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Hloušek, Jan

Dr. Jan Hloušek (* 10. März 1950 Karlsbad; † 27. April 2014 Jáchymov) war ein tschechischer Geologe, Mineraloge und Historiker.

Das Gymnasium besuchte er in Karlsbad, wo er 1968 das Abitur ablegte. Zwei Jahre zuvor hatte er bei einer Explosion im Labor seine linke Hand verloren, wodurch es für ihn sehr schwierig wurde, einen Studienplatz zu erhalten. Nach mehrfachen Versuchen erhielt er einen Studienplatz am Fachbereich Hydrologie und konnte nach einem absolvierten Semester das ihm thematisch wesentlich besser liegende Studium der Mineralogie aufnehmen.

Er promovierte 1976 an der Karlsuniversität in Prag. Anschließend arbeitete er am Institut für Erzforschung in Mníšek pod Brdy. Hier hat er unter anderem die Debye-Scherrer-Kammern auf der Gandolfi-Methode modifiziert und verbessert. Er wechselte 1993 wechselte nach Joachimsthal (Jáchymov) im Erzgebirge, wo er sich einem Forschungsprogramm im Bereich der Mineralogie widmete. Hier wurde er vor allem durch die wissenschaftliche Beschreibung der Mineralogie der Jáchymov-Lagerstätte bekannt. Hlousek war an der Beschreibung zahlreicher neuer Mineralien von Joachimsthal beteiligt. Hlousek wurde Ehrenbürger seiner Heimatstadt. Das Mineral Hlousekit wurde nach ihm benannt.


Literatur:

  • Obrys mušle. Poezie španělské avantgardy, Praha, 1979.
  • Hornictví a geologie Božídarska, Boží Dar, 2006.
  • Jáchymov − Joachimsthal, 1. Auflage, Jáchymov, 2016.

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