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Hessenberg, Friedrich

Dr. (hc) Johann Friedrich Hessenberg (* 1. Juni 1810 Frankfurt am Main; † 8. Juli 1874 Frankfurt am Main) war ein Juwelier, Mineraloge und Politiker der Freien Stadt Frankfurt.

Friedrich Hessenberg war Juwelier, Graveur, Mineraloge und Schriftsteller in Frankfurt am Main. Er bezeichnete sich auch als "Silberarbeiter." Er ging aus von seinen Erfahrungen als Juwelier und forschte auf den Gebieten der Mineralogie und Kristallographie. 1854 publizierte er unter dem Titel "Ueber das Quecksilberhornerz" in der Zeitschrift der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft seine erste kristallographische Arbeit. Später veröffentlichte er in der gleichen Zeitschrift unter dem bescheidenen Titel "Mineralogische Notizen" elf weitere kristallographische Abhandlungen über Minerale. Er trug eine bedeutende Mineraliensammlung zusammen und konstruierte Kristallmodelle. Für sein wissenschaftliches Werk wurde ihm 1867 die Ehrendoktorwürde der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Universität zu Berlin) verliehen. Er war gewähltes korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. KENNGOTT benannte ein Mineral zu seinen Ehren als "Hessenbergit". Seine wertvolle Mineraliensammlung gelangte nach seinem Tode durch den Geologen Karl von FRITSCH in die Universitäts-Sammlung in Halle/ Saale, wo sie sich heute noch befindet.

Am 25. Oktober 1848 wurde Johann Friedrich Hessenberg in die Constituierende Versammlung der Freien Stadt Frankfurt gewählt. Er gehörte dem Gesetzgebenden Körper 1847 sowie 1849 bis 1850 an.

Literatur:

  • Hessenberg, F. (1856/76): Mineralogische Notizen. T.1-10. Abh.d.Senckenb.Ges. Frankfurt/M.
  • RATH, G. vom (1874). Dr. Friedrich Hessenberg. N.Jb.Min., Geol. Palaeont., 817-53.
  • Wilhelm von Gümbel: Hessenberg, Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd.12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S.314.
  • Wolfgang Klötzer (Hrsg.): Frankfurter Biographie. Personengeschichtliches Lexikon. Erster Band. A–L (= Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission. Bd.XIX, Nr. 1). Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-7829-0444-3, S. 327.
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 182.
  • Hoppe, G. (2000). Friedrich Hessenberg (1810-1874) - Juwelier, Mineraloge und Mineralsammler. Aufschluss, Jg.51, Nr.5, S.259-63.
  • Pöllmann, H. (2000). Die Hessenberg Sammlung am Institut für Geol. Wissenschaften - Mineralogie der Univ. Halle/Saale. Aufschluss, Jg.51, Nr.5, S.264-65.

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