'._('einklappen').'
 

Rudolf Hoernes

Dr. Rudolf Hoernes (* 7. 10. 1850 in Wien; † 20. 8. 1912 in Judendorf-Straßengel) war ein österreichischer Geologe und Paläontologe.

Rudolf Hoernes war Sohn des Paläontologen Moriz Hoernes und Bruder des gleichnamigen Prähistorikers.
Da er früh verwaist war, mußte er zuerst als Rechungsbeamter arbeiten. In seiner Freizeit studierte er Naturwissenschaften (u.a. bei Haidinger, der ihn förderte). Er promovierte 1841; war aber schon 1836 aushilfsweise am Hofkabinett in Wien beschäftigt und wurde 1856 Kustos dieser Institution.

Nach seinem Studium in Wien trat er 1873 als Praktikant in die k.k. geologische Reichsanstalt (heute: GBA) ein, wo er bis 1876 tätig blieb. 1876 wurde er zum a.o. Professor der Geologie an der Universität Graz ernannt.

Anfangs beschäftigte er sich überwiegend mit miozänen Mollusken, später kam ein Interesse an fossilen Wirbeltieren dazu, aber auch Forschungen zur Erdbebenkunde.
Im Jahrbuch der k.k. geologischen Reichsanstalt erschien 1875 seine Arbeit über die Fauna des Schliers von Ottnang, in den Abhandlungen derselben „Die Gastropoden der Meeresablagerungen der I. und II. miocänen Mediterranstufe in der österreichisch-ungarischen Monarchie“ (1879-1891, mit M. Auinger); in Leipzig erschienen seine Bücher „Elemente der Paläontologie“ (1884) und „Erdbebenkunde“ (1893).

Ein in Joachimsthal entdecktes Mineral wurde zu seinen Ehren "Hörnesit" genannt.


Literatur:

  • R. Exel (1993). Die Mineralien und Erzlagerstätten Österreichs. Eigenverlag, Wien. S.27.

Links

Downloads


Einordnung