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Hauptkristallisation

Die Hauptkristallisation umfasst den Bereich von der ersten Bildung von im späteren Gestein vertretenen Mineralphasen (sieht man einmal von den zur Frühkristallisation gehörenden Spinellen ab) bis zur vollständigen Kristallisation der Schmelze.
Am Anfang der Abscheidung stehen meist die dunklen, Fe- und Mg-reichen Minerale. Sie haben hohe Schmelzpunkte.

Eine Kristallisationsabfolge ist meist Olivin, Pyroxen, Amphibol, Biotit, wobei es fast auszuschließen ist, dass alle diese Minerale in einem Gestein vorkommen. Gleichzeitig mit diesen Mineralen werden Ca-Na-Feldspäte gebildet, wobei der Na-Gehalt mit sinkender Temperatur meist zunimmt.
Erst am Schluss der Kristallisation, wenn die meisten dunklen Minerale ausgeschieden wurden, kristallisieren Kalifeldspat und Quarz. Eine solche Abscheidungsfolge wurde von BOWEN aufgestellt und wird nach ihm BOWEN'sches Reaktionsschema genannt.

In der Regel sind größere Magmenkammern zoniert, da die früher ausfallenden Minerale zu Boden sinken. Man erhält eine Abfolge z.B. von Gabbro am Boden, dann folgen zum Dach hin Diorit, Granodiorit und Granit. Gabbros führen Ca-reichen Plagioklas, Pyroxen und selten unter 5% Quarz. Im Granit schließlich sind nur noch wenige dunkle Minerale (< 15%) und darunter meist ausschließlich Biotit. In Graniten findet eine eutektische (gleichzeitige) Kristallisation von Kali- und Na-Feldspat und Quarz statt.


Einordnung