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Hillebrand, William

Dr. William Francis Hillebrand (* 12. Dezember 1853 Honolulu; † 7 February 1925, Washington, D.C., USA) war ein deutscher Chemiker und Mineraloge.

Er studierte Chemie an der Bergakademie Freiberg und promovierte dann an der Universität Heidelberg. Er entdeckte, dass beim Auflösen von Uranerzen ein Gas entweicht, welches er mittels spektroskopischer Methoden als Stickstoff identifizierte. Erst Jahre später bewies William Ramsay, dass es sich bei dem Gas um das aus dem Sonnenspektrum bekannte Helium handelt. Durch einen Briefwechsel zwischen Ramsay und Hillebrand ist bekannt, dass der von Hillebrand verwendete Uraninit anders als der von Ramsay verwendete Cleveit bis zu 10 % gasförmigen Stickstoff enthält. Diese Tatsache ist eine mögliche Erklärung für die falsche Interpretation durch Hillebrand.

Nach seinem Studium in Deutschland ging er 1880 in die USA, wo er das chemische Labor des United States Geological Survey in Denver leitete. Von 1908 bis 1925 war er Chef-Chemiker im National Bureau of Standards.

Er analysierte viele Minerale und Gesteine, einschließlich einiger seltener und neuer Minerale. Seine bekanntermaßen sorgfältigen und genauen Analysen führten zur Entdeckung mehrerer chemischer Elemente in Gesteinen, die dort vorher nicht vermutet wurden. Hillebrand gilt unter anderem für Zunyit als Erstbeschreiber.

1906 wurde er in die American Philosophical Society aufgenommen. Er wurde zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt. Das Mineral Hillebrandit wurde nach ihm benannt.


Literatur:

Weblinks:


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