einem Kohlekraftwerk werden Kohle und Kalk zerkleinert. Im Bergbau/Hüttentechnik kann man Erze, Gipsgestein sowie Mineralien und Salze zerkleinern. In der Holzpelletindustrie werden Hammermühlen zum Zermahlen von Holzabfällen eingesetzt.

Eine Zerkleinerung des Mahlguts geschieht durch die Schlagwirkung. In einem Metallgehäuse dreht sich ein Rotor, an dessen äußerem Umfang bewegliche Stahl-Hämmer angebracht sind. Motor zum Antrieb des Rotors sowie die Hämmer sind in einem Gehäuse untergebracht. Bei Eintritt in den Schlagkreis des Rotors trifft das Mahlgut auf die rotierenden Hämmer. Dier Hämmer erzielen den größten Zerkleinerungseffekt. Sie schleudern die Stücke außerdem auf die Mahlwand, wo sie durch den Aufprall weiter gebrochen werden. Eine weitere Zerkleinerung erfolgt im unteren Bereich zwischen Rotor und Mahlwand.


Literatur:

  • Ost-Rassow. Lehrbuch der Chemischen Technologie, 27.Aufl., J.A.Barth Verlag, Leipzig. 1965, S.47, 217, 420, 429, 779.

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