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Hansjosef Maus

Geologiedirektor Dipl. Geol. Dr. Hansjosef Maus (+ 11. März 1936 Essen, gest. 9. Januar 2001 Freiburg) war ein deutscher Geologe.

Er legte 1957 die Abiturpüfungen in Essen ab, um anschließend fast ein Jahr als Gedingeschlepper bei Thyssen Schachtbau auf der Zeche Zollverein tätig zu werden, wo er den von ihm geliebten Bergbau von Grund auf kennen lernte. Im Jahre 1958 begann er das Studium der Geologie bei Prof. Pfannenstiel in Freiburg, das er 1963 mit seiner Diplomarbeit über den Münstertäler Porphyr abschloß. Im Jahre 1965 promovierte er bei Prof. Wimmenauer mit der Arbeit „Petrogenetische Typen der Schwarzwälder Quarzporphyre". Nach vierjähriger wissenschaftlicher Tätigkeit am Mineralogischen Institut der Universität Freiburg übernahm H. Maus 1967 das Aufgabengebiet von Prof. Wimmenauer am damaligen Geologischen Landesamt. Anfang 1974 wurde ihm die Leitung des Referats Mineralogie/Petrologie übertragen.

Zu seinen Aufgaben zählte die Durchführung zahlreicher Rohstoff-Prospektionsprojekte. Bei der Betreuung mehrerer Forschungsbohrungen im Kaiserstuhl gelangte er zu neuen Erkenntnissen über dort auftretende, seltene Gesteinsarten. Sein großes Praxiswissen in der angewandten Rohstoffgeologie gab er in Vorlesungen an den studentischen Nachwuchs weiter. Stets war es für H. Maus ein Anliegen, den Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zu pflegen. So war er unter anderem beteiligt an dem interdisziplinären Forschungsvorhaben „Zur Frühgeschichte des Erzbergbaus und der Verhüttung im südlichen Schwarzwald". Mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Freiburg und dem Landesdenkmalamt arbeitete er bei der Untersuchung von Glas, Verhüttungsschlacken und Keramik eng zusammen. Durch seine Beteiligung an der Einrichtung zahlreicher geologischer und bergbaugeschichtlicher Wanderwege und Ausstellungen brachte er die Geologie auch Fachfremden auf anschauliche Weise näher.


Literatur:

  • Maus, H. & Schürenberg, H. (1976). Kupferkiesnadeln von der Grube 'Gottesehre' bei Urberg, südlicher Schwarzwald. Jh. geol. LA Bad.-Württ., 18, S.39-44.
  • Maus, H. (1977). Violetter Fluorit und Sellait von der Grube Clara, Oberwolfach, Schwarzwald. Aufschluss, Jg.28, Nr.8/9, S.361-67.
  • Maus, H. (1977). Römischer Bergbau bei Sulzburg (Baden). Aufschluss, Jg.28, Nr.5, S.165-76.
  • Maus, H. & Renk, A. (1981). Der kristalline Schwarzwald - seine Gesteine und Lagerstätten. Aufschluss, Jg.32, Nr.9, S.323-32.
  • H. Maus (1988b): Besuchsbergwerk Teufelsgrund. 43 S., Schwarzwald (Gemeinde Münstertal).
  • H. Maus (1988c): Rheintal und Kaiserstuhl - Tektonik und Vulkanismus. Markscheidewesen, 95: 8-9; Essen.
  • MAUS, H. & RAUB, C. (1988): Bodenschätze in Württemberg. In: Archäologie in Württemberg: 539-51, Stuttgart (Theiss).
  • Maus, H. (1989). Lagerstätten und Bergbau im Südschwarzwald. Mitt. bad. Landesver. Naturkde. Natursch., N.F., 14, S.821-27.
  • MAUS, H. (1989):Geologie und Petrographie des Belchen und seiner Umgebung. In: Der Belchen - geschichtlich-naturkundliche Monographie des schönsten Schwarzwaldberges. Natur-u. Landschaftsschutzgebiete Baden-Württ„ 13: 311-26, Karlsruhe.
  • Maus, H. (1995). Forschungsbohrungen im Kaiserstuhl. Jh. geol. LA Bad.-Württ., 35, S.349-60.
  • MANFRED MARTIN (2001). Hansjosef Maus 1936 - 2001. Mitt. bad. Landesver. Naturk. u. Naturschutz. N.F. 17, 4, 981—82. https://www.zobodat.at/pdf/Mitt-Bad-Landesver-Natkde-Natschutz-Freiburg_NF_17_0981-0982.pdf

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